Tiere in freier Wildbahn fotografieren, aber wo?

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nikooner

Auszeit
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Hallo,

ich würd gern mal mein Tele testen, und ich dachte so an Tiere in freier Wildbahn. Rehe, Hirsche, Wilschweine....aber wo findet man die? Klar im Wald, aber gibt es da spezielle Orte oder Zeiten?

Danke im vorraus
nikooner
 
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pedro2007

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Dann musst Du eine rote Jacke oder eine schussichere Weste anziehen.

Bei uns ist z.T Jagdzeit.

Im Ernst: Die Jäger und Waldbesitzer wissen viel.

LG
Peter
 
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habedehre

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Hallo,


Ja, Jäger, Bauern, Waldbesitzer sind ein guter Anlauf. Ansonsten ist weniger der Wald zu empfehlen, sondern Äcker, die in der Nähe von Wäldern liegen. Im Wald selbst wirst du kaum eine Chance haben, ein Reh zu erwischen.

Und was Wildschweine angeht: Da brauchst du schon sehr sehr viel Glück.

Ach ja, Tageszeitpunkt: Am besten frühmorgens, wenn es gerade etwas hell wird. Alternativ geht auch spätabends, kurz vor bzw. nach Sonnenuntergang. dann wird´s allerdings knapp mit dem Licht.

Noch ein Tipp: Generell kannst du davon ausgehen, dass da, wo ein Jägerstand steht, auch ab und zu ein Tier vorbei kommt.

Gruß

Christoph
 
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kuhnos

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Hallo,
ist in unseren Breiten sicher nicht ganz leicht.
War vorgestern zu Üben im Wildpark. Wollte auch mal das 70-300 testen.





Viele Grüße
Heiko
 
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georg.strauch

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Hallo Nikooner,

weiss ja nicht wo Du wohnst, aber sollte es im Rheinland oder Nähe Eifel sein, schau doch mal hier http://www.hochwildpark-rheinland.de/

Sehr weitläufig und daher Puplikum sehr gestreut, so daß Du genug Gelegenheit hast, ungestört Aufnahmen zu machen.

Alle von Dir gesuchten Tiere in reichlicher Anzahl in natürlichem Freigehege.
 
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RolandOeser

Sehr aktives NF Mitglied
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Kann irgendwo nicht nachvollziehen wieso es so schwer sein soll Tiere in
freier Wildbahn zu finden.

Man muss natürlich früh aufstehen. Ich wohne ein paar Kilometer ausserhalb
von Köln, in der Umgebung gibt es Felder und Wälder, und in den Wäldern
kann man Rotwild, Hasen, unterschiedlichste Vogelarten und noch jede
Menge mehr fotografieren, wenn man früh genug aufsteht und nicht gerade
mit dem Auto bis in den Wald rein fährt. Man sucht sich ein Plätzchen
und muss sich natürlich still verhalten. Je nach Windrichtung muss man
darauf achten das die Tiere keine Witterung von einem aufnehmen.

Roland
 
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Nikonfuchs

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wollte schon immer mal im freien Natur Tiere bilder machen, da braucht man viel Zeit, und auch Geduld.
Und auch öfter mal früh aus dem Bett ( bin leider schwer aufstehen, grins)

Und auch den Tarnzelt mitnehmen und ganz still sitzen , keine Lärm, Windrichtgung beachten und natürlich auch mit längere Brennweite..

man kann über Jäger fragen, wo bestimme Tiere leben...
 
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nikooner

Auszeit
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weiss ja nicht wo Du wohnst
Sachsen, wo die schönen ....Rehe wachsen :hehe:

Kann irgendwo nicht nachvollziehen wieso es so schwer sein soll Tiere in
freier Wildbahn zu finden.
Ich war in letzter Zeit mit meiner Kamera viel unterwegs, auch in Wäldern oder in der Nähe....zwar war ich nicht auf der Suche nach Tieren, aber gesehen habe ich trotzdem keine.

Der Tip, dass man besser außerhalb vom Wald lauert, ist doch schon prima ;)
 
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Furby

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RolandOeser schrieb:
Kann irgendwo nicht nachvollziehen wieso es so schwer sein soll Tiere in
freier Wildbahn zu finden.

