unbekanntes Objektiv


senx

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen,

vor Jahren ist mir mal ein Objektiv zugelaufen, mit dem ich so richtig nichts anfangen kann.
folgende Beschriftung :
P.Angenieux Paris
F 35-350
Type 10 x 35
1:3,8
Das Teil hat mehrere Stell/Schrittmotoren zur Bedienung von Blende und Brennweite angebaut, ein böser Mensch hat leider das Bedienpult (??) abgeschnitten.
Das Objektiv ist 47 cm lang und wiegt knapp 20 kg.

Kann mir von Euch jemand was genaueres zu Verwendung, evtl. Wert usw. sagen ?

Beste Grüße und danke
Wolfgang
 

rapfa

Unterstützendes Mitglied
Ich kann Dir leider nichts zu dem Objektiv sagen.
Aber stell doch mal eine Aufnahme von dem Teil rein,
würde mich wirklich interessieren wie das ausschaut.

Grüße
Rainer
 
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Heiko Men.

NF-F "proofed"
Das Ding sieht aus wie ein Fluxkompensator! :eek:

Im Ernst: Kann mir nicht vorstellen, dass das für den Anschluss an eine SLR-Kamera gedacht/geeignet ist. Ist bestimmt aus dem Film/Kinobereich....

Gruß
Heiko
 
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rapfa

Unterstützendes Mitglied
ein krasses Teil :)
Da bin ich echt auf weitere Antworten gespannt.

Ich hab mal in Wikipedia gestöbert :

Pierre Angénieux (* 14. Juli 1907 in Saint-Héand bei Saint-Étienne; † 26. Juni 1998) war ein französischer Mathematiker, Ingenieur und Unternehmer.


Für seine Leistungen in der Entwicklung, Erforschung und Fertigung von Filmoptiken wurde er mit zwei Oscars ausgezeichnet. Er gilt als der Entwickler des Retrofokus und des Zoom-Objektives und seine Optiken wurden und werden von prominenten Regisseuren wie beispielsweise Stanley Kubrick und Peter Jackson genutzt. Die ersten Schritte der Menschheit auf dem Mond während der Apollo-11-Mission wurden, wie auch die ersten Aufnahmen des Mondes durch eine Ranger-Sonde, mit von ihm entwickelten und gefertigten Optiken aufgenommen.


Grüße
Rainer
 
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ykohwai

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Sieht eher aus wie ein Objektiv für Film (35mm) oder Fernsehkameras.

Gruß

Martin
 
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D

DerLange

Guest
auf dem ersten Blick dachte ich, da liegt ne Allison-Turbine :)
 
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senx

Unterstützendes Mitglied
Ich mache morgen noch ein paar genauere Bilder und stelle sie dann zur Verfügung. Heute ist es zu dunkel und vor allem zu stürmisch.

F-Mount ist nicht dran, sondern steckt die erste, zur Kamera gerichtete Linse in einem 55 mm Rohr ohne jedweden Anschluß.

Ich bin schon am überlegen, einen 42er Zwischenring zu einem Adapter umzubauen und dann spaßerhalber mal eine MTL 5 dran zu hängen. So groß ist der Aufwand nicht, die Stellmotoren lassen sich per Hand übergehen (das Ding funktioniert astrein).

Ja, weitere Antworten interessieren mich natürlich auch.

Schönen Abend erstmal
Wolfgang
 
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Sieht aus wie ein Objektiv für eine (also bewegte Bilder).

Jürgen
 
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tengris

Sehr aktives Mitglied
Angenieux war und ist Hoflieferant diverser Hersteller von Filmkameras. Das begann mit den Objektiven der Beaulieu 8mm und 16mm Kameras über das "Immerdrauf" 12-120mm der 16mm Arris von der ST bis zur SR Serie, bis zu diversen Optiken für 35mm Film. Bei Objektiven für 35mm Film (alles andere scheidet auf Grund der Größe aus) ist es aber üblich, mit manuell zu bedienenden Stellelementen zu arbeiten. Auch hat das Teil offensichtlich kein Arri Bajonett, was ich da mal erwarten würde. Damit würde ich Kinofilm als Aufnahmeformat ausscheiden.

