Unsere Honigfabrik.......wie lange noch ?

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mmundoo

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Unsere Honigfabrik.......wie lange noch ?




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Gelöschtes Mitglied 5458

Guest
Ich glaube Dietmar spricht hier mehr vom großen Insekten-Schwund. Mein Bruder war auch viele Jahre Imker....
 
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HaDiDi

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Ich glaube Dietmar spricht hier mehr vom großen Insekten-Schwund. Mein Bruder war auch viele Jahre Imker....

Es gibt sicherlich eine abnehmende Biodiversität in Deutschland - Bebauung, Verstädterung und Monokulturen (zB. Mais für Biogasanlagen) zeigen Wirkung ….

aber die Honigbiene ist da eher nicht betroffen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltbienentag-die-honigbienen-sterben-nicht-a-1208252.html

Biene Maja …. (ähnlich wie Eisbär Knut), mögen ja emotionelle Werbeträger sein und ordentlich Spendengelder für (pseudo)-Umweltorganisationen einwerben, aber mit der ökologischen Wirklichkeit haben sie dann doch nicht so viel zu tun.

Tatsächliche Ökologie ist tatsächlich etwas komplexer und komplizierter.
 
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HaDiDi

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Gut gemeint, ist nicht automatisch auch ökologisch sinnvoll....

So ist zB. Bio-Landwirtschaft für die Artenvielfalt nachteilhaft. - Durch die deutlich geringeren Ernteerträge hat man 30-40% mehr Flächenverbrauch (mit Monokulturen), d.h. Flächen auf denen ein natürliches Ökosystem ohne menschlichen Eingriff erhalten bleiben könnte, werden zusätzlich "zerstört".


Alles nicht so einfach..... ;)
 
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dembi64

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Gut gemeint, ist nicht automatisch auch ökologisch sinnvoll....

So ist zB. Bio-Landwirtschaft für die Artenvielfalt nachteilhaft. - Durch die deutlich geringeren Ernteerträge hat man 30-40% mehr Flächenverbrauch (mit Monokulturen), d.h. Flächen auf denen ein natürliches Ökosystem ohne menschlichen Eingriff erhalten bleiben könnte, werden zusätzlich "zerstört".


Alles nicht so einfach..... ;)

Sorry, so einen M.... habe ich schon lange nicht mehr gehört. Solange dieses mehr an Fläche nicht mit Insektizide und Pestizide totgespritzt wird und somit jedes Insekt und jeder Grashalm, ist dies kein Problem weil eben NICHT die Artenvielfalt erheblich beeinträchtigt wird. Und genau darin liegt ja einer der Vorteil einer ökologischen Landwirtschaft.

Unabhängig der Diskussion Öko oder nicht, es muss nicht immer 30-40% der Ernte für die Mülltonne produziert werden was ja bei und durchaus der Fall ist. Und somit wäre auch dieses Problem keines mehr.
 
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HaDiDi

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dembi64

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Du hast es noch nicht gehört, Du hast noch nicht drüber nachgedacht, aber Du weißt , dass es Mist ist. :D

na Du scheinst dich ja ausführlich über mich informiert zu haben und mich gut zu kennen ;)
 
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G

Gelöschtes Mitglied 124093

Guest
Gut gemeint, ist nicht automatisch auch ökologisch sinnvoll....

So ist zB. Bio-Landwirtschaft für die Artenvielfalt nachteilhaft. - Durch die deutlich geringeren Ernteerträge hat man 30-40% mehr Flächenverbrauch (mit Monokulturen), d.h. Flächen auf denen ein natürliches Ökosystem ohne menschlichen Eingriff erhalten bleiben könnte, werden zusätzlich "zerstört".