Man muss natürlich früh aufstehen. Ich wohne ein paar Kilometer ausserhalb
von Köln, in der Umgebung gibt es Felder und Wälder, und in den Wäldern
kann man Rotwild, Hasen, unterschiedlichste Vogelarten und noch jede
Menge mehr fotografieren, wenn man früh genug aufsteht und nicht gerade
mit dem Auto bis in den Wald rein fährt. Man sucht sich ein Plätzchen
und muss sich natürlich still verhalten. Je nach Windrichtung muss man
darauf achten das die Tiere keine Witterung von einem aufnehmen.

Roland

Nein, es ist noch viel schwieriger:

Zum einen solltest Du Dir in jedem Fall vom Grundstückseigentümer und/oder vom Grundstücksbesitzer (Jagdausübungsberechtigten) eine entsprechende Genehmigung holen, oder was würdest Du sagen, wenn Du morgen früh aus dem Schlafzimmerfenster schaust und würdest erblicken, wie ich gerade auf den Plümschen Deines Gartens Insekten knipse und dabei die anderen Plümchen platttrete und etwas anderes tust Du nicht, wenn Du in einem Wald den Weg verlässt und Dich in die Einstände des Wildes begibst.

Zum andren: Ist keine Jagdzeit, sondern Schonzeit, so hat diese ihren Grund, das Wild darf nicht bejagt werden, weil es seinen Nachwuchs aufzieht. Der Jäger hat darauf zu verzichten, dem Wild nachzustellen. Dafür stellst Du ihm mit der Kamera nach, störst es bei der Aufzucht seiner Jungen, gefährdest damit die Jungtiere und machst dich unter Umständen nach Naturschutzrecht strafbar.
Ist Jagdzeit, so störst Du den Jagdausübungsberechtigten, der wird Dich, sofern Du das nicht mit ihm abgesprochen hast, sehr schnell - eventuell mit Hilfe seines besten Freundes (deshalb ist Jagd ohne Hund auch Schund) - aus dem Einstand entfernen. Halte dabei Kamera und Tele ordentlich fest, dass es Dir nicht auf nen Baumstumpf knallt, wenn`s Hundi an Dir hochspringt.....

Und zum Dritten:

Die meisten Wildtiere in Deutschland sind dämmerungsaktiv: Warte bis die D3 da ist, dann noch ein lichtstarkes Tele, am besten 2,8/400 VR, mindestens Iso 6400 und Voilà, Deine ersten Fotos in freier Wildbahn sind fertig, denn mit Blitz knipsen iss nicht, oder nur eine Auslösung an diesem Abens/Morgen, das war`s dann....


Alternative Wildparks: In Deutschland gibt es ein fächendeckendes Netz von naturnah gestalteten Wildparks, in denen Du mit einem normalen Equipement Fotos von zahmen Wildtieren machen kannst, die Du mit Deinem Equipement und Deinen Möglichkeiten nie von Wildtieren schaffst.

Ich bin Jäger und habe etwas bessere Möglichkeiten. Früher hatte ich meist neben der "langen Knipse" eine Spiegelreflex mit einem Sigma 5,6/400 und einem hochempfindlichen Film dabei. Das einzige Interessante, was mir gelungen ist, waren ein paar Fotos seltener Spechtarten, die Wildfotos waren schlechter als durchschnittliche Wildparkfotos, cèst la vie...
 
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Sig

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Furby,

das ist 'ne Menge Jägerlatein. Es war doch nicht von Nachstellen sondern fotografieren die Rede.

Gruß
Sig
 
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Furby

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Sig schrieb:
Furby,

das ist 'ne Menge Jägerlatein. Es war doch nicht von Nachstellen sondern fotografieren die Rede.

Gruß
Sig

Was ist das denn, wenn jemand - geil auf Fotos - mit ner Kamera in den Einständen und Rückzugsgebieten des Wildes rumtappert? (Lies mal Robbys Signatur - genau so sollte es sein...)
Bist mir ja lange nicht mehr mit irgendwelchem unsachlichen Geschreibe aufn Senkel gegangen, wurde ja mal wieder Zeit....
 
