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SIGMA 75-200mm f/2.8-3.5 ð IV für Canon FD umgebaut!

Tipps & Tricks



 
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  #1  
Alt 21.07.2009, 12:12
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SIGMA 75-200mm f/2.8-3.5 ð IV für Canon FD umgebaut!

Hallo Leute,







mein letztes größeres Umbauprojekt habe ich jetzt so weit abgeschlossen.



Das war so mühsam, teilweise erfolglos und hat so lange gedauert, dass ich beschlossen habe:
Ich werde KEINE alten Objektive mehr zu neueren umbauen.


Ich hatte ein uraltes SIGMA 75-200mm f/2.8-3.5 ð IV Zoom für Canon FD mit verölter Blende gekauft und mehrmals versucht, es für Nikon umzubauen.
Das Hauptproblem bestand natürlich in dem 4,5 mm kürzeren Auflagemaß (Nikon F: 46,5 mm / Canon FD: 42 mm), das zweite in der umgekehrten Drehrichtung der Blendenmechanik (Nikon öffnet Blende im Uhrzeigersinn, Canon FD gegen den Uhrzeigersinn, vorn vorne auf das Kamerabajonett geblickt), und die verölte Blende habe ich mindestens 10 Mal komplett zerlegt und gereinigt.
Trotz mehrfacher Reinigung mit Feuerzeugbenzin ging sie aber immer noch zu schwer auf, so dass die Kamera nach dem Auslösen (=> Schließen auf Arbeitsblende) die Blende nicht immer wieder ganz auf bekam.

Deshalb habe ich die ganze Blende entfernt und statt dessen eine Lochblende eingebaut.

Da der Nikon-CPU-Chip im Bajonett seinen Geist aufgegeben hat und es daher weder an meiner Fujis S1 pro noch an meiner Nikon D80 mit Belichtungsmessung funktioniert - diesbezüglich trauere ich meiner D200 schon nach - habe ich es beiseite gestellt.

Wenn das Apodisations-Element / -Filter von Seeebi bei mir eintrifft, starte ich noch einen Versuch damit


Gruß
Michael
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Geändert von Beuteltier (21.09.2009 um 09:51 Uhr) Grund: Neuer Text
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  #2  
Alt 21.07.2009, 13:06
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AW: SIGMA 75-200mm f/2.8-3.5 ð IV für Canon FD umgebaut!

Das Sigma ist ein schönes Objektiv. Was ist die schwarze Masse mit der du im Inneren gearbeitet hast?
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  #3  
Alt 21.07.2009, 13:42
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AW: SIGMA 75-200mm f/2.8-3.5 ð IV für Canon FD umgebaut!

Krass. So was würde ich mich vermutlich dann doch nicht trauen.







Du musst schon sehr viel Liebe zur Bastelei entwickelt haben, um das so durchzuziehen. Lohnen (vom materiellen/ in Geld gerechneten Sinne)wird das natürlich nicht recht.

Trotzdem: Interessante Einblicke in die Optik .

Gruß
Klaus
  #4  
Alt 21.07.2009, 16:05
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Hallo Seebi!
Zitat:
Zitat von Seeebi Beitrag anzeigen
Was ist die schwarze Masse mit der du im Inneren gearbeitet hast?
Ich habe dünne Klebeverbindungen mit Cyanacrylat-Kleber und voluminösere mit Zweikomponenten-Metylamin-Kleber durchgeführt.

Ein Teil der konstruktiven Verbindungen wurde mit schwarzem Textilklebeband (Vorwerk Isolierband) durchgeführt, das nach Feinjustage (auf 1/10 mm genau) mit Cyanacrylatkleber getränkt und damit fixiert wurde.

Alle Klebestellen die Licht reflektieren könnten im Objektiv wurden zu letzt mit scharzem Benzinfilzstift (PermanentMarker) geschwärzt.

Ich habe übrigens - das Auge will ja auch was haben - gerade eben noch eine Feinjustage auf oo gemacht und dabei den äußersten Tubus (eine alte Schiebesonnenblende) nur noch im angeklebten Gewinde festgeschraubt und konnte daher auf das billig wirkende schwarze PVC-Isolierband verzichten.

