Colourful Downunder

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dmachaon

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Australien - der rote Kontinent, flirrende Hitze, giftige Tiere, tropische Wälder, bunte Korallenriffe, Traumstände, und wir wollten Abenteuer - doch bitte nicht schon am Mietwagenschalter...
Geplant war, von West nach Südost zu tuckern, von Perth nach Melbourne. Der Mietwagenvoucher gab schon vorab 3,000 Dollar Einweggebühr für den Rücktransport aus. Wir vergessen scheinbar, dass im englischsprachigen Raum Punkt und Komma in diesem Fall gegenteilige Funktion haben und bestellen trotzdem. Am Flughafen von Perth stellen wir dann unseren Fehler entsetzt fest...
Und schmeißen unsere Pläne um. Um die Gebühr zu umgehen, müssen wir das Auto wieder hier in Perth abliefern. Und somit anstelle von Süd- und Südostaustralien den Westen des Kontinents bereisen – jetzt in der Nebensaison furztrocken, brüllend heiß und nur selten besucht, auch ein unbedarfter Blick in den Reiseführer lässt die Skepsis eher wachsen denn schwinden.

Doch Westaustralien entpuppte sich als Paradies. Abwechslungsreiche Landschaften, ungeahnte Freiheiten und das Gefühl, in der Nebensaison manchmal der einzige Besucher zu sein, machten diese Entscheidung zur richtigen.
In den nächsten Wochen sollten wir tatsächlich fast alle knuffigen und weniger knuffigen Tiere sehen, Warane, Schlangen, Haie und Mördermuscheln, Skorpione, Taranteln und Schwarzen Witwen... welche Plagegeister uns am meisten zu schaffen machten, und auch was mit unserem Mietwagen passiert ist, möchte ich an dieser Stelle erzählen.


 
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Ich habe auch gerade überlegt, ob man wohl die nicht vergebenen grünen Daumen eines Tages sammeln kann um sie an einem anderen Tag zu vergeben ...

Stell nie mehr als 5 Beiträge pro Tag ein!

Ich bin sehr gespannt, der Teaser sieht schon super aus!

Viele Grüße mit Fernweh,
Sylvia
 
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Na, dann freu ich mich mal auf eine schöne, weitere Etappe mit dir.

Viele Grüsse, Martin
 
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Wenn im Mietwagen noch ein Plätzchen frei ist, bin ich sehr gern dabei.

Klar, wir rutschen eng zusammen. :up:


Ich habe auch gerade überlegt, ob man wohl die nicht vergebenen grünen Daumen eines Tages sammeln kann um sie an einem anderen Tag zu vergeben ...

Stell nie mehr als 5 Beiträge pro Tag ein!

Hmm, meine Reiseberichte haben ja soundso kaum mehr als 5 Beiträge insgesamt...




#1 Das „Outback“ ist gleich um die Ecke; es braucht nicht mehr als 70, 80 Kilometer ins einsame, trockenheiße Hinterland. Wir bremsen oft abrupt angesichts Schwärme bunter Kakadus, Känguruhherden oder meterlanger Warane, die die Straße blockieren.





#2 Überall Autowracks und dann... ein Kaninchenfriedhof in der Ödnis als skurriler Hinweise auf menschliche Zivilisation.





#3 Trockene Gewitter entzünden die topfebene Steppe (in der Mitte unten, ziemlich klein, ist das Feuerwehrfahrzug zu erkennen).





#4 Zurück bleibt verbrannte Erde.





#5 Wir merken schnell: auf australischen Highways fährt man ziemlich einsam. Die untergehende Sonne taucht die Prärie mit ihren knorrigen Bäumen und brach liegenden Weizenfeldern in ein erdiges Rot.





#6










 
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Ich erinnere mich an die Abenteuer von Malcolm Douglas. Als Kind hätte ich allerdings nicht gedacht, einmal selbst diesen Kontinent zu erfahren. Nun stellen wir nahe des durch Erosionsprozesse entstandenen Waverocks erstmals unser Zelt unter dem australischen Sternenhimmel auf und lauschen dem Klagelied der Raben, das an eine rollige Katze erinnert...

#7





#8 Kein Rabe.





Die Stadt der Hoffnung, Esperance, ist Ausgangspunkt des Cape le Grand-Nationalpark an der Südwestküste Australiens. Zwischen wuchtigen Klippen und hügeligem Hinterland erstrecken sich weite Sandstrände, so gleißend weiß und schön, dass uns die Augen schmerzen. Dagegen kontrastiert der tintenblaue Indische Ozean, der in den flachen Buchten hellblau und schließlich türkis schimmert.

