Vogelaufnahmen mit der D300


Götz

Unterstützendes Mitglied
Ich möchte gerne für Dokumentationen fliegende Vögel aufnehmen, die sich zur Zeit auf dem Flug in ihre Winterquartiere befinden. Besonders Kleinvögel, wie Finken und Drosseln sind sehr schwer zu fotografieren.

Meine Ausrüstung: Nikon D300 und div. Teleobjektive, u.a. Sigma 50-500

Wer hat Erfahrung, welche Einstellungen an der Kamera dazu am besten sind?

Mit 1/1000 s sind zwar die Konturen halbwegs scharf, aber gegen den Himmel zeichnen
sich keine Farben ab, die zur Bestimmung notwendig wären.
Auch ist mir der AF zu langsam. Auch das Stativ kann ich vergessen; bis ich da die Kamera ausgerichtet habe, ist alles weg.
Objektive mir VR bringen kaum bessere Ergebnisse.

Oder gibt es da andere Tricks?
Herzliche Grüße
Götz
 

Heiko Men.

NF-F "proofed"
Du möchtest finkengroße Vögel aus dem Schwarm heraus, im Flug so fotografieren, dass Du deren Farben und Zeichnung siehst? Sicherlich keine Leichte Aufgabe...!
Wenn überhaubt geht das mit einem entsprechenden Stativkopf, der auch bei langer Brennweite kontrollierte Bewegungen zulässt. Dann brauchst Du sehr viel Brennweite um die kleinen Vögel für die Bestimmung groß genug abzubilden und einen sehr schnellen AF. Weiterhin musst Du entsprechend je nach Himmel und Lichtsituation überbelichten, damit Du die Vögel nicht nur als Silhouette siehst.

Alles in allem eine meiner Meinung nach extrem schwere Angelegenheit...es ist ja bei größeren Vögeln schon schwer genug.
Was sich an Ausrüstung für Flugaufnahmen besonders gut eignet, wurde hier schon oft besprochen. Frag mal die Suchfunktion.

Gruß
heiko
 
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ChristianS

Sehr aktives Mitglied
... Auch ist mir der AF zu langsam. Auch das Stativ kann ich vergessen; bis ich da die Kamera ausgerichtet habe, ist alles weg.
Objektive mir VR bringen kaum bessere Ergebnisse.

Oder gibt es da andere Tricks?
Herzliche Grüße
Götz
Da fällt mir nur der Aufwand mit einer Lichtschranke, einem extrem schnellen Zentralverschluß und vielen Highspeed-Blitzen ein. Anders geht es kaum, besonders bei kleinen Vögeln. Die Blaumeise und der Kleiber sind so entstanden. AF ist bei solchen Motiven völlig unbrauchbar und mit Handauslösung kann man höchstens auf den einen oder anderen Zufallstreffer hoffen.

Grüße
Christian
 
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Urvieh

Unterstützendes Mitglied
Wenn dir so etwas ausreicht:

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Aufgenommen mit dem 70-300 VR bei 70 mm. Ich hatte Glück mit dem Licht. Rest siehe EXIFs.
 
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Götz

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
vielen herzlichen Dank für eure Antworten.
Wie ich selbst schon festgestellt habe, ist das das Thema nicht ganz einfach.
Eine Lichtschranke dürfte hier wohl schwer zu installieren sein, vor allem,
wenn die Kamera gegen den Himmel gerichtet ist.
Die eingestellte Abbildung würde mir schon reichen, aber hier sind die
Lichtverhältnisse so ideal.
Wahrscheinlich muss ich einfach mit verschiedenen Einstellungen drauf los
knipsen und auf Zufallstreffer warten ......
Danke und LG
Götz
 
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Urvieh

Unterstützendes Mitglied
Na ja, wenn's nur auf die Bestimmung der Tierarten geht, nicht aber um die Schönheit der Bilder, dann würde ich die ISOs hochdrehen auf 6400, 1/320 oder mehr einstellen und sehen, ob's reicht. Klar, dann wird das Rauschen langsam bunt, du wirst also experimentieren müssen.
 
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Götz

Unterstützendes Mitglied
Hallo Urvieh,
(dich mit deinem richtigen Vornamen anreden, wäre mir lieber).
Danke für den Tip mit den hohen ISOs und schnellen Belichtungszeiten
(ISO 2000 und 1/2000 s, beides auch darüber).
Werde es morgen auf einer Exkursionen ausprobieren.
LG Götz
 
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Scotland

NF-F Premium Mitglied
Hallo Götz,
1. ist das Bigma am langen Ende mit f=6.3 zu lichtschwach.
2. benötigt das Bigma ein stabiles Stativ (wie übrigens alle Teles).
3. sind 500mm zu wenig (Lösung Sigma 300 - 800 / 5.6):rolleyes:

Der Autofokus sollte an der D300 auch am langen Ende funktionieren.
Um schnell vom Stativ aus zu arbeiten brauchst Du etwas in der Art des Wimberley Head oder Sidekick.
Um nicht nur Schattenrisse der Vögel zu erhalten eine möglichst neutrale Fläche anmessen und die Kamera manuell auf diesen Wert einstellen, dann sollte die Zeichnung der Vögel gut dargestellt werden. Der Himmel ist dann zwar hoffnungslos überbelichtet, aber um den geht es Dir ja nicht.
Wenn Du mit Automatiken arbeiten möchtest mindestens + 1.3-2 Belichtungsstufen vorwählen.
Kannst mich mit "Scotland" anreden.:D
 
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peterkdos

Sehr aktives Mitglied
...Hubschrauber oder ultraleichtes Flugzeug...damit geht's.

Gruß

Peter
 
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Olaf J.

Unterstützendes Mitglied
Du kannst maximal versuchen einen kleinen Schwarm von Vögeln einzufangen (falls Dir das reicht).
Alles andere wird in Deinem beschriebenen Szenario nicht funktionieren.
Mal so als Faustformel bei den kleinen Vögeln:
Wenn Du so einen kleinen Vogel formatfüllend aufnehmen möchtest, brauchst Du in etwa eine Entfernung in Metern von Brennweite geteilt durch 100.
Also bei 300mm etwa 3m, bei 500mm etwa 5m u.s.w.

Falls Du einen kleinen Schwarm fotografieren willst, such Dir möglichst einen sonnigen Tag und als Tageszeit möglichst Nachmittags bis Abends. Dann positioniere Dich so, dass die Sonne die Unterseite der Vögel gut ausleuchtet. Wenn die Hardware dann halbwegs mitspielt und Du etwas Glück mitbringst kann es funktionieren :)
 
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