Alles nicht so einfach..... ;)

Selten so einen Unsinn gelesen
 
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dmachaon

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Du hast es noch nicht gehört, Du hast noch nicht drüber nachgedacht, aber Du weißt, dass es Mist ist. :D


Vielleicht solltest Du Dich einfach mal informieren. - Dazu brauchst Du auch keine Primärliteratur lesen, fürs erste reicht sogar "Die Welt":
https://www.welt.de/debatte/komment...ft-fuehlt-sich-besser-Gutes-tut-er-nicht.html

Nee, die “Welt“ reicht da sicher nicht... der Artikel widerspricht sich an mehreren Stellen, berücksichtigt das Thema Artenvielfalt gar nicht erst und ist auch sonst sehr hypothetisch. Da wird behauptet, dass weil bio teurer ist, Geld für das Gesundheitssystem fehlt und deshalb Menschen sterben würden. Und ein Schlaukopf rechnet vor, wie viele das wären - am Beispiel der USA! :hehe: Weiß doch jeder, dass ausgerechnet der amerikanische Präsident, nun wo die Wirtschaft boomt, gleich viel mehr Geld in eine bessere Gesundheitsvorsorge steckt (die USA sind die einzige Industrienation mir sinkender Lebenserwartung).

Typisch Welt, oft nahe am rechtspopulistischen Quatsch.

Die effektivste und einfachste Methode dem Artensterben im Zuge der industriellen Landwirtschaft Einhalt zu gebieten ist übrigens die vegane, oder zumindest vegetarische Ernährung, das spart so richtig Fläche. Übrigens tun genau dies viele derer, die Bio kaufen - aber der Kontext ist dann wohl doch etwas zu komplex für eine kurze Schlagzeile.
 
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Klaus Harms

Administrator
Teammitglied
Administrator
Ich darf daran erinnern, dass es sich hier um ein Forum zum Thema Fotografie handelt, in dem natürlich auch kritisch argumentiert werden kann.

Aber da wir ja - bekanntlich - alle wissen, dass jetzt irgendwann der erste persönlich beleidigende Beitrag geschrieben wird, der dazu führt, dass dieses Thema entweder geschlossen wird und/oder von Dumpfbackenpostings gereinigt werden muss, darf ich darauf hinweisen, TOPIC zu bleiben.

Wer nicht weiß, was TOPIC bedeutet, darf mir gern eine private Nachricht schreiben, damit ich ihm auf den Baum oder auf die Sprünge helfen kann.

Vielen und geschätzten Dank!
 
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Kay

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Platin
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Ich darf daran erinnern, dass es sich hier um ein Forum zum Thema Fotografie handelt, ...

Vielen und geschätzten Dank!



Logisch, Chef !

Aktuelles Foto zum Thema vom Auslands-Fotodienst


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Mandelblüte mit Honigproduzent-Mitarbeiterin auf mallorquinischer Streuobstwiese :

Mandeln, Oliven, Zitronen, Granatäpfel, Kakis, Mispeln, Appelsinen, Appel, Birne, Pflaume, Pfirsich und viele Kräuter
keine Monokultur
und Hugo :fahne: meint : auch kein Stereo !

 
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HaDiDi

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Die effektivste und einfachste Methode dem Artensterben im Zuge der industriellen Landwirtschaft Einhalt zu gebieten ist übrigens die vegane, oder zumindest vegetarische Ernährung, das spart so richtig Fläche.

Ich denke, wir liegen recht nahe beieinander.

Ziele (Schutz der Biodiversität) sind deckungsgleich, nur die Prioritätensetzung ist verschieden. - Letztendlich geht es doch darum, möglichst große, zusammenhängende Flächen von menschlichem Eingriff zu verschonen. Und dabei hat artenreicher tropischer Regenwald eine höhere Priorität, als Tundra-Gebiete, oder auch artenarmer, deutscher Buchenwald.

Wenn man tropischen Regelwald großflächig abholzt und dann auf den Flächen Bio-Soja anbaut, kommt es zu einer Artenreduzierung von rund 95%... wird stattdessen Hightech-Gen-Soja angebaut, liegt der Artenverlust auf diesen Flächen bei geschätzten 98%..... Bedenkt man dann noch, dass Gen-Soja 40-50% höherer Erträge bringen, dann muss bei Bio-Soja deutlich mehr Regenwald abgeholzt werden. Das Für und Wider kann sich dann jeder selbst ausrechnen.