#9





Und als wäre ein Klischee nicht genug, balgen sich einige Kängurus am Strand. Wir staunen mit offenem Mund und sind uns sicher, eine solch beeindruckende Natur seit langem nicht mehr gesehen zu haben.

#10 Komm her, lass ein bisschen am Strand joggen!





#11 Viel zu heiß, zieh Leine!





#12 Wie knuffig!

 
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Die Kängurus sind einfach sensationell, das geht hier ja schon richtig gut los! Solche Szenen einmal live zu erleben muss ein ganz besonderer Moment sein, um den ich Euch beneide. Daumen kann ich zurzeit leider (noch) nicht beisteuern, werden nachgereicht :up:

Dann mach ich schonmal ein Highlight fertig und die Kängurus sind so schön, die möchte ich auch sehr gerne auf der Portalseite sehen
 
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Dann mach ich schonmal ein Highlight fertig und die Kängurus sind so schön, die möchte ich auch sehr gerne auf der Portalseite sehen

Das finde ich wieder ganz toll, danke schön, Bettina.


Deswegen kam mir Foto 11 so bekannt vor !

Die Kängurus waren von Alberts Kötern noch immer ganz verschreckt.





#13 Hier an der Südwestbäume gedeihen Karribäume, Angehörige der Myrtengewächse, die mit bis zu 100m zu den größten Bäumen der Erde zählen und hier etwa 400 Jahre als sind.





Wir fahren weiter gen Norden, überschreiten bei Geraldton den südlichen Wendekreis - und erreichen tropische Gefilde. Das Thermometer klettert auf unerträgliche 45°C im Schatten, und die Meeresbrise bringt keine Abkühlung, sondern Feuchtigkeit (90%), die trotz der hohen Temperaturen am Zelt kondensiert.
Anfangs sind wir recht unbedarft im Umgang mit der Affenhitze und bauen unser Zelt schon am Abend auf - der rote Sandstein glüht allerdings noch nach Sonnenuntergang wie eine Herdplatte und benötigt bis zum Einbruch der Dunkelheit etwas Abkühlung. In der ersten Nacht vergessen wir zudem, das Innenzelt ohne Außenhülle aufzustellen... als wir um Mitternacht immer noch schweißgebadet von der Isomatte rutschen, setze ich mich zur Abkühlung aufs Autodach. Dann bauen wir notgedrungen um.

#14





#15 Heftige Brandung rauscht gegen die Küste, die im letzten Licht wunderbar leuchtet.





#16 Highlight der Strecke ist der Kalbarri-Nationalpark. Wind und Wasser formten im Lauf der Jahrtausende tiefe Schluchten in den glutroten Sandstein - wie hier der Murchison River.
In den Schluchten klettert das Thermometer zur Mittagszeit auf knapp 50°C im Schatten... steht die Sonne im Zenit, gibt es davon allerdings nur wenig. Der stündliche Trinkwasserbedarf beträgt ca. 2-3l., doch wer plant für einen kurzen Trip schon 10kg Wasser als Zusatzgepäck ein? Erst wenige Wochen vor unserem Besuch verirrte sich eine Gruppe Chinesen unweit des Flusses und verdurstete binnen eines Tages.





#17 Nachts wird es hier noch richtig dunkel. Lange Belichtungszeiten sind jedoch ein Grauen, bei 25°C rauscht der Sensor selbst mit Dunkelbildabzug wie ein Gebirgsbach. Da hilft nur Stacking vieler kurzer Aufnahmen.





#18 Das Nature's Window zum Sonnenaufgang - wer braucht da noch überlaufene westamerikanische Parks?


 
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Ich krieg Fernweh, ganz schlimmes

So gerne würde ich einmal Australien bereisen... Ein großer Traum...

