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  #1  
Alt 06.01.2005, 14:54
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Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogerie

Hallo!

Gleich die Kernfrage: Gibt es einen Qualitätsunterschied bei der Entwicklung des Films (nicht die Abzüge!) in Drogerien bzw. in Fotolaboren?

Ich hab kürzlich meinen Film mit Weihnachts- und Feuerwerksfotos in einem Fotolabor abgegeben, wo jedes Foto einzeln behandelt und abstimmt wird. Da kostet die Entwicklung 4 Euro und ein 10x15-Abzug 0,20 Euro. D.h. der ganze Film kostet mich über 11 Euro! Ich hab das noch gemacht, weil mir bei den Silvesteraufnahmen wichtig war, dass kein Automat auf Durchschnittsgrau herunterrechnet.

Ist also in Zukunft folgende Herangehensweise sinnvoll/machbar? (angenommen ich habe viele Ausschussfotos): Entwickeln in der Drogerie und billigste 9x13-Abzüge (je 1 Cent bei Rossmann) für insgesamt unter 3 Euro. Anschließend mit den Negativen ins Fotolabor und nur die gelungen Fotos als Abzug nachmachen lassen. Geht das? Ist die Qualität dieser Abzüge dann genausogut, als wenn ich gleich alles im Fotolabor gemacht hätte?

Wie macht ihr das?

Gruß, Martin
  #2  
Alt 06.01.2005, 15:23
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RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogeri

So ungefähr hab' ich das immer gemacht, wenn ich mal ausnahmsweise (anstelle von Dias) Farbnegativ-Filme für Portraits, Hochzeitsaufnahmen o.ä. verwendet habe.
Drogeriemarkt oder Photohändler-Billigangebot zum Herausfiltern der infrage kommenden Bilder und dann Abzüge im Fachlabor oder (wenn genug Nachbearbeitung gewünscht und Zeit und Lust dafür war, Scannen der Negative und selber Ausdrucken).

Gruß

Hobbs
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  #3  
Alt 06.01.2005, 16:55
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RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogeri

McHale,

das habe ich auch oft so gemacht, wenn die Abzüge für mich privat waren, dass ich die Billigvariante gewählte habe. - Bei den Profifotos war es mir zu riskant, weil die teilweise gepuscht oder dergl. waren, die habe ich ins Fachlabor gebracht.

Aber die Filmentwicklung war sowohl hier als auch dort ok.

Später habe ich mir einen Filmscanner angeschafft, weil die Vorababzüge gehen ja auch ganz schön ins Geld, und nun kann ich mir die Fotos am Bildschirm ansehen, selbst Kontaktbögen erstellen oder einzeln ausdrucken. Ist letztlich noch preiswerter.
  #4  
Alt 06.01.2005, 20:23
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Hallo McHale,
habe wie Du auch die Überlegung gehabt und praktiziert, also die Entwicklung und Abzüge bei DM Markt gemacht und dann die benötigten Bilder im Fachgeschäft erneut ausbelichten lassen. Jedoch stellte ich oft fest, dass die Filmstreifen zerkrazt aus dem DM-Labor kammen und eher schlecht entwickelt. Irgendwann hat es mir gestunken und ich habe angefangen etwas "bewusster" zu fotografieren (weniger Filmmaterial zu entwickeln), dann habe ich die Filme gleich zum Entwickeln ins Fachgeschäft gebracht und die kleinsten Abzüge bestellt, als die Abzüge fertig waren habe ich diese durchgesehen und die, die mir nicht gefallen haben habe ich zurück gegeben. Dadurch lag der Gesammtpreis bei etwa 8 Euro und ich brauchte mir keine Sorgen um den Film zu Machen.

