Frage Welchen Reiz übt eine FM2 aus?

R

rubber1961

Guest
Hallo, was macht die FM2(n) für viele Anwender so begehrenswert?

Sie ist doch nur eine Kamera ohne Firlefanz, noch nicht mal eine F und fällt auch gar nicht auf!

Oder sind es ihre inneren Werte, wie z.B.:
- funktioniert über 20 Jahre ohne Ausfall
- hat 1/4000 und 1/250
- an ihr stellt man alles selbst ein
- vielleicht auch Photographie pur

Ich selbst habe 1992 eine silberne FM2n neu gekauft. Diese diente mir als Zweit-/Drittgehäuse immer zuverlässig. Dann ritt mich der Teufel und ich verkaufte sie letztes Jahr. Ich war der Meinung das zwei F3 genügen. Aber nach kurzer Zeit schielte ich wieder nach einer FM2n (aber schwarz mußte sie sein). Im August diesen Jahr kam eine schwarze FM2n mit MD12 aus Italien zu mir nach Hause. Jetzt habe ich wieder meinen Wunschkamerapark beisammen.

Wie liest sich eure FM2 Story?
 
Bild

Negrosso

Unterstützendes Mitglied
Die FM2 hat mich auf vielen Reisen in der Tanktasche durch Europa und Nordafrika begleitet! Weder Rüttelpisten noch die Vibrationen eines großen Einzylinders haben ihr zugesetzt. Die FM2 hat immer funktioniert und hat mich nie im Stich gelassen.
Sie ist keine spektakuläre Kamera, sondern mehr ein guter Freund :).

Walter


Sent from my iPad using Tapatalk
 

Barney

Unterstützendes Mitglied
Übertragen auf Motorräder ist sie sowas wie die Yamaha XT 500 ;)
 

Mika

Sehr aktives Mitglied
Die FM oder FM2 war zu ihrer Zeit gerne die Kameraempfehlung an Einsteiger, zumindestens im Presseumfeld

Die dies beücksichtigt haben:

-haben 1-2 Wochen lang den Tipgeber übelst verflucht
-dann monatelang Dinge durch die FM(2) gelernt und intensiv trainiert, die für ihr gesamtes Berufsleben essentiell waren
-das nach ein paar Jahren dann auch so erkannt
-und wenn sie dann gefragt wurden, welche Kamera denn am Anfang gut...
 

Fotolinse

Unterstützendes Mitglied
die FM2 wurde in der Ostzone vor dem Mauerfall bei den Parteizeitungen an linientreue Pressefotografen ausgegeben worden, ich bekamm 1988 auch eine silberne FM2 mit dem 1,2 Fufi und einem 28 mm, war bei einer Blockparteizeitung (nicht SED) der einzige Fotograf und wenn mein Verlagsdirektor besoffen war, dann habe ich immer alles bekommen was mein Fotografenherz wünschte , 1991 musste ich die Nikon dann abgeben nach Einstellung der Zeitung. Heute habe eine schwarze und eine silberne FM2n mit je einem MD12, die Kameras liebe ich sehr und ziehe jedes Jahr einige Filme durchs Gehäuse, für mich eigentlich die schönste manuelleNikon, ohne MD mit einem 24iger meine Strassenkamera :up::up:
 

Danulon

Sehr aktives Mitglied
Sie ist doch nur eine Kamera ohne Firlefanz, noch nicht mal eine F und fällt auch gar nicht auf!

Oder sind es ihre inneren Werte, wie z.B.:
- funktioniert über 20 Jahre ohne Ausfall
- hat 1/4000 und 1/250
- an ihr stellt man alles selbst ein
- vielleicht auch Photographie pur
Ich wollte lange Zeit eine FM2 und schliesslich wurde es in der Bucht dann eine FM3a.


Warum?
Weil sie nicht auffällt, weil sie zuverlässig und unverwüstlich ist und mit einer kleinen Festbrennweite für mich die ideale "Street"-Kamera ist.


