Benutzt jemand ein Smartphone mit Periskop-Kamera für den Tele-Bereich?

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BernhardJ

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Mich würde interessieren, wer schon mit einem Händie mit Periskop-Kamera fotografiert hat.

Die meisten Händies haben ja für den Teleobjektiv-Bereich nur einen Digital-Zoom, der bekanntlich sehr schlechte Ergebnisse liefert.
Mit einer Periskop-Kamera können wohl größere tatsächliche optische/physikalische Brennweiten realisiert werden und bessere Tele-Qualitäten erreicht werden.

Wer hat da schon Erfahrungen? Welches Händie? Wie sind die technischen Daten eurer Periskop-Kameras und wie gut sind die Fotos (Beispiele, 100%-Ausschnitte)?

Mich interessieren vor allem Aufnahmen die im KB-Äqivalent-Bereich zwischen 150 und 300 mm liegen.

Grüße - Bernhard
 
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Sorry, aber "Händie" ist ein derart boomeresker Ausdruck, dass ich gerade echt lachen musste.
 
5 Kommentare
Wuxi kommentierte
Nicht nur das, sondern auch feinstes Genglish das ausserhalb von D weltweit niemand versteht.
 
BernhardJ kommentierte
Wieso sollte man ein rein deutsches Wort nicht nach deutscher Schreibweise schreiben? Lustig ist eher es "englisch" zu schreiben.
 
Frank2111 kommentierte


Englisch schreibt man cell oder mobile phone.

Die deutsche Begrifflichkeit Handy ist genauso wie das deutsche Verständnis von Oldtimer und public viewing weit weg vom Englischen.

Dann lieber richtig deutsch statt schwachsinniger "Übersetzungen"...
 
BernhardJ kommentierte
Die richtige deutsche Schreibweise ist für diese "Tipp- und Wischbrettchen" für mich eben historisch bedingt "Händie" und nicht "Handy".
Gerade aus dem Grund, weil das englische Wort "Handy" ganz etwas anderes bedeutet.
Umgangssprachlich werden die Smartphones eben doch noch oft "Händie" in Deutschland genannt.

Das hat nichts mit "boomeresk" oder mit sonstigen (für manche wohl lächerlichen) Interpretationen der Sprache zu tun.
 
N
Nicname kommentierte
Ich kenne zwei Engländerinnen mit teils privaten, wie auch beruflichen Verbindungen nach Deutschland und Frankreich. Umgangssprachlich benutzen beide immer wieder mal das Wort "Handy" - und noch dazu mit einer Aussprache in feinstem Oxford-English. Warum auch nicht? Einfach köstlich, das zu hören.

Die Engländer lieben solche wunderbaren, dem Deutschen entlehnten Wörter wie z.B. "Kindergarden".

Nur die Deutschen Rechtschreib- und Sprachreformer und sonstige Bürokraten haben nichts besseres zu tun, als eine völlig abschreckende Kindertagesstätte daraus zu machen. Und mit der "Kita" wird die Barbarei in der Deutschen Sprache leider auch nicht besser.
 
Hier gib's noch einen Artikel zum Thema, falls jemand auch inhaltlich antworten möchte:

Ich zitiere mal daraus:
"Apple’s Tetraprims periscope camera used on the iPhone 15 Pro Max uses a series of four prisms to fold the light path within the camera. Apple also uses a 3D sensor-shift stabilization and autofocus module to negate handshakes which are prominent especially when you are all zoomed in."

Das wäre also ein Kandidat mit optischem 5x Tele (120mm-Äquivalent) in Periskopform, also Strahlengang liegend und nicht in der Bildachse.
 
Kommentar
Ich hatte lange das Xiaomi Note 10. Das hatte UWW, Normal, 2x Tele und 4x Tele. Allerdings noch ohne Periskop Technik. Dadurch war der Sensor des 4x ziemlich kein geraten und zwar noch ganz brauchbar, wenn man nicht weiter rein gezoomt hat, aber Digitalzoom auf dem 4x sah dann schnell schwach aus. Für den Handy Bildschirm vielleicht bis 10x noch ganz gut, für Videos auch. Mehr aber nicht mehr.

Hier der Test von DXO:
 
Kommentar
Beim iPhone 16 Pro wird immer wieder von 5x-Zoom geschrieben. Leider ist es aber nur eine 120mm (eq) Festbrennweite.
Die Hauptkamera hat 24mm (eq) und die Zwischenstufen werden irgendwie zwischen den beiden Kameras berechnet, Apple nennt das Fusion Kamera.
So ist z.B. ein Bild mit 3x (73mm eq) tatsächlich besser als nur ein Crop aus der Hauptkamera.
 
