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Alt 02.01.2019, 09:30
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Krakau, historisch belastet

Der Königsweg ist ein touristischer Rundgang durch die Altstadt. Er beginnt nördlich der Altstadt am Denkmal der Schlacht von Tannenberg, welches an den Sieg der Polen über den Deutschen Orden erinnert. Man überquert die innere Ringstraße um die Altstadt und steht vor der Barbakane, die als größter gotischer Wehrturm Europas gilt. Weiter kommt man zu den Resten der Stadtmauer mit dem Krakauer Florianstor. Durch dieses letzte erhaltene Stadttor betritt man die Altstadt. Im Verlauf der ul. Florianska kommt man unter anderem am Pharmazeutischen Museum vorbei und erreicht den Rynek Glowny, den größten europäischen Marktplatz des Mittelalters.



Hier begegnet der Weg einem zweiten Rundgang, der Universitätsroute durch die historische Studentenstadt, die der Geschichte der Jagiellonen-Universität gewidmet ist. Folgt man aber dem Königsweg, kommt man entlang der ul. Grodzka an weiteren Kirchen vorbei - der Dominikanerkirche, der Peter-und-Paul-Kirche, der romanischen Andreaskirche und der evangelischen Martinskirche. Am Ende des Weges sieht man das überwältigende Königsschloss auf dem Wawelhügel am Ufer der Weichsel mit dem feuerspeienden Denkmal des legendären Wawel-Drachen.



Juliusz-Slowacki-Theater (Teatr im. Juliusza Slowackiego)



Das Slowacki-Theater befindet sich zwischen Florianstor und Hauptbahnhof.



Der Barbakan in Krakau gilt als der größte erhaltene Barbakan Europas. Dieses der Stadtmauer vorgelagerte Verteidigungswerk vor dem Florianstor wurde 1498/99 unter der Regierung des Johann I. Albrecht aus Backstein errichtet.

Das kreisrunde gotische Bauwerk hat 24,40 Meter Innendurchmesser, die Mauerdicke beträgt über drei Meter. Das Gebäude war früher mit dem Florianstor durch einem breiten Korridor verbunden. Das Dach wird durch sieben achteckige oder runde Türmchen mit spitzen Dächern durchbrochen. Im umlaufenden Schützengang befinden sich 130 Schießscharten und Öffnungen im Fußboden zum Gießen von siedendem Wasser auf die Belagerer. Das Gebäude war mit einem mit Wasser gefüllten Graben umgeben.



Die Bildergalerie am Florianstor an den Resten der Stadtmauer.
Im 19. Jahrhundert wurden in Krakau fast alle Befestigungsanlagen und Stadtmauern abgerissen, aber glücklicher Weise wurden der Barbakan und das Florianstor gerettet. Dies geschah dank eines Bürgers aus Krakau. Denn er warnte, dass die kalten Winde aus dem Norden den Krakauer Marktplatz erreichen und den Frauen unmoralisch die Röcke hochheben würden, sollten der Barbakan und das Florianstor abgerissen werden. Den ehemaligen Streifen des Stadtgrabens und der Befestigungsanlagen bebaute man allerdings nicht mehr, sondern pflanzte dort Bäume. So enstand der Planty-Park - ein 4 km langer Grüngürtel, der heutzutage die gesamte Altstadt von Krakau umgibt.

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mfg BeST
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