Wer hat Erfahrung mit Fujis Teleobjektiven (u.a. 100-400mm)?


pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Hallo, ich geistere seit einiger Zeit immer mal wieder um Fuji Kameras herum. Obgleich ich mit meiner derzeitigen Ausrüstung im Detail sehr zufrieden bin, reizen mich bei Fuji so einige Dinge. Gestern war ich soweit, mal einen Wechsel durchzurechnen und mal bei Ken Rockwell nachzulesen, was er über die benötigten Linsen schreibt.

Bei mir hat sich das aus einer Laune heraus gekaufte Nikon 5,6/200-500 als sehr, sehr nützliche Linse für "Spezialaufgaben" erwiesen. Das ist ein Superobjektiv, an dem ich überhaupt nichts zu meckern habe. Wirklich rein garnichts, außer: Die Klasse 4,5-5,6/80 (100) bis 400 würde mir am langen Ende vollends reichen, am unteren Ende dringend benötigten Spielraum bieten, ist noch etwas lichtstärker und kleiner & leichter.

Nun ist bei Nikon ausgerechnet das kleinere 80-400 drastisch teurer, ohne besser zu sein, da habe ich zum 200-500 gegriffen.

Wenn ich nun über einen Wechsel zu Fuji philosophiere, fällt mir Rockwells Einschätzung auf, daß das entsprechende Fuji optisch wohl spitze sei, aber die Mechanik nicht so, wie es für den Preis angemessen wäre und auch die Wettbewerber machen. Außerdem sei die manuelle Fokussierung nicht der Brüller. Über die Mechanik würde ich hinwegsehen, wenn sie zumindest das Niveau meines 200-500er Nikons hätte. Einen MF-Override brauche ich aber ständig, um den Fokus bei statischen, tiefengestaffelten Objekten dorthin zu bekommen, wo ich ihn haben will. Meckert Rockwell da auf hohem Niveau oder ist das wirklich niciht der Brüller?
 
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bernd!

Sehr aktives Mitglied
Für die Fujis gibt es ja nur das 100-400mm oder die Kombination Fringer-Adapter und Canon 100-400mm, bzw. Fringer-Adapter mit dem Sigma 150-600mm.
Das Fuji 100-400 habe ich und ich kann hier keine mechanischen Defizite feststellen, auch verglichen mit anderen Fuji-Linsen. Einen manuellen Override des AF habe ich bisher noch nicht ausprobiert, da ich in Situationen wie Du sie beschreibst dann generell manuell scharfstelle … das geht ja bei Fuji sehr einfach. Gerade gibt es Cashback … könnte sich also lohnen.

/b!
 

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Na der Cashback muss warten. Sollte sich ein Wechsel überhaupt anbahnen, würde es ein langsamer Übergang werden, bei dem ich erstmal eine Kamera kaufe und dann Schritt für Schritt umbaue. Immerhin wäre das radikal, und ich bin mir auch nicht sicher, ob es Sinn macht. Ich muss mir die Kameras und Optiken erstmal in Natura ansehen. Ich habe in den letzten drei Jahren die D500, die D7500 gekauft und diverse Linsen gekauft. Was allerdings noch fehlt und auf meiner Wunschliste steht, ist eine Ablöse für mein uraltes 2,8/80-200. Das ist mittlerweile kaum noch zu gebrauchen, da es muckt und ich für diese Linse unbedingt einen Stabi brauche. Da habe ich schon den Gedanken gehegt, eine X-H1 oder X-T3 zu kaufen und dann die entsprechende Fuji-Linse dazu. Dass man bei Fuji ein entsprechendes APS-Pedant hat, ist mir sehr recht. Dennoch will das gründlich überlegt sein, da ich meine D500 eigentlich liebe. Aber jeden Abend eine bleischwere Fototasche zwei Etagen hoch zu schleppen, ist weniger lustig. Langsam komme ich in ein Alter, wo ich vernünftig werden... jedenfalls würde ich bei einem kompletten Neubeginn ziemlich sicher auf Fuji setzen. Hier gefällt es mir auch, dass ich von einem einzigen Hersteller sowohl Kameras im DSLR-Formfaktor bekomme, als auch ein Gegenstück zu meiner Sony Alpha 6000 für Immerdabei. Tolle Kamera, aber für mich eine Insellösung.
 

