Welchen Entwickler für T-Max


Phönix

Unterstützendes Mitglied
Will jetzt endlich auch mal selbst entwickeln und mir dafür ein wenig Zubehör aus dem Internet bestellen. Hardware mäßig ist schon alles klar, was ich brauch: Wechselsack, Dose, Flaschen etc...
Nur bei der Flüssigware weiß ich noch nicht so bescheid. Hab mir für den Anfang wohl auch keinen leichten Film raus gesucht - TMax 400. Aber wenn ich mich schon mal auf was einschieße und die Entwicklerlösung hält ja für nen paar Filme, warum dann nicht gleich gutes Material. Naja wie dem auch sei, auf der Seite von Kodak empfehlen sie sowohl den D76 als auch den TMax Entwickler. Auch bei den anderen Chemikalen habe ich noch nicht so den Durchblick.

Wäre für jeden Rat dankbar!

Gruß Felix
 
A

andrew b.

Guest
Servus,

man kann alles mögliche nehmen, Emofin geht gut und einfach. Xtol auch. Ich habe mich auf D76 eingearbeitet und glaube, T-Max Entwickler ist nichts großartig anderes. Kann mich irren. Jedenfalls habe ich mit Tri-X 400 und D76 fast den ISO-Spielraum, (100-3200) den man bei den digitalen schätzt. Schau mal .
 
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Ralf aus HH

Unterstützendes Mitglied
Hallo Felix!

Also ich habe damals den original T-Max Entwickler benutzt. Der funktionierte prima. Mit dem kann man den T-Max 400 klasse Push entwickeln. Wie das geht, steht, so meine ich, auf der Packung.

Gruß aus HH!

Ralf
 
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Axel R.

Sehr aktives Mitglied
Hallo Felix,

der neue T-Max 400 soll ja der Brüller sein, selbst ausprobiert habe ich ihn noch nicht, aber wenn schon, dann solltest du den auch nicht in einer "Allerwelts-Suppe" wie D-76 entwickeln sondern in Spur HRX-2, der eigentlich alles aus modernen Filmen herausholt.
Vielleicht meldet sich ja Henning (Balou) noch dazu zu Wort, ich glaube mich zu erinnern, daß er den schon ausprobiert hat.

lg
Axel
 
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Phönix

Unterstützendes Mitglied
Bevor ich dafür noch einen neuen Thread aufmach, hab ich nochmal ne ganz simple Frage.
Wie lange benutzt ihr eigentlich die angesetzten Lösungen. Alles nur einmal oder kann man das Zeug auch mehrmals verwenden. Wie sollte man die Chemikalien lagern (kalt oder einfach im Schrank) und wo kommen eigentlich die verbrauchten Chemikalien hin. Kann mir nicht vorstellen, dass man das einfach so in den Abfluss kippen sollte.

Gruß Felix
 
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V

volkerm

Guest
Wie lange benutzt ihr eigentlich die angesetzten Lösungen. Alles nur einmal oder kann man das Zeug auch mehrmals verwenden.
Kommt auf den Entwickler an. Es gibt reine Einmalentwickler, die angesetzt werden und dann nur kurze Zeit (Tage) haltbar sind. Beispiel: Agfa Rodinal.
Und es gibt Entwickler bei denen beides möglich ist: entweder Mehrfachnutzung oder Einmalentwicklung in stärkerer Verdünnung. Beispiel: Ilford ID-11. Die Entwicklungszeiten ändern sich entsprechend, das ist im Beipackzettel des Entwicklers angegeben.

Bei der Mehrfachnutzung muß man dann eine Zugabe bei der Entwicklungszeit berücksichtigen, je nachdem, wie viele Filme schon darin entwickelt wurden.
 
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Balou

Unterstützendes Mitglied
Hallo Felix,

Hab mir für den Anfang wohl auch keinen leichten Film raus gesucht - TMax 400.
Keine Sorge, das ist ein vollkommen problemlos zu verarbeitender Film (ich beziehe mich jetzt explizit auf den T-Max 400 neu = TMY-2).
Jemand, der in der Lage ist eine Uhr und ein (genaues) Thermometer abzulesen, der kann auch diesen Film entwickeln.
Empfehlung: Gönne diesem Film bei der Aufnahme Deine besten Festbrennweiten. Seine Detailwiedergabe ist so gut, dass sie erst mit sehr guten Objektiven so richtig zur Entfaltung kommt.

