Wie mit AF auf anfliegendes schnelles Ziel


EchoRomeo

Unterstützendes Mitglied
Hätte da mal eine Frage an die, die mit AF aufgewachsen sind.

Wie kann ich mit dem AF erreichen, dass ein kleines schnelles, direkt anfliegendes Ziel, das ich mit einem Tele zwischen 200 und 400mm (KB) möglichst formatfüllend - und scharf - erfassen will ,sicher vom AF bedient wird.

Winkel: bis maximal 15 Grad von der optischen Achse.
quasi Direktanflug
Geschwindigkeit Motiv: 50-80 km/h = 15-25 m/s
Grösse: Taube, Wildgans (Spannweite 50-80 cm)
Abstand Erkennung: 30 m == Flugzeit bis Punkt knapp 1e Sekunde.
Gegenstandsweite: max 7-12 m
Brennweite: 200 - 400 mm (KB)
Blende: 5,6 - 8
Schärfentiefe; max 2 bis << 1m.

Als übliche Werte für Auslösung (Release Shutter) müssen wohl 60-100ms angenommen werden.

Bitte keine Empfehlungen a la Serienbildfunktion, da Zeit zwischen Fotos >= 100 ms
(dieses Zeitraster ist einfach zu gross, Ziel legt zwischen Aufnahmen jeweils 1,5 bis 2,5 Meter zurück, da wäre zufälliges Auslösen beim Anflug ähnlich (un)zuverlässig)

Schärfefalle funktioniert aus dem gleichen Grund nicht, da zwischen Erkennung der Schärfe und Beginn Start des Verschlusses auch mindestens 6o ms liegen also das Objekt 1-1,8m zurücklegt und dabei aus dem Schärfebereich gerät.

Der AF (nach Erkennung der Bewegung) auf einen vorrausberechneten Punkt versagt in diesem Winkel ebenfalls.

Dito Hochgeschwindigkeits AF (zumindest so wie ich ihn bisher einsetzte)

Wäre toll wenn Ihr einen praxistauglichen Tip hättet.

PS: Ich weis dass das Thema für "Einsteiger-Forum" möglicherweise etwas zu komplex ist, aber ein anders Forum passt die Frage wohl genausowenig.
 

foxmulder

Auszeit
Wäre toll wenn Ihr einen praxistauglichen Tip hättet.
kaufen.
Und Nein, das ist kein Witz oder ein dummer Spruch, sondern die kurze Zusammenfassung eines Artikels in der aktuellen Naturphoto.

Gruß
Dirk
 
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Lausert

Registrierte Benutzer_B - NF-F "proofed"
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EchoRomeo

Unterstützendes Mitglied
Die Möven sind genial! Alleine schon dafür daß Ihr mir die gezeigt hat meinen Dank. (Außerdem wird das jetzt ein sehr langer Leseabend für mich. Möglich daß der Groschen doch noch fällt.)

Obwohl... es sich bei Möven um ein Spezies handelt die a) bei uns im Binnenland zu selten vorkommt
b) es geniale Langsamflieger sind, die auch mal mit ausgebreiteten Schwingen in der Luft stehen bleiben oder mitunter mit dem Wind rückwärts fliegen können.

Mir gehts vor allem / leider um die "Eingeborenen" die bei uns durch die Luft zischen.

Kommen sie quer, ist's beherrschbar (zumindest mit MF)
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oder
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sobald sie aber "den da" drauf haben:
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kommst in der Regel so:
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oder so
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Diese Sorte gelingt mir leider zu selten, und schon gar nicht mit AF:
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So uns nun gehts ans schmökern und Fotos geniesen.

@fox
'ne Möglichkeit wärs schon mit einem solchen Foto-MG durch die Landschaft zu knallen, gut möglich daß das auch der ultimative Tip für einige "Hobby-Öko's" sein könnte. Doch ich glaub nicht wirklich dran.
Habe von denen auch jüngst wieder einige "bekannte Szene-Größen" erlebt die ihre Canonen auf Dauerfeuer gestellt hatten und in den Himmel ballerten. Musste am Abend auch die Ergebnisse bewundern... da nehm ich dann lieber die Mühen des MF in Kauf und vertraue eher auf meinen Sport-Einstellscheibe.

