Frage Verfälschtes rot - Wo ist das Problem?

Thread Status: Hallo In diesem Thread gab es keine Antwort mehr seit 30 Tagen.
Es kann lange dauern, bis Sie eine aktuelle Antwort erhalten oder Kontakt mit den relevanten Benutzern aufnehmen werden.

phren

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Registriert
Hallo,

ich bin gerade von der D40 auf die D7000 umgestiegen. Die ersten Aufnahmen haben mich allerdings enttäuscht:

0.png


Links: D7000
Rechts: D40

Die Aufnahmen sind zur gleichen Jahreszeit (März) entstanden, auch wenn nicht am selben Ort und nicht die selbe Lok zu sehen ist. Es sind aber jeweils RAW-Aufnahmen. Das Rot der rechten Aufnahme (D40) ist kommt dem Original sehr nahe. Das Rot der D7000 ist deutlich zu orange-stichig. Eine weitere Aufnahme an unserer Hauswand bestätigt den orange-Stich. :down:

Zunächst dachte ich ich hätte wieder den falschen Farbraum eingestellt - wie zu Beginn der D40 auch schon mal: Capture NX JPEG Export: Unterschiedlicher Kontrast? [mit Bild]. Aber der steht auf sRGB. Auch wenn der Farbraum bei RAW Aufnahmen egal ist.

Der Weissabgleich ist bei beiden Aufnahmen auf "Auto" gestellt.

Beide Aufnahmen habe ich mit ViewNX 2.3.0 exportiert - Capture NX 2 habe ich nicht und CNX 1 kann die D7000 RAWs nicht öffnen.

Hier die EXIF-Daten der D7000 Aufnahme:

Dateiinformationen 1
Datei: DSC_1006.NEF
Erstelldatum: 25.03.2012 11:46:52
Geändert am: 25.03.2012 11:46:52
Dateigröße: 18.9 MB
Bildgröße: L (4928 x 3264)
Dateiinformationen 2
Aufnahmedatum: 25.03.2012 11:46:49.80
Zeitzone/Datum: UTC+1, Sommerzeit:Ein
Bildqualität: RAW, verlustfrei komprimiert (14 Bit)
Fotograf:
Inhaber des Urheberrechts:
Kamerainformationen
Gerät: Nikon D7000
Objektiv: 24-70mm 1:2.8G
Brennweite: 70mm
Fokussteuerung: AF-C
AF-Messfeldsteuerung: Autom. Messfeldgrupp.
VR:
AF-Feinabst.: Aus
Belichtung
Blende: 1:8
Belichtungszeit: 1/400s
Belichtungssteuer.: Manuell
Belichtungskorr.: 0LW
Feinabst. der Bel.-Messung:
Bel.-messung: Matrixmessung
ISO-Empfindlichkeit: ISO 100
Blitzlicht
Gerät:
Bildeinstellungen
Weißabgleich: Auto1, 0, 0
Farbraum: sRGB
Rauschunterdrück. bei ISO+: Normal
Rauschunterdr. bei Langzeitbel.: Aus
Active D-Lighting: Aus
Bild-Authentifik.:
Vignettierungskorr.:
Auto-Verzeichnungskorr.: Ein
Picture Control
Picture Control: [SD] Standard
Basiert auf: [SD] Standard
Schnellanpassung: 0
Scharfzeichnung: 3
Kontrast: 0
Helligkeit: 0
Farbsättigung: 0
Farbton: 0
Filtereffekte:
Tonen:
GPS
Breitengrad:
Längengrad:
Höhe:
GPS-Höhenreferenz:
Kompasspeilung:
UTC:
Kartendatum:


Ich bin mit meinem Latein, was die (bekannten) Einstellungen betrifft, am Ende.

Man könnte bei den Weissabgleicheinstellungen noch orange "runter regeln". Aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen das der automatische Weissabgleich zwischen D40 und D7000 soo unterschiedlich ist. Ich vermute (und hoffe) das ich "nur" die falschen Einstellungen gewählt habe...

