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Alt 07.01.2019, 20:52
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Krakau, historisch belastet

Jan Karski, eigentlich Jan Kozielewski (1914-2000), war ein polnischer Offizier und Kurier der Polnischen Heimatarmee. Der Jurist und Diplomat zählte zu den wichtigsten Zeugen des Holocaust.

Zwischen 1942 und 1943 informierte er die polnische Exilregierung in London sowie die britische und US-amerikanische Regierung von der tragischen Situation in Polen und über die systematische Ermordung der Juden. Karski berichtete als Augenzeuge, weil er in einer Uniform der ukrainischen Miliz in das Sammellager Izbica eingeschleust wurde.

Im Juli 1943 traf sich Karski persönlich mit US-Präsident Franklin D. Roosevelt und berichtete ihm über die Situation in Polen und darüber, was er gesehen hatte. Er sprach auch mit anderen US-amerikanischen Politikern, Führern jüdischer Organisationen und katholischen Erzbischöfen, jedoch ohne Erfolg. Seinen Schilderungen wurde kein Glauben geschenkt, oder sie wurden als Übertreibungen der polnischen Exilregierung eingestuft.



Gebäude der Volksschule No. 16 Sniadecki in der Dietla 70.



Heute erscheint die Krakauer Straßenbahn als modernes zeitgemäßes innerstädtisches Verkehrsmittel mit einem hohen Anteil neuwertiger Niederflurwagen. Das Modell 'Pesa 2014N Krakowiak' wird seit 2012 im Werk Pesa in Bydgoszcz produziert.



Die Exekutive mit ihren schärfsten Waffen.



Der Obwarzanek (Plural: Obwarzanki) ist eine polnische Backspezialität, die in Polen landesweit verbreitet ist, ihre Heimat in Krakau hat und zu den traditionellen Symbolen dieser Stadt zählt. Das ringförmige Brotgebäck blickt auf eine lange Geschichte zurück und zeichnet sich durch eine Reihe besonderer Merkmale aus.

Hergestellt wird ein Obwarzanek, indem zwei oder drei parallele Hefeteigstränge umeinander gedreht werden. Die Enden der hierbei entstehenden dicken Teigkordel werden zu einem Ring verbunden, dessen Verflechtungen auch nach dem Backen sichtbar bleiben. Anschließend wird der Teigring mehrere Minuten lang in kochendem Salzwasser blanchiert. Hiervon leitet sich auch der Name des Backwerks ab (polnisch obwarzyc/obwarzac = abkochen, brühen). Schließlich wird der Ring - meist nur auf einer Seite - mit grobkörnigem Salz, Mohn oder Sesam bestreut und gebacken. Obwarzanki haben einen Durchmesser von etwa 12-17 cm, sind 3-4 cm dick und wiegen 120-200 g. Sie werden überwiegend in Handarbeit produziert.

Erstmals schriftlich erwähnt wurden sie 1394 in einem Rechnungsdokument des polnischen Königshofes unter König Wlaldyslaw II. Jagiello. In Krakau sind frische Obwarzanki überall im Straßenverkauf erhältlich.

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mfg BeST
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