Qualitätsverlust bei Bildbearbeitung

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Wolfgang Fildan

NF Mitglied
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Bin noch nicht so lange dabei, deshalb mal zwei grundsätzliche Fragen:

1) Entsteht ein Qualitätsverlust beim Bild, wenn Filter für das gesamte Bild benutzt werden wie zum Beispiel: Tiefen und Lichter?
Das heißt, diese Filter werden ja über das ganze Bild gelegt, auch über die Bildflächen, die keine Korrektur erfordern.

Es ist klar, dass die punktuelle Korrektur mit dem Zauberstab auf nur gezielt ausgesuchte Flächen des Bildes vorteilhafter ist.

2) Sollte jedes bearbeitete Bild, dass im RAW-Format fotografiert wurde, etwas kontrastreicher gemacht werden?

Ich arbeite mit Photoshop....
 
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andreas_wald

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Erstmal willkommen in Forum :)

Wenn du dein Bild für Smartfilter konvertierst und dann Tiefen und Lichter anwendest, dann sollte deinem Bild eigentlich nichts passieren, weil Tiefen und Lichter ja "nur" als Ebene drüberliegt (mit einer Ebenenmaske kann man auch besser arbeiten als mit einer Zauberstabauswahl;))

Ob jedes RAW-Bild kontrastreicher werden sollte kann man so nicht sagen, denke ich. Das kommt doch drauf an ob dir dein Bild schon so gefällt wie es ist oder nicht und ob es zu Motiv passt.
Das schöne am RAW-Format ist ja das es jeder so entwickeln kann wie er mag:)
 
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Hans-Peter R.

Administrator
Platin
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Hallo Wolfgang,

und herzlich willkommen im Nikon-Fotografie Forum :up:.

1) Entsteht ein Qualitätsverlust beim Bild, wenn Filter für das gesamte Bild benutzt werden wie zum Beispiel: Tiefen und Lichter?
Wenn ein Bild - wie auch immer - verarbeitet wird, dann entsteht ein Informationsverlust (... im Bild ... nicht unbedingt in der Datei). Ob das immer mit einem Qualitätsverlust (im Sinne einer schlechteren Bildqualität) einher geht, wollen wir mal nicht hoffen, ansonsten dürfte man den Schritt nicht tun. Häufig ist es so, dass nicht einzelne Bereiche einer Nachbearbeitung bedürfen, sondern die "Anmutung" des ganzen Bildes einen letzten Kick braucht. Dann sind solche globalen Filter angesagt. Wenn nur einzelne Bereiche dieser Nachbearbeitung bedürfen, ist es eine gute Idee, (a) die Bearbeitung auf einer separaten Ebene zu machen, (b) die Ebene mit einer Maske zu versehen, (c) die Maske komplett schwarz zu färben (= Bearbeitung ist unwirksam) und (d) mit weißer Farbe und einer weichen Kante diejenigen Bereiche der Maske frei zu malen, die die Bearbeitung erfahren soll. Das ist oftmals viel einfacher und schneller erledigt als die Bearbeitung über eine komplizierte Auswahl.

2) Sollte jedes bearbeitete Bild, dass im RAW-Format fotografiert wurde, etwas kontrastreicher gemacht werden?
Nein. Das hängt sehr vom Motiv ab und von der Frage, wie die RAW-Files in Photoshop gekommen sind. Wenn Du Nikon Capture NX verwendest, werden die Einstellungen in der Kamera in das RAW-Files übernommen. Verwendest Du Adobe Camera RAW, ist das nicht der Fall. Tatsächlich ist es häufig so, dass Bilder einen kleinen (wirklich kleinen !!) S-Schlag in der Gradationskurve und damit einem besseren Kontrast vertragen. Aber verallgemeinern läßt sich das nicht. Bei der D300 - so meine Erfahrung - kommen die Bilder sehr oft nahezu perfekt aus der Kamera (ordentliche Arbeit bei der Aufnahme mal vorausgesetzt), während bei der D200 schon häufiger mal in Photoshop am Kontrast geschraubt werden mußte. Aber andere haben da vielleicht andere Erfahrungen gemacht.