Wahrscheinlich ist diese Diskussion aber eher akademisch.... bis 2050 haben wir weitere 2 Mrd. Menschenkinder mehr auf der Erde und Tropenwälder wurden bis dahin um weitere 50% (per Stand heute) abgeholzt. - Das gleichen dann 5 Meter unbewirtschafteter Randstreifen an bayrischen Flüssen ganz sicher nicht aus.


In diesem Sinne einen schönen Sonntag.
 
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Kay

NF-F Platin Mitglied
Platin
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... Bedenkt man dann noch, dass Gen-Soja 40-50% höherer Erträge bringen, dann muss bei Bio-Soja deutlich mehr Regenwald abgeholzt werden. ... .

Und wenn die Betreiber bei Gen-Soja, Gen-Mais und jedem anderen Gen-Dreck nur das Dollar-Zeichen vor den Augen haben, wird doch noch mehr abgeholzt.

Früher haben wir mal an das Gute im Menschen geglaubt - das ist lange her.
Jetzt ist mein Bart weiß geworden und die Erkenntnis ist und bleibt,
dass es allen und immer nur um Geld, Macht, Anerkennung und noch mehr Geld geht.

Abgeholzt wird nicht darum, dass Menschen etwas zu essen haben,
abgeholzt wird, um Profit zu machen.
Money makes the World ... - nichts neues - so ist es und so bleibt es.
 
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HaDiDi

Sehr aktives Mitglied
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Abgeholzt wird nicht darum, dass Menschen etwas zu essen haben,
abgeholzt wird, um Profit zu machen.
Money makes the World ... - nichts neues - so ist es und so bleibt es.

Ganz so einfach ist es nicht.

Man muss seine Produkte dann auch absetzen können.... ich sag mal so: "weniger Münder, haben weniger Hunger" der Starting-Point sollte damit klar sein.
 
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dmachaon

Sehr aktives Mitglied
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Wenn man tropischen Regelwald großflächig abholzt und dann auf den Flächen Bio-Soja anbaut, kommt es zu einer Artenreduzierung von rund 95%... wird stattdessen Hightech-Gen-Soja angebaut, liegt der Artenverlust auf diesen Flächen bei geschätzten 98%..... Bedenkt man dann noch, dass Gen-Soja 40-50% höherer Erträge bringen, dann muss bei Bio-Soja deutlich mehr Regenwald abgeholzt werden. Das Für und Wider kann sich dann jeder selbst ausrechnen.


Hmm, wie kommst du auf die Zahlen 95/98%?
Dieser Wikipedia-Artikel gibt eine ganz gute Übersicht (inkl. Quellen): https://de.wikipedia.org/wiki/Ökologische_Landwirtschaft

Laut des Artikels sind Bioflächen im Vergleich zu konventionell genutzten Flächen um 30% artenreicher und gar 50% artendichter, auch große Metaanalysen stützen dies, s.u. (Weltagrarbericht).

Und noch einmal: all die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft dient nur einem einzigen Zweck, nämlich der Umsatzsteigerung. Dies wird einfach dadurch erzielt, dass immer mehr Fleisch produziert wird. Die Deutschen futtern jährlich etwa 60 Kilo davon, das ist zwar eine leicht rückläufige Tendenz, aber wir produzieren und exportieren immer mehr davon (letztes Jahr wieder ein neuer Rekord).
Das Mantra der Agrarkonzerne ist ja immer das gleiche: die wachsende Weltbevölkerung könne nur durch noch mehr Intensivierung und Gentechnik ernährt werden, aber das ist ein Märchen, das der Profitmaximierung dient. Denn würden wir merklich weniger Fleisch essen, könnte der Großteil unserer Nahrung ökologisch angebaut werden, mit positiven Effekten auf Energieverbrauch, Klima, Artenvielfalt, Wasserqualität - und das bei gleicher Fläche.