Hier läuft übrigens gerade ein recht interessanter Thread zum TMY-2 mit Nutzererfahrungen:


Aber wenn ich mich schon mal auf was einschieße und die Entwicklerlösung hält ja für nen paar Filme, warum dann nicht gleich gutes Material. Naja wie dem auch sei, auf der Seite von Kodak empfehlen sie sowohl den D76 als auch den TMax Entwickler. Auch bei den anderen Chemikalen habe ich noch nicht so den Durchblick.

Wäre für jeden Rat dankbar!

Gruß Felix
Der TMY-2 kann problemlos in jedem Standardentwickler mit sehr guten Resultaten verarbeitet werden. Kodak D-76, Ilford ID-11, Kodak XTOL, T-Max Entwickler können alle verwendet werden.
Sehr gute Ergebnisse bekommt man auch in Moersch Finol und in Spur HRX-2.
Der HRX-2 ist mein bevorzugter Entwickler für diesen Film. Exzellente Auflösung, Schärfe und Feinkörnigkeit bei voller Empfindlichkeitsausnutzung.
Außerdem sind die Zeitangaben vom Hersteller sehr genau. Als Flüssigentwickler ist die Handhabung ferner einfach. Da Du noch nicht so versiert bist, wäre ein Flüssigentwickler sicher für den Anfang geeigneter als ein Pulverentwickler.

Weitere Chemie: Nach dem Entwickeln machst Du entweder eine Zwischenwässerung, oder füllst ein Stoppbad ein, um die Entwicklung zeitgenau abzubrechen. Ein saures Stoppbad hat den Vorteil, dass die Entwicklung sofort gestoppt wird. Dazu nimmst Du Zitronensäure. Entweder fertig konfektioniert von einem der Fotochemiehersteller, oder aus der Drogerie.
Zum Abschluss musst Du fixieren mittels eines handelsüblichen Fixierbades. Hersteller ist eigentlich egal. Der TMY-2 sollte etwas länger fixiert werden, mit der dreifachen Klärzeit liegst Du auf der sicheren Seite.
Dann wässern, z.B. nach der Ilford-Methode, abschließendes Netzmittelbad mit Agepon o.ä. in einem separaten Gefäß (möglichst nicht im Entwicklungstank), und dann zum Trocknen aufhängen, z.B. in der Duschkabine.

Viel Spaß mit dem Film und beim Entwickeln wünscht Dir
Balou
 
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M.B.

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Hallo!
Ich versuche mich seit einem Jahr mit mehr oder weniger Erfolg in der Filmentwicklung und muß sagen, daß es erstmal kein Hexenwerk ist. Am Anfang hatte ich immer etwas Angst, mir den Film zu verhunzen. Ist aber erst einmal passiert( der Film war nicht richtig auf der Spule... :frown1:). Ich habe mir das hier runtergeladen:
Das hat mir sehr geholfen. Also einfach mal probieren. Macht viel Spaß! Mittlerweile vergrößere ich auch. Da wird es so richtig abenteuerlich... :dizzy:
Also einfach mal machen!
@Balou:Ich weiß jetzt nicht, ob dies zu sehr abschweift, aber ich hätte da noch ein paar Fragen zu Deinem Beitrag: was passiert, wenn ich kein Stoppbad nehme? Ich wässere nur zwischen, und habe damit eigentlich keine Probleme. Und warum nicht im Entwicklungstank das Netzmittel verwenden?
Vielen Dank schonmal
Markus
 
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Balou

Unterstützendes Mitglied
Bevor ich dafür noch einen neuen Thread aufmach, hab ich nochmal ne ganz simple Frage.
Wie lange benutzt ihr eigentlich die angesetzten Lösungen. Alles nur einmal oder kann man das Zeug auch mehrmals verwenden.
Bei Pulverentwicklern wie D-76, ID-11, XTOL hast Du beide Möglichkeiten. Mit dem Pulver setzt Du zunächst eine sogenannte Stammlösung an. In der kannst Du grundsätzlich mehrere Filme hintereinander entwickeln, musst aber dann mit Verlängerungsfaktoren arbeiten, um die Erschöpfung des Entwicklers auszugleichen.
Alternative: Du nimmst einen Teil der Stammlösung und setzt ihn zusammen mit Wasser als Arbeitslösung an. Bei den oben genannten Entwicklern z.B. im Verhältnis 1:1 oder 1:2. Diese Arbeitslösung wird nur einmal verwendet und anschließend entsorgt. Vorteil: Man hat immer frische Arbeitslösung, muss nicht mit Verlängerungsfaktoren arbeiten und bekommt konstante Ergebnisse.
Ich arbeite immer so und nie mit Stammlösung. Empfehle es Dir auch, falls Du mit diesen Entwicklern arbeitest.