Wir hatten Anfang des Jahres Freunde zu Besuch, mit denen wir die Gegend unsicher machten. Die entspannteren Fotos der Freunde entstanden mit der FM, nicht mit der D700.
 

Awi

NF-F Premium Mitglied
Zur Zeit ist meine FM2 die reine Nostalgie. Sie steht in einer Vitrine mit anderen Kameras meiner Fotografiegeschichte und ich sehe sie von meinem Schreibtisch aus immer gerne an.
Die FM2 steht für mich für das reine Fotografiehandwerk. Es machte einen Riesenspaß mit ihr zu fotografieren. Die Bilder waren gefühlt irgendwie mehr Handarbeit als mit anderen Kameras. Blende und Zeit wurden mechanisch mit den Händen eingestellt. Das Fokussieren und das Filmeinlegen, auch das Zurückspulen etc. Alles habe ich praktisch und im wahrsten Sinne des Wortes "begriffen".
Hmh, vielleicht lege ich mir bald mal wieder einen Film zu.
Gruß
Jörg
 

arno_nyhm

Unterstützendes Mitglied
die FM2n kann einfach alles. und das sowohl bei Regen als auch bei Sonnenschein.

sie ist so eine Art M2 mit Spiegelreflexsucher.

aber silber muss sie sein. ich versteh das nicht, was ihr alle an schwarzen Kameras findet.mit ner schwarzen kamera wird man ständig für nen Profi gehalten. das nervt. und wenn ich doch mal für nen Profi gehalten werden will, nehm ich die D1 mit.
 
R

rubber1961

Guest
Zur Zeit ist meine FM2 die reine Nostalgie. Sie steht in einer Vitrine mit anderen Kameras meiner Fotografiegeschichte und ich sehe sie von meinem Schreibtisch aus immer gerne an.
Die FM2 steht für mich für das reine Fotografiehandwerk. Es machte einen Riesenspaß mit ihr zu fotografieren. Die Bilder waren gefühlt irgendwie mehr Handarbeit als mit anderen Kameras. Blende und Zeit wurden mechanisch mit den Händen eingestellt. Das Fokussieren und das Filmeinlegen, auch das Zurückspulen etc. Alles habe ich praktisch und im wahrsten Sinne des Wortes "begriffen".
Hmh, vielleicht lege ich mir bald mal wieder einen Film zu.
Gruß
Jörg
Jörg, ist dieses Prunkstück nicht zu schade um in der Vitrine zu versauern?
Leg einen 135er ein und belichte diesen:)
 
R

rubber1961

Guest
aber silber muss sie sein. ich versteh das nicht, was ihr alle an schwarzen Kameras findet.mit ner schwarzen kamera wird man ständig für nen Profi gehalten. das nervt. und wenn ich doch mal für nen Profi gehalten werden will, nehm ich die D1 mit.
Hallo Arno, ist wie bei Motorradklamotten. Farbe ist egal hauptsache sie sind schwarz:) Spaß beiseite: Mir gefällen die schwarzen Gehäuse einfach besser.
 

janseifert

Unterstützendes Mitglied
Ich fing 1982 mit einer ganz einfachen Kamera (Revueflex SD1) an - M42, vollmechanisch. Zum Lernen ideal, aber nach ein paar Jahren wollte ich aufsteigen; damals musste es unbedingt eine automatische Kamera sein (ich wollte eine FE2, es wurde dann eine FA, siehe Nachbarthread); mechanische Kameras schienen mir damals schlicht 'primitiv' ...

Schon bald merkte ich, dass mechanische Kameras ihre Vorzüge haben und eine Automatik keineswegs unabdingbar ist. Es war auch kein Zufall, dass die FM2 noch im Programm war, als die Schwestermodelle schon längst ausgelaufen waren... Heute nutze ich meine mechanischen (F2, FM2, Nikkormat) sogar am liebsten, und ich bin damit auch nicht wesentlich langamer als mit der Zeitautomatik. An der FM2 (natürlich schwarz) gefällt mir das klare, aufgeräumte und funktionale Design. Die FM2 bildet mit 2/35 und 2/85 eine leichte Minimalausrüstung, allerdings benutze ich auch sehr gern den MD-12, mit dem sie einfach besser in der Hand liegt.
 

