zum AF Micro Nikkor 2.8/60mm (Frontlinse)

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ulipl

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Liebe Forenten!

Ich bräuchte mal eine kompetente Auskunft zur Fassungskonstruktion des Micro Nikkors 2.8/60mm AF. Mein "Problem":
Ich fotografiere viele Kleinlebewesen, Freihand, lebende Objekte, mit einer geeigneten Blitzanordnung (Kein spezieller Makroblitz, kein Ringblitz) im Abbildungsmassstabbereich von ca. 2:1 bis 3:1. Zu Analogzeiten habe ich das mittels eines Novoflex Automatikbalgens und dem Zeiss Makroplanar 2.8/60 (Kompaktversion) an der Contax realisiert. Das hat perfekt funktioniert.
Jetzt nach dem Umstieg ins Nikon System wollte ich so weitermachen, ich habe es mit einer D200 plus Novoflex Balgen plus Micro Nikkor 2.8/55 versucht. Und jetzt mein Problem: Die Frontlinse des manuellen 55er Micro liegt derart tief in der Fassung, das ich Beleuchtungsprobleme bekomme, der freie Abstand zwischen Motiv und Fassung wird mir zu klein, die Fassung schattet mir das Blitzlicht ab. Ich muß zwar, bedingt durch das DX Format, vergleichsweise kleinere Abbildungsmassstäbe erreichen, um "formatfüllend" das Objekt abzubilden, trotzdem, das 2.8/55er kann ich so nicht verwenden.
Meine Frage: Wie geeignet wäre dafür das AF 2.8/60er Micro? Das hat zwar einen etwas größeren Fassungsdurchmesser, aber ich habe auf Abbildungen gesehen, daß sich bei der Fokussierung auf 1:1 hier ganz schön was mechanisch "bewegt". Leider habe ich das Objektiv noch nicht selber in der Hand gehabt. Kann mir daher bitte einer von Euch sagen, wie weit die Fassung des 60er Micro bei AM 1:1 über die Frontlinse vorsteht?
Was wäre eine praxisgerechte Alternative (Mein Luminar 63mm hat leider keine Springblende, das geht nicht bei lebenden Objekten)? Und sowas wie das Canon MP-E 65mm hat Nikon leider nicht im Programm...:heul:

Vielen Dank!

Uli
 
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missusbeastly

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Hallo Uli,

der äußere Tubus fährt bei 1:1 ca 4 cm aus, die beiden innerern Tuben folgen, werden aber nicht länger als das äußere - dann ist die Frontlinse noch ca. 1 -1,5 cm vom äußeren Rand entfernt.

MfG
Andreas
 
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ulipl

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Hallo Andreas,

tausend Dank! 1 - 1.5 cm hört sich schon viel besser an, als die ca. 3 - 4 cm beim manuellen Nikkor. Werde also den Versuch wagen, das 55er Micro verkaufen und mich auf die Suche nach einem AF 60er Micro machen...

Viele Grüße!

Uli
 
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D

Digiknipser

Guest
Der freie Arbeitsbabstand wird beim AF 2.8/60 mit 9 cm angegeben.
 
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Heng-Sten Berg

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Die Frontlinse beim 60er liegt sehr tief. Schätzung wie Volker schreibt.
Wenn du eine Frontlinse brauchst, die möglichst weit vorne liegt, so kann ich das 105er empfehlen.

Ist allerdings mit Balgen fast schon "Overkill".
 
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merler

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Hallo,

obwohl die Frage schon von Andreas beantwortet war, einige wissen es doch immer besser...;)

Bei Maßstab 1:1 kommt die Frontlinse bis auf 1,5cm "hinter" den äußeren Rand, da die inneren Tuben sich bewegen, so dass sie mit dem Filterring fast bündig sind.
Der freie Arbeitsabstand dürfte dann vom Filterring aus gmessen sein - also gar nicht so schlecht für 60mm.

Wenn Ihr es immernoch nicht glaubt: zwei "quick&dirty"-Fotos davon (hmm, sehr dirty...:rolleyes:)

990147415e27aca1d.jpg


990147415e4c43d95.jpg
 
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ulipl

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Vielen Dank an Alle!

Problem ist, daß die Abbildungen (Linsenschnitt) bei Unendlicheinstellung dargestellt werden. Was noch hinzukommt ist, daß sich durch den optischen Korrektionsausgleich oft die effektive Brennweite bei Naheinstellung verkürzt, was den freien Arbeitsabstand noch mehr verringert. Ich glaube, als nächstes werde ich doch erst mal ein MF 105er Micro am Balgen testen, da komme ich auf einen maximalen AM von ca. 1.8 : 1. In Verbindung mit einer DX Kamera sollte das für meine Zwecke reichen, das ergibt ein Bildfeld von ca. 13 x 8 mm bei vernünftigen Arbeitsabständen, das ist klein genug.

Viele Grüße!

Uli
 
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jflachmann

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Wenn du mit einem Balgen arbeitest, dann käme für dich doch auch ein gutes Vergrößerungsobjektiv in Frage. Ich denke z. B. an ein Apo-Componon-HM von Schneider oder ein Apo-Rodagon von Rodenstock. Im Nahbereich sollte die Qualität beider Objektive exzellent sein und Abschattungsprobleme hast du garantiert nicht. Einziger Nachteil ist, dass du so eine Optik nur am Balgen einsetzen kannst, weil die Fokussierschnecke fehlt.
 
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Stefan_N

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jflachmann schrieb:
Einziger Nachteil ist, dass du so eine Optik nur am Balgen einsetzen kannst, weil die Fokussierschnecke fehlt.

Uli schreibt, dass er zwingend eine Sprigngblende braucht, weil er lebende Tiere ablichten will.


Gruß

Stefan
 
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Phyto57

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Ich arbeite mit dem AF 105mm micro 2.8 D damit vergrößerst du den Abstand und hast selbst mit ausgefahrenen Balgon genug Arbeitsabstand um mit Blitz dazwischen zu kommen. Hast du mal versucht mit einem 20mm, 28mm Objektiv in Retrostellung? Wahnsinn!:D
Gruß Phyto57
 
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