bruder-klaus-kapelle bei wachendorf / eifel

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Man möge bitte entschuldigen, wenn ich nochmals ins OT abgleite, aber die Bilder provozieren es: mich erinnert moderne Architektur oft an "des Kaisers neue Kleider" und auch bei "ausgezeichneten" Fotografen ist es ja oft so, dass die Bilder - würden sie hier im Forum veröffentlicht - gnadenlos verrissen würden.
Eigentlich zeigt immer nur die Zeit, ob etwas dauerhaft im Gedächtnis bleibt - die Grenzen zwischen Kunst und Mode sind fließend und im Moment ihres Entstehens nicht zu beurteilen.
 
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... aber solch eine betonierte Scheußlichkeit in die freie Natur zu setzen ist absolut geschmacklos.

Ansichtssache. Immerhin vertritt der dort ansässige Tourismusverband diesen Standpunkt aufgrund des von (Architektur) Pilgern mitgebrachten Bargeldes nicht mehr...

In dem Zitat schwingt aber eine Kritik an der Serie mit: Die fehlenden Bilder des Objekts in freier Umgebung, die Totale bzw Fernsicht.
 
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Auch ohne tieferes Sachverständnis in pcto. Architektur sehe ich bei solchen
Auszeichnungen und Preisverleihungen Parallelen zu Fotowettbewerben.
Da fragt man sich ja auch manches Mal, an welchen Kriterien die Juroren sich
orientieren. Mit anderen Worten: Gesundes Mißtrauen ist hier äusserst angebracht!

Gruß
Armin

P.S.: Fotos sind ok, das Motiv ist sch.... So sehe ich das.


 
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Auch ohne tieferes Sachverständnis in pcto. Architektur ...

Das ist doch auch nicht von Nöten! Reicht doch ein Blick auf die Jahresangabe deines Kalendariums.

Davon ab, fahre dort hin und Du wirst den Bau sehr schnell verstehen. Das wäre übrigens generell eine Grundvoraussetzung für jegliche Kritik.
 
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monduo schrieb:
vielleicht kannst du zu einer anderen tageszeit und etwas dramatischerem himmel nochmals dort fotografieren?
werde ich sicher nochmals machen, ich war an dem tag zu spät dort. die aussenaufnahmen (monolith mit mond) sind in einem zeitfenster von etwa 2 minuten entstanden in der bewölkung/licht mitspielten.

finde ich eine sehr gute idee von ralf. wir könnten durchaus jetzt schon damit anfangen, gerade jetzt wo es richtig schön kahl ist, lenkt kein ansehnliches grün von „objekten“ ab.

haraclicki schrieb:
In dem Zitat schwingt aber eine Kritik an der Serie mit: Die fehlenden Bilder des Objekts in freier Umgebung, die Totale bzw Fernsicht.
die fehlende „totale“ stimmt absolut. ich habe auf dem weg dort hin gesucht aber nichts wirklich brauchbares gefunden. die kapelle liegt auf einer leichten anhöhe, kommst du den feldweg von wachendorf, läufst du genau in die (untergehende)sonne. falsche zeit, falscher ort/weg.
 
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Aufzug zur ewigen Glückseligkeit. Vor allem die Türform weist unmissverständlich drauf hin wo es langgehen soll.

Albert
 
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Eine wirkliche Verschandelung stellt für mich das Verbotsschild auf #1 dar.

Ansonsten, die Zeit wird es zeigen.
 
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Ich finde es schon erstaunlich welche Meinungen hier zu einem modernen Sakralbau kundgetan werden ..... und Grundlage für diese Meinungen dürften bei fast allen hier die eingestellten Fotos sein - und die geben letztendlich die -subjektive- Sichtweise eines Forumsmitgliedes wieder. Und auf dieser Basis traut Ihr Euch über diese Architektur ein Urteil abzugeben? fahrt hin lasst die Umgebung, das Gebäude, den Innenraum, Materialien, Farben und Licht etc. auf Euch wirken und dann können wir weiter diskutieren ....
 
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vielleicht das noch:

Nach der Überlieferung soll Nikolaus von Flüe diese Verse täglich gebetet haben:

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich führet zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.

Quelle Wikipedia

da passt dann natürlich eine geschmeidige, extrovertierte Architektur nicht so ganz - oder?
 
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Hoffentlich ist es in Ordnung, dass ich meine Bilder in diesen alten Thread einstelle: Ich möchte ihn nicht kapern, aber die damalige Diskussion über die Architektur der Kapelle fand ich interessant – vielleicht können wir sie fortsetzen. Nur ist das ohne Bilder schwierig, und die bisherigen Fotos sind leider fast komplett verschwunden, deshalb ein paar von mir.
 
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Dass der zwölf Meter hohe Bau einen harten Kontrast zur Landschaft bildet und von außen schroff und abweisend wirken kann, wurde – auch in diesem Thread – kritisiert.

 
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Aber vielleicht sollte man dabei bedenken, dass die Kapelle dem Heiligen Niklaus von Flüe („Bruder Klaus“) geweiht ist, einem Eremiten, der sich bewusst von der Welt abgewendet und in eine Einsiedelei zurückgezogen hatte, um dort zu fasten.

 
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Und der Architekt Peter Zumthor hat Stampfbeton als Baumaterial verwendet, weil es „einer uralten regionalen Bautradition entspreche und selbst von Laien angewandt werden könne“: Einheimische Helfer stampften insgesamt 23 Schichten Zement, Sand und groben Kiesel. Auch Zumthor selbst, der übrigens auf ein Honorar verzichtete, beteiligte sich an den Bauarbeiten.

 
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Während die Außenwände konventionell geschalt sind, entstand der fensterlose Innenraum durch Aufrichten von 120 Fichtenstämmen als zeltförmige innere Schalung. Diese konnten durch eine Art Köhlerfeuer vom Beton gelöst und entfernt werden. Entsprechend blieben nur die Abdrücke der Stämme im Beton übrig.

 
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Hat man den schmalen Eingangsbereich durchquert, erreicht man den eigentlichen Innenraum, der so klein ist, dass nur wenige Personen darin Platz finden können.

 
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