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Hallo Kay, Du gibst uns(oder nur mir) Rätsel auf: Spiegelungen?

So habe ich das hier verstanden :

Bilder, mit denen einige nix anfangen können interpretiere ich so, dass einige sie nicht,
oder jedenfalls nicht gleich verstehen.

Andere bringen relativ " normale " Bilder. Was die hier sollen, weiß ich nicht so recht.
Es ist dann wohl eher eine Interpretation in die Richtung
" nix anfangen können " = nicht den passenden Geschmack treffen.
 
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Hallo Kay, ich hoffe, Du hast meine Frage nicht als Kritik empfunden (sollte es wirklich nicht sein)! Ich wollte nur verstehen, wie das Foto entstanden ist und was es darstellt, wenn es kein Geheimnis ist?
Sieht halt für mich etwas verwirrend aus... .
LG
Juliusson
 
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... Sieht halt für mich etwas verwirrend aus...


So ist das manchmal.

Wir sind gewohnt, neue Eindrücke an den alten abzugleichen, um etwas zu verstehen.

Nimmt man etwas aus der vertrauten Umgebung,
passt es nicht mehr zu dem Schächtelchen der Erinnerungen.

Das Motiv, das ich aufgenommen habe, kennt jeder von uns - auch Du.
Das ganze Geheimnis ist der Zeitpunkt der Aufnahme.
Zu einer anderen Zeit aufgenommen,
könntest Du mit Deinen Erinnerungen besser " zugreifen ".
 
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Das ist ja hier fast wie im Dingsbums-Thread
Aber das Bild passt hier schon gut rein. Auf den ersten Blick konnte ich auch nix damit anfangen. Bei längerer Analyse glaube ich, dass es sich um das Koffersammelband von Check-in-Counters an einem Flughafen handelt. Stimmts [MENTION=7]Kay[/MENTION] ?
 
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Stimmt !

Früh am Morgen ist die Halle voll.
Überall sind Menschen.
Sie warten auf ihren Abflug, stehen an den Schaltern,
andere kontrollieren das Gepäck, andere laufen herum ...

Überall ist etwas :
Koffer, Taschen, Polizei, Zoll, Touristen, Karteikartenwerber und andere Gestalten, ...

Hier war es spät am Abend am Flughafen Hamburg.
Der Flieger war für nach 22:00 Uhr angekündigt.
Ich wurde trotz des schon mehrfach getrunkenen Kaffees so langsam müde.
Jetzt kam zusätzlich noch eine Stunde Verspätung dazu " obendrauf " !
Noch eine Stunde nichts zu tun, als zu warten.
Die Geschäfte waren geschlossen. Auch Lesestoff gab es nicht mehr zu kaufen.

Unten, die Halle im Erdgeschoss, ist für die Ankunft. Dort wurde es langsam leer.
Nichts zu tun, als zu warten ...
Ich wanderte umher - I.Stock : Abflug - noch mehr " Tote Hose ".

Die Gepäckbänder, die Schalter waren verwaist.
Das ganze Stockwerk war leer. Kein Zeitpunkt für einen Abflug. Spätabend.
Seltsam ! Niemand war dort außer mir einsamen Pilger.

Und im Dienste der Sicherheit noch merkwürdiger : Die ganze Halle war hell beleuchtet.

Daraus entstand diese merkwürdige Stimmung an einem Ort,
den mein Gedächnis als betriebssam, quirrlig und hektisch abgelegt hatte.
 
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Vielen Dank Kay! Jetzt habe sogar ich es "geschnallt"
 
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Adieu Welt, denn auf dich ist nicht zu trauen, noch von dir nichts zu hoffen, in deinem Haus ist das Vergangene schon verschwunden, das Gegenwärtige verschwindet uns unter den Händen, das Zukünftige hat nie angefangen, das Allerbeständigste fällt, das Allerstärkste zerbricht, und das Allerewigste nimmt ein End; also, daß du ein Toter bist unter den Toten, und in hundert Jahren läßt du uns nicht eine Stund leben.
(Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Simplicius Simplicissimus)



Gruß Karl
 
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