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Alt 06.01.2019, 14:51
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AW: Zu Fuß vom Atlantik zum Mittelmeer Teil 2: auf dem „GR10“ über die Pyrenäen

10.07.2017: 10. Wandertag: Von Kaskoleta bis zum Col Bagargiak

Statistik:
Datum: 10.07.2017
Beginn: 08:55 Uhr
Ende: 18:59 Uhr
gelaufene Distanz: 20,2 km
Anstieg: 1.441 m
Abstieg: 651 m
Zeit in Bewegung: 06:53 h
Pausenzeit: 03:10 h


Als wir starten ist es neblig, wir hoffen aber, dass wir noch eine bessere Sicht bekommen.





Der Weg führt uns zunächst über eine breitere Straße bis zum ersten Aufstieg zum Col sur I’lturramburu (820m).
Wir kommen an vielen Schafen vorbei, die friedlich und langsam ihres Weges ziehen und sich von uns nicht wirklich stören lassen.







Danach geht es ein ordentliches Stück auf einem breiten Weg wieder bergab: Oh je, das wissen wir ja nun schon sehr gut, denn wenn es auf dem GR 10 bergab geht, dann geht es auch schon bald wieder recht steil bergauf...




Wir müssen einen schmalen, sehr steilen Pfad, der durch den Regen recht glitschig ist, und oft durch hüfthohes Farn führt, aufsteigen. Nach etwa 3/4 des Aufstiegs benötigen wir erstmal eine Pause.




Wir staunen und sind auch etwas beschämt, als uns dort ein Holländer recht zügig überholt, hat er doch außer seinem Rucksack auch noch sein Mountainbike geschultert.
Wir gehen weiter über den Col d’ Irau (1008m) zum Sommet d’Occabé (1456m). Auf diese Strecke freuen wir uns sehr, soll sie doch so wunderschöne Aussichten haben.





Leider ist es sehr neblig, dazu regnet es gelegentlich, die Sichtweite beträgt zeitweise nur ca. 80-100 Meter, so dass wir leider gar keine Aussicht haben. Wirklich sehr schade.




Man kann aber immer an allem auch etwas Positives finden. So legen wir ein gutes Tempo vor und kommen zügig voran. Was aber nicht wirklich ein Trost für die entgangene Schönheit der Landschaft ist. Aber so ist das nun mal, das gehört halt auch dazu.
Es folgt der lange und stellenweise sehr steile Abstieg bis zu Chalet Pedro (990m), der durch die Nässe sehr rutschig und somit anstrengend ist.
Wir laufen an einem "Zauberwald" vorbei und schießen einige Fotos.





Im Chalet Pedro kehren wir auf einen Kaffee (Heike) und ein Spezi (Axel) ein, wollen aber noch weiter, hinauf zum Col Bagargiak (1327m).
Der Wirt rät uns, bei diesem Wetter nicht die steilen Pfade des GR 10, sondern die Straße zu benutzen. Die Strecke ist zwar etwas länger, aber nicht so rutschig wie die aufgeweichten und recht steilen Pfade durch den Wald. Dort muss man, um die 337 Höhenmeter zu überwinden, insgesamt fast 600 Meter bergauf wandern, da es ein ordentliches Stück auch wieder bergab geht, der steilste Kilometer beeindruckt zudem mit einer durchschnittlichen Steigung von 11,5%.

Zumal der Regen jetzt auch stärker wird, entschließen wir uns, den Rat des Wirtes anzunehmen. Wir wandern immer auf der geteerten Straße und irgendwann begegnen wir diesen Kühen, denen der Regen nichts auszumachen scheint.





Wir kommen ziemlich nass am Col Bagargiak an und suchen uns eine Unterkunft im Feriendorf Iraty. Wir kommen in einem Chalet mit 10 Betten unter, dort übernachten noch 5 weitere Wanderer.
Nachdem wir uns getrocknet und eingerichtet haben, gehen wir zum Abendessen ins Restaurant. Dort treffen wir auch Luc, den Belgier, wieder. Er war schon lange vor uns hier, er wandert sehr viel und übernachtet jede Nacht in einer Gîte oder einem Hotel. Dadurch hat er natürlich deutlich weniger Gepäck zu tragen als wir, denn er benötigt kein Zelt, keinen Schlafsack und trägt immer nur den Proviant, den er braucht, um bis zur nächsten Gîte zu kommen.
Wir essen vorzüglich zu Abend und verbringen einen, wenn auch kurzen, aber dennoch sehr unterhaltsamen Abend mit Luc, "dem Belgier", und gehen schon bald ins Bett. Wir sind sehr müde, der Tag war durchweg feucht und körperlich auch sehr anstrengend.

LG Heike
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