Vielleicht kann mir jemand helfen?
Vielen Dank.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeigen

mhensche

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Hi,

stelle sie doch einfach so ein, wie es dir gefällt. Parameter dafür hat sie genug. Sowohl Weißabgleich wie auch Picture Controls. Habe ich auch gemacht. Ist halt etwas mühsam (wenn es nicht gleich gefällt. Bei mir ist's nur der Weißabgleich, den ich gerne etwas wärmer habe).
Wieso du enttäuscht bist, erschließt sich mir nicht. Farben sind dermaßen "Geschmack".
Und bei der Fülle von Einstellmöglichkeiten ... woher sollen die vielen Japaner wissen, was dir gefällt. Die D40 war für ihre "geschmackvollen" Out-Of-Camera Bilder ja schon fast legendär. Bei den anderen stellst du es halt selbst ein. :nixweiss:
Edith meint noch, dass ich festgestellt habe, dass die Natur (respektive das reale Bild) weit häufig weit weniger bunt war, als es uns gerne gefällt. Weshalb z. B. kleine Consumer Kameras gerne etwas bunter eingestellt sind.
 
Kommentar

norei

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Ich will Deine Feststellung, dass das D7000-Bild im Vergleich zum D40-Bild einen deutlichen Orange-Stich hat, gar nicht in Frage stellen. Aber ich halte es für gefährlich, einen "Farbvergleich" bei zwei verschiedenen Objekten vorzunehmen, zumal dann, wenn deren Oberfläche - wie hier bei der 218 (und eigentlich allen Dieselloks der Epoche) - mit einem Lack behandelt ist, der bekanntermaßen sehr leicht ausbleicht und damit von Lok zu Lok unterschiedliche Farbintensität aufweisen kann.

Im übrigen ist die Bandbreite der Einstellmöglichkeiten des Weißabgleiches allein in der Stellung "A" so groß, dass auch hier der Grund für die wahrgenommene Abweichung liegen kann.

Gruß Norbert
 
Kommentar
B

becksbier

Guest
Farbtemperatur ein paar Kelvin nach unten drehen reicht wahrscheinlich schon. Das rechte ist kühler und hat mehr Kontrast in meinen Augen.
 
Kommentar

Aurvandill

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Ich bin mit meinem Latein, was die (bekannten) Einstellungen betrifft, am Ende.
Das würde ich jetzt nicht so dramatisch sehen. Wie uns deine EXIF Daten sagen, bist du nicht am Ende sondern du hast noch gar nicht begonnen, die umfangreichen Einstellungen an der D7000 nach deinen Bedürfnissen zusammenzuzimmern. Ist natürlich ein wenig komplexer als mit der D40, aber durchaus auch mit ViewNX2 und dem Picturecontrol Utility sehr weit beherrschbar, bis hin zu selbstgeschneiderten Kurven. Aber auch mit den Bordmitteln der D7000 geht eine ganze Menge.
Die Lektüre des Handbuches (nicht in Latein geschrieben) wäre einmal ein Anfang.

gruß
A.
 
Kommentar

häuschen

NF-F "proofed"
Platin
Registriert
Etwas knapper belichtet wäre es ohnehin schon näher an der Realität, aber warum fotografierst Du im RAW-Format, wenn Du an rot selbst nichts ändern magst.
Was man sofort sieht ist, dass im D7000 mehr Potential steckt, man muss es nur nutzen.
 
