Tolles Licht - seltsame Perpektive?


duospilus

Unterstützendes Mitglied
Moin,
heute Nachmittag bin ich aufgebrochen um eine alte Industrieruine, die jetzt als Kulturfabrik genutzt wird, zu fotografieren,
doch leider war es fast schon zu spät (zu dunkel) und dazu war ein sehr komischer Himmel.
Sonnenstrahlen, normale weiße Wolken und dicke schwarze Regenwolken.
Natürlich sind 99% der Fotos in die Hose gegangen.
Eines gefällt mir und dies aber nur durch das Licht, das sich in den Scheiben spiegelt und eigentlich den dramatischen Himmel wiedergibt.

Was mich aber total irre macht ist die Perspektive.

Was könnte ich an dem Bild anders machen?
Sollte ich es beschneiden oder ausrichten?
Wie geht man architektonische Fotografie überhaupt an?

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Auf jeden Fall werde ich die Tage etwas früher dorthin gehen und mich dort mal auslassen, denn es gibt dort reichlich interessante Motive.
 

pulsedriver

Unterstützendes Mitglied
So lassen! Die Helligkeit stimmt, der Ausschnitt auch, sowohl das Blau oben rechts als auch das Orange unten links sind wichtig. Also nichts zu meckern am Aufbau.

Ich würde mich einfach an diesem guten Bild freuen!

Grüsse,
Sebastian
 
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tengris

Sehr aktives Mitglied
Was könnte ich an dem Bild anders machen?
Sollte ich es beschneiden oder ausrichten?
Wie geht man architektonische Fotografie überhaupt an?
Warum machst du nicht beides und siehst wie es sich auswirkt? Gerade an einem Ding, das nicht wegläuft sind der Experimentierwut keine Grenzen gesetzt.

Mit der klassischen Architekturfotografie ist es halt wie mit der Fotografie im Allgemeinen. Dem Schüler werden die Regeln eingbleut, damit er sie als Meister dann brechen kann. Sprich entweder mit Großformatkamera und Verstellung. damit halt alle Senkrechten senkrecht bleiben und das ganze dann aussieht wie ein Würfel im Geometrisch Zeichnen. Eben dasselbe kann man auch am Computer entzerren. Wobei hier die dritte Dimension etwas schwieriger zu kontrollieren ist. Da gehört ein wenig Gefühl dazu, damit das Ergebnis nicht gestaucht oder gestreckt wirkt.

Wenn man sich aber die Arbeiten guter Architekturfotografen ansieht (ich habe einen vor meinem geistigen Auge, habe leider den Namen vergessen), dann sieht man, dass Großformatkamera und/oder besondere Lichtstimmung oder besondere Perspektive kein Widerspruch sein müssen.

Ich werde mal googlen, ob ich die Seite noch finde. Hier schon mal ein Beispiel Architekturfotografie.
 
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duospilus

Unterstützendes Mitglied
Moin,
vielen Dank erst einmal für eure Tipps und Kritik, schöner kann ein Tag doch nicht beginnen. :hallo:

@tengris
Ich sehe das auch spo, das eine Orientierungslinie im Bild sein sollte.
Entweder eine Senkrechte, oder eine Waagerechte. Hier ist es die waagerechte Dachkante unten geworden.
Dabei sind leider die Fenster teilweise angeschnitten worden und das stört mich ein wenig.
Im nachhinein denke ich mir, das ich vielleicht die Senkrechte als Gerade hätte nehmen sollen,
aber ich weiß natürlich ob Wirkung dann so esen wäre, wie sie jetzt ist.
Da ich das Bild auch so aufgenommen habe, gibt es leider nicht viele Möglichkeiten des beschneidens,
da ich unweigerlich denmel oder das orange Fenster wegschneiden müßte.

Es bliebe noch die Möglichkeit, durch einen Ausschnitt, noch etwas anderes aus dem Bild heraus zu holen.
Ich werde es mal versuchen.
 
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Wolfer

NF-F "proofed"
Hallo Norbert,

wenn man nah am Objekt dran steht, lassen sich stürzende Linien selten vermeiden. Sie haben aber durchaus ihre Berechtigung als gestalterisches Mittel. Sachlicher wird das Ganze, wenn man die Möglichkeit hat, ein Gebäude aus weiterer Entfernung mit einem Tele aufzunehmen, dann vermeidet man stürzende Linien.

Hier könnte ich mir auch gut eine Frontalaufnahme der Treppe mit der dahinterliegenden Fensterfront, ggf. sogar s/w, vorstellen. Hätte sicherlich einen guten, grafischen Effekt. Ein bisschen stört, dass der Turm rechts oben angeschnitten ist. Eine etwas kleinere Blende hätte vielleicht auch geholfen die rechte, untere Ecke noch scharf zu bekommen, das kann aber auch ggf. eine Überstrahlung sein. Ansonsten kann man sich Dein Bild gut anschauen.
Ach ja, wenn ich Architektur fotografiere, nehme ich i.d.R. ein Stativ mit. Denn man hat Zeit, weil das Motiv ja nicht wegläuft.
 
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KrischanDO

Unterstützendes Mitglied
Hi,

schneid mal den Trauerrand ab! ;)

Ansonsten: Es lohnt sich, noch eine viertel Stunde später draufzudrücken, wenn der Himmel noch dunkler ist.

Versuch' es nochmal richtig schräg, durch die gerade Dachrinne bekommt der Rest etwas "verkipptes".

Wenn schon schräg, dann richtig!
und: STATIV!

Mich irrtiert auch die Verteilung der Helligkeit: Links unten, rechts unten und rechts oben sind helle Partien, in der Mitte ist ein mitteltöniges Gemauschel.
Das nimmt dem Bild die "Gefasstheit".

Grüße
Christian
 
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duospilus

Unterstützendes Mitglied
Hallo Christian,
ja das Stativ ist wirklich Pflicht, dann hätte ich auch nicht so viele Bilder in die Tonne hauen müssen und hätte noch ein wenig mehr mit den Einstellungen spielen können.

Leider komme ich von der Seite nicht näher an das Objekt ran. Mauern, Zäune und Häuser verhindern das.

Ich denke das ich mich morgen nochmals dort hin bewegen werde.

@Wolfer
Die Frontalaufnahme ist eine gute Idee.
 
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