Bild NICHT bearbeiten Sonnenaufgang am Preachers Point, Lake Abraham

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Calgary617

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Moin, vor kurzem hat David_USA hier von seiner neuen Lieblings HDR-Software berichtet click.

Ich habe die Software seit Juli, aber in den letzten Monaten sie gut wie gar keine Landschaftsaufnahmen gemacht, Fokus lag auf Tieren.

Ueber das Wochenende bin ich in die Berge gefahren um Landschaftsaufnahmen zu machen und habe dabei ausschliesslich Belichtungsreihen gemacht um mich ernsthaft mit der Software auseinanderzusetzen.

Hier jetzt mein erstes HDR, ich moechte realistische Ergebnisse erzielen und keine bunten Knallerbilder die die Landschaft nach Einnahme bewusstseinserweiternder Mittel zeigen.

Daher meine Fragen an euch:
- Wie wirkt es auf euch? Typisches "guck mal, ich probier HDR aus" oder doch realistisch?

- An der Kante zwischen Berg und Himmel, vor allem links, ist eine derbe gruene Kante, als haette man mit einem gruenen Filzstift ein bisschen die Kante nachgezogen, aber nicht ueberall. Weiss jemand der schon mehr Erfahrung mit HDR-Bildern hat, wie die da hinkommt? Hab ich bei der Bearbeitung einen Fehler gemacht oder schon bei der Aufnahme? Die Kamera stand auf dem Stativ, es war ein wenig windig, aber wenn ich auf die Libelle der Wasserwaage geachtet habe, hat die nicht gewackelt. Um Verwacklungen zu vermeiden, hab ich per Kabelausloeser ausgeloest.

- Der Sonnenaufgang war schon so bunt wie er auf dem Bild erscheint, die Farben sind auch nach Aussage meiner Freundin so, wie auch sie sie in Erinnerung hat. Aber bei den Wolken bin ich mir nicht sicher. Die Sonne stand sehr tief und war hell, mit dem blossen Auge hat es geblendet wenn man hingeschaut hat. Die Wolken sehen aber auf der zum Betrachter gewandten Seite sehr dunkel aus. Entweder ist das schlechte Bearbeitung oder man hat es mit dem blossen Auge nicht gesehen, weil es wie gesagt sehr hell war, wenn man dort hingeschaut hat. Meinungen dazu?

Info zur Aufnahme/Bearbeitung:
5 Aufnahmen mit je einem Schritt Belichtungskorrektur, von -2 zu 2
Software wie gesagt oloneo, darin habe ich die 5 Bilder zusammengefuegt und folgende Schritte gemacht:
- Tone Mapping - Staerke gedreht bis es anfing bloed auszusehen, von da an zurueck bis es normal aussah, aber schon ein Unterschied zum Original
- Detail Staerke - siehe Tone mapping
- Lokaler Kontrast, danach die Kurven Kontrast / Helligkeit gedreht

Ich habe dabei darauf geachtet, nicht schon beim mapping ganz tolle bunte Farben zu bekommen, sondern mich an der Aufnahme aus der Reihe mit der Belichtungskorrektur 0 zu halten, was mir meiner Meinung nach auch gelungen ist. Dann das Ganze als tiff gespeichert, in RAW geoeffnet, Weissabgleich, schaerfen, ein bisschen mehr Kontrast, file geoeffnet, per Shadows/Highlights (Tiefen/Lichter?) den vorher per Zauberstab ausgewaehlten Himmel dem Rest angepasst und ein wenig dezenter gestaltet.


Ich wuerde mich ueber Kritik, Anregungen und Tipps die ueber "Wow, tolles Bild" oder einfach nur ein kommentarloses "Thanks" clicken hinausgehen. Ihr koennt mir auch gerne sagen "Tonne!", aber dann auch bitte warum ihr der Meinung seid.

Vielen Dank im Voraus, legt los.
 
