Unterwegs mit einem Forschungsschiff - FS "Alkor"

SB800

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Grüezi Marc
da ich am Schwäbischen-Meer (Bodensee) wohne interessieren mich Deine informativen Reportagen.
Solche super Stimmungen gibt es natürlich auch bei uns nur in viel kleinerem Format. Ich warte immer gespannt auf Deine neuen Reportagen.
Lieber Gruss von der Schweizer Seite vom Bodensee
Werner
 
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Emc2

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Moin Marc,
Wissenschaft ist nicht nur anstrengend - in Deinem Fall auch noch wunderschön. Herzlichen Glückwunsch zu diesem wunderbaren und - nicht nur aus akademischer Sicht - erlebnisreichen Arbeitsplatz.
Gruß Emc2
 
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Captn Marc

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Wieder mal eine Seismik-Reise in der Ostsee

Letzten Freitag bin ich nun wieder in Kiel für zwei Wochen auf der ALKOR eingestiegen, damit der Stammkapitän zwei Wochen Urlaub machen kann. Wir dürfen Studenten durch die Ostsee fahren, wo sie lernen, wie Seismik mit einem Forschungsschiff gemacht wird.

Ankunft Kiel am frühen Nachmittag
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Meine "Landyacht" neben der ALKOR
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Hier noch zwei Aufnahmen aus dem Handy
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Am Samstag sind wir morgens zum GEOMAR am Ostufer, in die Schwentine gefahren, damit wir die per LKW anzuliefernde wissenschaftliche Ausrüstung übernehmen konnten.

Abfahrt vom Westufer und auch die Kreuzfahrer sind wieder in Kiel
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Einfahrt Schwentine und Beladung
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Um 10:30 dann wieder rückwärts über die Kieler Förder zum Liegeplatz am Westufer, wo ein paar Tage vorher noch ein Tornado gewütet hatte
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Am Westufer sind dann am frühen Nachmittag auch die letzten wissenschaftlichen Fahrtteilnehmer an Bord gekommen und haben angefangen Geräte und Computer aufzubauen.

Soweit erst einmal die Vorbereitung der Reise.

Gruß Marc
 
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Captn Marc

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Der Auslauftag

Am Tag der deutschen Einheit kamen natürlich erst einmal wieder früh morgens die Kreuzfahrer in Kiel an
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Wir selber haben dann nach dem Frühstück unseren Liegeplatz verlassen und sind an diesem Graffiti an der Heikendorfer Bucht vorbei gefahren
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Haben den Nord-Ostsee- Kanal, Friedrichsort und Laboe passiert
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Um dann vor Kiel Leuchtturm nach Westen abzubiegen und in die Eckernförder Bucht für erste Gerätetests zu fahren
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Unser kleiner Heckgalgen wird genutzt um ein neues Sidescan Sonar auszubringen, mit dem der Meeresboden dreidimensional abgetastet wird.
Ein kleines, handliches Gerät, mit dessen Abbildungen auf dem Computer die Wissenschaft recht zufrieden ist.
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In Kürze geht die Reise weiter.

Gruß Marc
 
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Captn Marc

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In der Eckernförder Bucht

Dort haben wir, bzw. die Studenten Stück für Stück die Messgeräte ausgebracht und in Betrieb genommen. Dafür sind wir verschiedene, vorgegebene Strecken abgefahren, gerne auch mal hin und her.

Aber als ich zum Kaffee auf die Brücke kam, da lag da ein bekanntes Schiff vor Anker.
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Die GORCH FOCK, die heute in Kiel eingelaufen und offiziell wieder an die Bundesmarine übergeben wurde
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Hier nun die zurückgelegte Strecke der ersten 24 Stunden
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Bis bald und Gruß
Marc
 
P
P.Gnagflow kommentierte
Nein, Du hast Dich nicht missverständlich ausgedrückt. Ich wollte Dir mit meinem Kommentar angesichts der vielen Kritiken an der Restaurierung des Schiffs während der letzten Jahre, lediglich beipflichten und meine Meinung auch begründen. Wir sind da schon auf einer Linie, denke ich.

Außerdem soll unser Land doch als Teil der NATO 2% des BIP für die Verteidigung ausgeben. Mit der Überholung der Gorch Fock wird auf dieses Ziel wenigstens auf eine schöne, wenig kriegerische und für alle sichtbare Art hingearbeitet. Ist doch auch etwas.
 
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VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Und immer schön im Hinterkopf behalten daß 2% BIP
satten 15% des Bundeshaushalts entsprechen. (Zahlen für 2020)
2018 hätte es fast 25% des Bundeshaushalts entsprochen.

