Suizid bei GoPro

VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
Meine GoPro Hero 3 Black Edition habe ich eine Weile nicht mehr verwendet.

Heute morgen war es mal wieder soweit. Die Kurze ging mit Mama
zum Nixenschwimmen (fragt nicht) und Mama wollte filmen.

Also kurz die App angeworfen um die nötigen Einstellungen
vorzunehmen......WTF?

Bei einem der letzten Updates hat GoPro eingeführt daß man
zwangsweise einen Cloudaccount anlegen und sich mindestens
einmal einloggen muss. Andernfalls verweigert die App den
Zugriff auf die Kamera.

Beugt man sich der Erpressung, werden mit einiger Sicherheit
alle weiteren Videos mit eingebettetem Wasserzeichen versehen,
GoPro kann Bewegungsprofile erstellen und greift massenweise
Nutzungsdaten ab.

Das ist natürlich absolut inakzeptabel. Es geht die einen feuchten
Kehricht an was ich wann und wo mit meiner Kamera mache.

Das Netz ist voll mit Berichten von Leuten die irgendwo in der Pampa
ohne Netzabdeckung kurz vor Drehstart herausgefunden haben daß
Gopro einen Account erpressen will. Selbst wenn sie sich der Erpressung
zähneknirschend gebeugt hätten - ohne Netzabdeckung ging das
nicht. Der Tag war in allen Fällen im Brötchen.

Es gab keine Vorwarnung, es gibt keine Möglichkeit des Opt-Out.

Für meinen persönlichen Eindruck liegt das irgendwo zwischen
Sachbeschädigung (Sabotage der Fernsteuerungsfunktion) und
Erpressung (lege einen Account an oder verlier den Fernzugriff
auf die Kamera).

Das war's dann mit Gopro.
 
Bild

Wuxi

Sehr aktives Mitglied
Aber ohne App einfach nur die Kamera benutzen geht schon noch? Oder muss ich die gleich in die Tonne werfen?
 

Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Zumindest meine Hero 3 hat noch einen schnöden Knopf mit dem man die Aufnahme starten kann ...
 

VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
Klar. Aber bei den GoPros ohne Display ist das natürlich ein Blindflug,
mal abgesehen davon daß Änderungen einzelner Einstellungen äusserst
mühsam und zeitraubend sind, freundlich ausgedrückt.

Im Ergebnis kaufe ich nie wieder eine GoPro, denn deren Reaktion auf den
Shitstorm ist unfassbar: Man brauche die Daten um zu verstehen wie die
Käufer die Kameras verwenden.

Denen ist nicht zu helfen, es gibt keinerlei Unrechtsbewusstsein, keinerlei
Selbstreflektion. Ich gebe denen zwei, vielleicht drei Jahre, dann sind sie pleite.

Ein Gutes hat es dennoch: Ich weiss jetzt was die Yi 4k+ kann.
Die ist heute auf meiner Einkaufsliste gelandet und wird bald gekauft.
 

Walter White

Unterstützendes Mitglied
Danke für die Warnung. Stehe kurz davormir eine zu kaufen. so ein Verhalten kann ich auf den Tod nicht leiden- GoPro ist raus.
 

Bworld

Nikon-Clubmitglied
.....

Denen ist nicht zu helfen, es gibt keinerlei Unrechtsbewusstsein, keinerlei
Selbstreflektion. Ich gebe denen zwei, vielleicht drei Jahre, dann sind sie pleite.
Ich kann diese Datensammelwut auch nicht ausstehen und versuche das zu umgehen, wenn irgendwie möglich.
Wenn ich allerdings sehe, wie sorglos heutzutage viele mit ihren persönlichen Daten umgehen, nur um ein paar kleine Annehmlichkeiten zu erhaschen, glaube ich nicht, dass Gopro daran pleite gehen wird. Viele werden das einfach ohne nachzudenken akzeptieren.
 

skotPHos

Sehr aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

habe das auch mit erschrecken festgestellt, als ich am Wochenende eine App für das neue Tablet gesucht hatte. Ich verwende auf dem Phone seit einiger Zeit die "Action Cam Suite", die ist aber in Google Play nicht mehr erhältlich.
Allerdings hilft suchen nach "Action Cam Suite apk" durchaus weiter...

Ach ja, ich habe eine Gopro 3. Ob die App auch bei neueren Gopro's funktioniert, kann ich daher nicht sagen.

Viele Grüsse, martin
 

Wuxi

Sehr aktives Mitglied
Es ist eine Frechheit, bei einem Produkt, das schon gekauft wurde quasi die Spielregeln rückwirkend zu ändern.

Ich werde meine Gopro jetzt (ohne die App) nutzen bis sie den Geist aufgibt, das ist dann aber mein letztes Gopro-Produkt.
 

1bildermacher1

Nikon-Clubmitglied
So muss man weiter machen, ich freue mich schon auf die Klagen in den USA, die das Ende dieser Firma ist.
Auch muss bei einem Kauf dieser Ware darauf hingewiesen werden, dass nur mit einem Account diese Kamera funktioniert, wenn nicht kann man dieses Spielzeug zurück geben.
 

VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
So muss man weiter machen, ich freue mich schon auf die Klagen in den USA, die das Ende dieser Firma ist.
Auch nach deutschem Recht kann man das als Nötigung/Erpressung interpretieren.
Entweder Du legst einen Account an und gibst uns Deine Daten
oder wir fügen Dir einen Schaden zu (Sabotage des Fernzugriffs).

Man ist glatt versucht Strafanzeige zu stellen. Den Aufwand für Anhörung
und Co gibt die Füllhöhe meines Schreibtisches leider nicht her.

Ich kann aber nebenher ziemlich vielen Leuten davon berichten wie
sehr mich das ärgert, und wie unfair ich mich von GoPro behandelt fühle.
 

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