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Alt 04.01.2019, 10:30
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Krakau, historisch belastet

Die Uhr am Rathausturm (Wieza Ratuszowa). Der Turm kann bis zur obersten Plattform über steile Stufen bestiegen werden, ein Freiluftausstieg ist nicht möglich. Fotos daher nur durch (schmutzige) Glasscheiben möglich.



Die Marienkirche besitzt zwei Türme. Einen nördlicheren und höheren (81 m) mit spitzem Dach (mit Uhrglocke) und den etwas niedrigeren (69 m) südlichen. Einer Sage nach sollen die Türme von zwei Brüdern in Konkurrenz erbaut worden sein. Während der ältere Bruder seinen Turm bereits fertiggestellt hatte, war sein jüngerer Bruder noch mit dem Bau beschäftigt. Aus Angst, sein Bruder könne einen höheren Turm bauen, erstach er ihn. Das Tatwerkzeug (Messer) ist bis heute an der Tuchhalle zu sehen.

Im Nordturm befindet sich auf etwa 54 m die Türmerstube. Seit dem 14. Jahrhundert läutet ein Türmer zu jeder vollen Stunde die Stundenglocke von Hand und spielt das Krakauer Trompetensignal 'Hejnal' in alle vier Himmelsrichtungen. Es bricht mitten im Spiel ab und soll damit an den Mongolenangriff (damals 'Tataren' genannt) 1241 erinnern, bei dem der damalige Trompeter während des Blasens des Alarmsignals von einem Tatarenpfeil getötet worden sei - so die Legende.



Der Hauptmarkt (Rynek Glowny) bildet das Zentrum der Altstadt. Er wurde im 13. Jahrhundert angelegt und ist mit einer Fläche von etwa 40.000 m² einer der größten mittelalterlichen Plätze in Europa.

Der Ring (Marktplatz) ist quadratförmig angelegt, mit Seitenausmaßen von jeweils 200 Metern, und wird von Palästen und Kirchen umrahmt. Die Mitte des Platzes wird von den Tuchhallen eingenommen, die 1555 im italienischen Renaissance-Stil wiederaufgebaut wurden.



Der Hauptmarkt ist Schauplatz zahlreicher öffentlicher Veranstaltungen und Festlichkeiten. Dazu zählen die jährlich stattfindende Krakauer Weihnachtskrippe, Lajkonik-Umzüge, Galakonzerte des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe und die landesweit größte Silvesterparty.



Nachdem Sigismund III. Wasa 1596 die polnische Hauptstadt von Krakau nach Warschau verlegt hatte, wurden in Krakau weiterhin Krönungen und königliche Bestattungen vorgenommen.

Während der deutschen Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg erfolgte die Umbenennung in Adolf-Hitler-Platz. Das Adam-Mickiewicz-Denkmal wurde zerstört und nach Kriegsende wiederaufgebaut.

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mfg BeST
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