Nur praktischer und einfacher wärs halt schon wenn es mit AF einen Trick gäbe.:motz:
 
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MichelRT

NF-F Premium Mitglied
Also D3, D700 und D300 haben mit einem schnellen AF-S Objektiv keinerlei Probleme so etwsas hinzubekommen. AF auf AF-C, dynamische Messfeldsteuerung oder 3D-Tracking.
Man braucht etwas Übung um das Motiv zu erfassen so daß der AF zupackt, aber wenn er mal zugepackt hat funktioniert das bestens. Dann Dauerfeuer und man hat eine ganze Serie scharfer Bilder;)
 
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skyle

Unterstützendes Mitglied
kaufen.
Und Nein, das ist kein Witz oder ein dummer Spruch, sondern die kurze Zusammenfassung eines Artikels in der aktuellen Naturphoto.

Gruß
Dirk
Danke für den Link. Wirklich beeindruckend finde ich die Beispielaufnahmen.
 
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Heiko Men.

NF-F "proofed"
Leider schreibst Du nichts genaueres über Deine Ausrüstung. Welche Kamera, Objektiv (AF oder AF-S), Stativ/kopf? usw.

Immer wenn ich Flugaufnahmen von Vögeln mache, habe ich keine Standard-AF-Einstellungen. Die Bedingungen sind ja immer unterschiedlich (Hintergrund, Licht, Größe des Vogels usw.).

Viel wichtiger als eine ganz spezielle Kameraeinstellung ist ein sehr schnelles AF-S Objektiv und der entsprechende Stativkopf. Nur mit einem geeigneten Kopf, kann man mit langer Brennweite gleichmäßig einen Vogel verfolgen bzw. so anvisieren, dass das betrefende AF-Messfeld richtig sitzt.
Ich bevorzuge dafür wie viele andere Naturfotografen auch, einen gedämpften Videoneiger.

Generell ist es bei Vögeln die genau frontal auf einen zufliegen normal, dass man viel Ausschuß hat. Das im Verhältnis zum Kopf recht große AF-Messfeld fokussiert schnell mal auf den Brustbereich der Tiere und schon sitzt die Schärfe nicht mehr da wo sie sein sollte.

Die Gänse sind ja was Flugaufnahmen angeht recht dankbare und verhältnismäßig einfache Objekte. Sie starten und landen oft, sie sind groß und sie haben eine gerade Flugbahn. Wenn man Singvögel o.ä. im Flug fotografieren will, kommt man wohl nicht um spezielle Technik (Lichtschranke usw.) herum.

Gruß
Heiko
 
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EchoRomeo

Unterstützendes Mitglied
@michel
Dein Wort in Gottes Gehörgang, daß "D3, D700 und D300" mit "einem schnellen AF-S Objektiv" "keinerlei Probleme" haben wg "AF-C, dynamische Messfeldsteuerung oder 3D-Tracking".

Ich wills mal so stehen lassen wie beschrieben, obwohl ich auch das erst wirklich glauben würde, wenn ích es erlebt, es selbst probiert hätte und alles genau so läuft wie beschrieben (nach gründlicher Einarbeitung versteht sich, aber das ist ja wohl klar)

Nur hat die Sache einen gewaltigen Haken.
Die dafür mal eben notwenige Aufrüstung würde mich mal eben so (ab) 5000 € kosten. (Die D300 käme nicht in Frage weil meine S5 die letzte Crop 1,5 war die ich angeschafft habe) und zu den Schnäppchen gehören die D700 und die D3 wahrlich nicht. Ein entsprechendes schnelles lichtstarkes Objektiv gibts leider auch nicht für Kleingeld.

Noch hindert mich - nicht nur - mein halbes schwäbisches Spar-Gen an diesem Schritt... denn ob meine Beste das als "praxistauglich" und "notwendig" anerkennt, da habe ich ebenfalls ernste Zweifel.