Gruß
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  #5  
Alt 21.07.2009, 16:24
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Hallo Klaus!
Zitat:
Zitat von fotozwerg_01 Beitrag anzeigen
Interessante Einblicke in die Optik .
Das ist auch etwas, was mich an dieser Objektivbastelei fasziniert - das Zusammenwirken von Feinmechanik, Elektronik und verschiedenst geformten Linsen...

Klar, finanziell "lohnend" ist das nicht, wer aber wie ich permanent unter Mindestlohn "verdient" und momentan kein Geld für neue oder gebrauchte Objektive, die man nicht mehr modifizieren muss, zur Verfügung hat, und vom Können und vor allem Wollen her solche Baumaßnahmen durchzuführen sich traut, macht so was...

Aber wie ich ja schon geschrieben habe:
Das war mein letzer Großumbau.

Das Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von 1,20 m bei 200 mm (1 m ab Frontlinse) und macht da gute Nahaufnahmen mit sehr schönem Bokeh.

Gruß
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  #6  
Alt 21.07.2009, 20:49
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Wie stark verziehen sich die Kleber beim Härten? Siehst du eine Chance, eine optische Baugruppe mit überstehendem Aluminiumgehäuse von hinten auf ein Blendengehäuse aus Messing zu kleben? Es muss mittig und plan sitzen, und darf nicht abfallen. Ich baue das hier nach.

Wie sind deine Erfahrungen mit dem Erschaffen einer neuen Außenhaut für schwer mitgenommene Objektive? Beim Lesen deiner Beschreibung kam mir die Idee, das unschöne Restgehäuse mit einem zugfesten Gewebe zu umwickeln und zu verkleben. Zum Beispiel mit Kunstharz. Ich frage mal einen mir bekannten Modellbauer, der auf ähnliche Weise noch viel genauere und belastbarere Konstruktionen zusammenbaut.
  #7  
Alt 21.07.2009, 22:07
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Hallo Seebi,
Zitat:
Zitat von Seeebi Beitrag anzeigen
Siehst du eine Chance, eine optische Baugruppe mit überstehendem Aluminiumgehäuse von hinten auf ein Blendengehäuse aus Messing zu kleben? Es muss mittig und plan sitzen, und darf nicht abfallen. Ich baue das hier nach.
interessante Geschichte, die du da vorhast.

Ich habe schon viele Sachen Aluminium auf Messing, Aluminium auf Kunststoff, Kunststoff auf Stahl etc.pp. geklebt, bei planen Klebe-Flächen mit dünnflüssigem Cyanacrylat-Kleber und Beschleuniger, bei dickeren Klebungen mit Zweikomponentenkleber der in 5 Minuten beginnt fest zu werden.
Diese Klebungen haben eine Zugfestigkeit von etwa 100 kg/cm² Klebefläche.
Das eigentliche Problem ist die Positionierung und Fixierung der zu verklebenden Teile bis die Klebung anzieht.
Daher mache ich meist erst eine "Vorklebung" mit wenig Cyanacrylat, die ich ggf. wieder lösen könnte, und danach eine zweite Klebstoffeinbringung.

Für Objektiv-Tubi kann ich keine Gewebe empfehlen, die nachträglich mit Kunstharz gefestigt werden sollen.
Besser man hat Aluminium- oder Kunststoff-Teile übrig, die man draufkleben kann.

Gruß
Michael
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  #8  
Alt 22.07.2009, 18:05
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Das Vorkleben klingt gut. Es müsste ausreichend stabil sein, um das Objektiv zusammen zu bauen, und ein paar Testfotos zu machen, bevor ich endgültig klebe.

Für die Außenhaut schaue ich mal, was infrage kommt. Würde dem Sigma ein Apodisationselement nicht auch gut stehen? Oder dem nächsten Bastelprojekt mit unrettbar kaputter Blende. Meines besteht aus Diafilm.
  #9  
Alt 22.07.2009, 18:25
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Hallo Seeebi!
Zitat:
Zitat von Seeebi Beitrag anzeigen
Würde dem Sigma ein Apodisationselement nicht auch gut stehen? Oder dem nächsten Bastelprojekt mit unrettbar kaputter Blende. Meines besteht aus Diafilm.
Natürlich kann man durch den Einbau eines hochwertigen Graufilters, das an Stelle der Irisblende ins Objektiv kommt und einen von innen nach aussen zunehmend Grauverlauf - umgekehrt wie die Filter für Extrem-Weitwinkelobjektive, bei denen die Graufilterwirkung in der Bildmitte am stärksten ist und gegen den Rand hin abfällt, um die "natürliche Vignettierung" des Objektivs aufzuheben (siehe Linhof 9x12 Superweitwinkelkamera) - den besprochenen Effekt erreichen.
Ob dafür ein Diafilm taugt, wage ich zu bezweifeln, aber "Versuch macht kluch", sagt man ja.

