Yongnuo 467 inkompatibel mit eneloops?

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HHNights

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Da ich momentan am Überlegen bin, mir einen Blitz für meine D90 zuzulegen und hier in diesem Forum öfter positiv vom Yongnuo 467 gesprochen wird, bin ich kurz davor, diesen zu kaufen,.

Nun ist bei einem Ebay-Händler folgendes zu lesen:

Für diese Blitze ist es wichtig das nur 1.5V Akkus / Batterien verwendet werden, damit der Blitz richtig arbeiten kann. Wir haben immer wieder von Problemen bei der Verwendung von 1.2V oder 1.25V Akkus / Batterien gehört, die verschiedene Funktionen des Geräts einschränken können.

Eneloops, die laut Blitz-FAQ ja empfohlen werden, haben meinen Recherchen zufolge nur 1.2 V, ebenso die auch empfohlenen GP ReCyko.

Hat hier jemand Erfahrung mit dem YN 467 und eneloops?
Bzw. welche Akku-Alternative gäbe es?
 
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Hans-Peter R.

Administrator
Platin
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Hallo,

Hat hier jemand Erfahrung mit dem YN 467 und eneloops?
nein, aber etwas Erfahrung mit Batterien und Akkus. Das Thema ist etwas komplizierter als das der eBay-Handler ausführt. Nur zwei Gedanken hierzu: Erstens: Weder ein Akku noch eine Batterie "hat" eine bestimmte Spannung. Während der Entladen sinkt die die Spannung (beginnend mit einem Anfangswert) kontinuierlich ab. Bei Zink-Kohle-Batterien ist diese Anfangsspannung höher als bei NiMH Akkus. Während dieser Entladung erreichen beide Energiespeicher ein Spannungs-Plateau, das sie relativ lange ziemlich stabil halten. Dies liegt bei beiden Typen etwa bei 1,2 V. NiMH Akkus erreichen dieses Plateau früher und behalten es länger bei. Insofern sind die 1,5V Leerlaufspannung neuer Batterien ein zweifelhafter Vorteil. Zweitens: Die Spannung, die sich bei einem bestimmten entnommenen Strom einstellt, hängt vom sog. Innenwiderstand der Energiequelle ab. Bei NiMH Akkus ist dieser Innenwiderstand normalerweise geringer als bei Batterien und deshalb wird man länger eine höhere Spannung haben.

Ganz praktisch konnte man dies beim Batteriegriff der D200 beobachten, bei dem nagelneue Batterien gerne mal weniger als 10 Aufnahmen hielt und gleichzeitig die nominal schwächeren Akkus für ein paar hundert Bilder gut waren.

Ich würde es mal auf einen Versuch mit den Eneloops ankommen lassen.

Ciao
HaPe
 
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lucifor

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Die Eneloops funktionieren prima in diesem Blitz, ich habe sowohl den Blitz als auch diese Akkus im Doppelpack.

es blitzt und blitzt und blitzt und blitzt und blitzt und blitzt.

:up:
 
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Hans-Peter R.

Administrator
Platin
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Hi,

Ich würde es mal auf einen Versuch mit den Eneloops ankommen lassen.
kleiner Nachtrag (irgendwie muss ich ja meine 5000 Beiträge voll bekommen):

Es könnte sein, dass der eBay-Handler sein Wissen aus eiener Zeit hat, in denen Nickel-Cadmium Akkus eingesetzt wurden. Fast niemand ist mit diesen Akkus richtig umgegangen und so hat dieser Akkutyp fast immer sehr schnell seine günstigen Eigenschaften verloren, was sich u. U. in einem höheren Innenwiderstand und geringerer Kapazität ausgewirkt hat. Nickel-Cadmium Akkus gibts heute aber de facto nicht mehr und NiMH Akkus haben diesbezüglich sehr viel bessere Eigenschaften.

Ciao
HaPe
 
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HHNights

NF Mitglied
Registriert
Vielen Dank an Hans-Peter R. für die doch sehr ausführlichen und nachvollziehbaren Antworten und ebenfalls vielen Dank an lucifor für seine geteilten Erfahrungen :)

Also, Blitz ist nun bestellt und ein MQR6-Ladegerät inkl. 4 Eneloops ebenso.
Um die Bestellung noch zu komplettieren, hab ich mir noch 4 Diffusoren dafür geholt.

Nun bin ich mal gespannt; fotografiere ja nur selten mit Blitz, aber vielleicht ändert sich das damit ja :)
 
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gromit

Sehr aktives Mitglied
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Nun ist bei einem Ebay-Händler folgendes zu lesen:

Für diese Blitze ist es wichtig das nur 1.5V Akkus / Batterien verwendet werden, damit der Blitz richtig arbeiten kann. Wir haben immer wieder von Problemen bei der Verwendung von 1.2V oder 1.25V Akkus / Batterien gehört, die verschiedene Funktionen des Geräts einschränken können.

