Selbstentladung D1x Akku

m-hermann

NF-F Platin Mitglied
Hallo D1(x)-User,
habe mir in einer Nostalgie-Anwandlung eine D1X geschossen als Reserve zur D300, v.a. für ältere Objektive.

Da die EN-4 (original und Nachbauten) allesamt NiMH-Typen sind, würde es mich interessieren, wie es mit der Selbstentladung aussieht. Nach welcher Lagerzeit (in Monaten) haben voll aufgeladene D1er Akkus ungefähr nur noch 75%, 50% ihrer Kapazität. Hat das schon mal jemand nachgeprüft?

Leider gibt es ja offensichtlich keine LSD-Typen wie zB Eneloops für die D1er, da dort 2/3 große Zellen verwendet werden. AA-Typen passen leider nicht rein.

Gibt es bzgl. der Nachbau-Akkus eine Empfehlung aufgrund bes. Qualität und geringer Selbstentladung ?
 
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Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

Dir dürfte bekannt sein, daß Du hier das intimste Gebiet der alten Dame ansprichst - es geht nicht um ein paar Kilo hier oder da - sondern es geht um IHREN Akku. Das ist nämlich der schwächste und verletzlichste Punkt der alten Dicken.

Die Antworten darauf werden so vielfältig sein wie die jemals produzierten D1, D1X und deren Akkus.

Ich liefere Dir keine %-Statistiken - nur ein paar kurze Erlebnisse.

Meine D1 wurde binnen eines Jahres mit drei Original-Nikon-Akkus betrieben. Was soll ich sagen - ich maß die Zeiten bis zum Einsatz nicht in Tagen oder Wochen - sondern in der vom letzten Ladevorgang noch vorhandenen Restwärme. Noch warmer Akku - o.k. - kalter Akku - Anzeige fast leer - 5 Bilder - leer.
Wenn Du mal genau hinhörst, wirst Du feststellen, daß beim Einschieben des Akkus in die ausgeschaltete D1 ein Klacken zu hören ist .... so als wenn ein Relais anzieht - und das ist wohl auch der Fall - und trotz Stellung Off fließt da ein Strom ..... durch den DCDC-Wandler.

Meine D1 wurde dann gegen eine D1X getauscht. Wieder ein Original-Akku - mit recht kurzem Leben. Nun hielt die Ladung etwas länger ..... aber zu einem geplanten Einsatz kam er immer wenigstens kurz noch mal ans Ladegarät.... Nach seinem ach so kurzen Leben von nur einigen Monaten wurde er durch 2 NoNames zu je etwa 20,-€ ersetzt.

Mit diesen beiden Akkus in der Vorwoche geladen startete ich dann zum letzten Einsatz der D1X in der Hochzeitsfotografie noch ohne Backup-Body.
Nach den ersten 10 Bildern war der erste Akku leer .... und die Suche nach einer Steckdose in der Kirche begann - Horror. Vor allem - wie lange macht der andere nun noch Bilder??? Also - der zweite hielt damals durch - zumindes bis Nr1. wieder einsatzfähig war. Und nun kommt das Gute - das sind nun etwa 4 Jahre seither - und dieser NoName ist weiterhin in der D1X im Einsatz. Zuletzt gestern, wo ich beim Aufbau unseres Ostergartens ca. 1,4GB an Bildern damit auf meine Sandisks speicherte.

Das Problem an der Sache ist halt: bei der D1 und D1X - man weiß nie, wie viel noch drinnen ist. Man weiß nie, was eine D1 gerade anzeigt - und wie sie das meint, Es kann durchaus vorkommen - und ist leider normal, daß nach der Anzeige voll direkt das Symbol des komplett leeren Akkus kommt - und folglich keine Auslösung mehr möglich ist.

Also versuche nicht, da was zu rechnen oder zu berechnen - ladeb Deine Akkus vor jedem Einsatz auf - und freue Dich bei spintanen Einsätzen, wenn sie die "Gnade des nächsten Bildes" besitzen.

Es gibt im Netz Anbauanleitungen zum Einbaus von anderen Zellen in eine D1 - ich habe es nicht probiert.
.... und wenn mein derzeitiger NoName aufgibt - wofür derzeit nichts spricht .... dann werde ich abwägen, was witer zu tunist .... mit der D1X.

Viel Spaß, gut Licht .... und immer noch ein paar Elektronen aus einem willigen Akku.

Grüße,

Thomas
 

m-hermann

NF-F Platin Mitglied
Hallo Thomas,
danke für Deinen nicht gerade ermunternden Erfahrungsbericht, aber nachdem was ich bisher schon gelesen habe, war das eigentlich zu erwarten. Deswegen werden D1xen wohl oft immer zusammen mit einer Armee von Akkus verkauft.
Schade, dass sich aufgrund des Alters der Dame kein Hersteller mehr für den Einbau von LSD-Akkus (zB Eneloop) interssiert.
 

smashIt

Unterstützendes Mitglied
Schade, dass sich aufgrund des Alters der Dame kein Hersteller mehr für den Einbau von LSD-Akkus (zB Eneloop) interssiert.
mir wäre auch nicht bekannt das es lsd-zellen in dieser grösse gibt

normale nimh-zellen sind aber immer noch zu haben, falls du selbst hand anlegen willst

ansonst gibt es auch immer noch die möglichkeit das akku-gehäuse mit lithium zu füllen ;)
 

arno_nyhm

Unterstützendes Mitglied
also ich habe bei meinen OEGE-Akkus eher das Problem, dass ich die mit meinen paar Wochenendauslösungen nicht leer kriege und deshalb auch nicht vernünftig im Turnus aufladen kann.

und unter der Woche kann ich die Kamera nicht nutzen- dazu ist sie ein wenig zu unhandlich...
 

Kurt Raabe

NF Team
also ich habe bei meinen OEGE-Akkus eher das Problem, dass ich die mit meinen paar Wochenendauslösungen nicht leer kriege und deshalb auch nicht vernünftig im Turnus aufladen kann.

und unter der Woche kann ich die Kamera nicht nutzen- dazu ist sie ein wenig zu unhandlich...
klingt aber interessant, denke wenn bei meinen D-einsen neue Akkus fällig werden, werde ich auch mal die von OEGE testen
 

norei

Sehr aktives Mitglied
Auch ich habe unter mehreren einen guten Akku zu meiner D1X - es ist ein Fremdakku - von Oege! Der hält auch nach einem Jahr noch über Wochen die Spannung und enttäuscht nicht mit den vorhin von Thomas beschriebenen Charakteristika. Allerdings kommt die alte Dame bei mir kaum mehr zum Einsatz.

Gruß Norbert
 

Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
.... dann habt ihr alle das nicht genau gelesen, was ich geschrieben habe .... Darin taucht nämlich auch EIN guter NoName auf .... - der mir jetzt seit Jahren in der D1X gute Dienste leistet .... sein Zwillingsbruder war leider nicht von selber Qualität .... und all die Original-Nikons leider auch nicht ....

Grüße,

Thomas

PS.: wollte mit meinem Erlebnis-Bericht zeigen, daß man das nicht berechnen kann - man kann Glück haben - meist hat man es leider nicht
 

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