Mein Problem mit allen alten Objektiven und auch den Selbstbau-Geschichten aus neuerer Produktion ist aber, dass ich die Randstrahlen der Optiken am liebsten GANZ weg hätte, weil mir alle diese Objektive erst bei 3 Blendenstufen unter Offenblende scharf genug und an longitudinal-CAs (Farblängsfehlern) arm genug sind.

Was würde dein Apodisationselement denn da bewirken?

Gruß
Michael
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  #10  
Alt 22.07.2009, 23:19
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Zitat:
Zitat von Beuteltier Beitrag anzeigen
Ob dafür ein Diafilm taugt, wage ich zu bezweifeln, aber "Versuch macht kluch", sagt man ja.
Du machst mir ja Mut Jedenfalls ist Diafilm eine sehr einfache Lösung um mit Hausmitteln aus einer mathematischen Funktion ein optisches Filter werden zu lassen. Die Dichtekurve habe ich geraten. Mal schauen, wie es aussieht, wenn es vom Entwickeln zurück kommt. Verkittet zwischen zwei Gläser wird es hoffentlich einigermaßen plan werden. Wie empfindlich die Abbildungsleistung und Charakteristik durch Beeinflussung des Strahlenganges auf Höhe der Blende ist, werde ich sehen. Ebenso, wie Diafilm reagiert, wenn ich ihn mit einer Art Baumharz mit sehr viel Druck zwischen zwei Gläser presse, und eine Woche aushärten lasse. Hoffentlich wird das plan. Ich treffe am WE eine Optikerfreundin, die weiß, wie man Gläser verkittet, und auch Zugriff auf Technik hat. Erstmal baue ich aber meinen Prototypen. Immerhin habe ich schon das Gehäuse für das Apodisationselement. Es sorgt im Rahmen meiner Messgenauigkeit für eine plane Auflage. Allerdings wird mein erstes Apodisationselement durch die Glasscheiben recht dick, und das optische System bestimmt sehr spürbar verändern. Ich erwarte jede Menge Überraschungen und Hindernisse. Im schlimmsten Fall rechne ich damit, falls ich alles gebe und nicht gleich aufgebe, mit einem Objektiv, an dem Helmut Newton seine Freude gehabt hätte.


Zitat:
Zitat von Beuteltier Beitrag anzeigen
Mein Problem mit allen alten Objektiven und auch den Selbstbau-Geschichten aus neuerer Produktion ist aber, dass ich die Randstrahlen der Optiken am liebsten GANZ weg hätte, weil mir alle diese Objektive erst bei 3 Blendenstufen unter Offenblende scharf genug und an longitudinal-CAs (Farblängsfehlern) arm genug sind.

Was würde dein Apodisationselement denn da bewirken?
"Versuch macht kluch"
Im Grunde macht es genau das. Es nimmt die Randstrahlen weg. Leider gehört Optik nicht zu den Dingen, die im Wirtschaftsingenieurstudium vertieft werden. Ich habe leider keine Ahnung, welche Faktoren eine Rolle spielen.

Ich schaue mir die Unschärfescheibchen bei Offenblende an. Welche Fehler weisen sie auf? Wie müsste man sie verändern, damit sie gut aussähen? Ist vereinfacht gesagt das Glas am Rand so schlecht, oder sind möglicherweise Beugungen an der Blende dafür verantwortlich? Wenn ich beim gleichen Bild abblende und die Scheibchen verkleinere, werden die Fehler abgeschnitten, oder treten sie noch immer am Rand des kleineren Kreises auf?
  #11  
Alt 22.07.2009, 23:59
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Hallo Seeebi!

Zitat:
Zitat von Seeebi Beitrag anzeigen
Du machst mir ja Mut Jedenfalls ist Diafilm eine sehr einfache Lösung um mit Hausmitteln aus einer mathematischen Funktion ein optisches Filter werden zu lassen. Die Dichtekurve habe ich geraten.
Ich bin mir 100%ig sicher, dass du an den Abständen der Linsen zueinander absolut keinen 1/10mm verändern darfst, dein Filter muss einfach an Stelle der Irisblende montiert werden.

