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Alt 05.01.2019, 22:03
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AW: Zu Fuß vom Atlantik zum Mittelmeer Teil 2: auf dem „GR10“ über die Pyrenäen

Hallo Sylvia, hallo Gudrun,
herzlichen Dank für Eure beiden Kommentare.

Zitat:
Zitat von assiliisoq Beitrag anzeigen
...Vom Charakter scheinen mir HRP und GR10 ziemlich unterschiedlich zu sein.
Sie laufen zwar durch dasselbe Gebirge, treffen sich sogar ein paar mal, aber sonst sind sie doch recht verschieden, oder?...
Nach dem, was ich in Deinem Reisebericht gesehen habe, muss man das wohl bejahen.

Zitat:
Zitat von assiliisoq Beitrag anzeigen
...Mal ganz abgesehen davon, dass der GR10 der längste der 3 Transpyrenäenwege ist und die meisten Höhenmeter bietet ...
Ja, leider

Zitat:
Zitat von assiliisoq Beitrag anzeigen
...Ein bisschen beneide ich euch um eure "freiere Planung", die doch mehr Zeit lässt, sich hier und dort ein wenig umzusehen, Café zu trinken und lecker zu essen...
Das haben wir ganz bewusst so gemacht und 2018 noch viel mehr als 2017: Die einzigen unbedingt zu beachtenden Dinge sind: Wasseraufnahme, Proviantaufnahme (wir haben höchstens für 3 Tage Verpflegung dabei, da wir nicht so viel schleppen wollen) und die Möglichkeit, das Zelt aufbauen zu können, was ja auch nicht immer ganz einfach ist.
Ansonsten sind wir dort quasi "vogelfrei" und wir genießen das bewusst und sehr!

Zitat:
Zitat von assiliisoq Beitrag anzeigen
...Ihr habt neue Rucksäcke. ...
Nur ich habe einen neuen, Heike hat noch immer denselben wie 2016.
Ich habe mir den "Lightning 60L" von Exped mit nur 1.100 Gramm Eigengewicht gekauft und musste damit 622 Gramm weniger tragen als noch 2016.

Ich nehme das mal zum Anlass, ein wenig über unsere Ausrüstung zu berichten:

Folgendes hatten wir in unseren Rucksäcken zu tragen, wenn jeder die 3 Liter Wasserflaschen komplett voll hatte und 1 kg Proviant (also Brot für 3 Tage, Käse und Salami für mehrere Tage) dabei war:

Heike:
Rucksack (mit Regenschutz + Innensäcken): 1.862
Kleidung: 2.524
Schlafen: 1.331
Küche: 131
Kosmetik: 750
Reiseapotheke: 736
Dokumente: 262
Elektronik + Fotografie: 1.981
Sonstiges: 449
Essen, Trinken + Brennstoff: 3.073
Summe: 13.099

Axel:
Rucksack (mit Regenschutz + Innensäcken): 1.262
Kleidung: 1.883
Schlafen: 4.535
Küche: 182
Kosmetik: 136
Reiseapotheke: 0
Dokumente: 67
Elektronik + Fotografie: 1.162
Sonstiges: 92
Essen, Trinken + Brennstoff: 4.000
Summe 13.319

Noch ein paar Sätze zur Kamera:

Als Kamera war nur die D5500 + Nikkor 18- 35 dabei.

2018 haben wir das 18-35 nicht mehr mitgenommen (zu schwer und zu wenig Brennweitenvielfalt), statt dessen hatten wir 3 Nikkor-Objektive dabei: das 10-20, das 18-55 und das 55-200.
Nächstes Jahr wird - wegen zu wenig Gebrauch - das 18-55 aber daheim bleiben müssen.

Am 01.01. habe ich mir ein neues Zelt bestellt und ich freue mich schon sehr darauf, das "triplex tent" von Zpacks, wir werden dadurch sage und schreibe ca. 1.150 Gramm weniger zum tragen haben!
Warum erwähne ich das beim Stichwort Kamera?
Nun, das würde nämlich wiederum Kapazitäten freigeben für eine zusätzliche "Nikon Z" mit dem (voraussichtlich) in Q1 2019 erscheinenden "Nikkor Z 14-30 mm 1:4 S".
Ob es eine Z6 oder eine andere wird, oder ob das eventuell auf 2020 verschoben wird (2020 sind die Olympischen Spiele in Tokio, da wird gehofft, dass Nikon eine "Hammer-Z" präsentieren wird), das muss man abwarten, das werde ich spontan entscheiden.
Jedenfalls hat 2018 gezeigt, dass wir häufig gerne beide gleichzeitig fotografiert hätten.
Außerdem, ich schrieb das bereits an anderer Stelle, hätte ich gerne wieder eine Vollformatkamera dabei, aber wiegen darf sie halt nicht viel!
Ich rechne (hoffe) bei dem 14-30 auf ein Gewicht von ca. 500 Gramm, dann gäbe die Kombi gerade die Ersparnis, die ich beim Zelt gewonnen habe.
Heike könnte mit der D5500 mit dem 10-20 und dem 55-200 (also auf KB gerechnet mit 15-30 und 85 bis 300 mm) fotografieren, da sie sehr gerne auch Detailaufnahmen macht.
Ich habe für mich festgestellt, dass ich immer mehr Panos aufnehme, da reichen max. 30mm (KB) locker aus.
Von den in 2018 aufgenommenen 2147 Fotos wurden nämlich nur 111 Bilder mit dem 18-55, 427 Aufnahmen mit dem 55-200 und 1.609 Fotos mit dem 10-20 (das sind fast 75%) geschossen.
Es reicht also, wenn Heike eine längere Brennweite dabei hat.

Bei den Schuhen werden wir noch deutlich Gewicht einsparen, da werden wir uns demnächst mal nach Trailrunningschuhen umschauen, Du hast uns vorgemacht, dass das geht, Sylvia !
Bei jedem Schritt muss man die hochheben, das müsste sich am Ende eines jeden Tages m.E. deutlich bemerkbar machen. Kannst Du das bejahen, Sylvia?

Als Schlafsäcke hatten wir bisher den Valandre Swing 500 L dabei, er wiegt jeweils 1.076 Gramm.
Etwas über 400 Gramm weniger wäre noch möglich, ich habe wochenlang und mehrfach gegoogelt und endlich einen Schlafsack gefunden, der genauso warm sein soll, aber 406 Gramm weniger wiegt, der "Carinthia D 400 M". Wir überlegen aber noch wegen des Preises...

Es ist halt so, wie es meistens ist: wenn Du völlig unbedarft in ein neues Abenteuer startest und dann auch nicht viel Zeit hast, Dich über die benötigte Ausrüstung zu informieren und keine eigene Erfahrung hast, dann kaufst Du viele Dinge zweimal oder Du merkst, dass Du sie gar nicht erst benötigt hättest...

Wenn es noch Fragen zur Ausrüstung gibt, dann nur zu, wir bemühen uns, unsere bisherigen Erfahrungen weiter zu geben.

Herzlichen Gruß Axel
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