Schön, dass ich jetzt wenigstens hier mitreisen darf

Sehr schöne Bilder, interessanter Bericht und ich freue mich schon auf mehr
 
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Das Outback erweist sich zuweilen als ziemlich lebens- bzw. Wildcamper-feindlich. Die Backofenhitze als permanente Herausforderungen mal ausgenommen, erleben wir allabendlich eine andere tierische Überraschung. Einmal schlängelt ein riesiger Hundertfüßer flink auf Claudia zu, ein anderes Mal übergroße Kakerlaken (ich dachte, die gibts nur in asiatischen Hotelzimmern...). Später entdecken wir nach dem „Duschen“ mit Wasserflaschen erbsengroße, fette Zecken an unseren Beinen, die eigentlich nur im Sand gelauert haben können. Eine schwarze, haarige Tarantel beendet das romantische Sternschnuppenzählen.
Einen noch größeren Schreck jagt uns der handtellergroße Skorpion ein, der sich beim Abendbrot dazu gesellt. Später entdecke ich noch sieben weitere, ein Skorpion krabbelt nachts hör- und sichtbar die Zeltwand entlang...

# 19 Je gelber, desto potentiell gefährlicher - ich finde den schon ziemlich gelb? Danach haben wir uns angewöhnt, die Stiefel morgens nur mit spitzen Fingern anzufassen und gründlich auszuschütteln.





Die mit Abstand größte Plage sind jedoch weder Zecken noch Skorpione, Hitze oder Trockenheit - es sind die Fliegen! Die Quälgeister leben vom Kuhdung, in der Trockenzeit ein rares Gut, und sind durstig! Tagsüber kleben ganze Fliegenschwärme auf der Suche nach Wasser an uns und kriechen in Augen, Mund, Nasen- und Ohrlöcher. Manchmal atme ich welche ein, oder verschlucke sie. Während sich ordentlich erzogene deutsche Stubenfliegen leicht vertreiben lassen, sind diese Versionen penetrant sondergleichen, machen uns wütend und fertig.

#20 Claudia mit Ohrenstöpseln.





#21 Wir helfen uns tagelang vor dem Gesicht winkend (Einheimische haben dafür einen Begriff: "The Great Aussie Wave"), schließlich geben wir entnervt auf und kaufen uns einen Imkerhut - die beste Investition überhaupt





Zwei Wochen reisen wir mit Monika und Friedemann – rüstigen Frührentnern mit einer gefährlichen Mischung aus norddeutschem und Berliner Humor, die Australien bereits zum 25. Mal mit dem Jeep durchfahren. Wir angeln, kochen, schwitzen, genießen die weinschweren Abende im Busch, lachen Tränen. Wer hätte gedacht, dass Altersunterschiede manchmal so gar keine Rolle spielen?

#22 Frühstück mit Imkerhut und Great Aussi Wave - das Müsli muss rasch darunter durchgeschoben werden. Gegen den schwarzen Teppich auf dem Essen hilft das freilich nicht...





#23 Friedemann ist Angelprofi. Neben Snappern fangen wir auch den ein oder anderen Hai (auch wesentlich größere Exemplare) direkt an einem Badestrand. Der erste geht übrigens auf Claudias Konto, als sie nur kurz meine Angel halten soll - ein herber Schlag für die vegetarische Fraktion.

 
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War schon ganz gespannt auf deinen Bericht, und wurde wie immer nicht enttäuscht.
Nr. 18 ist ja der Hammer...
Daumen werden nachgereicht! :up::up::up:
 
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Den Kalbarri Nationalpark haben wir besucht, das Fenster nicht gesehen, weil wir vor riesigen Fliegenschwärmen geflüchtet sind

Eigentlich stelle ich mir solche Fragen nicht, aber in Australien dachte ich so manches mal: wer hat diese Tierart erfunden? Wenn es einen Gott gibt, ist das der Inbegriff einer Plage.
Einmal musste ich eine Fliege aus Claudias Gehörgang "operieren", weil der kleine Quälgeist partout nicht rauswollte - da drin wars so schön kühl und feucht?


Nr. 17 ist ja der Hammer...

Sorry, Kirsten, musste die Nummerierung etwas umstellen - aus der 17 ist die 18 geworden.
 
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Die Bilder aus #13 finde ich überragend. Leider sind auch mir die Daumen ausgegangen, aber ich werde sie nachreichen.

Es würde mich interessieren, ob die positiven Eindrücke die doch wohl argen Strapazen überwogen haben, will sagen, würdet ihr dieselbe Reise noch einmal machen?
Mich würde allein die Hitze abschrecken, aber vielen Dank fürs Mitnehmen!
 
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Du hast einfach immer die sensationell geilsten Fotos. Ein Genuss deine Reiseberichte. Viel besser gehts nicht.
Bei den Kängurus musste ich auch grad besonders schmunzeln. Das liegt aber an Marc Uwe Kling und tut hier nichts zur Sache
 
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