Ciao
HaPe
 
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G

Gelöschtes Mitglied 40999

Guest
hallo zusammen, möchte eine weiter frage hierzu anschliessen.
fotografiere im moment mit meiner d80 (bin noch anfänger) noch alles im jpeg-format - fine modus. filegröße der dateien ist so meis 4mb.

wenn ich nun mit corelphoto, oder jpgcompressor(freeware) oder paint mal was ändere und neu abspeichere reduziert sich die datenmenge deutlich um mindestens die hälfte. (vermutlich durch kompression?)

wenn ich so ein bild dann vorher - nachher anseh und auch riesig vergrößere, sieht es für mich aber immer noch gleich aus, heisst es eigentlich das so eine datei vorher wie auch nachher z.b. auf einem a2 ausdruck gleich aussehen müsste? (ich mache die fotos deshalb immer im jpeg-fine modus, weil ich einige gerne groß ausdrucken möchte)

oder was verliere ich durch dieses speichern, auch wenn ich sonst nichts ändere?

danke für eure hilfe

jo
 
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Hans-Peter R.

Administrator
Platin
Registriert
Hallo,

JPEG wurde primär als "Präsentationsformat" erfunden. Die Bilder werden so komprimiert, dass sie effizient abgespeichert bzw. performant übertragen werden können. Die Wünsche an diesen Effizienz-/Performanzgrad sind dabei unterschiedlich, so dass sich auch der Komprimiergrad in weiten Bereichen einstellen läßt. Den idealen Komprimiergrad hat man gefunden, wenn die entstehenden Verluste gerade eben NICHT auf dem jeweiligen Präsentationsmedium gesehen werden. Deshalb die Variabilität - einfach weil die Ausgabemedien und die Wünsche und Qualitätsansprüche so unterschiedlich sind.

JPEG-Bilder verlieren grundsätzlich Informationen, wenn sie geöffnet, geändert und wieder gespreichert werden. Das Maß des Informationsverlustes hängt von vielen Faktoren ab. Es ist gut möglich, dass Dein (sorry :fahne:) ggf. ungeschultes Auge diese Verluste nicht sieht oder ggf. gar nicht weiß, wo die JPEG-Artefakte zu suchen sind oder wie sie aussehen. Aber die Verluste sind da. Es läßt sich oft nicht vermeiden, dass JPEGs der Kamera noch einen Tick Nachbearbeitung brauchen. Es empfiehlt sich aber dringend, die Datei (als Kopie) nur genau einmal abzuspeichern und bei einer erneuten Veränderung wieder mit der originalen Datei zu beginnen, ansonsten kumulieren sich die Verluste auf und Artefakte sind nicht mehr zu übersehen.

Wenn Deine JPEGs mit höchster Auflösung und Qualität aus der Kamera kommen, sind sie qualitativ so gut, dass sie zumeist weit weg von den Grenzen sind, die das Ausgabemedium (Monitor, Print) fordert. Deshlab kann es gut sein, dass die Verluste nach der Speicherung für Dich erstmal nicht sichtbar sind. Ich würde mir aber an Deiner Stelle langfristig keinen Workflow angewöhnen, der auf die mehrfache Speicherung von JPEGs baut.

Ciao
HaPe
 
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Nobody

Auszeit
Registriert
Was man bei RAW in der Cam einstellt, ist der RAW-Datei zunächst einmal egal. Getätigte Voreinstellungen sind lediglich mehr oder minder wirksame Vorgaben für den zugehörigen RAW-Konverter (s.o.). Ansonsten sind nur das eingebettete Vorschau-JPEG, als auch das optinonale JPEG zur RAW-Datei davon betroffen.
 
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