Bworld

Nikon-Clubmitglied
Wenn Gewicht Deine Motivation ist, dann schau Dir aber genau das Gewicht der Fuji Linsen an. Gerade die Tele sind nicht wirklich klein und leicht.
 

bernd!

Sehr aktives Mitglied
Wenn wir über einen Ersatz des 80-200mm sprechen, dann kommt halt das Fujinon 50-140mm/2,8 in Betracht und dessen Gewicht und Abmessungen kann man ja nachschauen. Ansonsten halt das 55-200mm was aber nicht die gleiche Lichtstärke hat.
Ich bin ohnehin der einzige der zu Fuji NICHT wegen des Gewichts gewechselt ist ;-)

/b!
 

Bworld

Nikon-Clubmitglied
Wenn wir über einen Ersatz des 80-200mm sprechen, dann kommt halt das Fujinon 50-140mm/2,8 in Betracht und dessen Gewicht und Abmessungen kann man ja nachschauen. Ansonsten halt das 55-200mm was aber nicht die gleiche Lichtstärke hat.
Ich bin ohnehin der einzige der zu Fuji NICHT wegen des Gewichts gewechselt ist ;-)

/b!
Wobei wir da ja wieder das Problem haben, dass 2,8 bei Vollformat nicht die gleiche Schärfentiefe bedeutet, wie bei DX.
 

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Das ist unerheblich, zumindest für meine Bedürfnisse. Ich brauch den Kram als Fotoreporter, der ständig abends und nachts unterwegs ist. Etwas mehr Schärfentiefe ist daher eher praktisch. Ich habe soeben mal Maße und Gewicht vom Nikon 2,8/70-140 und vom Fuji 50-140 verglichen. Das Fuji ist knapp 1/3 leichter und kleiner gebaut. Auch die Anfangsbrennweite finde ich wesentlich positiver als das mich die fehlenden 60mm am langen Ende stören.
Ich bin in den kommenden Tagen in Köln. Da muss ich mal einem Händler einen Besuch abstatten und schauen, ob ich mit der Größe der Fujis überhaupt klarkomme. Es kann durchaus sein, dass mir die Kameras für meine großen Hände zu klein sind. Bei aller Sympathie.
 

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube, das Thema hat sich gerade komplett erledigt, nachdem ich mir mal die Z6-Angebote angesehen habe. Nun löst die Z-Serie bei mir im Gegensatz zu den Fujis keine Emotionen aus, auch sehe ich hier keine Gewichtsvorteile. Technisch halte ich die Z´s aber für über jeden Zweifel erhaben, und im System sind sie ganz klar eine hervorragende Ergänzung. Mitsamt F-Adapter mein AF-S 1,8/85 endlich artgerecht UND stabilisiert zu nutzen ist schon mehr als verlockend. Nun fühle ich mich ja an DX ganz zuhause, aber ganz kann ich mich den Verlockungen von Vollformat auch nicht verschließen. Schön finde ich die Z´s nicht wirklich, aber im Design viel gelungener als das eigentlich ähnliche Gegenstück von Canon.
 

bernd!

Sehr aktives Mitglied
Wobei wir da ja wieder das Problem haben, dass 2,8 bei Vollformat nicht die gleiche Schärfentiefe bedeutet, wie bei DX.
Ja, hier haben wir eine Schärfentiefe äquivalent zu 4 lediglich die Transmission beträgt ebenfalls 2,8. Daher hatte ich auch nicht geschrieben das die Objektive gleich sind … :cool:
 

bernd!

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube, das Thema hat sich gerade komplett erledigt, nachdem ich mir mal die Z6-Angebote angesehen habe. Nun löst die Z-Serie bei mir im Gegensatz zu den Fujis keine Emotionen aus, auch sehe ich hier keine Gewichtsvorteile. Technisch halte ich die Z´s aber für über jeden Zweifel erhaben, und im System sind sie ganz klar eine hervorragende Ergänzung. Mitsamt F-Adapter mein AF-S 1,8/85 endlich artgerecht UND stabilisiert zu nutzen ist schon mehr als verlockend. Nun fühle ich mich ja an DX ganz zuhause, aber ganz kann ich mich den Verlockungen von Vollformat auch nicht verschließen. Schön finde ich die Z´s nicht wirklich, aber im Design viel gelungener als das eigentlich ähnliche Gegenstück von Canon.
Mit der Z hat Nikon eine gute Kamera gebaut, ich frage mich nur wieso es keinen Batteriegriff gibt und wieso der Boden so glatt ist? Bisherige Tests der Z(6) waren aber überzeugend.
Krass finde ich dagegen die Preise für die nativen Z-Objektive, ich meine wer hat der hat ... und wenn der Adapter mitgeliefert wird dann kann man seinen bestehenden Kram weiter verwenden.
Die Fuji dagegen ist mit Objektiv kleiner und für den Fall, dass man kurz- und langfristig auch seine Investitionen im Auge haben muss günstiger.

