Retrospektiv: Dem chemischen Verfall entgegenscannen...

69er_piano

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Pont de la Concorde / Palais Bourbon (Assemblée Nationale) - Paris 1989
(Diapositiv-Scan)

 
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goodyhundini

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Ich bin auch total begeistert!
Grossartige Zeitreise mit tollen Fotos.
Ich war ungefähr zu dieser Zeit auch viel unterwegs, Ende der 70er in London, Anfang 80er in Siena, das Licht auf Deinen Bildern habe ich da gleich wiedererkannt.
Jetzt sitze ich hier und denke an die schönen Reisen in dieser Zeit mit guten Freunden, viel Spaß, vielen Abenteuern 🙂
Danke dafür, ich freue mich schon auf mehr 🙂
 
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69er_piano

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@goodyhundini Vielen Dank, Gudrun, das freut mich sehr - nicht mehr allzu viele, aber dennoch ein paar Diakästen warten noch drauf, neu entdeckt zu werden... Als kleines Dankeschön für all die zahlreichen "Likes" lege ich gleich mal einen "Paris-Klassiker" aus dem Jubiläumsjahr nach!

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Centenaire de la Tour Eiffel - Paris 1989
(Diapositiv-Scan)
 
2 Kommentare
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Tom.S kommentierte
Hast du eine Idee woher diese Rasterung im Scan herkommt? Ist das ev. Dia im Glasrahmen?
 
Christian B.
Christian B. kommentierte

Leider nein, da ist der Scanner nicht ganz in Ordnung. (Spreche aus leidvoller Erfahrung.)
 

hooky69

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Ich bin mehr als nur beeindruckt! Inspirierend, unbedingt!

Macht mich zugleich mal wieder ziemlich nachdenklich. Danke dafür!
 
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Christian B.

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Was an diesen Bildern auffällt, ist die sorgfältige und liebevolle Gestaltung, das Spiel mit Vordergrund und Hintergrund, Diagonalen, die in die Tiefe führen, bei jedem Bild anders, aber stets gekonnt.

Beim Fotografieren von Dias muss ja bei der Aufnahme alles sitzen. Weder die Belichtung noch der Ausschnitt können später noch angepasst werden. Ein Dia mit ausgefressenen Lichtern: Für die Tonne. Ein Dia mit abgesoffenen Vordergrund: Für die Tonne. Ein Dia mit schiefem Horizont: Für die Tonne. Und für alles, was man gemacht hat, gibt es die Quittung erst eine Woche später, wenn die entwickelten Dias in der Post sind.

Die nötige Sorgfalt im technischen Bereich spiegelt sich hier in der ausserordentlichen gestalterischen Qualität der gezeigten Fotos wieder. Dafür meinen Dank und meine Hochachtung.

Dass ein solches eingescanntes Dia - das für das Projezieren und nicht für das Einscannen gedacht ist - nicht die makellose Brillianz eines vollständig digital erzeugten Fotos erreichen kann, versteht sich von selbst und ist geschenkt.

Die Digitalisierung der Fotografie hat uns vieles sehr erleichtert, und auch ich bin dankbar dafür. Vieles kann man unbesorgt der Kamera überlassen, technische Fehler kann man später am Bildschirm retten oder durch Kontrolle am Kameradisplay vermeiden. Man muss aber aufpassen, dass man der Gestaltung des Motivs nach wie vor dieselbe Sorgfalt widmet wie zu Diazeiten.

Man kann leider in letzter Zeit immer mehr Bilder sehen, bei den in der Begeisterung für Eye-AF und RTT die Bildgestaltung vergessen wurde. Draufhalten, Hauptsache die Augen sind scharf. Als Rechtfertigung für neue Technik wird häufig angeführt, sie erleichtere dem Fotografen die Konzentration auf das Motiv. Den Satz möchte ich gern unterstützen und zugleich dafür plädieren, diese Konzentration dann auch wirklich an den Tag zu legen. (Und das gilt natürlich auch für mich selbst.)