Bei einem Flüssigentwickler wie Rodinal oder HRX-2 entnimmst Du der Flasche die benötigte Menge, setzt sie im vorgeschrieben Mischungsverhältnis mit Wasser an und verwendest diese Arbeitslösung dann als Einmallösung. Nach der Entwicklung ist das Zeug platt, entwickelt kaum noch oder gar nicht mehr und wird entsorgt.
Ach hier hast Du eine einfache Anwendung, immer frische Arbeitslösung und somit konstante Ergebnisse.

Wie sollte man die Chemikalien lagern (kalt oder einfach im Schrank)
Dunkel und kühl. Ich fülle meine Entwickler immer in dunkle Glasflaschen, nach Entnahme kommt Schutzgas (Protectan) oben drauf zur Vermeidung von Oxidation der verbliebenen Menge.

und wo kommen eigentlich die verbrauchten Chemikalien hin. Kann mir nicht vorstellen, dass man das einfach so in den Abfluss kippen sollte.

Gruß Felix
Fixierer kann in Kläranlagen nicht abgebaut werden und wird grundsätzlich gesammelt. Abgabe beim Silberrecycling oder bei der örtlichen Schadstoffsammelstelle.
Zitronensäurestoppbad ist vollkommen unproblematisch und kann in den Ausguss.
Entwickler auf Vitamin C Basis wie XTOL oder Ilfosol 3 ebenfalls.
Bei Metol, Phenidon oder Hydrochinon haltigen Entwicklern habe ich mir von Chemikern erklären lassen, dass die in den Mengen, wie sie beim Hobbylaboranten anfallen, ebenfalls recht unproblematisch sind. Deren Aktivität nach erfolgter Entwicklung soll nach wenigen Metern im Kanal gleich Null sein. Haushaltsreiniger sollen problematischer sein. Und diese Duftsteine im Klo sind wesentlich umweltgefährdender.

Im findest Du dazu sehr viele Informationen, auch mit den genauen chemischen Zusammenhängen.
Dort und bei findest Du auch wertvolle Informationen (Kurse) für Einsteiger.

Viele Grüße,
Balou
 
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Balou

Unterstützendes Mitglied
@Balou:Ich weiß jetzt nicht, ob dies zu sehr abschweift, aber ich hätte da noch ein paar Fragen zu Deinem Beitrag: was passiert, wenn ich kein Stoppbad nehme? Ich wässere nur zwischen, und habe damit eigentlich keine Probleme. Und warum nicht im Entwicklungstank das Netzmittel verwenden?
Vielen Dank schonmal
Markus
Hallo Markus,

1. Wenn Du kein Stoppbad nimmst, sondern einfach mit Wasser zwischenwässerst, hast Du noch eine ganz leichte Weiterentwicklung durch die in der Dose verbliebenen Entwicklerreste.
Bei Verwendung eines Stoppbades wird die Entwicklung dagegen sofort gestoppt, ist somit präziser.
Ich kenne viele Fotografen, die nur zwischenwässern (ich selbst habe es auch lange Zeit gemacht). Wenn man es immer gleich macht und seine Prozesse darauf abgestimmt hat, kein Problem.
Ich habe meine Entwicklung standardisiert und bevorzuge das schnelle Beenden der Entwicklung per Stoppbad.

2. Netzmittel: Das Zeug hat die Eigenschaft, überall auch über längere Zeiträume hängen/haften zu bleiben. Selbst wenn Du Deinen Entwicklungstank gut mit Wasser ausgespült hast, können Netzmittelreste verbleiben und die nächste Entwicklung negativ beeinflussen, z.B. durch sehr starke Schaumbildung.
Einige Entwickler reagieren auf Kontakt mit Netzmittelresten sehr empfindlich.

Ich hoffe, ich habe Deine Fragen beantworten können.

