Was ist ein angemessener Preis für ein Nikkor 80-200 F2.8 ?

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BANXX

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Was ist ein angemessener Preis für ein Nikon Nikkor AF-ZOOM ED 80-200mm/F2.8 ?

Beschreibung lt. Verkäufer:
Das Objektiv ist in sehr gutem Zustand und zeigt keinne Gebrauchsspuren. Die Optik ist tadellos. Objektiv und Autofokus sind voll funktionsfähig, da nur 2mal Benutzt. Zum Lieferumfang gehören Original Vorder- und Rückdeckel Original Lederköcher.

Neupreis lt. Nikon-Seite um die 1300 Euro (soweit ich mich erinnere). Was darf sowas kosten ? Das soltle ja auch tadellos an einer D70 funktionieren, oder ?

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Asgard

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Re: Was ist ein angemessener Preis für ein Nikorr 28-200 F2.

Hallo BANXX

Schau mal unter Allgemeines – Links&Downloads – Aktuelle foMag-Liste.

Gerold
 
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S

Schakaya

Guest
~grins~

Ich kenne diese Aution und das Objektiv ging sehr günstig weg. Im Schnitt wechseln diese Objektive für 400 bis 600 EUR den Besitzer...
 
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Meddi

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Hallo Banxx!

Das abgebildete Zoom ist dass als Schiebezoom. Also, richtig alt. Ich hatte das entsprechende Objektiv auch. Bezahlt habe ich 1987 oder 1988 1.450 DM. Verkauft habe ich es vor ca. 3 Jahren weit unter dem meines Erachtens angemessenen Preis. Ich habe es für 700 DM verkauft. Allerdings hatte mein Objektiv Gebrauchsspuren, d.h. kleine Lackabschürfungen z.B. am Zoomring. Ebenfalls "hakte" (leicht) es beim zoomen bei ca. 105 mm Brennweite. Das war allerdings von Anfang an und ließ sich auch durch einstellen bei Nikon nicht bessern. Dann war der Zoomring insgesamt zu lasch fixiert und beim zoomen "rutschte" es. Ich kann es nicht besser erklären.

Optisch fand ich es hervorragend, ich kannte bis dahin kein besseres Zoom. Es war allerdings anfällig für Streulicht. Es ist ein Riesending und ist richtig schwer. Willst du wirklich einen solchen Klotz? Beim Wandern habe ich es z.B. nicht mehr mitgenommen. Der AF (an einer F4) ist eine Zumutung, manuell fokussiert bist du (wenn geübt) nicht langsamer. Insbesondere wenn du einen größeren Bereich durchfahren mußt. Allerdings sind die späteren Exemplare meiner Meinung nach auch nicht der Reißer. Auch das AF-S finde ich diesbezüglich recht langsam.

Die späteren Drehringzooms sind wahrscheinlich begehrter und im Preis etwas höher.

Ich hoffe, dass der Beitrag dir etwas hilft.

Gruß+Viel Spaß beim Kauf+Verwendung.

Meddi
 
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BernhardJ

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Das auf dem Foto ist die erste AF-Version dieses Objektivs mit der AF-Bereichsumschaltung als großer Ring vorn am Objektiv.

Was aber wichtig ist, das abgebildete Objektiv ist kein D - gerade mit diesem Objektiv finde ich es recht wichtig, wenn man z.B. auf Konzerten oder in Veranstaltungen damit vernünftige Blitzaufnahmen machen möchte.

Ich persönlich würde nicht mehr als 300,- Euro dafür ausgeben, naja es soll ja einwandfrei erhalten sein, vielleicht 330,-.

Grüße - Bernhard
 
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BANXX

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Tja, da habe ich mir wohl nen Schnellschuß geleistet...

Ich habe das Ding bei eBay kurz vor Ende der Auktion gefunden, auf der Nikon Seite nachgeschlagen und den Neupreis gesehen und dann für 370 Euro zugeschlagen

Als ich dann endlich Zeit hatte mich mal über das Objektiv zu informieren fiel mir als erstes das hohe Gewicht auf, was für mich eigentlich schon das Killerkriterium gewesen wäre...

Lt. der FotoMag Liste sollte das Teil noch 520 Euro kosten, also eigentlich bin ich günstig dran gekommen.

Nichts desto trotz werde ich versuchen, das Ding gleich wieder los zu werden :-( Wenns einer haben will für 370 Euro plus Porto: Bitte Mail an mich !

Danke für Eure Hinweise !
 
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Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
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Hallo Banxx,

bevor Du noch einen "Schnellschuß" machst, gib dem Objektiv eine Chance!

Okay, es ist recht schwer, aber von der Bildleistung ist es eines der besten Nikon (Zoom-) Objektive überhaupt! Es liefert Spitzenleistung über nahezu den gesamten Brennweitenbereich (außer vielleicht bei 200 mm), und ist dort auch nur wenig schlechter. Zieh' einfach 'mal einen Film damit durch, schau Dir die Ergebnisse an und entscheide dann. Ich habe das Objektiv in der Zweiring-Version, welche aber vom optischen Aufbau identisch ist, und würde es nicht mehr hergeben.