Quark. Das ist eine Aussage aus alten Zeiten von vor über 25 Jahren, als Blitze noch nicht auf Akkus ausgerichtet waren (Siehe Antwort von Hans-Peter). Alle YN-Blitze sind von vorne herein auf Akkus und deren niedrigere Spannung abgestimmt.

Die haben höchstens von Problemen mit Marketing-Wunschdenken-Akkus gehört, also welche mit 2700mAh Fantasiekapazität. Kann man auch hier immer wieder lesen, daß Leute mit so Dingern und Problemen aufschlagen.

Hat hier jemand Erfahrung mit dem YN 467 und eneloops?

Ich, u.A. Siehe mein Bericht zum 467, Link in der FAQ. Ich verwende hier nur noch eneloops (seit sie auf den Markt kamen) und nichts Anderes mehr, vor allen in den Blitzen. Mein 467 hat nie was Anderes gesehen, höchstens neulich mal die neuen schwarzen eneloops :)

Die Diffusoren sind vermutlich Geldverschwendung gewesen ...
 
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HHNights

NF Mitglied
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Ich, u.A. Siehe mein Bericht zum 467, Link in der FAQ. Ich verwende hier nur noch eneloops (seit sie auf den Markt kamen) und nichts Anderes mehr, vor allen in den Blitzen. Mein 467 hat nie was Anderes gesehen, höchstens neulich mal die neuen schwarzen eneloops :)

Die Diffusoren sind vermutlich Geldverschwendung gewesen ...

Auch Dir ein Dankeschön :)
Ich werde mir Deine FAQ nochmal genauer ansehen.
Bin mal gespannt, wann der ganze Kram hier eintrifft, ist ja bei drei Händlern bestellt.

Zu den Diffusoren:
Also stimmt es nicht, daß
- blaue Diffusoren für kältere Farben sorgen und den Gelbstich bei Kunstlichtaufnahmen reduzieren,
- weiße Diffusoren harte Schatten mindern,
- gelbe und orangefarbene Diffusoren bei Portraits für natürlichere Hauttöne sorgen?

Dann könnte ich die Packung ja so, wie sie ist, wieder zurückschicken
 
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gromit

Sehr aktives Mitglied
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erst richtig informieren, dann bestellen. Vergiß die Diffusoren, wenn Du Farben korrigieren bzw angleichen willst gibts dafür Farbfiltersets von Herstellern professioneller Filterfolien (Lee, Rosco), siehe meine Hardware-FAQ. Die Sets kommen pro Farbfolie in 3 Stärken, das ist was ganz Anderes als diese eingefärbten Spielzeugdinger, die Dir meist noch mehr Farbstiche machen als Du sie eh schon hast. Schönere Hauttöne kannst immer noch in der Bildbearbeitung machen, denn wenn Du da mit der falschen Folie gearbeitet hast ist der Stich auf dem Bild und geht nicht mehr oder nur sehr aufwendig weg.

Die besten Diffusoren sind größere Abstrahlflächen (Schirme, Bouncecards etc), hierzu auch mal die Grundlagenlinks in beiden FAQs anschauen, da hat es auch Bildbeispiele dazu (Wirkungsweise von Lichtformern).

Wenn Du Dich damit intensiv auseinandersetzen willst, habs bei mir auch entsprechende Links oder Buchtips, zB das von Kirk Tuck (ohne viel Rumgelaber). Ansonsten sind deutsche Tutorials zum Thema Strobist gleich zu Beginn der Hardware-FAQ verlinkt. Guck Dir auch mal die Tutorials und Bemerkungen vom Michael Quack an.
 
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HHNights

NF Mitglied
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Naja, ganz so ist es ja nicht, hab mich ja schon ein bißchen informiert ;)
Vielleicht allerdings war es ein Fehler, nicht die Strobisten-FAQ durchgelesen zu haben.
Wie auch immer: die Rücksendung würde mich soviel kosten, daß es sich nicht lohnt. Aber vielleicht find ich ja noch anderweitig Verwendung für die Diffusoren, wenn sie sich als tatsächlich so schlecht herausstellen sollten. Zum Beispiel links und rechts ein Loch rein, Gummiband durch und das als Clownsnase 2.0 für den Karneval (den es hier allerdings nicht gibt) verticken :cool:

Ansonsten: erstmal gucken, wie weit ich mich für die Blitzfotografie begeistern kann. Bisher bin ich eher einer derjenigen, denen ein Blitz zuviel "kaputtmacht" (was allerdings auch kein Wunder ist, wenn man den kamerainternen Blitz benutzt).
 
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Bob74

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Hallo,

den weissen Joghurtbecher kann man schon verwenden, man muss nur wissen wofür.:D

Auf den nach vorn gerichteten Blitz bringt er wenig bis nichts (draußen oder in großen Räumen) da er die Leuchtfläche nicht vergrößert.