Wikipedia schreibt dazu: “In Kombination mit dem Verzicht auf Kraftfutter, einer entsprechenden Reduktion des Konsums tierischer Produkte und mit der Reduktion von Nahrungsmittelabfällen kann der Biolandbau eine wichtige Rolle in einem nachhaltigen Ernährungssystem spielen. Dabei wäre die Ernährung der Weltbevölkerung auch bei über 9 Milliarden im Jahre 2050 gesichert, der Landverbrauch würde nicht zunehmen, die Treibhausgasemissionen würden vermindert und die negativen Auswirkungen des heutigen intensiven Ernährungssystems wie große Stickstoffüberschüsse oder hohe Pestizidbelastung würden stark reduziert werden. Die Umstellung auf Biolandbau bei sonst gleichbleibenden Konsummustern würde hingegen zu einem erhöhten Flächenverbrauch führen.“

Siehe auch:
https://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/fleisch-und-futtermittel.html


Denn um 1 Kalorie Fleisch zu produzieren sind 7-10 Kalorien Getreide nötig - das man auch direkt essen könnte. Zwei Drittel (!) unserer landwirtschaftlichen Flächen dienen allein der Produktion von Fleisch, vom Wasserverbrauch, CO2-Ausstoß, der ganzen Gülle, etc. ganz zu schweigen.

Um auf dein Ausgangsbeispiel zurückzukommen: das auf vom Regenwald gerodeten Flächen angebaute Soja wird ja nicht zu Tofu verarbeitet, sondern an Rinder verfüttert. Die früher endlos erscheinende argentinische Pampa ist mittlerweile Sojaland, um den europäischen Hunger nach billigem Viehfutter zu stillen, genau so wie der verschwundene brasilianische Regenwald.


Wahrscheinlich ist diese Diskussion aber eher akademisch.... bis 2050 haben wir weitere 2 Mrd. Menschenkinder mehr auf der Erde und Tropenwälder wurden bis dahin um weitere 50% (per Stand heute) abgeholzt.

Dass das nicht zwingend ein Problem darstellt, habe ich oben dargelegt.
Davon abgesehen ist es immer schwer, sich an die eigene Nase zu fassen, aber leicht, die Schuld anderen zuzuschieben. Dabei verbraucht kaum einer mehr Ressourcen pro Kopf als die Deutschen und steht Deutschland in punkto Bevölkerungsdichte an Platz 21 weltweit, denn auch wir haben uns während der industriellen Revolution gehörig vermehrt.
Was willst du tun? Dich umbringen? Den Asiaten Geburtenkontrollen vorschreiben? Wir haben ja selbst panische Angst vor einer schrumpfenden Gesellschaft, da unser Wirtschaftssystem zwingend Wachstum braucht. Und verbrauchen immer mehr Ressourcen, dabei gibt es weder das Recht auf billige Flüge noch die tägliche Bratwurst.


Das gleichen dann 5 Meter unbewirtschafteter Randstreifen an bayrischen Flüssen ganz sicher nicht aus.

Um den Bogen zum Topic zu schlagen: mittlerweile ist bekannt, dass Glyphosat die Darmflora von Bienen schädigt und mitverantwortlich für das Insektensterben sein könnte. Ich kenne einige Biotope aus meiner Heimat ganz gut und muss immer wieder feststellen, wie extrem die Artenvielfalt abgenommen hat. Mittlerweile sehe ich nur noch Bläulinge und ein paar Fliegen wo ich früher locker 30 Schmetterlingsarten am Tag zählte. Reptilien und Amphibien sind gänzlich verschwunden. Dabei sind die Biotope äußerlich intakt, aber umzingelt von Intensivflächen, deren Gülle und Pestizide ja nicht am Grünstreifen halt machen.

Ich persönlich möchte keine Aufteilung der Erde in landwirtschaftliche Wüsten und Naturschutzgebiete hier und da, sondern auch ein paar Insekten an bayerischen Füssen.
 
