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Alt 04.01.2019, 17:23
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AW: Zu Fuß vom Atlantik zum Mittelmeer Teil 2: auf dem „GR10“ über die Pyrenäen

09.07.2017: 9. Wandertag: Von St. Jean-Pied-de-Port bis Kaskoleta

Statistik:
Datum: 09.07.2017
Beginn: 07:54 Uhr
Ende: 17:03 Uhr
gelaufene Distanz: 16,1 km
Anstieg: 1.009 m
Abstieg: 560 m
Zeit in Bewegung: 05:12 h
Pausenzeit: 03:55 h


Wir verbringen eine ruhige Nacht im Maison Donamaria:








(v.l.n.r.: Axel, Jean-François Rabeux und Heike)

Nach einem tollen Frühstück verabschieden wir uns von Jean-François, der uns noch hartgekochte Eier einpackt. Im Ort decken wir uns noch mit Salami vom baskischen
Schwein, Käse und Brot ein, dann geht es endlich los. Es ist sehr warm bei Sonnenschein mit vereinzelten Wolken. Axel geht deswegen noch in ein Geschäft für Wanderer
und kauft einen Sonnenhut. Die ersten 3 km bis nach Caro sind mit nur wenigen Höhenmetern noch ein gemütlicher Spaziergang. Danach ist der erste kleine Berg zu
erklimmen, der Col d‘ Handiague. Wir merken, dass wir noch nicht eingelaufen sind und auch an die Rucksäcke müssen wir uns erst wieder gewöhnen. Wir sind dankbar
für jede Wolke, die uns wenigstens kurzzeitig etwas Schatten spendet.



Unterwegs begegnen wir einem amerikanischen Ehepaar, Pam und Curtis, die den GR 10 durchgehend laufen. Wir unterhalten uns kurz und laufen dann weiter.
Oben angekommen machen wir erstmal eine kleine Rast im Schatten einer Baumgruppe. Es ist sehr warm und schwül, unsere Shirts und Strümpfe hängen wir zum
trocknen in den Ästen der Bäume und auf den Wanderstöcken auf.


Das Licht ist extrem hart, aber so wars da halt...





Beim auspacken unseres Proviants lächeln uns die Eier, die uns Jean-François zubereitet hat, fröhlich an. Jean-François hat ihnen Gesichter aufgemalt. Wir freuen uns
sehr über diese liebe Geste. An dieser Stelle nochmals: Vielen Dank für alles, Jean-François!




Erholt und gestärkt gehen wir weiter, der Weg führt über Serpentinen abwärts nach Esterençuby und ist teilweise sehr steil, aber zum Glück nicht allzu weit. Unterwegs
finden wir eine Quelle, an der wir uns noch kurz erfrischen. Im Ort angekommen kehren wir in einem am Fluss (Nive de Béhérobie) liegenden Gasthaus ein. Wir belohnen
uns, Heike mit leckerem Apfelkuchen mit einer doppelten Portion Schlagsahne und natürlich Kaffee dazu, Axel gibt sich mit einem Spezi zufrieden.



Wir kühlen unsere strapazierten Füße in dem kleinen Fluss, der neben dem Gasthaus fließt: welch eine Wohltat!

Nach einer Weile kommen auch Pam und Curtis, die wir unterwegs schon einmal getroffen haben, hier an. Sie erzählen uns, dass sie schon seit einigen Monaten
unterwegs seien. Sie haben beide in Amerika ihre Jobs gekündigt und ihren Besitz verkauft, um für mindestens 5 Jahre auf Wanderschaft zu gehen. Heike muss schlucken
und beneidet die beiden sehr.
Eigentlich war geplant, heute bis Esterençuby zu laufen und dort zu übernachten. Da es aber noch recht früh ist, beschließen wir doch noch die 3,9 km und 384 Höhenmeter
bis Kaskoleta zu laufen. Wir verabschieden uns von Pam und Curtis und gehen weiter, die beiden wollen noch weiter laufen als bis Kaskoleta. Wir rechnen nicht damit, dass
wir die beiden wiedersehen (welch kolossale Fehleinschätzung !!).
Der Weg ist oft sehr steil und meist geteert, die Hitze kommt jetzt von oben und von unten. Am Ziel kehren wir in der Gîte (gîte d'étape) Kaskoleta ein. Die Gîte (gîte d'étape
de Kaskoleta) sieht von weitem sehr einladend aus, sie hat eine tolle Lage mit einem wunderschönen Panoramablick. Die Gîte selbst ist sehr einfach, was ja kein Problem
ist, leider ist sie auch etwas heruntergekommen und auch schmuddelig. Mit Abendessen und Frühstück, beides sehr einfach, kostet eine Übernachtung (incl. Bierchen zum
Abendessen ) für 2 Personen zusammen 78 Euro. Außer uns beiden übernachten noch ein 20-jähriger Franzose aus Bordeaux und Luc aus Belgien dort, mit denen wir
abends noch zusammensitzen und uns austauschen. Es ist immer wieder toll und interessant, welche Leute man auf dem Weg trifft. Leider ziehen gegen Abends viele Wolken
auf und mit den erhofften Sonnenuntergangsbildern wird es nichts. Dennoch machen wir noch ein paar Bilder von oberhalb der Gîte.






(die letzten beiden Bilder habe ich soeben schnell ausgetauscht, aus irgendeinem Grund sind da die völlig unbearbeiteten RAWs (nur als JPG exportiert) reingerutscht, jetzt stimmen sie aber )


Im Zimmer haben wir eine Stechmückenplage und gehen erstmal auf „Safari“. Nachts gewittert es ordentlich. Axel sagt, er hätte die ganze Nacht kein Auge zugemacht, das Gewitter hat
er aber trotzdem verschlafen

Fortsetzung folgt...
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