Viele Grüße,
Balou
 
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Roland L.

NF-F Premium Mitglied
...

2. Netzmittel: Das Zeug hat die Eigenschaft, überall auch über längere Zeiträume hängen/haften zu bleiben. Selbst wenn Du Deinen Entwicklungstank gut mit Wasser ausgespült hast, können Netzmittelreste verbleiben und die nächste Entwicklung negativ beeinflussen, z.B. durch sehr starke Schaumbildung.
Einige Entwickler reagieren auf Kontakt mit Netzmittelresten sehr empfindlich.
...
Netzmittel scheint ein wirklich schwieriges Thema zu sein.
Bei den Ilford-Filmen benötige ich kein Netzmittel, bei den Fuji Neopan schon.
Ich nehme dafür allerdings eine eigene Dose, nur die Spiralen muss ich dann gut auswaschen.
 
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Balou

Unterstützendes Mitglied
Hallo Balou,

meine kürzlich gekauften T-Max 400 sind auf Packung und Dose als TMY gekennzeichnet. Ist das dann noch die alte Version?
Hallo Volker,

auf der Schachtel des neuen T-Max 400 (TMY-2) ist einmal ein rotes Feld mit der Aufschrift "World's Sharpest", auf der anderen Seite nochmal das Gleiche mehrsprachig (Werbung, die in diesem Fall tatsächlich stimmt, bezogen auf die SW 400er Filmklasse ;) ).

Nach der Entwicklung hast Du auf dem neuen Film als Randsignierung "Kodak 400 2-TMY" stehen.

Wenn beides bei Dir nicht der Fall ist, hast Du noch die alte Version (die ebenfalls sehr gut ist).

Viele Grüße,
Balou
 
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V

volkerm

Guest
@Balou:

Danke :)

Die rote Werbung mit diesem Text ist auf der Packung drauf. Es steht auch was von neuen Entwicklungszeiten.
Typenbezeichnung auf der Packung ist 400 TMY, Haltbarkeit 10/2010
Bin gespannt, was auf dem Filmrand zu lesen sein wird.

edit: Gemäß der ist es eindeutig die neue Version
 
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M.B.

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Hallo!
@Balou: Vielen Dank für die Erklärungen! Ob ich jetzt mit einem Stoppbad anfange, weiß ich noch nicht... Hatte wie gesagt noch keine Probleme.
Wie säuberst Du denn z.B. die Filmspule? Oder wickelst Du den Film vorher von der Spule ab?
Grüße Markus!
 
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Balou

Unterstützendes Mitglied
Hallo!
@Balou: Vielen Dank für die Erklärungen! ....
Wie säuberst Du denn z.B. die Filmspule? Oder wickelst Du den Film vorher von der Spule ab?
Grüße Markus!
Hallo Markus,

die Filmspulen kommen bei mir grundsätzlich nicht mit dem Netzmittelbad in Kontakt.
Nach dem Wässern nehme ich die Filmspule, lege sie waagerecht auf eine Hand, und mit der anderen Hand löse ich den oberen Teil der Spule und nehme ihn ab. Der Film bleibt dann zunächst aufgerollt auf dem unteren Spulenteil liegen.
Der untere Teil mit Film wird dann einfach umgestülpt auf die andere Hand, das untere Spulenteil abgezogen und der Film liegt dann in der Form, wie er vorher in Spule war, auf der Hand. Dann mache ich am oberen Ende des Films die Klammer zum Aufhängen fest und tauche den Film der Länge nach vorsichtig ins Netzmittelbad. Der Film wird so optimal mit Netzmitttel benetzt und die Spulen kommen nicht in Kontakt mit dem Netzmittel.
Durch diese Verfahrensweise habe ich nie Probleme mit Netzmittelkontamination gehabt.

Viele Grüße,
Balou
 
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ThomasV

Sehr aktives Mitglied
Meine SW-Filme entwickle ich im Einmalentwickler, weil mir bisher das Pulveranrühren zu aufwendig ist. Dabei bevorzuge ich den Klassiker Rodinal.

Deshalb auch wenig verwunderlich, dass ich auch den T-Max400 darin entwickelt habe. Mir gefallen die .
 
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M.B.

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Hallo!
@Balou:Vielen Dank! So habe ich mir das gedacht! Dann werde ich das beim nächsten Mal ausprobieren!
Markus
 
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