Alex
  #5  
Alt 06.01.2005, 22:22
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Wolle
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Moin Martin,

das Problem an der ganzen Sache ist, dass Billiganbieter, sowohl Drogerie als auch viele Fotoläden, die Filme in Großlabors geben, welche aus Kostengründen dazu neigen können, die Entwicklersuppen bis zum letzten Entwicklermolekül auszunutzen. Das geht natürlich auf die Qualität.
Wie gesagt, kann, muss nicht. Es soll auch gute Großlabors geben.
Ein Fachlabor, das selbst entwickelt, wird in der Regel den Entwicklungsprozess sehr genau überwachen und immer für ausreichend frische "Suppen" sorgen. Das schlägt sich natürlich im Preis nieder.
  #6  
Alt 07.01.2005, 09:37
Benutzerbild von Christian B.
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Guten morgen,
ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Qualität der Großlabore immer schlechter geworden ist. Als ich 1984 mit Dia-Fotografie anfing, konnte man noch jedes Großlabor nehmen: Die Dias wurden ordentlich entwickelt. Ich habe das bei Durchsicht einer Vielzahl alter Griechenland-Dias aus 1984, 1989 und 1995 noch einmal gesehen. Viele habe ich zwar weggeworfen, weil die Bilder aus meiner heutigen Sicht schlecht fofografiert waren, aber sie hatten keine Kratzer oder sonstigen Labor-Ausreißer. Seit ca. 2000 beobachtete ich sorgenvoll, daß meine Filme überwiegend zerkratzt aus den Labors zurückkamen. Dasselbe galt für die Negative meiner Frau. Ob Kiel Color / Euro Color, Photo Dose oder was auch immer. Bei Karstadt waren Kratzer noch fast nie da. Auch das Kloppenburg-Labor scheint noch ganz gut zu sein. Am Anfang dachte ich noch, ich hätte vielleicht die Kamera nicht ordentlich sauber gehalten oder der Staub sei auf den Filmpatronen selbst. Ich habe dann penibel auf Staubfreiheit im Kameragehäuse geachtet: Immer noch derselbe Mist (ganz unregelmäßig, immer mal wieder von 20, 30 Filmen 2 bis 8 Filme zerkratzt). Dann habe ich bei Fritz Pölking per mail angefragt, wo er seine Dias entwickeln läßt, er hat mir PhotoStudio 13 empfohlen und seitdem bin ich rundherum glücklich. Das ganze kostet 30% Aufschlag, aber das ist mir die Sache wert.

Ansonsten: Wenn man ein Labor hat, mit dem man zufrieden ist, soll man möglichst dabei bleiben.

Gruß
Christian
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Christian
  #7  
Alt 07.01.2005, 09:46
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RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogeri

noch schlimmer ist es im profibereich. professionelle analoge (portrait-)qualitaet ist inzwischen zur raritaet geworden - und wer mault, der fliegt!
  #8  
Alt 07.01.2005, 12:04
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Zitat:
noch schlimmer ist es im profibereich. professionelle analoge (portrait-)qualitaet ist inzwischen zur raritaet geworden - und wer mault, der fliegt!

das kann ich auch bestätigen. Was mich geärgert hat: Wenn ich meine s/w-Filme ins Fachlabor gebracht habe wegen der 1A-Abzüge, musste ich feststellen, dass diese auch digital bearbeitet wurden (EBV, Ausdrucke), dabei wollte ich "richtige" Abzüge haben. - Letztlich gab ich mich mit den Ergebnissen zufrieden, weil sie auch top waren. Aber ein geübtes Auge sieht den Unterschied eben.
  #9  
Alt 08.01.2005, 11:53
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RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogeri

Hallo McHale,
auch ich habe, wie viele hier, es bislang so gemacht, d.h. billige Negativentwicklung und bei den mir wichtigen Fotos Fachlaborabzug.
Ein wenig ins Grübeln gekommen bin ich allerdings durch die Naturfoto 01/05. Hier wurden vier Velvia Diafilme miteinander verglichen (Zwei sind übrigens nur in Japan erhältlich) und jeweils im Fachlabor und im Großlabaor entwickelt. Der Unterschied war frappierend.
Die Entwicklung im Fachlabor zeigte erheblich mehr Details und war auch von der Farbabstimmung anders.
Ich habe mich mit dem Chefredateur der Naturfoto darüber unterhalten, der mir mitteilte, dass sie in der Redaktion von den Ergebnissen ebenfalls überrascht wären Bei dem Fachlabor handelt es sich um eines im Düsseldorfer Raum.
Ob sich diese Ergebnisse auch auf Negativfilm übertragen lassen, weiß ich allerdings nicht.
Schöne Grüße Jochen
  #10  
Alt 08.01.2005, 22:18
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Re: RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Dro

Zitat:
Zitat von jochen";p=&quot Beitrag anzeigen
Die Entwicklung im Fachlabor zeigte erheblich mehr Details und war auch von der Farbabstimmung anders.
Ich habe mich mit dem Chefredateur der Naturfoto darüber unterhalten, der mir mitteilte, dass sie in der Redaktion von den Ergebnissen ebenfalls überrascht wären Bei dem Fachlabor handelt es sich um eines im Düsseldorfer Raum.
Ob sich diese Ergebnisse auch auf Negativfilm übertragen lassen, weiß ich allerdings nicht.
Moin Jochen,

nun, mich überrascht das nicht, siehe meine Posting weiter oben in diesem Thread.

