welche messsucherkamera (weiterführung;))


mhl

Unterstützendes Mitglied
Hey Leute!

hätte gerne noch was geschrieben in dem andren thread ging aber leider nicht mehr!

hab in dem thread viel über russische leicas entnommen ;) und das würd mich sehr interessieren!

für mich wäre aber ein belichtungsmesser wichtig!!!

jetzt hab ich aber gehört dass genau ab dem zeitpunkt wo die dinger nen belichtungsmesser haben die qualität unerträglich schlecht wird! ist das so??oder ist es akzeptabel? oder kommt es drauf an wie viel glück man mit seinem teil hat ;)!

andre möglichkeit! ich nehm mir ne zorki 6 und dazu nen belichtungsmesser! nur wie schnell bin ich mit dem ding? zu langsam für street??? oder kann man das halbwegs schnell machen??!


danke schon im vorraus
 

sebastel

Unterstützendes Mitglied
eigentlich ist es ganz einfach.

wenn du keine zeit hast, die belichtung zu messen - dann mißt du halt nicht!

das funktioniert ziemlich gut, und zwar weil
- die lichtverhältnisse sich meist nicht so schnell ändern.
- film (besonders schwarzweiß) etwas toleranter auf (leichte) fehlbelichtungen reagiert als digitale sensoren.

natürlich ist das eine andere vorgehensweise als du es mit multiautomatik gewöhnt bist, aber mit ewas übung gar nicht schwierig.

ich hab's immer so gemacht: für die zu erwartenden situationen habe ich in unregelmäßigen abständen gemessen - zum beispiel ersatzmessungen auf die straßenoberfläche, einmal im schatten, und einmal in der sonne. straßenoberfläche je nach farbe liegt bei etwa neutralgrau bis etwa 2 LV dunkler.

meist ist der unterschied (licht/schatten) etwa 3 LW.

den wahrsheinlicheren fall (bei mir fast immer schatten) habe ich dann an der kamera eingestellt, und wenn ich dann in die sonne gekommen bin, eben 3 stufen kürzer oder 3 blenden zu ...

wenn du drauf achtest, merkst du auch, wann die lichtverhältnisse sich ändern un du eine neue messung vornehmen solltest. und wenn du genug zeit hast zum messen, dann eben sowieso.

also, mein tip: wenn ne alte kamera, oder ähnliches, dann eine ohne belichtungsmesser, und dazu einen kompakten modernen belichti (beispiel: sixtomat digital von gossen).

fertig.

gruß
sebastian
 
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lesitzki

Sehr aktives Mitglied
mhl schrieb:
für mich wäre aber ein belichtungsmesser wichtig!!!
Nimm einen Handbelichtungsmesser. Irgend einen mit einer CDS-Zelle geht auch gebraucht. Selen-Belichtingsmesser geben irgendwann den Geist auf da ist bei Gebrauchtware vorsicht geboten.

mhl schrieb:
jetzt hab ich aber gehört dass genau ab dem zeitpunkt wo die dinger nen belichtungsmesser haben die qualität unerträglich schlecht wird! ist das so??oder ist es akzeptabel? oder kommt es drauf an wie viel glück man mit seinem teil hat ;)!
Ich kenne die Zorki's als Leicakopie und davon gibt es mehr defekte als funktionierende. Zorki's mit Belichtungsmesser - noch nie gehört. Zu dieser zeit ging das nur mit Selenzellen. Ob die noch richtig messen?

mhl schrieb:
andre möglichkeit! ich nehm mir ne zorki 6 und dazu nen belichtungsmesser! nur wie schnell bin ich mit dem ding? zu langsam für street??? oder kann man das halbwegs schnell machen??!
Schau dir Bilder von Cartier Bresson - dem Meister der 1/125 Sekunde - es geht.

Wenn Du wirklich unbemerkt street-Fotos machen willst, dann besorge Dir eine alte Leica IIIf. Wenn die in einen gebrauchten Zustand ist ist die gar nicht mehr teuer. Die Sammler werden alle älter und die Enkel wollen das Zeug verkaufen. Dadurch sind die Preise im Keller.

Meine IIIf ist 60 jahre alt und ist ein Uhrwerk und die Objektive sind der Wahnsinn. Mein Sohn (9 Jahre) zieht damit jetzt rum. Die Belichtung misst er nur noch bei jeden Dritten oder vierten Foto.
 
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mhl

Unterstützendes Mitglied
danke für eure antworten! ich kanns mal einfach versuchen mit einer ohne belichtungsmesser ... dann ne zorki 6 oder weiß jemand ein besseres teil... kann auch ne fed oder andre billige russenimitate sein :D

die leica IIIf ist zwar nicht mehr sehr teuer aber mir mit 200-400 euroimmernoch zu teuer da ich fürs gleiche geld ne moderne Voigtländer Bessa R bekommen würde (neu). Oder hab ich da falsch geschaut?!

oder habt ihr noch ähnlich günstige tipps (ca. 100 euronen) wie die russencams?!
 
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BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Ich empfehle die Zorki 6. Ist meine Lieblings-Meßsucher. Alle Z6, die ich bis jetzt in der Hand hatte, haben noch einwandfrei funktioniert. Bei einigen liefen die 1/500s nicht ganz 100% gleichmäßig ab (ganz, ganz leichte Helligkeitsunterschiede in senkrechten Sektoren), das war aber schon alles. Für 50 Euro bekommt man bei ein wenig Geduld einen sehr guten Zustand.