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Roland L.

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Sig schrieb:
...
das ist 'ne Menge Jägerlatein. Es war doch nicht von Nachstellen sondern fotografieren die Rede...
Meines Wissens nach hat Furby wietestgehend Recht. Ich habe zwar nicht den Jagdschein aber zumindest den Befaehigungnachweis zur Haltung Aufzucht und Pflege von Greifvoegeln. Das Jagdrecht ist ein Sammelsurium von EU-Vorschriften bis Landesgesetzen (incl. Naturschutzverordnungen etc.pp). Die Stoerung von Wildtieren ist auf jeden Fall verboten, und der Tip mit den Wildparks durchaus berechtigt, vor allem, wenn der Theadersteller so wenig Ahnung von der Natur hat und eben mal losziehen will und Tiere knipsen.
Ausser zu Frust auf seiten des Fotografen kann es hier durchaus zur Stoerung von Wild kommen.
Auch der Ratschlag, Kontakt mit dem Jagdausuebungsberechtigten aufzunehmen, ist mMn durchaus vernuenftig.
Ein verantwortungsvoller Naturfotograf beschaeftigt sich erst einmal mit der Materie, liest sich ein uber Lebensraum, Gewohnheiten, etc.
 
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nikooner

Auszeit
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Nein, es ist noch viel schwieriger:

Zum einen solltest Du Dir in jedem Fall vom Grundstückseigentümer und/oder vom Grundstücksbesitzer (Jagdausübungsberechtigten) eine entsprechende Genehmigung holen, oder was würdest Du sagen, wenn Du morgen früh aus dem Schlafzimmerfenster schaust und würdest erblicken, wie ich gerade auf den Plümschen Deines Gartens Insekten knipse und dabei die anderen Plümchen platttrete und etwas anderes tust Du nicht, wenn Du in einem Wald den Weg verlässt und Dich in die Einstände des Wildes begibst.

Zum andren: Ist keine Jagdzeit, sondern Schonzeit, so hat diese ihren Grund, das Wild darf nicht bejagt werden, weil es seinen Nachwuchs aufzieht. Der Jäger hat darauf zu verzichten, dem Wild nachzustellen. Dafür stellst Du ihm mit der Kamera nach, störst es bei der Aufzucht seiner Jungen, gefährdest damit die Jungtiere und machst dich unter Umständen nach Naturschutzrecht strafbar.
Ist Jagdzeit, so störst Du den Jagdausübungsberechtigten, der wird Dich, sofern Du das nicht mit ihm abgesprochen hast, sehr schnell - eventuell mit Hilfe seines besten Freundes (deshalb ist Jagd ohne Hund auch Schund) - aus dem Einstand entfernen. Halte dabei Kamera und Tele ordentlich fest, dass es Dir nicht auf nen Baumstumpf knallt, wenn`s Hundi an Dir hochspringt.....

Ich finde aber auch etwas weit her geholt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Probleme bekomme, wenn ich duch den Wald oder über's Feld laufe und Rehe fotografiere....Was ist denn mit Pilzsammlern? Die kriechen in jede Ecke ;)
 
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Roland L.

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nikooner schrieb:
... dass ich Probleme bekomme, wenn ich duch den Wald oder über's Feld laufe und Rehe fotografiere....Was ist denn mit Pilzsammlern? Die kriechen in jede Ecke ;)
Das ist ja der Punkt, die Probleme bekommst ja wahrscheinlich nicht Du, sondern eher das Wild. Und was Andere so machen sollte eigentlich hier nicht als Rechtfertigung fuers eigene Handeln herhalten.
Fotografisch gesehen, wird es, wie schon gesagt, wahrscheinlich sowieso frustrierend werden.
 
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Sig

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'Der deutsche Wald steht für die Bürgerinnen und Bürgern des Landes offen, jedenfalls in Nordrhein-Westfalen: Das Betreten des Waldes zum Zecke der Erholung ist nach den Bestimmungen des Landesforstgesetzes NRW auf eigene Gefahr grundsätzlich zu jeder Tages- und Nachtzeit gestattet, auch abseits der Wege und Straßen. Ausdrücklich verboten ist lediglich das Betreten von Forstkulturen, Forstdickungen, Saatkämpen und Pflanzgärten. Zusätzlich gibt es Betretungsverbote für ordnungsgemäß als gesperrt gekennzeichnete Waldflächen sowie für Waldflächen, während auf ihnen Holz eingeschlagen oder aufbereitet wird (eine schon wegen der Unfallverhütung leicht nachvollziehbare Regelung).'