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HaDiDi

Sehr aktives Mitglied
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Hmm, wie kommst du auf die Zahlen 95/98%? …. sind Bioflächen im Vergleich zu konventionell genutzten Flächen um 30% artenreicher und gar 50% artendichter....

Ich dachte, meine Zahlen sind selbsterklärend, aber gerne beschreibe ich den Sachverhalt auch mit "Symbolzahlen", die die Größenverhältnisse verdeutlichen:

Nehmen wir mal an, dass auf einer größeren, zusammenhängen Fläche rund 5000 Arten (ohne Mikroorganismen) im Tropenwald gezählt wurden. Wird diese Fläche nun gerodet und Bio-Soja angebaut, dann findet man dort noch ca. 250 Arten, bei Hightech Gen-Soja nur noch 100 Arten..... Ja, Bioanbau ist in diesem Beispiel sogar 150% artenreicher, als grüne Gentechnik, aber im Vergleich zum komplexen Ökosystem Tropenwald ist beides ein Umweltgau. - Berücksichtigt man dann beim Bio-Soja deutlich geringere Erntemengen, dann relativiert sich der angebliche Biovorteil ins Gegenteil.

Also komplexe, sehr artenreiche Ökosysteme, die quasi das Arten- und Gen-Reservoir für die "Neubesiedelung" zerstörter Zonen darstellen, sollten besonders geschützt werden.


Denn würden wir merklich weniger Fleisch essen, ..... Die Umstellung auf Biolandbau bei sonst gleichbleibenden Konsummustern würde hingegen zu einem erhöhten Flächenverbrauch führen.“


Wenn ich mir so die Konsum- und Essgewohnheiten der gerade aufstrebenden Mittelschicht in Indien und China anschaue, dann sieht es dort nicht nach Verzicht aus. Da will man nicht nur mehr Fleisch, sondern vor allem ausgefallene Fleischsorten und besondere Proteinquellen.

Und die gewaltige Bevölkerungszunahme der nächsten 30 Jahre wird hauptsächlich in muslimischen Staaten und in Schwarzafrika stattfinden, ob die sich kurzfristig zu Konsumverzicht und vegetarischem Essen überzeugen lassen???? Ich habe da so meine Zweifel.


Was willst du tun?

Wie ich bereits sagte, vermutlich ist die Diskussion akademisch.... wird das Hauptproblem, die dramatische Überbevölkerung (Menschen brauchen nicht nur Nahrung, sondern auch Unterkunft und wollen konsumieren) nicht angegangen und gleichzeitig die Tropenwälder geschützt, dann kann man nur auf den Ökogau warten und hoffen, dass sich danach die Natur von der Infektionskrankheit Homo sapiens gut erholen wird. :D


Übrigens, eine höhere globale Durchschnittstemperatur und eine CO2 Konzentration von 600-1000 ppm in der unteren Atmosphäre würden für mehr Biomasse und damit auch der Biodiversität förderlich sein. Es bleibt spannend.
 
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Kay

NF-F Platin Mitglied
Platin
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- Berücksichtigt man dann beim Bio-Soja deutlich geringere Erntemengen, dann relativiert sich der angebliche Biovorteil ins Gegenteil.

Du meinst, bei Bio-Soja würde man mehr Fläche anbauen als bei Gen-Soja, weil Bio-Soja weniger Ertrag bringt.
Andersherum :
Man wird bei Gen-Soja mehr Fläche nehmen als bei Bio-Soja, weil der Ertrag höher ist.
Damit steigt der eigene Profit - nur das zählt.

Wenn ich mir so die Konsum- und Essgewohnheiten der gerade aufstrebenden Mittelschicht in Indien und China anschaue, dann sieht es dort nicht nach Verzicht aus. Da will man nicht nur mehr Fleisch, sondern vor allem ausgefallene Fleischsorten und besondere Proteinquellen.

