Datacolor SpyderPro: Neuer Modus für noch präzisere Monitorkalibrierung

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Unser Partner Datacolor spendiert dem SpyderPro ein kostenloses Software-Update mit einem neuen Feinkalibrierungs-Modus. Zusätzliche Messpunkte verbessern die Farbgenauigkeit, insbesondere bei Grau- und Weißtönen. Laut Hersteller sinkt die durchschnittliche Farbabweichung von Delta E00 1,26 auf 0,83. Was bedeutet das für die fotografische Praxis?​


Grafik: Datacolor

Was macht die neue Feinkalibrierung anders?​

Die bisherige Standardkalibrierung des SpyderPro liefert bereits sehr gute Ergebnisse. Mit dem neuen Modus „Feinkalibrierung“ (Deep Calibration) geht Datacolor einen Schritt weiter.

Dafür werden deutlich mehr Messpunkte über die gesamte Graustufenskala verwendet. So werden auch kleinere Farbabweichungen erkannt und korrigiert, die bei einer schnelleren Kalibrierung möglicherweise bestehen bleiben.

Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem:
  • neutralere Grau- und Weißtöne
  • geringere Rot-Grün- und Blau-Gelb-Farbstiche
  • eine genauere Abstimmung des Weißpunkts
  • eine präzisere Wiedergabe dunkler Bildbereiche
Gerade bei der Bildbearbeitung sind neutrale Grautöne wichtig. Ein leichter Farbstich in der Monitordarstellung kann dazu führen, dass wir beim Bearbeiten gegensteuern und damit einen Fehler korrigieren, der eigentlich gar nicht im Foto steckt. Das fällt dann oft erst auf, wenn wir das Bild auf einem anderen Bildschirm betrachten oder einen Ausdruck in den Händen halten.

Wie groß ist die Verbesserung?​

Datacolor hat den Standardmodus und die neue Feinkalibrierung auf 24 unterschiedlichen Displays miteinander verglichen. Getestet wurden unter anderem OLED-, Mini-LED-, XDR- und klassische LED-LCD-Bildschirme unter Windows und macOS.

Das Ergebnis: Die Graustufengenauigkeit verbesserte sich bei allen getesteten Displays. Im Durchschnitt lag die Verbesserung bei rund 30 Prozent, bei einzelnen Monitoren sogar bei über 50 Prozent. Schon die bisherige Standardkalibrierung des SpyderPro erreicht mit einem durchschnittlichen Delta-E00-Wert von 1,26 eine sehr hohe Farbgenauigkeit. Mit der neuen Feinkalibrierung verbessert Datacolor diesen Wert auf 0,83 und reduziert damit auch kleinste verbleibende Farbabweichungen.

Zur Einordnung: Delta E beschreibt die Abweichung zwischen einer dargestellten Farbe und ihrem Sollwert. Je niedriger der Wert, desto genauer die Wiedergabe. Werte unter 2 gelten bereits als sehr gut. Bei Delta-E-Werten unter 1 sind Farbunterschiede mit bloßem Auge in der Regel nicht mehr erkennbar.

Braucht man das für die Bildbearbeitung?​

Das kommt darauf an, wie genau man arbeitet und welche Anforderungen man an die Farbwiedergabe stellt. Die Standardkalibrierung liefert bereits eine hohe Farbgenauigkeit und ist schnell durchgeführt. Mit der neuen Feinkalibrierung steht nun eine zusätzliche Option für alle zur Verfügung, die bei ihrer Bildbearbeitung besonderen Wert auf möglichst geringe Farbabweichungen legen.

Hilfreich ist die Feinkalibrierung vor allem dann, wenn es auf besonders neutrale Grauverläufe, eine verlässliche Beurteilung von Hauttönen oder die Vorbereitung hochwertiger Drucke ankommt. Gerade bei solchen Arbeiten zeigt sich, wie wichtig ein gut abgestimmter Monitor ist. Die Grundlagen dazu haben wir in unserem Farbmanagement-Ratgeber ausführlicher erklärt.

Beide Kalibrierungsarten bleiben erhalten. Man kann also weiterhin die schnellere Standardkalibrierung verwenden oder sich bei Bedarf für die ausführlichere Feinkalibrierung entscheiden.

Kostenloses Update für bestehende SpyderPro-Nutzer​

Der neue Feinkalibrierungs-Modus steht allen bisherigen SpyderPro-Nutzer:innen kostenlos zur Verfügung. Besitzer:innen eines Spyder oder SpyderExpress können laut Datacolor auf SpyderPro upgraden.

Mehr Informationen gibt es hier bei Datacolor:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
-Anzeige-