Kommentar

hjba

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Farben sind dermaßen "Geschmack".
Manche Fotografen - ich zähle mich dazu - wollen meist den im Augenblick der Aufnahme herrschenden Farbeindruck möglichst getreu aufs Foto bannen. Das würde ich nicht als "Geschmack" bezeichnen. Falls ein Vergleich sofort nach der Aufnahme möglich ist, lässt sich die Farbtreue beurteilen. Später allerdings, aus der Erinnerung, ist das nur mehr eingeschränkt möglich.
Wie genau der TE die Farbe der Lok zum Aufnahmezeitpunkt in Erinnerung hat, können wir nicht beurteilen. Es wäre auch möglich, dass er aus Erfahrung eine bestimmte Vorstellung hat, wie die Lok "eigentlich" aussehen müsste, die tatsächliche Farbe aber doch abweichend war.
Vielleicht ist mein Beitrag aber nur ein nächtliches Geschwafel.

Gute Nacht

Heinz
 
Kommentar

Nerd

Aktives NF Mitglied
Registriert
Hm, ich versteh die Ausgangsfrage auch nicht ganz. Man kauft sich ja z.B. auch sündhaft-teure Monitore, die eben nicht die krachend-kräftigen Farben der Billig-TFTs haben. Oder man kauft sich auch als Musiker teure Abhören/Boxen, die das Spektrum/den Sound sehr neutral und unspektakulär wiedergeben.

Zum einen kann man bei der Kamera wie gesagt die Settings mehr auf kräftige Farben einstellen. Zum anderen muss man bei RAW eigentlich immer noch ein bisschen mit Belichtung, Weißabgleich und Farben spielen. Sonst macht ja das RAW-Fotografieren wenig Sinn - meiner Meinung nach.

Und die D7000 ist glaub ich nicht unbedingt für out-of-the-box Ergebnisse ausgelegt, sondern eher für Leute, die viele Freiheitsgrade haben wollen.
 
Kommentar

Hans-Peter R.

Administrator
Platin
Registriert
Hallo,

Zum anderen muss man bei RAW eigentlich immer noch ein bisschen mit Belichtung, Weißabgleich und Farben spielen. Sonst macht ja das RAW-Fotografieren wenig Sinn - meiner Meinung nach.
eine weit verbreitete Ansicht. Wenn Du obiges "muss" durch "kann" ersetzen und den zweiten Satz streichen würdest, dann wären wir wieder d´accord :rolleyes:.

Ziel auch eines RAW-Workflows ist es IMO, möglichst wenige Nachbearbeitungen zu haben. An einer verpflichtenden Nachbearbeitung würde ich keinen RAW-Mehrwert mehr sehen uns würde tendenziell eher mehr in JPEG arbeiten. Nur wenn dann doch irgend etwas nicht passt, dann sind im RAW-File noch sehr viel mehr Reserve-Informationen enthalten als im fertigen JPEG-Bild, dessen Informationstiefe und dessen Reserven dem geringen Speicherbedarf geopfert wurde. Gerade bei den neuen Nikon-Kameras ist meiner Erfahrung nach extrem wenig Nachbearbeitung bei normalen Lichtverhältnissen erforderlich.

Was aber tatsächlich der Fall ist, das sind die unterschiedlichen Feinabstimmungen der einzelnen Kamera-Typen und wohl auch Kamera-Exemplare bzgl. Belichtung (=> tatsächichem Basis-ISO Wert) Farbabstimmung, etc. In LR und ACR kann man sich hierfür Kameraprofile für die verschiedenen Setups anlegen und immer wieder verwenden, so dass unterschiedliche Kameras die (objektiv) gleichen Ergebnisse liefern. In CNX2 gibts sicher was vergleichbares. Jedes einzelne Bild im RAW-Konverter zurecht pfriemeln ... da wird man ja kirre mit der Zeit.

Ciao
HaPe
 
Kommentar

soulbrother

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Manche Fotografen - ich zähle mich dazu - wollen meist den im Augenblick der Aufnahme herrschenden Farbeindruck möglichst getreu aufs Foto bannen......

Dazu muss man aber die gesamte "Problematik" kennen.
Doch selbst wenn man alle Faktoren kennt und damit umzugehen weiß, ist es noch immer ein "Kompromiss".