Gruß
Ralf
 
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Christian B.

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Hallo Banxx,

wenn Du so ein - auch noch schön erhaltenes - Objektiv für 370 EUR bekommen hast, solltest Du es wirklich erst einmal ausprobieren, bevor Du es "verdammst".

Das ist ein sehr gutes Objektiv und gute Objektive sind nun einmal schwer. Und rechne einmal, was ein 1.8/85, ein 2.8/105, ein 2.8/135 und ein 2.8/180 mm zusammengenommen wiegen: Sehr viel mehr als die 1,5 Kg des 2.8/80-200.

Die aktuellen AF- bwz. AF-S bzw. AF-S-VR Zooms mit diesem Brennweitenbereich sind zwar - wie ich glaube - schon neu gerechnet, aber nicht unbedingt besser. Die AF-S und AF-S-VR-Zooms haben sogar eine stärkere Vignettierung als die Vorgänger (AF-D Zweiring, AF-D-Schiebezoom und Dein Exemplar).


Ich würde es vermutlich meist in der MF-Einstellung als Einhandzoom benutzen. Du wirst sehen, das macht schon Spaß.

Gruß
Murmel
 
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BANXX

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Wie gesagt, ich hatte vor, das Teil als Ergänzung zum DX18-70 an einer D70 zu nutzen. Und die Tatsache, dass ich viel von Streulichtproblemen gelesen habe, finde ich meine einem solchen relativ lichtstarken Objektiv mehr als ärgerlich.

Als Alternative zu diesen hier habe ich ja das Nikkor 70-210mm 4-5.6 empfohlen bekommen, für das ich mich sonst bemühen würde ?!?
 
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Christian B.

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Hallo Banxx,

Auch das mit dem Streulicht solltest Du erst einmal ausprobieren. Ich halte die Kommentare für übertrieben. Du hast ja auch eine Gegenlichtblende dabei, und man fotografiert ja auch nicht ständig streulichtanfällige Situationen. Streulichtanfälligkeit ist natürlich umso stärker, je aufwendiger die optische Konstruktion. Und je lichtstärker ein Zoom ist, umso aufwendiger muß die Konstruktion sein. Meine Erfahrung: Ich hatte das 2,8/80-200 AF in der Zweiring-Version und habe jetzt das AF-S 80-200/2.8; und ich habe unter Streulicht bei diesen Objektiven wirklich noch nicht gelitten. Ärgerlicher fand ich neulich ziemlich starke Vignetierung bim AF-S 80-200, die ich vom AF-D Zweiring bisher nicht kannte und die wohl auch bei Deiner Version nicht vorhanden ist.

Natürlich ist das 70-210/4,5-5,6 eine Alternative, vor allen Dingen weil es leicht ist. Wir haben weiter unten einen Thread, wo es genau um die Frage der Ergänzung des 18-70 nach oben geht.

Das mußt Du halt wissen: Klein, leicht, aber bei 200mm Blende 5,6; oder groß, schwer und bei 200 mm Blende 2,8. 2.8 bedeutet: 8 x mehr Licht, zwei Stufen schnellere Belichtungszeit (und damit größere Verwackelungssicherheit), hervorragende Möglichkeit zum Freistellen des Hintergrundes, Möglichkeit einen Telekonverter anzusetzen und damit 5,6/400 mm zu erreichen (entspricht and der D 70 5,6/600 mm an einer analogen Kamera). Und damit könntest Du schon auf Großwildsafari gehen.

Ich würde daher nicht sagen: "Entweder - oder", sondern "sowohl - als auch". Du kaufst Dir noch ein leichtes Telezoom (z.B. 4,0-5,6/70-300 ED D) dazu und nimmst dann auf Wanderungen das kleine mit und bei Sport-, Tier- oder Porträt-Aufnahmen das (sehr günstig erworbene) 2.8/80-200.

Aber natürlich bist Du Dein eigenen Herr.

Gruß
Murmel
 
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BANXX

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Hm, ich merke schon, dass ich das Ding vielleicht erstmal testen sollte. Ich schätze heisst es ausprobieren, was ? Ich fliege in kürze nach NYC, da würde das Teil erstmals zum Einsatz kommen. Evtl. besorge ich mir da noch ein leichtes Zoom, evtl. das 70-210.

Danke auf jeden Fall für Deine Zusammenfassung !! :)
 
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Anonymous

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BANXX schrieb:
Wie gesagt, ich hatte vor, das Teil als Ergänzung zum DX18-70 an einer D70 zu nutzen.

Das geht auch gut. Murmel hat schon einiges dazu gesagt. Das 80-200 ist in der Tat schwer, und der AF ist langsam. Aber es ist auch heute noch ein Top-Zoom, 15 Jahre nach Erscheinen. Für seine Qualität spricht, dass die optische Rechnung von der ersten Version Ende der 80er bis zur letzten Version als Drehzoom unverändert blieb.