Ohne es durch praktische Testerfahrung jetzt belegen zu können, würde ich andererseits doch vermuten, dass dein Filter an der Stelle der Blende im Objektiv nicht absolut plan sein und auch nicht absolut plan montiert werden muss.
Selbst eine nicht 100%ig mittige Montage (also leicht "dezentriert", wie es hier im Forum immer so schön genannt wird) wird keinen Einfluss auf die Bildschärfe haben, nur das Bokeh würde u.U. seltsam aussehen - weil die Unschärfekreise dann eine elliptische Helligkeitsverschiebung aufwiesen.
Nur wenn das Filter lichtbrechende Eigenschaften hätte, also irgendwie keilförmig oder linsenförmig wäre, könnte ich mir eine daraus resultierende Unschärfe vorstellen.

Gruß
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  #12  
Alt 23.07.2009, 09:57
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Zitat:
Zitat von Beuteltier Beitrag anzeigen
Ich bin mir 100%ig sicher, dass du an den Abständen der Linsen zueinander absolut keinen 1/10mm verändern darfst, dein Filter muss einfach an Stelle der Irisblende montiert werden.
Mechanisch ist es machbar, die Linsen davor und dahinter unangetastet zu lassen. Aber optisch wird sicher einiges verschoben. Zudem habe ich derzeit nicht mehr vor, das Filter an Stelle der Irisblende einzusetzen, sondern dahinter, weil es einfacher ist. Ich hoffe, das ist nicht kritisch. Das Original-STF hat schließlich drei Blenden, die alle unterschiedlich gelegen sind. Zwei Irisblenden und ein Apodisationsfilter, das auf den Schnittbildern wesentlich länger ist als meines. All zu genau muss man es mit der Blende hoffentlich nicht nehmen.

Mein ursprünglich geplantes Testobjektiv war das 50/1.4 (alternativ das 50/1.7 - habe beide, und sie sind sehr ähnlich) von Minolta, weil alle Linsen hinter der Blende fest in einem kleinen Tubus sitzen, der über ein Gewinde eingeschraubt ist. Normalerweise ist es bis zum Anschlag eingeschraubt. Hätte das Apodisationsfilter Probleme verursacht, so hätte ich den hinteren Tubus ein Stück herausgeschraubt, und erneut getestet. Damit hätte ich weit genauer als 1/10 mm justieren können, und das Objektiv dafür nicht einmal zu öffnen brauchen. Der Tubus lässt sich, wenn er nicht bis zum Anschlag eingeschraubt ist, von Hand herausschrauben, wenn man das Objektiv von der Kamera nimmt, und den Fokus auf Anschlag einstellt. Sogar ohne Werkzeug. Ist die richtige Einstellung gefunden, fixiere ich den Tubus mit einem Tropfen Kleber.

Die zweite Idee war, ein Teleobjektiv zu verwenden, bei dem die Blende das letzte Element ist. Ich nehme an, daß hier weit weniger schief gehen kann, und ich den Fehler durch die Fokussierung ausgleichen kann. Es gab eines von Mamiya für die zweiäugige C-Mittelformat-Reihe. Ich wollte aber nicht analog arbeiten, und durch die Zweiäugigkeit hätte ich die Möglichkeit verloren, bei einer Fokusverschiebung genau zu fokussieren. Durch Zufall fand ich einen ähnlichen Aufbau beim Nikon 180/2.8 ED. Aber das ist zu teuer für solch eine Spielerei.

Zitat:
Zitat von Beuteltier Beitrag anzeigen
Ohne es durch praktische Testerfahrung jetzt belegen zu können, würde ich andererseits doch vermuten, dass dein Filter an der Stelle der Blende im Objektiv nicht absolut plan sein und auch nicht absolut plan montiert werden muss.
Selbst eine nicht 100%ig mittige Montage (also leicht "dezentriert", wie es hier im Forum immer so schön genannt wird) wird keinen Einfluss auf die Bildschärfe haben, nur das Bokeh würde u.U. seltsam aussehen - weil die Unschärfekreise dann eine elliptische Helligkeitsverschiebung aufwiesen.
Die Auswirkung auf den Unschärfebereich schätze ich genau so ein. Ein dezentriertes Filter macht mir kaum Sorgen. Ist es jedoch schief, kommt es zu Brechungen, die ich fürchte. Bedenke, daß jeder Unschärfekreis betroffen wäre. Auch sehr kleine Unschärfekreise und die scharfen Punkte. Gerade letztere möchte ich nicht verzerren.