Die "beste", aber auch aufwändigste Methode das Motiv möglichst farbtreu wiederzugeben, ist eine Kalibrierung /Profilierung der Kamera.
Dass, am besten vorab, der Monitor und - falls auch farbtreu selbst gedruckt werden soll - auch der eigene Drucker kalibriert und profiliert sein sollten, setz ich mal voraus.

Dann aber, wenn alles "passt" mit der eigenen HW und SW, der gesamte Workflow steht und alles korrekt angewendet wird...
Selbst dann kommen noch beeinflußende Faktoren ins Spiel:

Angenommen die erste Kette im Workflow (Kamera und Monitor) ist bestens kalibriert, sagen wir auf z.B. 6500 Kelvin, weil z.B. am EBV Platz die Beleuchtung mit 6500k Lampen erfolgt und der Monitor bei 6500k profiliert wurde, weil dieser dabei die beste Farbwiedergabe zeigt.

Weiter: Das Bild ist nicht über- oder unterbelichtet, die Kamerakalibrierung/Profilierung wurde ebenfalls bei "gutem" 6500k Licht erledigt (CRI!).

Wenn nun das Motiv bei demselben Licht fotografiert wird, dann sollte die Farbwiedergabe sehr gut sein!

Sobald jedoch eine andere Motiv-Beleuchtung vorhanden ist, sobald sich das Licht in der Farbzusammensetzung ändert, kann die Farbdarstellung des Fotos "abdriften".

Wieviel und in welche Richtung(en) ist abhängig von der Kamera und (natürlich) vom Licht.

Das heißt:
Wenn alles auf das "Normlicht" von 6500k kalibriert wurde, die Beleuchtung bei einem anderen Bild jedoch mit z.B. Halogenlicht (ca. 3200k) erfolgt, dann ist natürlich im RAW Konverter der Weissabgleich auf (ca.) 3200k zu stellen.

Damit jedoch bei DIESEN 3200k die Farben wieder in Richtung "möglichst korrekt" tendieren, müsste man ein neues Profil anlegen und aktivieren für DIESE 3200k.
D.h. mit denselben Halogenlampen, im selben Raum*, müsste das Testchart/Farbtafel fotografiert werden und dieses Aufnahme für das "3200k-Profil" verwendet werden.

So, wieviele Möglichkeiten gibt es nun, wieviele Profile könnte man isch anlegen... fast unendlich viele...also in der Praxis ist diese theoretisch beste Möglichkeit gar nicht machbar.

Dieses Thema füllt mehrere Bücher, deshalb kenne ich sogar etliche professionelle Fotografen, die OHNE Kamerakalibrierung/Profilierung arbeiten.

Die meisten Werbefotografen müssen jedoch farbtreu arbeiten.
Dafür wir jedoch das Licht kontrolliert ( so dass immer mit demselben Profil gearbeitet werden kann),
ansonsten wäre es ziemlich unmöglich, bzw so aufwändig, dass es keiner bezahlt....

Welchen "einfachen" Weg gibt es also:
Keinen...
denn entweder man erledigt die Monitor und Kamerakalibrierung/Profilierung korrekt,
oder,
man nutzt die Regler und schraubt solange bei jedem Bild rum bis es "passt" und/oder den eigenen Geschmack trifft....
-------------------------------------
* Reflexionen von Wänden und Decke beeinflussen die Farben z.T deutlich - je nach Reflexionsanteil)

.
 
Kommentar

soulbrother

Sehr aktives Mitglied
Registriert
..............
Der Weissabgleich ist bei beiden Aufnahmen auf "Auto" gestellt.
................

Mehr muss ich gar nicht lesen, um zu wissen dass damit eine gleiche Farbwiedergabe - selbst bei derselben Kamera ! - nur zufällig erreicht werden kann.
 
Kommentar

Hans-Peter R.