Aber noch einmal zurück zum Ausgangspunkt. Funktionierende AF's gibts seit weit über 20 Jahren, seit zehn Jahren sind die sogar sehr schnell und zu jeder Zeit gab es die entsprechenden High-End-Kameras dazu.
Fotos wie beschrieben auch. Wie haben die F4-, F5-, F6-ler ein solches Problem gelöst, wie die KollegInnen mit den D1, D2..? Wie ich etwa, indem sie kurzerhand einen Schnittbild eingebaut und den AF ausgeschaltet haben? Haben die auch alle den AF-Fen abgeklemmt und sind erst dann auf die Pirsch gegangen?

@ Heiko
S1pro, S2pro, S5pro ["D200"] (A: F3 + FM), diverse Linsen aller Klassen und Brennweiten, plus Novoflexe von 200 bis 600mm. Üblicherweise frei Hand, wenn machbar Seilschlinge, selten Monopod oder VEB3.
In der Regel mit MF.

g*** die kleinen Fixen wären natürlich mein absoluter Traum. Aber von der "formatfüllenden wasseraufnehmenden Schwalbe auf dem Dorfteich werde ich wohl ewig träumen dürfen".
 
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Heiko Men.

NF-F "proofed"
Vom 3-D Tracking bin ich persönlich nicht so angetan, zu häufig springt der Fokus auf z.B. Bäume im Hintergrund. Fotografiert man die Vögel gegen den freien Himmel, sieht es damit besser aus.

Wie ich schon geschrieben hatte: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Schnelligkeit des Objektives wichtiger ist, als das AF-System der Kamera. Auch mit der D70 habe ich damals viele Flugaufnahmen gemacht. Aber eben mit einem extrem schnellen AF-S 2,8 300´er. Es bringt wenig, wenn die Kamera entsprechend schnell und genau fokussiert, aber das Objektiv nicht entsprechend nachkommt.

Vögel im Flug zu fotografieren ist eine der größten Herausvorderungen für den AF und jeder Kompromiss den man eingeht (langsameres Objektiv, MF usw.), wirkt sich somit auf die Trefferquote aus. Damit muss man dann einfach leben.
Man hat auch schon vor vielen Jahren solche Aufnahmen gemacht und auch zu MF-Zeiten. Aber man hat halt zig Filme durchgespult, bis ein einziges scharfes Foto dabei war.

Dass die genaue Führung der Kamera bei solchen Bildern ebenso wichtig ist, hatte ich ja schon erwähnt. Nur wenn man den Vogel möglichst lange und möglichst genau mit einem Mesfeld anvisieren kann, kann auch exakt fokussiert werden. Und das ist freihand oder mit Einbein nur sehr schwer möglich.

Gruß
Heiko
 
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MichelRT

NF-F Premium Mitglied
Ich habe vor ein paar Wochen das erstemal Flugaufnahmen von Greifvögeln gemacht und war selber überrascht wie gut das mit der D300+AF-S 80-200/2.8 geklappt hat. Das Schwierigste ist, wie Heiko auch schon geschrieben hat, den Vogel in den Fokus zu bekommen. Wenn ich das mal geschafft hatte, war meistens die ganze Serie scharf.

@michel
Dein Wort in Gottes Gehörgang, daß "D3, D700 und D300" mit "einem schnellen AF-S Objektiv" "keinerlei Probleme" haben wg "AF-C, dynamische Messfeldsteuerung oder 3D-Tracking".
 
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EchoRomeo

Unterstützendes Mitglied
Also mit den Bussarden und Habichten

Ich habe vor ein paar Wochen das erstemal Flugaufnahmen von Greifvögeln gemacht und war selber überrascht wie gut das mit der D300+AF-S 80-200/2.8 geklappt hat. Das Schwierigste ist, wie Heiko auch schon geschrieben hat, den Vogel in den Fokus zu bekommen. Wenn ich das mal geschafft hatte, war meistens die ganze Serie scharf.
gibts in der Regel auch seltener Probleme, weil mehr Spannweite, höhere Kontrastwerte, langsamer, geschwungene Flugbahnen und kaum Höhenänderungen ***. Also alles was dem AF in die Hände spielt.
Es sei denn es ist ein Fakle der gerade das Rütteln beendet hat und wie ein Geschoß und Tempo 150 vom Himmel stürzt.