Daher lasse ich wirklich wichtige Filme in Fachlabor nur entwickeln und lasse dann die Abzüge zum Aussuchen im Billiglabor, am besten in einer Stundenentwicklung machen, so versauen sie mir wenigstens nicht den Film.

Erstaunlich finde ich nur, dass der Chefredakteur der Naturfoto von diesen Ergebnissen überrascht ist.
  #11  
Alt 09.01.2005, 13:00
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Wer macht eigentlich was?

Moin, moin!

Ich bin leider nicht mehr so ganz auf Ballhöhe. Aber bis vor ein paar Jahren hatte ich mit Kiel-Color/Baltic-Color und CW-Color beruflich zu tun. Es ist schon interessant dort die Produktion zu sehen und dabei festzustellen, für welche Labels (Labore, Discounter, Drogerieketten) dort der identische Produktionsprozess abläuft. Abgesehen vom Papier vielleicht!

Aber inzwischen sind die m.K. teilweise von Fuji übernommen worden und ich kann nicht ermessen, welche Veränderungen dies gebracht hat.

Ich hoffe allerdings, dass es nicht so ist wie bei großen Waschmittelherstellern, wo ein "Rezept" in ca. 17 verschiedene Packungen wandert (natürlich jeweils mit andersfarbigen Füllstoffen).

BG
Dieter
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  #12  
Alt 10.01.2005, 08:53
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RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogeri

Zitat:
Daher lasse ich wirklich wichtige Filme in Fachlabor nur entwickeln und lasse dann die Abzüge zum Aussuchen im Billiglabor, am besten in einer Stundenentwicklung machen, so versauen sie mir wenigstens nicht den Film.
@Wolle: Wie erkenne ich so ein Fachlabor bzw. welche gibt es und wo find ich die? Einfach nur ein Fotoladen mit eigener Entwicklung? Oder muss ich den Film irgendwo einschicken? Wie teuer ist da die Entwicklung?

War jetzt in einem FixFotoLabor (auch mit Stundenservice). Die sind wohl auf Kodak spezialisiert, womit ich auch fotografiert hab. Ergebnisse schön manuell abgestimmt. Allerdings haben die Negative doch Kratzer! Und auf einem Abzug, d.h. im Bild ein riesiger Fussel, hab ich nochmal machen lassen. Entwicklung + 37*10x15-Abzüge haben mich 11,39 Euro gekostet! ;-/

Stören die Kratzer auf den Negativen, wenn man nochmal Abzüge nachbestellen will?

Gruß, Martin
  #13  
Alt 10.01.2005, 15:53
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RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogeri

ach ja, und wenn jemand erfahrungen speziell mit der qualität der entwicklung in den drogerien rossmann und schlecker hat - lasst es mich wissen. ;-)

es soll doch gut sein, sich an ein labor zu wenden, das maschinen vom gleichen hersteller verwendet, von dem auch der zu entwickelnde film ist (z.b. kodak), nicht wahr? spezialisieren sich auch die großlabore?

danke und gruß,
martin
  #14  
Alt 10.01.2005, 18:42
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RE: Preis/Qualität bei Entwicklung in Fotolabor bzw. Drogeri

Hallo Martin,

Deine These zu den Maschinen und den Filmherstellern setzt natürlich voraus, dass alle Hersteller auch wirklich selbst ihre Filme produzieren (und somit keine OEM-Ware herstellen/einsetzen). :o
Zu den Laboren habe ich hier einen eher allgemeinen Link, auf dem Du aber schon mal erkennen kannst, wer so alles mit wem "zusammenarbeitet".

http://www.photoserver.info/fotoindustrie.htm

BG
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drogerie, entwicklung, fotolabor, preis or qualität


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