Ich habe/hatte ebenfalls das 2,8/80-200 AF-S und das 2,8/70-210 VR. Das "alte" 2,8er braucht sich optisch vor beiden nicht zu verstecken. Es bildet sehr scharf und brilliant ab und kann ohne Bedenken bei jeder Brennweite schon bei Offenblende benutzt werden. Die manuelle Einstellung geht mit etwas Übung sehr gut.

Lichtstärke bei Teleobjektiven schadet nie und kann für verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand auch unabdingbar sein. Du kennst gewiss die Formel 1/Brennweite, um Verwacklungsunschärfe zu vermeiden. An der D70 würde das 80-200 im Bildwinkel einem 120-300mm-Objektiv entsprechen. Mit etwas Glück kommst du am langen Ende gerade noch mit 1/250s hin, aber kürzere Verschlusszeiten sind besser. Im Vergleich zum 4-5,6/70-210 hast du die doppelte bis vierfache Lichtstärke. Für das o. g. Beispiel bei 200mm Brennweite bedeutet dies, bei 1/250s Verschlusszeit mit dem 2,8/80-200 kommst du beim 70-210 nur auf 1/60s. Verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand wären damit nicht möglich bzw. reiner Zufall.

BANXX schrieb:
Und die Tatsache, dass ich viel von Streulichtproblemen gelesen habe, finde ich meine einem solchen relativ lichtstarken Objektiv mehr als ärgerlich.

Ein Zoom-Objektiv stellt immer einen optischen Kompromiss dar. Gerade in einem Zoom wie dem 2,8/80-200 sind eine Menge Linsen verbaut. Daher solltest du es nur mit Streulichtblende benutzen und in Gegenlichtsituationen etwas aufpassen. Ich kann Murmel nur zustimmen und stufe das 2,8/80-200 nicht als kritisch ein. Andere Benutzer mögen dies jedoch unterschiedlich bewerten.

BANXX schrieb:
Als Alternative zu diesen hier habe ich ja das Nikkor 70-210mm 4-5.6 empfohlen bekommen, für das ich mich sonst bemühen würde ?!?

Es ist kein schlechtes Objektiv, keine Frage, aber mit dem 2,8/80-200 prinzipiell nicht vergleichbar.

Bei den aktuellen Ebay-Preisen bin ich nicht auf dem neuesten Stand, aber um 350 Euro für ein makelloses Exemplar würde ich nicht als Fehlkauf bezeichnen. Was nützen dir 30 oder 40 Euro Ersparnis, wenn du eine Gurke an Land ziehst? Sicherlich, du kannst das Zoom wieder verkaufen oder den Verkäufer um eine Stornierung des Kaufvertrags bitten. Aber dann entgeht dir m. E. etwas.

Gruß
Frank
 
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BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
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>... Aber dann entgeht dir m. E. etwas.

Genau, schau mal in den Beitrag "Eure Liblingsobjektive".
So viele Nikonianer können nicht irren. Ist ernst gemeint!

Grüße - Bernhard
 
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BANXX

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Jaaaaa. ich habeverstanden :lol:

Ich werde es ausprobieren !! Versprochen ! Wenn ich dann aus den USA wieder komme gibt´s vielleicht ein paar nette Bilder als Belohnung.

Dickes Danke an alle Beteiligten !!!
 
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Patrick

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Behalte das Teil! Ich mache mit dem vermeintlich langsamen Autofokus an der F100 Air-to-Air-Aufnahmen für den Druck bei uns im aerokurier. Nach einigen Experimenten mit der Belichtungszeit (optimal ist 1/180) bin ich mit der Linse absolut zufrieden. Du kannst den AF im Bereich einschränken und damit die Fokusierzeit erheblich verkürzen.

Sicher, es gibt immer etwas Schöneres und Besseres. Aber die optische Qualiät ist super. Das Gewicht kommt mir sogar entgegen, dann flattert die Kamera nicht so im Wind, wenn ich aus dem Flieger rausknipse.

Patrick
 
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Patrick

NF Mitglied
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Nachtrag: Ich habe 300 bezahlt, dafür ist es äußerlich aber ziemlich mitgenommen. Was der optischen Leistung nicht schadet :lol:
 
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Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
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BANXX schrieb:
Und die Tatsache, dass ich viel von Streulichtproblemen gelesen habe, finde ich meine einem solchen relativ lichtstarken Objektiv mehr als ärgerlich.

Kurz noch etwas zum Thema Streulicht: Ich hatte bislang erst einmal bei diesem Objektiv wirkliche Probleme damit und das war beim Versuch einen Sonnenuntergang am Meer zu fotografieren (=Sonne + Reflexion auf dem Wasser). Immer wenn ich direkt in die Sonne fotografiert habe, und diese dabei nicht mittig im Bild war, habe ich sichtbaren Streulichteinfall bereits im Sucher feststellen können. Andere Objektive (z.B. das Tamron SP 90) hatten aber das gleiche Problem. Einzig das 1.8/50er funktionierte, aber war natürlich von der Brennweite schon recht kurz.

Darüber hinaus ist aus meiner Erfahrung das Streulichtverhalten dieses Objektivs kein so großes Handicap, wie teilweise im Web zu finden - natürlich nur, sofern man die Sonnenblende immer nutzt.

Gruß
Ralf
 
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