Mir gehts eher um Wildenten vor (und nicht) bei der Wasserung. Im Querverkehr und bei der Landung machen die weniger Probleme, aber im Normalflug kommen die dann mit Tempo 80, wenns geht noch in Zweierformation und ändern Höhen- und Seitenrichtung. Beim An- und Überflug wirds dann hektisch.
 
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MichelRT

NF-F Premium Mitglied
Wenn man die Flugbahnen nicht kennt weil man die Flugshow das erste mal sieht, denke ich sind die Bedingungen vergleichbar. Falken und Bussarde sind deutlich schneller als Wildenten.
 
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duospilus

Unterstützendes Mitglied
Wenn man die Flugbahnen nicht kennt weil man die Flugshow das erste mal sieht, denke ich sind die Bedingungen vergleichbar.
Dazu ist die Flugbahn in der Regel auch noch sehr kurz (Beispiel Sababurg), so das man recht wenig Zeit zum fokusieren hat.
Gegenüber der Natur gibt es hier andere Nachteile.
 
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EchoRomeo

Unterstützendes Mitglied
Ich sprach nicht von

Shows in der Vogelwarte, ich dachte eher an die Alb, einfach so im Gelände ohne feste Start- und Landpunkte auf die man sich einmessen könnte.

Noch eins zur Geschwindigkeit: Dummerweise nimmt die optisch zu je näher ein Objekt (bzw je größer die Brennweite ist) und die dabei auch noch die Schärfentief ab **.

Bei einem Habicht oder einem Bussard kann ich auch problemlos bis zu einem Winkel von 45-70 Grad mitziehen, das ist kein Problem aber im direkten Tiefanflug? Den macht er wohl nur für Beute und in dieses Schema passe ich nicht ganz. Ob die es auch in Shows machen? Erlaubt es der Falkner überhaupt sich direkt neben oder hinter ihm zu positionieren?


**Unschärfe generiert sich hier leider über die Winkeländerung bezogen auf den Brennpunkt.
Soll heisen: Ein anfliegendes Objekt das mit einem 300er in 40m Entfernung scharf abgebildet werden kann, tummelt sich dort bei Blende 5,6 in einem Schärfekorridor von 7 Metern ungrad. Kleiner Vögel die erst in 15 m formatfüllend werden haben dort nur noch knapp eine Meter bis sie sich optisch aufzulösen beginnen. Und was die Sache dann auch noch richtig eklig macht ist die technisch optische Tatsache, daß ein Objektiv im Nahbereich die Linsen schneller, weiter und genauer bewegen muss als im Fernbereich.

( Boeing-Spezeln haben es da einfacher: Bei 300 m zur Flugzeugnase haben sie unter gleichen Bedingungen knapp 700m Schärfe und kurz dahinter liegt sogar die Hyperfokaldistanz, Das reicht wohl in der Regel)
 
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Heiko Men.

NF-F "proofed"
AW: Ich sprach nicht von

Häufig ergeben sich solche Probleme auch aus zu wenig Brennweite. 300mm sind auch für Vögel in Gänsegröße meist zu wenig. Auf freier Wasserfläche landen Graugänse immer in gewissen Abstand und auch im Flug drehen sie früh genug ab.
Es müssen dann hinterher stärkere Ausschnitte gemacht werden (einige der o.g. Bilder sehen mir auch nach Ausschnitten aus), was bekanntlich zulasten der Qualität geht.
Mit mehr Brennweite hat man den Vogel größer im Sucher, man kann exakter mit dem AF-Messfeld den Kopfbereich anvisieren und die Qualität wird besser.

Alles theoretische rechnen ändert nichts an der Tatsache: Will man so schnelle Objekte fotografieren und möglichst wenig fehlfokussierte Bilder/Ausschuss dabeihaben, geht kein Weg an einem schnellen AF vorbei.
Anders gehts auch aber man muss sich eben mit vielen Fehlschüssen abfinden.

Genauso wie man freihand entsprechend viel danebengegengene Bilder akzeptieren muss.

Gruß
Heiko
 
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