Davon ab finde ich die Gorch Fock erhaltenswert als lebendes
Denkmal und weil damit kein Drittweltstaat terrorisiert werden
kann. Das Ding ist ja glücklicherweise unbewaffnet.
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
In der Eckernförder Bucht

Dafür sind wir verschiedene, vorgegebene Strecken abgefahren, gerne auch mal hin und her.

Aber als ich zum Kaffee auf die Brücke kam, da lag da ein bekanntes Schiff vor Anker.
Der Kapitän steht mit dem Getränk am Steuer und fährt gerne mal hin und her.
Das klingt nach Schiffsposer.

In Bremen hat die Polizei die Autoposerszene im Visier.
Marc, bitte sei vorsichtig!
Wenn Du mit einen Getränk am Steuer hin- und herfährst, den Schiffsmotor röhren lässt und merkwürdige Gegenstände über die Reling wirfst,
dann gehörst Du zur Schiffsposerszene.

Die Kieler Nachrichten haben Dich schon an den Pranger gestellt.
Um diesen sinnlosen Treiben ein Ende zu bereiten ist in der Eckernförder Bucht die Marine schon aufmarschiert.
Die Marine hat ihr neustes Schiff aufgeboten.
Die Gorch Fock ist der gut getarnte Prototyp des neuen Mehrzweckkampfschiffes.
Darum war der Umbau so teuer hat auch etwas länger gedauert.
 
P
P.Gnagflow kommentierte
Ja, Du hast latürnich Recht. Ich bin auch nicht der Meinung dass das wenig Geld ist. Weder die Überholung der Gorch Fock, noch der geforderte Verteidigungsetat. Aber wenn schon Geld ausgegeben werden soll ....
 
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1bildermacher1 kommentierte
1971 als bei der BW in Kiel stationiert war (Fernmeldegruppe und beim Hafenkapitän) konnte ich das Schiff einige Mal besuchen. Sehr eindrücklich aber für die Mannschaft sehr eng.
Auch hätten ich und einige Matrosen der Fermeldegruppe eine Fahrt zu den Azoren mitmachen können,
(nach 6 Wochen Ausbildung), aber wir hätten damals die Haare schneiden müssen.
Das machte aber keiner und heute bereuhe ich das etwas. Das Wetter war damals aber sehr schlecht
im Skagerrak Windstärke 12 und bis Höhe Portugal nicht viel besser.
 

lommi

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Moin Marc,

wie schön, wieder von Dir mit Fotos und Informationen versorgt zu werden. Danke!

Aber als ich zum Kaffee auf die Brücke kam, da lag da ein bekanntes Schiff vor Anker.

Die GORCH FOCK, die heute in Kiel eingelaufen und offiziell wieder an die Bundesmarine übergeben wurde

Dazu noch ein Zusatz: In den Kieler Nachrichten gibt es ein Foto (von Frank Behling), auf dem beide Schiffe zu sehen sind.

Der Artikel selbst steckt hinter einer Bezahlschranke, aber das Foto ist zu sehen:
 
2 Kommentare
Christian B.
Christian B. kommentierte
Während ich den Tornado, den eine meiner Mitarbeiterinnen aus unserem Büro aufgenommen hat, vor lauter Arbeit nicht mitbekommen habe, konnte ich das Einlaufen der Gorch-Fock gestern aus dem Bürofenster heraus bewundern.
 
N
Nicname kommentierte
Hm seltsam, das Foto aus der Zeitung wirkt auf mich als sei es eine Fotomontage mit Schiffen aus dem Modellbaukasten. Kann aber auch eine übertriebene Wirkung des Anti-Dunst Filters, von Überschärfung und der Teleperspektive sein. Man sollte der Bildredaktion mal eine Fortbildung hinsichtlich des behutsamen Gebrauchs von Reglern in PS, LR & Co. angedeien lassen.
 

