Bekam ein AF-S 80-200/2.8 D ED Nikkor zur Reparatur, das außer dem bekannten Defekt, dass sich die Flexiplatinen vom Trägerblech lösen und den Blendenhebeln in die Quere kommen, was zu verschiedenen Kurzschlüssen mit unterschiedlichen Auswirkungen führt,
eine völlig lockere Fokussiereinheit hatte - der Linsensatz klapperte vor und zurück...
So was kann ja nur von einem richtig exzessiven langjährigen Einsatz kommen, oder liegt das daran, dass die Einschraubringe nicht mit schwarzem Lack gesichert waren, wie ich es selbstverständlich immer mache?
Weil bei diesem Exemplar die Flexiplatinen dermaßen deutlich frei schwingen, habe ich das auch noch mal fotografiert:
Das mit den Flexplatinen sieht katastrophal aus. Wäre es denn wirklich so aufwendig und teuer, einen Ring aus einer Kunststoffolie drüberzustülpen, damit sich nichts verhaken kann, wenn sich mal etwas löst? - Das Objektiv würde am Ende vielleicht 30 Euro mehr kosten, aber das wäre es doch wert.
Wäre es denn wirklich so aufwendig und teuer, einen Ring aus einer Kunststofffolie drüber zu stülpen, damit sich nichts verhaken kann, wenn sich mal etwas löst?
Das solltest du Nikon nach Japan schreiben... aber es würde ja nichts bringen, weil diese Bauart seit Jahren durch feste, kleine Multilayer-SMD-Platinen ersetzt wurde - die können sich nicht verbiegen oder von einer Verklebung lösen, weil sie immer zusätzlich fest geschraubt sind.
Übrigens: Ich löse das Ablöse-Problem dadurch, dass ich den abgehobenen Flexplatinenteil (ggf. mit zusätzlichem Klebstoff) wieder an drücke, und dann einen vertikalen Ring aus Tesafilm um die innen- und außen-Seite der Flexplatine wickle, der auf der Außenseite überlappend klebt.
Hat sich bis jetzt bewährt - ob das aber 10 bis 20 Jahre hält wie beim Original, weiß ich nicht.
weil diese Bauart seit Jahren durch feste, kleine Multilayer-SMD-Platinen ersetzt wurde - die können sich nicht verbiegen oder von einer Verklebung lösen, weil sie immer zusätzlich fest geschraubt sind.
Na, denn wische ich wir den Schweiß von der Stirn und verneige mich gen Osten. Denn das ist ja ein deutliches Zeichen dafür, daß man dort das Problem nicht nur erkannt hat, sondern es auch als nicht-Nikon-würdig abgestellt hat.
Zusatzfrage: seit wann ungefähr gibt es diese neue Art der Platinen?
...und dann einen vertikalen Ring aus Tesafilm um die innen- und außen-Seite der Flexplatine wickle, der auf der Außenseite überlappend klebt.
Hat sich bis jetzt bewährt - ob das aber 10 bis 20 Jahre hält wie beim Original, weiß ich nicht.
Siehst Du, da bist Du auf eine ganz ähnliche Idee gekommen.
Zum Klebefilm: für solche Zwecke eignet sich Dokumentenfilm am besten. Den gibt es von Tesa, 3M und anderen Firmen. Den kennst Du sicher auch, er ist leicht milchig, hat eine matte Oberfläche und die Klebeschicht wird mit der Zeit weder hart (dann geht der Träger ab und die Verlebung löst sich) noch wird sie bei Hitze schmierig/flüssig.
Ich nehme so einen immer, wenn ich in Geräten etwas festkleben möchte an Stellen, an die ich danach nie mehr hinkomme. Zum Beispiel Kabel in Notebooks oder Tuben an Objektiven. Hat sich bewährt. Klebt auch nach Jahren einwandfrei und läßt sich ohne weiteres wieder lösen.
Tesaband kann man auch nehmen, aber das klebt recht stark, das ist nicht immer angemessen.