Zitat:
Zitat von Beuteltier Beitrag anzeigen
Nur wenn das Filter lichtbrechende Eigenschaften hätte, also irgendwie keilförmig oder linsenförmig wäre, könnte ich mir eine daraus resultierende Unschärfe vorstellen.
Das Filter bricht Licht, da es aus Glas besteht, und eine Dicke hat. Die Strahlen treffen nicht nur senkrecht auf. Eine spürbare Linsenförmigkeit erwarte ich, mit dem Harz zu vermeiden. Das Harz hat einen ähnlichen Brechungsindex wie Glas. Zwar das falsche Glas, aber darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Es ist jedenfalls besser als Luft. Sofern der Diafilm eine einheitliche Dicke hat, sollte es optisch wie mechanisch einigermaßen platt sein.
  #13  
Alt 23.07.2009, 20:25
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Hallo Bastelkollege!

Vorab gefragt - meinst du nicht, es wäre besser, für dieses dein Projekt einen eigenen Thread aufzumachen?

Zitat:
Zitat von Seeebi Beitrag anzeigen
Hätte das Apodisationsfilter Probleme verursacht, so hätte ich den hinteren Tubus ein Stück herausgeschraubt, und erneut getestet. Damit hätte ich weit genauer als 1/10 mm justieren können, und das Objektiv dafür nicht einmal zu öffnen brauchen.
Ich kenne beide Minolta-Objektive, habe sie auch schon vollständig zerlegt.
Auch ein 55/1.4er ALPA habe ich, schon x-mal auseinander und wieder zusammengebaut.
Diese "Normal"-Objektive sind modifizierte Planar-Typen, bei denen die Blende in der Mitte zwischen der vorderen und der hinteren Hälfte der 6 Linsen (beim 7-Linser besteht das hinterste Linsenelement aus zwei Linsen) sitzt.
Der Abstand zwischen der vorderen und der hinteren Linsengruppe ist absolut kritisch, den darfst du wirklich keinen 1/10mm verändern!

Zitat:
Zitat von Seeebi Beitrag anzeigen
Die zweite Idee war, ein Teleobjektiv zu verwenden, bei dem die Blende das letzte Element ist. Ich nehme an, daß hier weit weniger schief gehen kann, und ich den Fehler durch die Fokussierung ausgleichen kann.
Gut, ich hatte bis jetzt noch kein Objektiv auf meinem Tisch, bei dem die Blende wirklich hinter der letzten Linse saß, und ich hatte bestimmt schon über 100...

Im Übrigen - nach den Bildern zu urteilen ist das Apodisationsfilter des Minolta / Sony - Objektives eine verkittete Linse nach dem Bauprinzip eines Achromaten, dessen Streulinse vermutlich stark eingefärbt ist, während der Sammelteil klar ist. Die Sammellinse hebt die Streuwirkung der eingefärbten Linse auf, so dass die gewünschte Filterwirkung erreicht wird.

So etwas nachzubauen dürfte schwierig werden


Gruß
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  #14  
Alt 23.07.2009, 22:48
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Zitat:
Zitat von Beuteltier Beitrag anzeigen
Vorab gefragt - meinst du nicht, es wäre besser, für dieses dein Projekt einen eigenen Thread aufzumachen?
Du hast völlig Recht. Ich werde deinen Thread nicht länger zumüllen. Hier geht's weiter. Dieser Thread gehört dem umgebauten Sigma. Die AF-Version mochte ich übrigens gerne.
  #15  
Alt 29.07.2009, 10:48
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Hallo Seebi!
Zitat:
Zitat von Seeebi Beitrag anzeigen
Dieser Thread gehört dem umgebauten Sigma. Die AF-Version mochte ich übrigens gerne.
Inzwischen habe ich also das Objektiv so umgebaut, dass nur eine Lochblende drin ist.