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patel.djl

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Bei einer schon fast aus den Wolken brechenden Sonne sind mir die (im Schatten liegenden) Bergflanken im Hintergrund zu hell (wirkt wie reinkopiert). Ansonsten der (mittlerweile schon fast fotografischer Standard) zu große Kontrast und zu große Schärfe (siehst du wirklich draußen alles so GLEICHscharf? – da fehlt mir die räumliche Tiefe). Aber das ist wohl meckern auf hohem Roß :D

Gruß Jan
 
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W

Wolle

Guest
Moin,

Bei einer schon fast aus den Wolken brechenden Sonne sind mir die (im Schatten liegenden) Bergflanken im Hintergrund zu hell (wirkt wie reinkopiert). Ansonsten der (mittlerweile schon fast fotografischer Standard) zu große Kontrast und zu große Schärfe

Stört mich auch. Das Bild wirkt künstlich, wie gemalt. Das Licht stimmt vorne und hinten nicht.
 
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chriiis

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nun gut hohe dynamik ist nunmal der sinn eines hdr, hier hätte ich allerdings auch belichtung aus den tiefen rausgenommen. wenn die wolken nicht so stark überstrahlt hätten, wäre dann der kontrast zwischen berg und schnee auf der spitze glaub ich auch sehr schön herausgekommen. den himmel hätte ich noch glatter gemacht (also zumindest die eine rote wolke und den kleinen roten punkt links oben weggestempelt).

die schärfe stört mich persönlich nicht, da es im vordergrund keine irritationen gibt die man vielleicht herausnehmen hätte müssen.
 
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lmr337

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Hendrik, such doch mal aus deiner Belichtungsreihe das am besten belichtete Einzelbild heraus, bearbeite es wie gewohnt und vergleiche es mit deinem hier gezeigten HDR. Mich würde echt mal der direkte Vergleich interessieren.

Rein technisch gesehen ist das schon faszinierend wenn man in dunklen/hellen Bildteilen noch Zeichnung bekommen kann, das habe ich vor einiger Zeit mal bei Nachtaufnahmen probiert. Allerdings wirkt es schnell unnatürlich, wenn man (zu stark) an den Reglern schiebt. Jetzt mache ich bei Nachtaufnahmen zwar auch noch Belichtungsreihen, suche mir aber das am besten belichtete Einzelbild heraus und bearbeite dieses. Das Ergebnis gefällt mir einfach besser, es wirkt natürlicher.

In deiner hier gezeigten Situation (Gegenlicht) darf es meiner Meinung nach auch Bereiche im Bild geben, die keine oder nur wenig Zeichnung haben.
 
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dmachaon

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ich finde den vordergrund deines bildes, bis zu den bergen, ganz wunderbar. aber die wolken passen gar nicht, typisch hdr, der übergang von lichtern zu struktur ist viel zu hart.
ich habe da nicht viel übung, wenn mir ein hdr-bild nicht gelingen will, bearbeite ich oft eine reihe zu einem hdr und ein einzelnes bild, das von der belichtung her am besten passt (wie von elmar empfohlen) und mappe beides in photoshop, bis es passt. hier vielleicht den vordergrund aus dem hdr, den himmel aus einem einzelbild, alles fusioniert via grauverlauf.
bei solchen einfachen verläufen wie hier passt ein grauverlauf, ob analog oder digital, sowieso meist am besten?
 
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häuschen

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Ich fänds gut, wenn der HDR-Effekt knapp über dem mittels Einzelaufnahme machbaren Dynamikumfang läge
 
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Wolfer

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Hallo Hendrik,

ich bin absolut kein Feind von HDR und habe auch schon viel damit experimentiert. Mal mit, aber auch oft ohne Erfolg.

Mittlerweile bin ich auch zu der Einsicht gekommen, dass häufig die Bearbeitung eines Bildes aus einer Belichtungsreihe mit CNX oder in Photoshop ein besseres Ergebis bringt, als ein Versuch mit z. B. Photomatix oder HDR-Efex. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass sich mir die tieferen Kenntnisse dieser Software noch nicht wirklich erschlossen haben.

Deshalb folge ich Elmars Vorschlag, mal einen Versuch mit dem besten Bild aus Deiner Belichtungsreihe anzugehen. Da kommt möglicherweise mehr raus.

Bei Deinem Landschaftsbild gefällt mir der Vordergrund ausgezeichnet. Aber der Himmel mit den überstrahlten Wolken ist das eigentliche k.o. - Kriterium für diesen HDR Versuch.

Trotzdem solltest Du es weiter ausprobieren. Das Thema ist sehr interessant und mit der Zeit wirst Du weitere Erfahrungen sammeln.
 
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