Zum indirekten Blitzen gibt es bessere Lösungen: Bounce Card

Brauchen kann man das Teil, wenn der Blitz "rundum" leuchten soll, nennt sich Bare Bulb. Da hat der Blitz dann etwas den Lichtcharakter einer nackten Glühbirne. Das funktioniert als Zusatzblitz , genügend Power vorausgesetzt, als Allgemeinaufhellung in nicht zu großen Räumen mit vielen Reflektionsflächen. Oder man steckt den Blitz mit Joghurtbecher in diverse Lichtformer um diese homogener auszuleuchten, kostet aber auch viel Leistung.

Gruß Robert
 
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HHNights

NF Mitglied
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Hallo,

den weissen Joghurtbecher kann man schon verwenden, man muss nur wissen wofür.:D

DAS wird wohl eine DER Herausforderungen der nächsten Monate sein :cool:

Auf den nach vorn gerichteten Blitz bringt er wenig bis nichts (draußen oder in großen Räumen) da er die Leuchtfläche nicht vergrößert.

Zum indirekten Blitzen gibt es bessere Lösungen: Bounce Card

Brauchen kann man das Teil, wenn der Blitz "rundum" leuchten soll, nennt sich Bare Bulb. Da hat der Blitz dann etwas den Lichtcharakter einer nackten Glühbirne. Das funktioniert als Zusatzblitz , genügend Power vorausgesetzt, als Allgemeinaufhellung in nicht zu großen Räumen mit vielen Reflektionsflächen. Oder man steckt den Blitz mit Joghurtbecher in diverse Lichtformer um diese homogener auszuleuchten, kostet aber auch viel Leistung.

Gruß Robert

Wird mit einem einzelnen Blitz wohl schwierig, aber nun ja, wie gesagt, mal schauen, wie es sich entwickelt, muß ja nicht bei einem bleiben :)
 
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HHNights

NF Mitglied
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So, falls es jemanden interessiert:

Ladegerät mit Eneloops kam ja schon Mittwoch, heute dann Blitzgerät und Diffusoren. Und ich denke, für alle vier Sachen 111,55 Euro ist auch ein fairer Preis.

Hab nun ein paar Testbilder gemacht und stelle fest, daß alles wie geschmiert läuft :up:

Auch die Diffusoren find ich ganz gut; wie gesagt, bin noch neu in der Blitz-Materie und da gibt man sich vielleicht auch noch mit weniger zufrieden (hab ja eben auch "nur" einen Yongnuo (467) :D ). Ich denke mal, zum Eingewöhnen in die Blitztechnik ist die Kombi ganz okay.

Was mir aufgefallen ist, daß der Blitz manchmal auslöst, wenn man die Kamera ausschaltet, das passiert aber wohl auch nicht immer (wenn ich das richtig mitbekommen habe, nur dann, wenn der Blitz auf "M" eingestellt ist).
 
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gromit

Sehr aktives Mitglied
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"nur" ist gut: Der YN-467 ist im Einsteigerbereich das Beste fürs Geld, da kommt kein Anderer mit. Gibt weitaus teurere Geräte, die schlechter sind, siehe Gegenüberstellung am Ende des Berichts zum 467.

Das mit dem Auslösen beim Abschalten muß an der Kamera liegen, bei mir hier macht der das nicht.
 
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HHNights

NF Mitglied
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"nur" ist gut: Der YN-467 ist im Einsteigerbereich das Beste fürs Geld, da kommt kein Anderer mit. Gibt weitaus teurere Geräte, die schlechter sind, siehe Gegenüberstellung am Ende des Berichts zum 467.

Dann hab ich scheinbar alles richtig gemacht; finde so oder so, daß er ziemlich gute Bilder macht (bzw. eine ziemlich gute Unterstützung darstellt).

Das mit dem Auslösen beim Abschalten muß an der Kamera liegen, bei mir hier macht der das nicht.

Nun, dann hab ich wohl Pech, bin aus der Garantiezeit raus.
Aber egal, ich denke, es wird die Lebensdauer des Blitzes hoffentlich nicht übermäßig verkürzen :)
 
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gromit

Sehr aktives Mitglied
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Nun, dann hab ich wohl Pech, bin aus der Garantiezeit raus.
Aber egal, ich denke, es wird die Lebensdauer des Blitzes hoffentlich nicht übermäßig verkürzen :)

Mißverständis: Das ist kein Defekt, sondern eine mögliche schaltungstechnische Ursache, maximal ein Firmwarefehler, daß beim Ausschalten der Blitzkontakt kurzgeschlossen wird. Sowas kann man messen, meist aber nur mit dem Oszilloskop.
 
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HHNights

NF Mitglied
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Aber da jetzt irgendwas zu starten, wäre dann zuviel des Guten, oder?
Also, wenn ich es jetzt lasse, wie es ist, dann sollte das keine schwerwiegenden Nachteile für mich bedeuten, oder?
 
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gromit

Sehr aktives Mitglied
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Es kann entweder ein leichtes, elektronisches Anpassungsproblem oder eins der Firmware sein. Beides aber nichts Ernsthaftes. Möglicherweise wurde es auch schon korrigiert, schau mal nach welche Firmwareversionen Deine Kamera hat (sind immer 2) und ob es die Aktuellste ist.
 
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