Threadstart neu:
http://www.nikon-fotografie.de/vbull...43&postcount=1

Gruß
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  #16  
Alt 21.09.2009, 09:52
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  #17  
Alt 17.10.2009, 01:58
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Ich habe selber noch für meine alte A1 4 Objektive rumliegen. Nichts wirklich ausgefallenes, aber da z.Z. keine großen Anschaffungen drin sindinteressiert mich die Idee des Umbaus.

Soweit noch im Schrank:
Canon 50 / 1:1.8
Maginon 28-70 / 1:3.5-4.5 Schiebezoom
Makinon 75-250 / 1:4.5 Schiebezoom
Cimko 24 / 1:2,8
Cimko Telekonverter 2x

Bei einem Umbau von Canon FD auf Nikon ist ja, wie du gesagt hast, eins der größten Probleme das Auflagermaß von 46,5 bei Nikon und nur 42mm beim alten Canon-FD-System. Da die Bajonett-Systeme aber sehr unterschiedlich sind, frage ich mich von wo genau das gemessen wird? Bei Nikon liegt das Bajonett ja hinter der Auflageebene (vom Objektiv aus gesehen) und ist ganz gut zu erkennen. Bei Canon FD bin ich mir aber nicht so sicher was hier als Auflageebene angesehen wird. Das Bajonett liegt liegt m.M. ja außen also wäre die Auflageebene ja das Kameragehäuse und der Bajonettring ragt aus dieser Ebene in Richtung Objektiv heraus. Ist das so richtig?

Wenn ja, dann würde durch ein reines Umschrauben des Bajonettes ja schon ein Teil der 4,5mm ausgeglichen werden, da das Objektiv weiter in die Kamera wandert - richtig?

Letzte Fragen:
Woher kriegt ihr den Bajonettanschlüsse für Nikon für solche Umbauten und wie hast du das mit dem Umdrehen der Blende gelöst (die funktionieren nähmlich noch)?
  #18  
Alt 17.10.2009, 10:01
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AW: SIGMA 75-200mm f/2.8-3.5 ð IV für Canon FD umgebaut!

Hallo!
Zitat:
Zitat von Bladerunner Beitrag anzeigen
Bei einem Umbau von Canon FD auf Nikon ist ja, wie du gesagt hast, eins der größten Probleme das Auflagermaß von 46,5 bei Nikon und nur 42mm beim alten Canon-FD-System. Da die Bajonett-Systeme aber sehr unterschiedlich sind, frage ich mich von wo genau das gemessen wird? Bei Nikon liegt das Bajonett ja hinter der Auflageebene (vom Objektiv aus gesehen) und ist ganz gut zu erkennen.
Nikon-Objektiv-Bajonette bekommt man einfach, in dem man kaputte oder uralte Objektive mit Nikonbajonett billig kauft.

So viel ich weiss wird das Auflagemaß ab der Auflageebene gemessen.

Bei Nikon ist diese der breite Ring mit der blanken Oberfläche, die Bajonettnasen oder so sind da uninteressant.
Ich habe selbst mal nachgemessen bei analogen Nikon Kameras, da stimmt es genau: 46,5mm.
Bei digitalen ist es schwierig nachzumessen, weil die Oberfläche des Sensors ja noch den Anti-Aliasing-Filter drauf hat, da kam ich auf 45,8 mm und hatte Angst, den AA-Filter mit der Schiebelehre zu verkratzen, man kann aber, da es ja funktioniert, davon ausgehen, dass auch bei digitalen SLRs dieser Abstand 46,5 mm groß ist.

Aber grundsätzlich besteht das fast unlösbare Problem darin dass das Auflagemaß bei Canon FD um so viele Millimeter kürzer ist, dass du bei Objektiven in Retrofokusbauweise (WW-, Normal- und Standard-Zoom-Objektiven) mit der hintersten Linse zu weit in den Spiegelkasten der Nikon-Kamera hineintauchen würdest, da schlägt dann der Spiegel an der hintersten Linse an, so ein Umbau geht also wenn überhaupt nur mit Teleobjektiven oder Telezooms, bei denen die hinterste Linse im Originalzustand mindestens 4 mm von der Bajonettauflageebene entfernt ist.

Das mit dem Umdrehen der Blenden-Betätigungs-Richtung habe ich nicht lösen können.
Wenn du meine diesbezüglichen Beiträge genau liest, wirst du feststellen, dass es eben nicht so einfach bzw. unmöglich ist.