In diesem wunderbaren Bilderthread kann man den Lohn dieser Mühe erkennen. Noch einmal: Vielen Dank dafür!
 
1 Kommentar
Wuxi
Wuxi kommentierte
Dafür meinen Dank und meine Hochachtung.
Und meinen auch. Vergleichsweise waren meine Bilder aus dieser Zeit einfach nur stümperhaft.
 

69er_piano

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@hooky69 @Christian B. @Wuxi @lommi @sam25 und viele weitere Betrachter:innen, die auch schon mal vorher kommentiert haben oder "liken" oder einfach nur schauen:

Huiii, da habt Ihr mich aber ganz schön erwischt: Diese positive Resonanz von Euch allen hatte ich wirklich nicht erwartet, vielen Dank dafür - ich freue mich wirklich total darüber. Als Musiker von Beruf - und diese Berufsausbildung beginnt ja schon im frühen Kindesalter - war das Visuelle, die Beschäftigung mit Film und Fotografie, aber auch Kunst/Kulturelles aus allen möglichen anderen Bereichen quasi der kontrapunktische Ausgleich und Lebens-Motivations-Elexier. Das dies nun auch noch anderen Mitmenschen Freude macht, bedeutet mir tatsächlich einiges...

[Kurze wichtige ultimative Lobhudelei eingeschoben: Dass man sowas hier schreiben kann, dass hier Lob und Kritik ausgetauscht werden können, dass man sich an Rat und Inspiration in den unzähligen wundervollen Themen bedienen kann und andererseits jeder seine Werke präsentieren kann etc etc - das macht dies Forum mit seinem besonderen inneren Klima sehr besonders!!! Danke an die "guten Geister:innen", die das durch Ihre Arbeit möglich machen...]

@Christian B.
Punktlandung: Du sprichst mir sowas von der Seele... Beim Dia ist einfaches Geraderichten oder gar den Ausschnitt zurecht croppen ein Abenteuer bzw. gar nicht möglich. Und wenn sich dann doch mal der Eiffelturm rätselhaft unnatürlich nach hinten zurücklehnt, muss man eben ein wenig Himmel oder Wolken dazustempeln ;) Der Rest ist "nur" Restaurierung, da benutze ich Photoshop in vielen Arbeitsdurchgängen ziemlich konservativ, also Stempel und Reparaturwerkzeug im Kleinstformat wie früher das Tupfen mit dem dünnen Retuschierpinsel...

@Tom.S @Christian B.
Ach ja, der Scanner: Ich bin halt doch etwas technisch-naiv in das Projekt gestartet - dass es so ausufert, damit habe ich nicht gerechnet und dachte, na, für die paar Diascans wird's die Durchlichteinheit vom Flachbettscanner schon richten (Epson Perfection v330 Photo). Und meistens klappt es auch überdurchschnittlich gut, aber es gibt heftige unvorhersehbare Ausreißer mit extremer Zickzack-Rasterung - ich arbeite dran...

So - für ein Fotoforum ist das schon grenzwertig viel Text hier, deswegen zum Abschluss nochmal als kleines "Dankeschön" an die Bildbetrachter ein Bild mit Bildbetrachtern und... ähm... einem kurzen erläuternden Text...