Administrator
Platin
Registriert
Hallo,

Dieses Thema füllt mehrere Bücher, deshalb kenne ich sogar etliche professionelle Fotografen, die OHNE Kamerakalibrierung/Profilierung arbeiten..
zweifellos ein profunder Beitrag, ich fürchte aber, dass er weit über die derzeitigen Ansprüche des TE hinaus geht.

Es war wohl zunächst nur gewünscht, dass die beiden Loks aus den beiden Kameras nebeneinander am Monitor mit der gleichen roten Farbe erscheinen. Angesichts der dehr ähnlichen Lichtverhältnisse bei der Aufnahme ein Wunsch, der IMO leicht nachzuvollziehen ist. Und wenn man die Problematik speziell mit dem Rotkanal kennt, denke ich, dass dem TE sehr leicht geholfen werden kann (=> Kameraprofil) ohne dass er viele Bücher lesen muss.

Ciao
HaPe
 
Kommentar

Nerd

Aktives NF Mitglied
Registriert
An einer verpflichtenden Nachbearbeitung würde ich keinen RAW-Mehrwert mehr sehen uns würde tendenziell eher mehr in JPEG arbeiten. [...]

Jedes einzelne Bild im RAW-Konverter zurecht pfriemeln ... da wird man ja kirre mit der Zeit.

Hm, ich hab mir das "man muss" oder "man kann" RAW nachbearbeiten durchaus überlegt. Ich bin der Meinung - und handle auch so, dass ich jedes Bild vorm Exportieren (Adobe Lightroom) nochmal checke und beinahe nie lass ich die Belichtung und/oder den Weißabgleich unverändert.

Wenn ich eine Serie an Bildern habe, dann kann man sich ja Presets für die selbe Räumlichkeit / selben Lichtverhältnisse anlegen und dann geht das auch zackig.

Aber grad, wenn man nicht nur nebenbei Bilder macht und dann einen Batch von 500 Bildern rauslassen will, ist es meiner Meinung nach unumgänglich jedes Bild einzeln zu bearbeiten.

Das sieht man zum einen am Ergebnis und zum anderen sind Freunde und Bekannte dankbar, dass man nur 50 Bilder vom letzten Urlaub zeigt (im Schweiße meines Anlitzes einzeln exportiert) und nicht die 1500 die man geknipst hat (inklusive Belichtungsreihen und Blendenexperimenten). :fahne:
 
Kommentar

soulbrother

Sehr aktives Mitglied
Registriert
.........
Es war wohl zunächst nur gewünscht, dass die beiden Loks aus den beiden Kameras nebeneinander am Monitor mit der gleichen roten Farbe erscheinen.

Angesichts der dehr ähnlichen Lichtverhältnisse bei der Aufnahme ein Wunsch, der IMO leicht nachzuvollziehen ist.

Und wenn man die Problematik speziell mit dem Rotkanal kennt, denke ich, dass dem TE sehr leicht geholfen werden kann (=> Kameraprofil) ohne dass er viele Bücher lesen muss.
Ciao
HaPe

Hallo HaPe,

ja, ich war wohl etwas (zu?) ausführlich...(?)

Aber:
Das Thema ist eben für Einsteiger nicht leicht zu verstehen und ich habe zumindest versucht, die Problematiken aufzuzeigen, denn solange der Fotograf nicht versteht "worauf er sich einlässt", ist alles nur "Farbenraten".

Mit ähnlichen Lichtverhältnissen bleibt es ein Wunsch die Farben konsistent zu erhalten.
Und du schreibst =>Kameraprofil ohne Bücher lesen....??

Äh, ja, ein Video Tutorial tut´s natürlich auch ;-)

zum Motiv:
Es sind 2 versch. Loks unter 2 versch. Lichtsituationen, mit 2 versch. Kameras... und diese sollen das exakt gleiche Rot zeigen ?