Schließlich muss ich dich aus eigener negativer Erfahrung warnen: Die optische Qualität solch alter Objektive ist oft so schwach, dass du an DX-Format, das ja durch den DX-Crop = Ausschnitt gewissermaßen alle Abbildungsfehler vergrößert, nicht glücklich wirst.

Und noch was: Alte Objektive, die ja nicht "für digital optimiert" wurden, haben manchmal eine annähernd plane oder sogar konkave Hinterlinse, die noch dazu nicht besonders stark und mehrfach vergütet ist.
Kanditaten hierfür sind z.B. lichtstarke Objektive mit Brennweiten von 50-58mm. Bei denen wird das Licht, das der Sensor "wiederspiegelt", von der Hinterlinse wieder auf den Sensor reflektiert, was sich so auswirkt, dass du in der Mitte des Digitalfotos einen meist bläulich-grünen, hellen Fleck siehst, der um so stärker in störende Erscheinung tritt je mehr das Objektiv abgeblendet wurde und am schlimmsten zu sehen ist, wenn die Bildmitte dunkel ist und die Bildränder sehr hell - beispielsweise beim Abfotografieren eine AF-S Nikkors (tiefschwarzer Kunststoff und Gummi) vor hellweissem Hintergrund.
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Mit freundlichem Gruß
Michael

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Geändert von Beuteltier (17.10.2009 um 20:27 Uhr) Grund: Schreibfehler korrigiert, Ergänzungen.
  #19  
Alt 18.10.2009, 00:47
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Die Position der Auflagerebene bei Nikon ist mir schon relativ klar, wobei die Auflagerebene des Objektives die Interessantere hier ist. Bei Nikon ist das ja die Ebene zwischen den Anschlüssen/dem Bajonett und dem Rest vom Objektiv. Diese muß zwangsläufig bei den Digitalen an der selben Stelle liegen wie bei den Analogen Nikons, sonst würden die alten Objektive ja nicht oder nur eingeschränkt funktionieren - also auch 46,5mm Auflagemaß.
Bei Canon FD ist das nach allem was ich gelesen habe 42mm also satte 4,5mm weniger. Interessant wäre aber noch zu wissen, wo sich bei Canon die Auflagerebene am Body und besonders am Objektiv befinden. Im Gegensatz zu Nikon hat FD ja ein Außenbajonett. Ich vermute der Bajonettring am gehäuse ist schon außerhalb dieses Auflagermaßes. Damit wäre am Objetiv die Oberfläche des Drehringes die Auflagerebene. Da für einen Umbau das FD-Bajonett ja komplett entfernt werden muß, verringert sich das Differenz maß bereits, da das Nikonbajonett deutlich kürzer gebaut ist, bzw das Bajonett ja in den Bereich des Auflagermaßes wandert.

Was das eintauchen des Ojektives in den Body angeht, ist das im Fall der bei mir vorhandenen Objektive ca. 3mm beim Normal und beim WW zur vorhandenen Auflagerebene (davon ausgehend, das die außenfläche des Drehringes die Auflagerebene am Objektiv ist). Addiere ich hierzu die 4,5mm, die das Objektiv weiter zur Kamera muß, käme ich auf ein maß von 7,5mm, wobei mein Nikon-Kit-Objektiv selber von der Auflagerebene ca 10mm in die Kamera geht.

Die Blendenrichtung ist sicher ein Großes Problem. hier wäre es dann nur möglich mit arbeitsblende zu arbeiten, wenn es keine Möglichkeit gibt die Blende verkehrtherum zu montieren ober eine Blende aus einem alten Nikon zu verwenden (ist denke ich mal eher unwahrscheinlich, es sei den man hat zufällig ein baugleiches defektes Objektiv für Nikon).