/b!
 

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Tja, das mit dem Batteriegriff ist im Moment merkwürdig. Es soll ja von Nikon noch einer kommen, der Gerüchteweise aber keinen Auslöser etc. erhält. Was es aber schon gibt, ist eine Griffverlängerung von Meike. Das ist eigentlich ganz cool und trifft meinen persönlichen Bedarf. Bei den Objektiven muss man differenzieren. Die Zooms finde ich ok, und anscheinend will man bei Nikon konsequent zwei Linien mit 4,0 und 2,8 aufbauen. Das spricht mich an, zumal ich das bei Canon auch sehr schätze. Auch die Preise scheinen von den jeweiligen DSLR-Modellen nicht groß abzuweichen.

Bei den Festbrennweiten hingegen gehe ich mit Nikon nicht konform. Zwar glaube ich einfach, dass Aufwand und Ergebnis den Preis und die irre Baugröße rechtfertigen, aber im Alltag habe ich nix davon. Schon seit jeher sind 50er die Krönung der optischen Schöpfung, einfach weil sie recht unkompliziert in höchster Abbildungsleistung zu bauen sind. Und das sogar vergleichsweise preiswert. Davon sind die aktuellen Linsen aber weit entfernt. Sigma hätte wohl auch nicht gedacht, daß ihr 50er Trümmer nochmal in der Bauform getoppt wird.

Zum Glück ist das für mich nicht relevant, weil ich diese Linsen nicht brauche. Und das allgemeine Preisniveau von Fuji ist tatsächlich deutlich günstiger. Allerdings relativiert sich das ja durch die vorhandenen Optiken, so daß ich den Systembau mit Verlusten beim Gebrauchtkauf nur wesentlich langsamer durchführen brauche oder ggf. nicht so umfangreich. Es ergänzt sich halt viel besser.
 

forensurfer

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Also ich habe umfangreiche Erfahrungen mit dem Fuji System und auch dem 100-400er.

Bei Fuji habe ich zu 99% korrekte Bildergebnisse, wenn ich nicht als Anwender geschludert habe. Das 100-400er kann man gebraucht für um 1250 EUR in sehr gutem Zustand bekommen. Die X-H1 derzeit neu mit BG für 1099 EUR. Alle Primes sind auch bei Offenblende sehr gut!

Ich selber bin gerade wieder bei Nikon eingestiegen - nach gut 4 Jahren Abstinenz - mit der Z7. Auslöser ganz klar die tolle Auflösung und das ich die 1,8er AF-S Nikkore an ihre verwenden kann. Habe das 20er, 28er und 85er ausgewählt. Damit bin ich ggf. mit sehr kleinem Gepäck bei sehr guter Lichtstärke und jetzt stabilisert unterwegs. Ich hatte noch nicht so viel Zeit um gezielte Exkursionen zu machen, aber die Bildergebnisse sind wirklich klasse. Ach ja, das AF-P 70-300E habe ich mir auch geholt. Harmoniert von der Größe und dem Gewicht (680gr) sehr gut!
Z Nikkore sind derzeit das 1,8/50 und das 4/24-70er im Haus und sie sind absolute Sahne!

Mal sehen wie es weitergeht. Derzeit fahre ich noch zweigleisig, werde aber über kurz oder lang die Entscheidung fällen, ob es mit der Z weitergeht oder ich doch bei Fuji bleibe. Die sehr kompakten Festbrennweiten sind da sehr gut - in meinem Fall derzeit noch die drei Zeiss Touits 12/32/50.
 

snap7

Sehr aktives Mitglied
Mit der Z6 hatte ich auch Mal geliebäugelt, nur leider wird mein Tamron 24-70 2,8 nicht mehr vom Adapter unterstützt.
 
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