Es war das in Paris großgefeierte "Bicentenaire"-Jubiläumsjahr 1989. Und es war im Sommer 1989 mein überstandenes Abitur. Und von den Eltern gab's eine 4 oder 5 tägige CEBU-Busreise nach Paris. Treuumsorgt und verpflegt aus den sich bereits Sekunden nach Abfahrt öffnenden Tuppergefäßen der Mitreisenden, alle ohne Ausnahme im fortgeschrittenen Rentenalter, konnte ich mich - ansonsten alleinreisend - konzentriert den kulturellen Dingen widmen, unterstützt von der großartigsten Pariser Reiseführerin - aber das ist eine andere Geschichte.
Jedenfalls nahte bereits wieder der Zeitpunkt der Abfahrt Richtung Heimatdorf, als es noch ein etwa eineinhalbstündiges freies Zeitfenster gab, bevor man sich zur Abreise am Bus einzufinden hatte.
Und ich hatte "SIE" doch noch nicht gesehen! Also ging es im Laufschritt zum Louvre. Die Pyramide, der Eingang, war nigelnagelneu und damals eine architektur-kulturhistorische Sensation. Also allein schon von daher ein Besuchermagnet: Ich war noch nicht drin, da wurde die Zeit schon knapp und knapper. Dann ein schnelles Foto im neuen Foyer geschossen und los. Keine Ahnung, irgendwo hier musste "SIE" schließlich hängen! Hier entlang: Oh, eine begehbare antike Grablegung. Oder war es ein Tempel? Hier befindet "SIE" sich bestimmt nicht!
Im Dauerlauf entlang der leicht irritiert blickenden, kräftig gebauten Museums-Securities erreicht ich den Saal. Ich spürte sofort, wo "SIE" hing. Naja, schließlich drängelte sich eine stattliche Menschentraube, vermutlich ein repräsentativer Querschnitt aller auf der Erde vertretenen Ethnien, vor der Panzerglasvitrine.
Bis heute bin ich der festen Überzeugung, dass "SIE" mit ihrem mitleidig-spöttischen Lächeln, mit einem Hauch von überlegener Arroganz ausschließlich mich angeblickt hat, aus ihrem sicheren klimatisierten Habitat heraus, wie ich hektisch-verschwitzt und völlig außer Atem die Kamera über Kopf haltend und auch sonst überwältigt ob der kulturellen Megadosis, dies eine verwackelte Foto in die Kamera gequält habe.
Ist das Fotografieren im Louvre überhaupt gestattet?!?

;):)

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"La Gioconda", Louvre - Paris 1989
(Diapositiv-Scan)

 
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69er_piano
69er_piano kommentierte
@rollertilly Warte, es kommt noch besser - Als ich neulich Deine schönen Bilder über den "Jahreswechsel in Bamberg" sah, fiel es mir wieder ein: Anno 1985/86, 10. Klasse, Klassenfahrt nach BAMBERG!!! :p Erstkontakt mit "Aecht Schlenkerla Rauchbier", mit Leberkäs-Semmeln direkt vom Metzger nebenan...
Den Diakasten mit den Bildern habe ich schon gefunden - in Kürze mehr aus den 80ern an dieser Stelle! ;):)
 
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Steinkreis kommentierte
Man darf gespannt sein... Ich freu mich drauf
 
lommi
lommi kommentierte
Das wird ja immer besser! Hach, genau wegen solcher G'schichten und Verbindungen liebe ich dieses Forum. :cool:
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte
Jau ey, irgendwann finde ich auch meine Ektachromes
von meiner verrückten Klassenfahrt in die Toskana …
 
S
Steinkreis kommentierte
Genau zu Ostern 89 war ich mit einem Kumpel das erste und einzigste Mal in Paris. Hab mir auch die Pyramide und vieles mehr angesehen. Mit Staunen und aufgerissenen Augen. In den Tuilerien hab ich Bellmondo beim Studieren seiner Rollen gesehen. Eine Schar knipsender Japaner war um ihn geschart. Nur ich hatte meine F2 im Ruhrpott gelassen, ich Doof. Einen Monat später lagen meine Prüfungen zum 2. Staatsexamen an und ich war zu sehr im Arsch, um meine Kamera mitzunehmen. Bedauer ich bis heute. Wäre aber damals zuviel gewesen.
 

69er_piano

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"Point P - Matériaux de construction" (Baustoffhandel), Port Javel Bas / Tour Mirabeau, dreiflügeliges Bürogebäude - Paris 1989
(Diapositiv-Scan)

 
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