Auf Grund der Größe und der diversen Stellmotörchen würde ich auf ein Objektiv einer Fernsehstudiokamera der 70er Jahre tippen. Die Brennweite ist nämlich selbst für 35mm Film (welcher ziemlich genau APS-C entspricht) sehr lang. Das klingt sehr nach 3-Röhren-Sony oder Bosch Kühlschrank am hydraulischen Hebestativ, so wie man die Dinger früher bei Fernsehübertragungen im Hintergrund durch Bild fahren sehen konnte. Auch die Tatsache, dass das Ding einfach so "zu läuft" würde darauf hindeuten. Professionelle Kinofilmobjektive laufen nicht zu. Auch nicht solche aus den 70er Jahren.

Ich würde bezweifeln, dass man mit dem Ding noch sehr viel anfängt. Die Bedienelemente auf Handbetrieb unzubauen ist schon nicht einfach. Über die elektische Beschaltung wird man keine Unterlagen kriegen und die dazu gehörige Kamera ist offensichtlich nicht dabei. Die Umrüstung auf Nikon Bajonett könnte klappen, da die Fernsehkameras auf Grund des notwendigen RGB-Ausspiegelprismas eher ein hohes Auflagemaß hatten, aber sicher ist es nicht.

Die Röhrenvideokameras der damaligen Zeit hatten recht große Aufnahmeformate (über 1 Zoll Röhrendiagonale) bei PAL Auflösung, und einer Videobandbreite von etwa 6 MHz, was etwa 0.5 Megapixel ensprechen dürfte (so genau ist das bei analogen Videogeräten nicht umrechenbar). Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Objektiv DX oder FX Format auszeichnet, aber die Auflösung ist auf ein Fernsehbild und nicht auf eine 12 Megapixel Kamera gerechnet. Die Auflösung des Objektives ist sicher höher, deutlich mehr als die Qualität einer 2 Megapixel Kamera würde mich aber überraschen.
 
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foxmulder

Auszeit
Könnte das , aufgemotzt mit Stellmotoren?
Die englische Übersetzung der Webseite (irgendwie bekomme ich keine Verlinkung auf die Babelfish-Übersetzung hin, sorry) stützt auf jeden Fall die These bzgl. einer alten Fernsehkamera.

Gruß
Dirk
 
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tengris

Sehr aktives Mitglied
Könnte das dieses Objektiv sein, aufgemotzt mit Stellmotoren?
Es denke, es ist genau umgekehrt. Beim argentinischen Objektiv wurden die Stellmotoren entfernt. Es sieht auch etwas länger aus, weil es auf Nahgrenze fokussiert wurde. Bei senx's Objektiv sieht man nur die Unendlichmarkierung aus dem Tubus lugen. Was mir allerdings schmerzlich fehlt, ist jegliches Bedienelement für die Blende. Das würde man selbst bei einer testweisen Verwendung als Fotoobjektiv schon gerne verwenden.

Im übrigen gefällt mir der selbstbewusste Preis von $ 1.200.-. Wenn schon, dann gleich in die Vollen. Das dürfte zwar ein Bruchteil des einstigen Wertes sein, aber der potentielle Anwenderkreis dürfte sich heute doch in Grenzen halten.

P.S.:
"Objetivo usado en camaras de TV en los primeros años de la television" schaffe ich gerade noch ohne Babelfish. Wobei ich da unserem argentinischen Freund etwas widersprechen muss. Als das (Schwarzweiß-) Fernsehen tatsächlich noch in den Kinderschuhen steckte, hatten die Kameras einen Objektivrevolver mit 3 bis 5 festbrennweitigen Linsen.
 
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senx

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

das Objektiv aus Argentinien isses !!
Nur das bei diesem das ganze drum und dran abgebaut wurde. Das einzige was noch verblieben ist, sind die beiden Zahnräder wo die Motoren dann eingriffen.

Heute Nachmittag kommen von mir noch ein paar Bilder.

Bis dann
Wolfgang

1200$ nehme ich auch - Versand wäre bei diesem Preis dann kostenlos.:D:D
 
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senx

Unterstützendes Mitglied
Wenn hier im Forum niemand Bedarf anmeldet, geht das Ding nächste Woche in die Bucht.
Ich kann´s nicht gebrauchen, es nimmt auch nur Platz weg.

Gruß
Wolfgang

P.S.: Danke jedenfalls für die hilfreichen Antworten.
 
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