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Alt 30.09.2017, 17:07
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Kleine Geschichte von Familie Haubentaucher

In dem Stadtparksee in meiner Nähe kann man auch regelmäßig Haubentaucher beobachten. Nur hatte ich bis dato noch nie das Glück, sie mit ihrem Nachwuchs abzulichten, da sich die Vögel mit ihrem gerade geschlüpften Jungen sehr versteckt im Schilfgürtel halten und dies aus gutem Grund. Als ich sie dann doch vor die Linse bekam, da war der Nachwuchs schon etwas größer.
Aber bevor überhaupt an Nachwuchs zu denken war, musste ja erst mal ein Partner gefunden werden!

Und so schwamm Haubi also umher, auf der Suche nach dem(der) Richtigen







Aber der hier ist bestimmt nicht der Richtige--wie kommt der gepanzerte Kerl eigentlich in den See--ist doch eigentlich ein Ami und in Florida zu Hause.





Aber dann klappt es irgendwann doch und man findet den richtigen Partner





Und dann geht`s auch schon los mit der Familienplanung.





Es verging eine geraume Zeit, in der der ich die Haubis nicht mehr gesehen habe. Auch wusste ich nicht, wo sie vielleicht am Brüten waren. Ich hatte schon befürchtet, sie seien verschwunden.
Doch irgendwann sah ich dann einen Haubi, der inmitten von Kanadagänsen erfolgreich beim Fischen war.






Da bleibe ich doch mal dran, dachte ich mir. Und tatsächlich---der Haubi hatte den Fisch nicht für sich gefangen, sondern für seinen Nachwuchs!






Der Fisch wurde dem Partner übergeben und der Nachwuchs wurde gefüttert.





Und runter damit!





Obwohl der Nachwuchs ja nun schon etwas größer war, wollte er sich immer noch sehr gern auf Mutters (oder Vaters?) Rücken ausruhen. Das war gemütlich und sicher.





Und hier sind sich beide einig: da geht`s lang!





Aber einige Tage später hatte sich das Verhalten geändert--die Alten wollten das Jungtier wohl entwöhnen und nicht mehr den Ponton spielen. Was dem Jungen --wie man sieht-- anscheinend überhaupt nicht gefiel.





Und so sehr sich das Kleine auch bemühte, die Transportgelegenheit zu erklimmen--die Zeit des gemütlichen "Umherschipperns" war entgültig vorbei.





Von nun an musste der Kleine immer selbst schwimmen, was durchaus gefährlich und anstrengend für ihn war.
Denn auf dem See sind auch große Möven heimisch, die---wenn sich durch Abwesenheit der Elternhaubis die Gelegenheit bot---sogar Angriffe auf den Haubinachwuchs flogen. Zum Glück konnte ich beobachten, dass der kleine Haubi dies immer rechtzeitig bemerkte und rechtzeitig abtauchte. Es ist mir leider nicht gelungen eine solche Aktion im Bild einzufangen.







Und dann werden kleine Haubis auch irgenwann müde und machen ein Nickerchen-- schließlich muss man jetzt ja immer selbst paddeln--aber nur ,wenn sie die Altvögel in ihrer Nähe wissen.





Es hat mir viel Freude gemacht, diese schönen Tiere zu beobachten und auch wenn die Lichtbedingungen ---aufgrund der fortgeschritten Tageszeit--- bestimmt nicht optimal waren, so hoffe ich, dass auch Ihr viel Spaß und Freude beim Anschauen habt.
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Gruß, Peter