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Alt 07.01.2019, 19:07
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AW: Zu Fuß vom Atlantik zum Mittelmeer Teil 2: auf dem „GR10“ über die Pyrenäen

13.07.2017: 12. Wandertag: Von Passerelle d‘ Holzarte nach Sainte-Engrâce

Statistik:
Datum: 13.07.2017
Beginn: 10:32 Uhr
Ende: 20:06 Uhr
gelaufene Distanz: 18,7 km
Anstieg: 805 m
Abstieg: 1.009 m
Zeit in Bewegung: 06:31 h
Pausenzeit: 03:02 h



Wir haben sehr gut geschlafen und sind erst recht spät aufgestanden. Weil Pam und Curtis auch noch nicht auf sind, haben wir im Zelt Zeit vertrödelt, wir wollten sie nicht wecken. Wie sich dann herausstellt, haben die beiden das Gleiche gedacht und auch darauf gewartet, dass wir endlich aufstehen. Das war doch sehr rücksichtsvoll von uns allen
Der Tag fängt super toll an, Curtis kocht Kaffee und Heike freut sich wie verrückt, dass sie hier draußen in der Wildnis den Tag mit einem unerwarteten Kaffee beginnen kann. DANKE Curtis!!!
So wird es ziemlich spät, 10:30 Uhr, bis wir zusammengepackt,





Wasser aus dem Bach gefiltert haben und endlich weiterkommen.



(Heike filtert frisches Wasser aus dem Bergbach)

Das ist aber nicht so schlimm, dafür sind wir ja gestern weiter gekommen als geplant. Frühstücken wollen wir, wie meistens, erst unterwegs an einem schönen Platz.
Pam und Curtis, obwohl beide Morgenmuffel, wandern schon vor uns weiter, es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir die beiden gesehen haben…
Wir überqueren die Brücke und laufen einen Pfad entlang, der sich einen Steilhang hinauf zum Plateau d‘ Ardakhotchia (980m) schlängelt. Dort ist es unglaublich üppig grün.





Schon nach ungefähr einer halben Stunde halten wir an, beobachten die Geier, die auch hier zahlreich unterwegs sind.





Bei der Gelegenheit frühstücken wir auch erstmal. Es gibt, wie meistens, Baguette mit Hartkäse oder Salami.




Außerdem verarztet Heike Axel’s Knie mit Salbe und einer elastischen Binde. Axel denkt ans Aufhören, sein rechtes Knie schmerzt permanent. Wir versuchen es zusätzlich mit Schmerztabletten.
Das laufen fällt uns beiden heute schwer. Am Plateau angekommen machen wir nochmal eine kurze Pause. Wieder ziehen Wolken auf und die Sicht wird schlecht, d.h. um sich nicht zu verlaufen, sieht man ausreichend, nur die Aussicht fehlt halt wieder.





Zum Cayolar de Saratzé (1205m) führt der Weg lange Zeit über eine Schotterstraße.



(Kurz vor dem Cayolar de Saratzé, Nebel begleitet uns ständig...)


Irgendwann bemerkt Axel, dass sein Buff weg ist, er läuft nochmal ein gutes Stück zurück und findet ihn nach etwa 15 Minuten wieder. Und schon wieder eine halbe Stunde überflüssigen Weg gelaufen. Heike wartet auf Axel und nutzt die Zeit, um ihr Tagebuch auf den neuesten Stand zu bringen.
Wir erreichen schließlich den Col d' Anhaou (1383 m), den höchsten Punkt des heutigen Tages. Hier beginnt ein langer, beschwerlicher Abstieg hinab ins Tal bis zu Les Gorges de Kakuetta. Wir haben so langsam Pudding in den Knien, müssen jetzt noch 4,2 km und 130 Höhenmeter bis nach Sainte-Engrâce laufen. Dort gibt es eine Gîte, bei der man auch zelten darf.
Kurz vor der Gîte treffen wir mal wieder auf Pam und Curtis, sie kommen gerade von der Gîte zurück und sind enttäuscht, weil man dort nur Essen bekommt, wenn man auch dort übernachtet. Sie wollten nicht im Haus schlafen. Dass man dort auch das Zelt aufschlagen kann, wussten sie nicht. Daher wollen sie noch ein Stück weiter und dann irgendwo im Wald ihr Lager aufschlagen.
Wir freuen uns auf ein Bierchen und auch auf eine Dusche und wollen auf jeden Fall dort bleiben. Auf einem Streifen Rasen können wir unser Zelt aufschlagen, was wir auch gleich zuerst erledigen. Anschließend genießen wir endlich eine ausgiebige Dusche und dann ……. ein kühles Bierchen.
Zum Abendessen bekommen wir lediglich noch eine Baguette, denn für eine warme Mahlzeit muss man sich bis spätestens 16 Uhr anmelden und das wussten wir natürlich nicht. Wir sind müde und gehen zeitig schlafen. Nachts nieselt es leicht, da unser Zelt unter einem Baum steht, ploppen die ganze Zeit Tropfen auf unser Zelt. Gute Nacht...

LG Heike

Fortsetzung folgt...
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