Eben drum - das verspricht Profit. Also Gen-Soja, Gen-Mais, Monokulturen, den Boden zerstören.
Wen stört das Gejammer der Nachwelt, wenn der Profit jetzt stimmt ?
Jetzt kassieren wir ab !

Da ist doch kein Bauer mehr mit der Hacke, der nur die Früchte nimmt, die er und seine Familie brauchen.
Die Konzerne wollen Profit.
Ein Manager, der Bio will, wird gefeuert. Träumer brauchen wir nicht - das ist die Einstellung.


Wie ich bereits sagte, vermutlich ist die Diskussion akademisch.... wird das Hauptproblem, die dramatische Überbevölkerung (Menschen brauchen nicht nur Nahrung, sondern auch Unterkunft und wollen konsumieren ...

Das ist es : Steigender Konsum bringt steigenden Profit !

Haut die Fläche platt - Konsum braucht Gen-Mais - hier bei uns.

Da braucht man nicht in irgendeinen Regenwald zu gehen, oder nette Rechenbeispiel zu bauen.

Das passiert heute !

Das passiert vor unserer Tür !

Hier wird kassiert - nimm die Brille ab und schau vor Deine Tür - geh bei uns auf die Felder - heute noch !
 
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Lydian

Nikon-Clubmitglied
NF Club
Registriert
Das Thema Bienensterben bzw. Rückgang der Bienenpopulationen ist komplex. Vordergründig geht es um die Honigbiene, tatsächlich sind jedoch die Wildbienen stärker gefährdet. Dass die konventionelle Landwirtschaft beispielsweise mit ihren Monokulturen und der Nutzung von Pestiziden und Neonicotinoiden einen erheblichen Teil dazu beiträgt wird nicht von vielen bestritten, bedarf aber noch der gründlicheren Untersuchung. Der zu beobachtende Rückgang der Honigbiene hat auch andere Ursachen. Nachwuchsmangel unter den Imkern, Varoa-Milben, hohe (in ihren Ursachen letztlich ungeklärte) Winterverluste etc. In Deutschland sank die Zahl der Bienenstöcke von 2 Mio. im Jahr 1961 auf 0,7 Mio. 2014 (Quelle: FAO).
Derzeit stehen mehr als 230 der ca. 550 deutschen Wildbienenarten auf der Roten Liste gefährdeter Arten, 26 sind als „extrem selten“ eingestuft.

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In meiner Familie gibt es sowohl Imker als auch Bio-Bauern. Seit 30 Jahren erlebe ich einen Demeter-Betrieb aus der familiären Nähe mit. Wer behauptet, dass biologische Landwirtschaft sich nachteilig auf die Artenvielfalt auswirke, weiß offensichtlich wenig von Fruchtfolgen, Untersaaten, Zwischenfrüchten. Ganz zu schweigen davon, dass ein solcher Betrieb eine Kreislaufwirtschaft bildet mit dem Ergebnis, dass nur in seltenen Ausnahmefällen nicht eigenproduziertes Futter zugekauft wird und die Zahl der Tiere stark begrenzt ist. Mit den Konsequenzen, dass eben kein Soja aus Brasilien importiert werden muss und die Felder mit dem Mist der eigenen Tiere nicht überdüngt werden.

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Und noch ein Wort zum Fleischkonsum:
Wenn ich mir so die Konsum- und Essgewohnheiten der gerade aufstrebenden Mittelschicht in Indien und China anschaue, dann sieht es dort nicht nach Verzicht aus. Da will man nicht nur mehr Fleisch, sondern vor allem ausgefallene Fleischsorten und besondere Proteinquellen.
Ich kenne die Vorlieben der genannten Mittelschicht nicht. Aber bis der durchschnittliche Inder den Fleischkonsum des durchschnittlichen Deutschen erreicht muss er noch gewaltig aufholen. In D pro Kopf: 87,9 kg p.a.; Indien: 4,1 kg p.a. (Zahlen: FAO, für 2011, also nicht sehr aktuell).

 
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