Das Feingefühl von Tieren ...

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sam25

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Ein eigenartiger Morgen war das.

Wie immer liess ich als Frühaufsteher die Enten aus ihrem Häuschen, servierte ihnen frischen Salat, sie begrüssten mich und ich sie. Normalerweise ist dann Ruhe und sie drehen im Garten ihre Runden.

Nicht so heute. Sie standen, alle vier, vor der Treppe am Eingang und eine der Jungen Entchen (Dolce oder Vita, ich weiss es nicht mehr so genau), quakte lauthals und ohne Unterbruch.

Meine Frau fragte mich, ob ich ihn dann Salat gegeben hätte und ja, klar. Sie brachte ihnen noch etwas zusätzlichen Salat, aber sie blieben vor unserem Eingang stehen.

Ich fuhr ins Büro. Meine Frau rief mich gegen 9 Uhr an und sagte, jetzt wisse sie, warum sie gequakt hätten. Ein kleines Erdbeben hätten wir um diese Zeit gehabt in der Ostschweiz. Denn genau so ziemlich genau nach dem Erdbeben, waren die Enten ruhig und gingen wieder ihres Weges.

Ich habe schon viel über die Feinfühligkeit - insbesondere auch mit Erdeben - von Tieren gehört und gelesen. Dass ich das aber erleben durfte, auch wenn ich es ja nicht beweisen kann, das berührt mich schon sehr ...

Hier ist Vita, heute Nachmittag. Danke Dolce und Vita, danke Ginger und Fred ...


 
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Ja Sam, die Tiere haben ein Gespür dafür. Sie werden ganz laut, weil sie Schutz suchen oder in freier Natur eben ganz still.

Damals, vor dem großen Erdbeben 1976 im Bereich der Provinz Friaul (Italien) wurde es am Abend 2 Stunden vor dem verheerenden Erdbeben auf einmal ganz still. Kein Vogel sang, keine Grille zirpte. Es war, als wenn die Zeit still gestanden hätte, die Uhren aufgehört hätten zu laufen. Und es war die Ruhe vor dem Sturm. Chaos folgte.
 
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Oh ja, Christel, danke für den Hinweis. Ich habe gerade mit einem guten Freund telefoniert. Ich habe ihm die Geschichte auch erzählt und für ihn ist auch absolut klar, was da abging.

Ich habe das auch gewusst, gelesen und gehört, wie Tiere reagieren können. Das selbst auf eine Art und Weise zu erleben, das ist das erste Mal. Und ich kann nur sagen, das macht Eindruck ...
 
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Das ist eine schöne Geschichte, Sam, und es ist wohl wahr, dass Tiere diese gewisse Vorahnung haben. Dass sie euch vor dieser Gefahr warnen wollten, zeigt doch, wie sehr sie sich euch verbunden fühlen
 
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Das ist eine schöne Geschichte, Sam, und es ist wohl wahr, dass Tiere diese gewisse Vorahnung haben. Dass sie euch vor dieser Gefahr warnen wollten, zeigt doch, wie sehr sie sich euch verbunden fühlen

Ja, Betti. Die Entchen waren nach Suri, unserer Nasenbärin das zweite tierische Highlight des Jahres....

Ich oder wir empfinden das zumindest, weil auch von unserer Seite her eine tiefe Verbundenheit zwischen - im Übrigen allen vier Enten - besteht ...

So oder so, war es doch sehr, sehr beeindruckend und wenn ich den heutigen Tag so Revue passieren lasse, dann war das wohl das innigste, schönste und ehrlichste Erlebnis ... und es kam ausgerechnet von Tieren ...
 
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Danke Jürgen: dass die Tiere, aber auch im Speziellen die Vögel auf solche Ereignisse viel früher reagieren als das sie stattfinden, das habe ich gewusst.

Aber vielmehr hat mich/uns berührt, dass sie vor unserer Haustüre standen, als ob sie uns warnen wollten. Und es waren insbesondere die kleinen Entchen, welche dank unseres Engagements noch am Leben sind und es bei uns gut haben.

Ich nehme das - auch wenn es wissenschaftlich wohl nicht beweisbar ist - doch sehr persönlich und erachte es als eine tiefe Verbundenheit zwischen den Dolce und Vita und uns. Für das bin ich, sind wir sehr dankbar und ich/wir würden die Kleinen um keinen Preis der Welt wieder hergeben ...
 
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