Wenn das der Wunsch des to ist, dann muss er nur solange im RAW Konverter schrauben bis dieses Ergebnis rauskommt, es gibt keine andere Lösung !

Und dabei ist es auch vollkommen egal, ob die eine Lok dasselbe Rot hatte wie die andere und ob das Licht am Tag x nicht doch etwas blaustichiger war als am Tag y
und ob das vorgegegebene* Profil von Kamera A überhaupt dieselbe Farbwiedergabe zeigt wie das von Kamera B....

* ein kalibriertes Profil für beide Kameras gibt es ja bei dem Fall nicht...
......................................................

Es wäre schön, wenn alle Kameras eine wirklich "neutrale" und passende Kalibrierung auf zumindest "Tageslicht" und "Kunstlicht" hätten, aber es ist nicht so....

Selbst beim analogen Material gab es deutliche Unterschiede (z.B. Velvia vs. Ektachrome).
......................................................

Es sollte einfach nur jeder verstehen, dass eine unterschiedliche Beleuchtung auch unterschiedliche Farbwiedergabe nach sich ziehen kann.
(Von 2 versch. Motiven ganz zu schweigen).

Ich habe selbst von einem sehr erfahrenen Semi-Pro Fotografen einmal den Auspruch gehört:
Wieso sind bei Dir die Farben ( gleiches Motiv und gleiches Licht !) so neutral und bei mir so gelblich ?
Er Nikon, ich ne andere Marke, so dass er den "typischen-Nikon-Gelbstich" als Ursache vermutete...

Darauf meine Frage nach den weiteren Umständen und es stellt sich raus:
Bei mir war das Licht indirekt über die (weisse) Zimmer-Decke, bei Ihm auch, aber er hatte eine (sehr helle, fast weisse) Holzdecke !

Ich denke dies Beispiel ist klar, aber es ist nicht immer so offensichtlich...

.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar

Hans-Peter R.

Administrator
Platin
Registriert
Hallo,

Hm, ich hab mir das "man muss" oder "man kann" RAW nachbearbeiten durchaus überlegt. Ich bin der Meinung - und handle auch so, dass ich jedes Bild vorm Exportieren (Adobe Lightroom) nochmal checke und beinahe nie lass ich die Belichtung und/oder den Weißabgleich unverändert.
wir sind ja gar nicht soweit voneinander entfernt :)

Mein Photoshop Workflow mit der D200 vor sechs Jahren war wirklich aufwändig. Es brauchte jede Menge Einstellungsebenen, ich hatte einen umfangreichen Satz von Aktionen - beispielsweise um den obligatorischen Magentastich aus den Hauttönen bei geblitzten Bildern heraus zu bekommen oder um der Gradationskurve einen leichten S-Schlag zu geben und vieles mehr.

Inzwischen habe ich aber bemerkt, das bei sorgfältiger Arbeit hinter der Kamera - vor allem aber bei der Venwendung einer Kamera der neuen Generation (bei mir derzeit die D3s) bei "normalen" Lichtverhältnissen diese Nachbearbeitungen oftmals komplett wegfallen. Deshalb sehe ich mir (wie Du) die Bilder in Lightroom trotzdem alle einzeln an, entscheide aber dann immer häufiger, dass überhaupt keine manuelle Nachbearbeitung mehr notwendig ist. Bei z. B. 500 Bilder einer Fotosession ist das ein signifikanter Vorteil gegenüber früher. Für die Fotosession am kommenden Wochenende (Sa/So) traue ich mir jetzt schon zu, dem Auftraggeber sehr zeitnah die Ergebnisse auf der DVD zu versprechen ... trotz RAW-Aufnahmen und RAW-Workflow. Einfach weil die Erfahrung sagt: Mit D3s RAWs kann man alles ... aber man muss nicht immer ;).

Ciao
HaPe
 
Kommentar
-Anzeige-
Oben Unten