Von dem Problem der Spiegelungen hab ich schon einmal gehört. Beim dem für mich interessantesten Kandidaten dem Cinko 24/1:2,8 ist die Linse aber eindeutig Konvex (Sammellinse). Das Original Canon würde keinen Sinn machen und für die beiden Zooms habe ich bereits Nikon/Tamron-Ersatz (18-105mm Kit und Tamron 70-300, wobei das noch nicht eingetroffen ist).
Interessant wäre noch der Telekonverter, da es mit seiner Hilfe möglich wäre alle möglichen FD-Objektive auf die Nikon zu Schrauben (und die sind Mangels Verwendungsmöglichkeit an moderneren Kameras ja ziemlich günstig). Stören würde mich da aber neben der Brennweitenverdoppelung auch die Halbierung der Lichtstärke. Außerdem ist hier die Hinterlinse tatsächlich ziemlich plan.
Wobei diese Problem ja auch bei alten Objektiven mit Nikon-Anschluß besteht. Die haben ebensowenig vergütete Linsen und einen annähernd gleichen Optischen Aufbau wie Objektive für Canon oder andere

Über das Problem des Cropfaktors hab ich noch nicht nachgedacht. Allerdings trifft das dann ja wieder für ALLE alten Objektive an DX Kameras zu und beschränkt in letzter Konsequenz die Pallette der Objektive für DX-Kameras auf diejenigen die hierfür konzipiert sind, also eine Handvoll original Nikons, Sigmas und Tamrons. Selbst die für die Vollformatsensoren gebauten, modernen Objektive scheiden danach aus (würd mich erst recht Ärgern, wenn ich ein teures Objektiv kaufe und dann schlechte Abbildungen bekomme).
Andererseits bin ich mir nicht so sicher ob die Qualität wirklich so schlecht ist. Sicher gibt es da genau wie heute große Unterschiede zwischen den einzelnen Objektiven und Herstellern. Cimko weiß ich im Moment nicht wirklich einzuordnen, aber Sigma z.B. war soweit ich es erinnere in den 80ern nicht unbedingt eine Topadresse für Objektive (wobei das lange her ist und ich selber zugegeben keines hatte).

Insgesamt bin ich mir halt noch unentschlossen, ob ich so einen Umbau mal versuchen sollte.

Gebraucht wird das Objektiv mit Sicherheit nicht mehr, da ich mit der analogen Fotografie abgeschlossen habe - Die A1 selber bräuchte eine Reparatur (Dichtungen defekt) und die Edixa ist eine komplett manuelle Kamera (auch ohne Belichtungsmesser), für die Weiterverwendung und Bearbeitung von Bildern bevorzuge ich ganz klar EBV, die Scanns von meinem letzten analogen Film sind deutlich schlechter als Digitalbilder (sowohl vom eigenen Scanner als auch vom Labor, wobei bei den Aufnahmen die Kamera scheinbar schon defekt war und ich noch einmal Versuche mit anderen Aufnahmen machen muß) und das Einscannen eine ziemlich langwierige Angelegenheit ist.

Auf der anderen Seite würde es mich schon Ärgern, die Arbeit zu investieren und am Ende eigentlich wirklich nur noch Altglas zu haben. Das Objektiv ist jetzt in Topzustand und fast nicht gebraucht...

P.S.: Ich versuche hier nicht irgendwelche Erfahrungen zu widerlegen, mich interessiert das Thema nur ungemein und versuche die Problematik wirklich ganz zu erfassen...
  #20  
Alt 18.10.2009, 03:03
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Beuteltier Beuteltier ist offline
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Hallo!
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Zitat von Bladerunner Beitrag anzeigen
Was das eintauchen des Ojektives in den Body angeht, ist das im Fall der bei mir vorhandenen Objektive ca. 3mm beim Normal und beim WW zur vorhandenen Auflagerebene (davon ausgehend, das die außenfläche des Drehringes die Auflagerebene am Objektiv ist). Addiere ich hierzu die 4,5mm, die das Objektiv weiter zur Kamera muß, käme ich auf ein maß von 7,5mm, wobei mein Nikon-Kit-Objektiv selber von der Auflagerebene ca 10mm in die Kamera geht.
Es ist schon spät (früh?!?) und ich gebe dir jetzt nur zu bedenken, dass du einen Messfehler hast.
Das Nikon-Kit-Objektiv 18-55/3,5-5,6G geht von der Bajonett-Auflage-Ebene nur 8,5 mm weit rein, und nach meinen Versuchen und Messungen kann man da maximal einen Millimeter tiefer rein gehen, also 9,5 mm - und dann sind zum Schwingspiegel nur noch 0,5 mm Luft, die braucht er
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Mit freundlichem Gruß
Michael

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canon, f or 5, sigma, umgebaut


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