Es gab eine Zorki mit Selen-Belichtungsmesser und sogar Blendenautomatik. Das war die Zorki 10 auch als Revue 10 verkauft. Ist aber keine wirkliche Zorki mehr, sondern eher eine Kompakte ohne Wechselobjektive, wenn auch ganzmetall und schwer. Sieht halt ganz anders aus als "Leica"-like. Außerdem ist der Belichtungsmesser oft defekt. Allgemein muß man auch von den FEDs mit Belichtungsmesser abraten, da mechanischer Murks, so wie alle Leica-Kopien ab Mitte der 70-er Jahre.

Stilechter Belichtungsmesser dazu kann z.B. ein kleiner aufsteckbarer Kodalux L sein. Ist zwar Selen, aber auch alle die ich bis jetzt in den Fingern hatte, haben noch zuverlässig funktioniert (Dauerlichteinfall-Schutz durch das Lederetui):



Grüße - Bernhard
 
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mhl

Unterstützendes Mitglied
das wäre natürlich klasse!! werd mich bei beiden dingen mal auf die lauer legen und etwas gucken um was die teile so weggehen! hoff ich bekomm eine aus Ö oder D weil sonst die versandkosten das gleiche wie die kamera kosten .c!!!

danke für deine tipps!!!
 
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UweFlammer

NF-F Premium Mitglied
Hallo Mhl,

hast Du Dir inzwischen ein Stück Russenschrott zugelegt? :)

Generell gilt gerade für Messucherkameras: you get what you pay for. Das Messucherprinzip funktioniert - ganz besonders in Kombination mit Wechselobjektiven - nur dann, wenn alle Komponenten mechanisch perfekt ausgeführt sind. Die Anforderungen an die mechanische Stabilität und Präzision sind wesentlich höher als dies bei Spiegelreflexkameras der Fall ist, und deswegen sind brauchbare Messuchersysteme immer deutlich teurer als Spiegelreflex-Systeme. Die aktuellen Voigtländer-Bessa-Modelle sind die Untergrenze dessen, was noch o.k. ist - die allererste Voigtländer Bessa R mit ihrem Plastikgehäuse bringt es nicht!

Der Russenschrott ist zwar gnadenlos stabil (Du kannst damit nicht nur Nägel in die Wand hauen, sondern Wände einreißen), aber präzise sind die Geräte nur, wenn die Genossen am Band einen sehr guten Tag hatten (was selten vorkam) oder wenn das Stück von einem fähigen Feinmechaniker generalüberholt wurde. Auf Fotobörsen findest Du Händler aus Russland oder der Ukraine, die solche generalüberholten oder auch komplett neu aufgebauten Stücke anbieten - in der Regel mit gefälschten Leica- und Wehrmachts-Gravuren. Diese Stücke sind mechanisch und optisch gut, aber fast so teuer wie z.B. eine echte Leica IIIc.

Wenn Du einmal eine echte Leica in den Händen gehabt und die mechanische Präzision dieser Geräte gespürt hast, wirst Du nichts anderes mehr haben wollen. Dies gilt vor allem für die ersten Versionen der M-Serie - die Leica M3 und M2 sind bis heute unübertroffen - aber auch für die Vorkriegsgeräte.

Achte nicht zu sehr auf den eingebauten Belichtungsmesser. Das Schätzeisen (oder Schätzplastik), das in die Voigtländer Bessa R eingebaut wurde, kannst Du komplett vergessen. Die eingebauten Belichtungsmesser der Voigtländer Bessa R2 und ihrer Nachfolger sowie der Leica M6 sind etwas besser, aber weit entfernt von der Messgenauigkeit, die Nikon bereits in den siebziger Jahren in Modellen wie der FT3, EL2 oder FM geboten hat. Ein Handbelichtungsmesser ist daher unverzichtbar. Ich habe an meiner Leica M6 die Batterie rausgemacht, weil ich keine Lust mehr habe, mich von diesem "Belichtungsmesser" verarschen zu lassen ....

Viele Grüße und viel Spaß in der Welt der Messucherkameras!
Uwe
 
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BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Uwe, ich hatte auch mal eine M6 (mit 2/35 und 2/90 Summicrons) und habe sie mal mit meiner Zorki 6 (mit 2,8/35 Jupiter 12 und 2/85 Jupiter 9) verglichen. Nachdem ich festgestellt habe, dass die Qualität der Fotos nicht direkt mit dem zwanzigmal höheren Preis korreliert hat, habe ich sie wieder verkauft. Und paar Nikon Sachen geholt...
Aber wenn mir mal eine preiswerte IIIf über den Weg läuft, vielleicht werde ich dann wieder schwach.

Grüße - Bernhard
 
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UweFlammer

NF-F Premium Mitglied
mhl schrieb:
das wäre natürlich klasse!! werd mich bei beiden dingen mal auf die lauer legen und etwas gucken um was die teile so weggehen! hoff ich bekomm eine aus Ö oder D weil sonst die versandkosten das gleiche wie die kamera kosten .c!!!
Falls Du direkt an der Quelle kaufen willst, mit niedrigen Versandkosten, schau mal hier (aber beachte, dass einige der angebotenen Exemplare bereits auf dem Foto rosten):


Tipps zur Anschaffung und zum Fotografieren mit gebrauchten Low-Cost-Kameras findest Du bei Karen Nakamura:


Schau mal bei Dante Stella vorbei, gute Bilder und gute Tipps abseits des Mainstream:


Zum Abschluss: die Seite aller Seiten für Messucher-Fans:


Grüßle
Uwe
 
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