Captn Marc

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Weiter geht durch die Fahrt durch den Fehmarnbelt

Unser Radarbild mit Seekartenoverlay
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Deutlich zu sehen sind bei Puttgarden und Rødby die Baustellen für den Fehmarnbelt-Tunnel

Fähren und Baufahrzeuge
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Es wird kräftig gearbeitet und immer wieder müssen Sportfahrzeuge ermahnt werden nicht durch die Baustelle (Sperrgebiet) zu fahren, da sie offensichtlich nicht die aktuellsten Seekarten haben
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Und nachmittags wurde dann in der Mecklenburger Bucht noch mehr Messgerät ausgebracht.
Hier das Sidescan Sonar
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Das Sidescan wird ca. fünf Meter über dem Meeresgrund geschleppt und zeigt ein dreidimensionales Bild des Grundes am Rechner
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Dazu noch eine Luftkanone, die mit Druckluft in regelmäßigen Abständen einen Knall auslöst. Der Schall dringt in den Meeresboden ein und wird in den Schichtungen unterschiedlich reflektiert. Ein 250 Meter langer Streamer fängt das reflektierte Signal wieder auf und so können wir teilweise bis zu 400 Meter Tiel in den Meeresboden schauen.
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Und an unserer Backbordseite ziehen wir noch ein Magentometer hinter uns her, also vier Geräte, die teilweise an der Wasseroberfläche hinterherlaufen, teilweise dicht über dem Meeresboden, teilweise dicht hinter dem Schiff und eben teilweise auch 250 Meter hinter uns (was noch sehr kurz ist).
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Unsere CTD kommt dann auch immer wieder mal zum Einsatz, um die Wassersäule zu messen. Das machen wir entlang einer vorher seismisch vermessenen Strecke.
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Aber zum Einsatz der CTD später noch etwas mehr an Info.

Hier unsere Fahrtroute bis zum Dienstag Morgen
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Bis bald und Gruß
Marc
 
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snap7

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Moin Captn,

habe gehört der Uli Kunz der gerade beim Wiesner in Video war, ist gelegentlich auch mal Gast an Bord.

Leider war bei meinem Besuch in Kiel die Alkor gerade nicht im Hafen.

Tolle und interessante Eindrücke DAnke
 
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Captn Marc

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Der ursprünglich nicht geplante Einsatz der CTD

Der Einsatz der CTD war in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen und so hatten wir am Seitengalgen der Forschungswinde die Seilblöcke abgebaut. Also musste mal eben der passende Block aus dem Laderaum geholt und angebracht werden. Aber das ist kein Problem und wird schnell erledigt.

Zuerst aber wird alles geschleppte Gerät eingeholt.

Das Sidescan
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Das Magnetometer und der Streamer und die Airgun
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Der Block wird mit dem Kran aus dem Laderaum geholt und in die richtige Position zum Seitengalgen gebracht
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Seitengalgen aus- und runterfahren
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Und mit Hilfe des Kranes den Block einschäkeln
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Den Windendraht einlegen
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Und der Einsatz der CTD kann beginnen
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In Kürze geht die Reise weiter

Gruß Marc
 
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Captn Marc

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Mal wieder ein Besuch in Saßnitz

Die Nacht durch haben wir noch Profile im Arkonabecken, der Tromper Wiek und um die Kreidefelsen bei Saßnitz abgefahren
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Um dann entlang der Kreidefelsen langsam nach dem Frühstück Richtung Saßnitz zu laufen
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Leuchtturm Kollicker Ort
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Die Kollegen von Capt. Forty kamen uns auf ihrem Weg zum Windpark entgegen, @Capt. Forty
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Weiter entlang der Küste
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Ausblick aus der Pantry, mit dem iPhone
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Saßnitz in Sicht
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Und die Einfahrt mit Blick auf meinen Lieblingsliegeplatz :)
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Die CAP ARKONA auf dem Weg zur ersten Gästefahrt
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Und angekommen, direkt an der "Meile"
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Um die Mittagszeit verläßt die erste Gruppe Studenten das Schiff und am Nachmittag kommen die neuen Studenten. Wir bleiben über Nacht. Aber dazu später mehr Fotos mit Sonne.

Gruß Marc
 
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Captn Marc

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Ein schöner Tag in Saßnitz

Im Laufe des Vormittags wurde es am Donnerstag immer schöner und neben den notwendigen Arbeiten haben wir die Zeit für ein paar Spaziergänge und Besuche der örtlichen Gastronomie genutzt
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Die neuen Studenten werden vom 2. Offizier in Empfang genommen und Impfung und PCR-Tests überprüft.
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Abendstimmung um den alten Fischereihafen
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Und überall Möwen, die gerne bei den Touristen Eis und andere Dinge aus der Hand klauen
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ALKOR vor der untergehenden Sonne
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Und auch am Liegeplatz eine schöne Licht- und Farbstimmung
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Der Tag endete mit einem guten Essen und zwei Gläsern Wein in der Osteria vor Ort :hunger:


Bald geht die Reise hier weiter

Gruß Marc
 
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