BernhardJ kommentierte
Hat eins oder mehrere der Objektive wirkliches, stufenloses, mechanisches Zoom, oder sind das alles nur Festbrennweiten und die Zwischen-Brennweiten sind nur digitale Klemmzüge?
Wobei eine echte 120 mm (eq) Brennweite schon interessant wäre bezüglich der Qualität.
 
volkerm kommentierte
Es sind drei Festbrennweiten-Module (Basiskamera 24mm/48MP, UWW 13mm/48MP, Tele 120mm/12MP) und der Rest ist per Bildausschnitt gezoomt. Plus "Fusion"-Kombination der Bilddaten, was auch immer da genau passiert.
 
B
Brunke kommentierte
Danke Dir. Das war mir nicht bewußt, passt aber zu meinem Nutzungsverhalten. Ich klicke nur zwischen den drei Brennweiten hin und her und nutze kein Fingerzoom.
 
Wuxi kommentierte

Ganau so mache ich das auch. Ich benutze nur die Festbrennweiten.
 
Wuxi kommentierte

Apple könnte Bilder ver verschiedenen Sensoren verrechnen. Nachteil wie Du schreibst: geht nur für den Sweetspot.

Apple erstellt ja aber auch noch ein Liveview Movie dazu, da könnte man ebenfalls mehrere Frames zur Verbesserung der resultierenden Auflösung verrechnen. Ich gehe davon aus das das passiert.
 
In den o.g. Links bzw. Tests habe ich nicht wirklich aussagekräftige Fotos mit einer rein optischen Tele-Brennweite gefunden.
Ich hatte gehofft dass hier jemand tatsächlich schon so ein Händie hat und "belastbare" Tele-Foto-Beispiele zeigen könnte.
Von mir aus auch erst mit den 120 mm (eq).

Grüße - Bernhard
 
2 Kommentare
B
Brunke kommentierte
..schon so ein Händie hat..
Die wurden nicht erst mit dem iPhone 16 erfunden. Selbst bei Apple war schon das iphone 15 Max Pro damit ausgestattet und von anderen Herstellern ganz zu schweigen. Ich habe das und fotografiere recht viel mit dem Smartphone. Das Tele war damals der Grund die größere Ausstattung zu kaufen. Ich bin zufrieden auch wenn ich weniger mit dem Tele fotografiere als erwartet. Die Bilder von einer großen Reise im Frühjahr habe ich zwischen die Bilder mit der Nikon Z8 gemischt. Bislang hat sich niemand beschwert.
 
BernhardJ kommentierte
Hier geht es um Tele-Aufnahmen im Brennweitenbereich 120-150...300 mm (eq) und deren Qualität. Da hinken die allermeisten Händies gewaltig hinterher.

Bei den üblichen Weitwinkelaufnahmen die man zudem im überschaubaren Amateur-Format anschaut/ausdruckt, gibt es tatsächlich kaum noch sichtbare Unterschiede zwischen Händies und Systemkameras - von fotografischen Spezialgebieten mal abgesehen, z.B. Langzeitaufnahmen, Focus-Stacking, Shift, Tilt...
 
Eine wirklich tolle Austattung eines Smartphones für Tele hat daher zwei Telekameras. Wie z.B. das hier nicht miehr erhältliche Oppo Find X7 Ultra:

  • Primary: 50MP 1″ sensor, 23mm

  • Ultra-wide: 50MP 1/1.95″ sensor, 14mm
  • Tele 1: 50MP 1/1.56″ sensor, 65mm
  • Tele 2: 50MP 1/2.51″ sensor, 135mm
Da ist zudem auch der Sensor vom ersten Tele noch richtig gross für ein SP. Und 1/2.51" ist auch riesig für die "135mm"
 
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Ich hatte gehofft dass hier jemand tatsächlich schon so ein Händie hat und "belastbare" Tele-Foto-Beispiele zeigen könnte.
Ich protestiere dagegen dass ich hier verleitet werde ein iPhone 16 Pro….

Mein 13er ist noch gut genug ist noch gut genug…

 
1 Kommentar
ni27fo kommentierte
Du denkst wieder nur an Dich - dabei steht die ganze Apfelfabrik mit allen Mitarbeitern kurz vorm Ruin. Nur Du kannst sie retten!
 
Ich habe mal ganz quick & dirty ein paar Vergleiche aus dem 16 Pro angefertigt.
Hier zunächst das verkleinerte und ziemlich komprimierte (max. 1MB) Gesamtbildchen (Hauptkamera 24mm) für die Proportionen - ohne jeden künstlerischen Anspruch


Jetzt die Crops: links 2x aus dem 24mm Original - rechts 2x "Kamerazoom" (48mm)


Links 3x aus dem 24mm Original - rechts 3x "Kamerazoom" (73mm)


Links 5x aus dem 24mm Original - rechts 5x "Tele" (120mm)


Interessant finde ich die Unterschiede der beiden mittleren Zoombereiche. Deutlich zu sehen, dass das "Zoombild" doch einige Details mehr gegenüber dem einfachen Crop vom Vollbild bietet. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Rechnerei mit den Pixeln (eigentlich ein 48MP-Sensor) zusammen hängt. Daher wohl auch der Begriff "Fusion"?
Trotzdem sieht man aber auch, dass schon 3x-Digitalzoom nicht wirklich so dolle sind, dann lieber gleich den Sprung auf das 120er Tele machen. Vor vielen Jahren hatte ich ja auch nur drei Festbrennweiten, 28, 50, 135
 
2 Kommentare
BernhardJ kommentierte
Bei dem 73 mm Bild kann ich persönlich nicht wirklich deutlich mehr Details als in dem Crop aus 24 mm erkennen. Der Crop zeigt m.M.n. eine Kantenüberschärfung, vor allem beim Hintergrund. Daher ist hier ein objektiver Vergleich etwas schwierig.
 