Roland, Du hast natürlich recht man muss dabei Rücksicht nehmen und es ist immer besser mit jemandem zu gehen, der den Wald in und auswendig kennt. Dann klappt es auch mit schönen Bildern.

Hier bei uns wären viele Jagdausübunsberechtigten oder deren Jagdaufseher gerne bereit mal einen Fotografen mitzunehmen. Die Gelegenheit ist gerade gut, mitten in der Jagdsaison. Einfach mal beim LJV nachfragen.

Gruß
Sig
 
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Furby

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nikooner schrieb:
Ich finde aber auch etwas weit her geholt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Probleme bekomme, wenn ich duch den Wald oder über's Feld laufe und Rehe fotografiere....Was ist denn mit Pilzsammlern? Die kriechen in jede Ecke ;)

Wenn Du zu normalen Zeiten auf normalen Feld- und Waldwegen beim Spazierengehen eine Kamera dabei hast, und Wild, das Du siehst, fotografierst, sagt keiner etwas.

Meine Anmerkungen betreffen den Fall, dass Du mehr machst, beispielsweise in die Einstände zum Wild gehst, Dir einen Beobachtungsposten anlegst, ein Tarnzelt aufstellst, jagdliche Einrichtungen benutzt u.s.w.

Wenn Du spezifische Kenntnisse des Ökosystems Wald hast und vernünftig mit einem Jagdausübungsberechtigten Verbindung aufnimmst, wirst Du sicherlich Möglichkeiten bekommen, Wild zu fotografieren. (Tipp: Bring dem nen Sack Mais mit für die Sauen, dann ist der gleich viel freundlicher).
 
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Sig

Sehr aktives NF Mitglied
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Furby schrieb:
Bist mir ja lange nicht mehr mit irgendwelchem unsachlichen Geschreibe aufn Senkel gegangen, wurde ja mal wieder Zeit....

Furby,

ich glaube im Grunde Deines harten Herzens magst Du mich doch. Daher hier für Dich eine Strophe aus Jägers Liebeslied:

Ich schieß' den Hirsch im wilden Forst,
Im tiefen Wald das Reh,
Den Adler auf der Klippe Horst,
Die Ente auf dem See;
Kein Ort, der Schutz gewähren kann,
Wo meine Büchse zielt!
|: Und dennoch hab' ich harter Mann
Die Liebe auch gefühlt. :|

Waidmannsheil!

sorry für OT
 
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Roland L.

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Hallo Sig,
ich denke mal, das ist in jedem Bundesland aehnlich. Aber oft kommt es hier natuerlich auch zu Interessenkonflikten. Es liegt natuerlich im Interesse aller Beteilgten, diese hoffentlich zum Nutzen der Natur zu loesen.

Ein Beispiel fue Unwissenheit haette ich aus diesem Jahr anzubieten:
In der fraenkischen Schweiz gibt es fiel schoene Waende fuer Kletterfreunde. Diese sollen natuerlich Ihrem Hobby nachgehen duerfen. Der Spass hoert aber fuer mich auf, wenn Menschen aus Leichtsinn und Euphorie die aufgestellten Warnhinweise uebersehen und eine Wand hochklettern, in der sich ein Wanderfalkenhorst mit Jungen befindet. Das habe ich leider so erleben muessen. Die Leute haben sich zwar tausendmal entschuldigt, das haette letztendlich dem bruetenden Paar nichts genutzt. Es ist aber gerade nochmal gut gegangen.

Ich denke in der Sache wollen wir schon auf das Gleiche hinaus.
 
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Sig

Sehr aktives NF Mitglied
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Hallo Roland,

das war dann eine eindeutige Ordnungswidrigkeit denn das Bundesjagdgesetz verbietet in § 19a

"Wild...unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören..."

Gruß
Sig
 
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