Schnappschuß

Sehr aktives Mitglied
Hallo Ralf, warum die FM anstatt der FM2?
Hallo Gerhard
Die kurze Synchronzeit benötige ich nicht,
dazu kann ich an der FM den Blendenmitnehmer hoch klappen und die noch Original gelassenen Berg & Tal Objektive nutzen ;)
Auch mag ich lieber schwarze Kameras :D
Sie passt dann auch gut zur F3, im Urlaub wo ich eine mit SW und die andere mit Farbfilm geladen habe ;)

Gruß Ralf

hier meine FM und FM2N, mit dem Gast auf Reisen ;)

FM2_auf_Reisen_02 von Ralf Ehlers auf Flickr
 

mbreu

Unterstützendes Mitglied
Ich bin ein Freund pragmatischer Lösungen. Da ich mich nie zwischen Schwarz oder Silber entscheiden konnte habe ich das dann ganz einfach gelöst.
In meiner Vitrine steht eine schwarze neben der silbernen.


penzig von Kleinbildfilm auf Flickr​

Wenn ich meine Frau frage wozu sie das dritte paar brauner Stiefel gekauft hat bekomme ich auch eine Antwort die ich nicht wirklich verstehe.
 

Fernauslöser

Sehr aktives Mitglied
was macht die FM2(n) für viele Anwender so begehrenswert?

Sie ist doch nur eine Kamera ohne Firlefanz,
Sehe ich auch so :)

Die FM&FM2/n sind einfach völlig "unaufgeregte" Kameras; beinahe Inbegriff von Schlichtheit in Form einer SLR.

Natürlich ; die FE/2 könnte man ja eigentlich auch dazu zählen, wobei die FM/FM2 diesbezüglich noch schlichter sind.
Sowohl funktional als auch im Design.

In Manchem was bisher geschrieben wurde, sehe ich Parallelen zu meiner Erfahrung.
Ich kaufte die FM2n kurz nach meiner ersten Nikon, der F801s.
Zuvor jahrelang mit einer Konica T3n fotografiert, merkte ich allmählich, dass mir eine mechanische Kamera trotzdem fehlt und entschied mich zu einer schwarzen FM2n welche ab da meine "Stativ" -und "Winter"-Kamera wurde.

Denn die FM2 fand ich durch ihre Schlichtheit prädisteniert für den Einsatz mit Handschuhen :)
Zudem schätzte ich damals ihre 1/250s Synchronzeit.

Nach meinem Wiedereinstieg nutzte ich sie auch noch gerne, obschon eine F3 und MF hinzukam. Besorgte mir gar noch eine zweite (silberne) und einen MD-12 den ich sehr angenehm empfand - tolles Handling :)

Nachdem ich die Nikkormat's (insbesondere die FT2) für mich entdeckte, geriet(-en) die FM2 stark in den Hintergrund. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich viele Kameras (und andere Systeme) angehäuft und stellte mir die Aufgabe alles wegzugeben, was ich nicht mindestens ab und zu nutzte. Und : der Verschluss meiner zweiten FM2 zeigte bei Kälte plötzlich starke Abweichungungen.
Mit F & F2 habe ich nun endgültig meine mechanischen Nikon's gefunden.

Auch wenn die Kameras der FE/FM-Reihe die rein technisch gesehen vernüftigeren Kameras als die Nikormat's sind (Ausnahme Spiegelarretierung und die EL2 die in ihren Eigenschaften der FE gleicht), wirken mir diese Kameras seither im Vergleich (!) irgendwie "blechern".
Aber ich geb's zu : hab' die FM2 auch schon einbisschen vermisst :)
 

Um antworten zu können musst du eingeloggt sein.

Hast du dein Passwort vergessen?
Du hast noch kein Benutzerprofil? Jetzt registrieren
Oben