Martin F. kommentierte
Hehe… ich meinte ja, dass man deutlich einige Details mehr sieht, nicht deutlich mehr Details
Aber du hast recht, es wird schon kräftig geschärft und wie gesagt, ab 2x aufwärts ist das nicht mehr so schön.
Vielleicht sind darum die „Zoom-Buttons“ im Livebild nur für 0.5x 1x 2x 5x dargestellt. Zieht man an der Stelle nach oben oder aktiviert die spzl. Kamerataste, kann man stufenlos alle Brennweiten wählen.
Persönlich hätte ich mir ein bisschen andere Brennweiten gewünscht, 15, 30, 60, 120.
13 finde ich schon sehr extrem, auch 24 als „Standard“ zu weit.
Bei 13er Aufnahmen stehen übrigens 14mm in der Datei Info
 
Vielen herzlichen Dank Martin!
Es ist ja schon beachtlich was bei den nativen 120 mm (eq) an Qualität herauskommt. Auch eine gewisse "Freistellung" ist hier zu beobachten.

Es wäre schön, wenn hier auch andere Anwender der Periskop-Teles ihre Bilder UND daraus 100 % Detail-Ansichten bei der maximalen physikalischen Brennweite zeigen könnten...

Mehr als 120 mm bzw. 135 mm (das von @pulsedriver erwähnte Oppo Find X7 Ultra) gibt es physikalisch bei den Händies wohl (noch) nicht?

Grüße - Bernhard
 
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Oppo macht im Moment nichts in Deutschland, so viel ich weiss. Irgendwelche Patentstreitigkeiten mit Nokia, die zwar inzwischen gelöst sind, aber nun müssen sie erst wieder loslegen.
 
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Einen habe ich noch ...
Als Spielerei hatte ich gestern auch mal mit dem Digitalzoom über das 120er hinaus probiert, hier 10x (wobei im EXIF 268mm angegeben werden, ganz korrekt wären eigentlich 240). Links der Crop aus dem 120er, rechts Crop aus dem 10x:


Und nur mal als Vergleich ein Crop aus meinem 6 Jahre alten iPhone XR, das mir bisher eigentlich ganz gute Dienste erwiesen hatte:

Nun aber genug der Pixelpeekerei und zurück zu "richtiger" Fotografie
 
1 Kommentar
Christoph Blümer kommentierte
Und am Ende ist alles nur Pixelmatsch...
 
Die Händies werden doch langsam zur "richtigen" Fotografie. Lass' mal die Periskop-Teles etwas länger und besser werden, die Stabilisierung und Bildfolge (bei voller Auflösung) schneller, dann braucht keiner mehr die schweren Tüten...

Was dann noch interessant wäre: Ein Griffstück-Adapter welcher die Ergonomie verbessert indem er die Bedienung mindestens zum Teil vom Bildschirm wegnimmt.

Grüße - Bernhard
 
5 Kommentare
ni27fo kommentierte
BernhardJ kommentierte
Naja, ich sehe da außer dem Auslöser keine sinnvollen Bedienelemente - wie bei einer Systemkamera. Das müsste schon etwas komplizierteres sein.
 
ni27fo kommentierte
So ein Zusatzgriff konterkariert dann aber ein wenig die Vorteile des Smartphones, klein, simpel, immer dabei
 
P
pulsedriver kommentierte
Beim SP geht noch sehr viel, grade bei unbewegten Motiven. Ich hab mit dem Find X5 Pro den Vorvorgänger vom X7. Noch mit kleinerem Sensor als der 1". Trotzdem ist Foto bei nur Mondlicht null Problem, immer noch heller als das Handy es minimal braucht. Spannend wird es, wenn nur indirektes Licht von der Beleuchtung der Stadt, das sich an tiefen Wolken reflektiert, die Landschaft "beleuchtet". Wenn da grössere Lampen wie z.B. vom Fussballstadion an sind, dann reicht dieses reflektierte Licht auch bereits aus.
Sternenhimmel ist auch null Problem damit. Die Kamera macht mehrere Sekunden lang Bilder und setzt die zusammen. Bei meinem klappt das aber erst mit der Hauptkamera, die SWW kann das nicht, obwohl sie den gleichen Sensor hätte. Wenn mal alle Kameras in 'nem Handy sowas können, dann ist bei unbewegten Motiven verdammt viel möglich.
 
ni27fo kommentierte

 
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