Panorama aus 2 Fisheye Aufnahmen - Möglich?

Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Für einen 360-Grad-Rundumblick brauchst Du 4 Querformatbilder, ggf noch je eins für Decke und Boden (Zenit und Nadir). Du brauchst Überlappungsbereiche von 30-50% von Bild zu Bild. Beispielsweise PanoramaStudio kann das dann montieren, aber auch diverse andere Programme.

CB
 

Nicname

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

Panorama-Software braucht einen gewissen Überlappungsbereich der Aufnahmen, um aus den Bildern ein Panorama generieren zu können. Die Bilder werden hierbei mittels übereinstimmender Kontrollpunkte untereinander verknüpft. Daran fehlt es hier und deswegen wird das mit den zwei Bildern bei dem 180° Versatz der Blickrichtung auch nichts werden. Nach meiner Einschätzung brauchst Du für dieses Fisheye min. 4 Horizontalaufnahmen, evtl. auch 5 oder 6, um einen 360° Kreis zu schließen. Je nach Bildwinkel des Objektivs kommen noch eine Aufnahme vom Boden (Nadir) und von der Decke (Zenith) hinzu. Wenn Du das ganze dann noch mittels Nodalpunktadapter parallaxenfrei im Drehpunkt ausrichtest, tun sich Panoramaprogramme leichter, daraus z.B. ein 360° x 180° Kugelpanorama zu machen.

Herzliche Grüße Nic
 

AMFG

Unterstützendes Mitglied
Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten.
Die Aufnahmen sind schon älter und damals wurde offensichtlich das Panorama mit Quicktime erstellt, bin mir aber nicht sicher, jedenfalls existiert ein Quicktime.mov. Wenn ich mir aber diesen Quicktimeclip ansehe dann scheint das wohl funktioniert zu haben. Hier der Link zu dem Quicktime Panorama. Glaubt ihr das hierfür auch 4 Aufnahmen verwendet wurde? Schaut ihr euch das Quicktime "Movie" bitte mal an?
https://www.dropbox.com/s/eztftmk2ivy44xj/Panorama-14-kirche-640_504.mov?dl=0
Ich weiß, QuickTime hat kaum noch jemand auf seinem Computer.

Danke, Aaron

P.S. Der Film Ist 100% kein Virus, es gab hier nur keine Möglichkeit das darzustellen.
 

Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Glaubt ihr das hierfür auch 4 Aufnahmen verwendet wurde?
Wie schon erklärt: ohne Überlappungsbereiche ist ein Panorama nicht herstellbar. Man kann den Rundunblick evtl. mit 3 Bildern beim 180-Grad-Fisheye schaffen, aber dazu muss man sehr genau arbeiten und unkomplizierte Strukturen im Überlappungsbereich haben.

Ich habe in Kirchen schon mit 6 oder 8 Hochformat-FE-Bildern (plus Deckenbild) gearbeitet, um möglichst wenig Versatz und unpassende Überlappungen zu haben.

CB
 

klausesser

Unterstützendes Mitglied
Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten.
Die Aufnahmen sind schon älter und damals wurde offensichtlich das Panorama mit Quicktime erstellt, bin mir aber nicht sicher, jedenfalls existiert ein Quicktime.mov. Wenn ich mir aber diesen Quicktimeclip ansehe dann scheint das wohl funktioniert zu haben. Hier der Link zu dem Quicktime Panorama. Glaubt ihr das hierfür auch 4 Aufnahmen verwendet wurde? Schaut ihr euch das Quicktime "Movie" bitte mal an?
https://www.dropbox.com/s/eztftmk2ivy44xj/Panorama-14-kirche-640_504.mov?dl=0
Ich weiß, QuickTime hat kaum noch jemand auf seinem Computer.

Danke, Aaron

P.S. Der Film Ist 100% kein Virus, es gab hier nur keine Möglichkeit das darzustellen.
Hi!

Zuerst: QTVR ist "tot" - weil Apple die Weiterentwicklung bereits vor Jahren eingestellt hat. Ich hab in den ´90ern ein paar Jahre mit dem QTVR-Authoring Studio gearbeitet - man konnte sich dran gewöhnen, aber die Features waren ausgesprochen begrenzt.

Um 2 Fisheye-Fotos zu einer Kugel zu verarbeiten braucht man 2 Fisheyes, die mindestens 220° zeigen. Die Überlappung sollte minimum 20% sein und die Montage der Kameras gegeneinander muß sehr präzise sein.

Dann aber funktioniert das! Es gibt mehrere Beispiele.

Heute würde ich KRPano, AutoPano Giga und PTGui Pro empfehlen - ich selbst arbeite mit AutoPAno Giga:

www.klausesser-interaktiv.de

Klaus
 

klausesser

Unterstützendes Mitglied
Für einen 360-Grad-Rundumblick brauchst Du 4 Querformatbilder, ggf noch je eins für Decke und Boden (Zenit und Nadir). Du brauchst Überlappungsbereiche von 30-50% von Bild zu Bild. Beispielsweise PanoramaStudio kann das dann montieren, aber auch diverse andere Programme.

CB
Sorry - das muß ich mal korrigieren ;-) :

Die Anzahl der Bilder hängt vor allem von der Brennweite, also dem Bildwinkel ab - aber es war ja von zirkularen Fisheyes die Rede: da ist nat. schnuppe, ob die Kamera vertikal oder horizontal montiert ist.

Es ist - zirkulare Fisheyes mal beiseite - auf jeden Fall vorteilhafter, im Hochformat aufzunehmen: der vertikale Bildwinkel ist dann größer (lange Kante) dafür muß man horizontal mehr Bilder machen - aber man erspart sich dabei in sehr vielen Fällen, mehrere Reihen aufzunehmen, wenn man nicht nah vor großen Objekten steht.

Die "klassische" Art, es "quick and dirty" zu machen ist: mit einem Fisheye 4 Schuss horizontal plus 1 Zenith und 1 Nadir-Schuss (Kamera jeweils hochkant montiert).
Beim Nadir-Schuss entsteht dabei das Problem, die Basis des Kopfes riesig groß zu sehen und dazu noch die Beine des Stativs.
Das lässt sich vermneiden, indem man für ein zusätzliches Nadir-Bild Stativ und Kamera etwas seitlich veschiebt, so daß die Kamera senkrecht nach unten möglichst genau auf die Stelle schaut, auf die zuvor das untere Ender der Stativsäule "gezeigt" hat.

Mit dieser - zusätzlichen - Aufnahme kann man dann den im Nadirbild zu sehenden Kopf und die Stativbeine ersetzen . . . mit ein bisschen zusätzlicher Retusche.

Bei einreihigen Panoramen ist es, wie gesagt, auf jeden Fall besser, die Kamera hochkant zu benutzen.

Klaus
 

klausesser

Unterstützendes Mitglied
Hallo!
Ich weiß, QuickTime hat kaum noch jemand auf seinem Computer.
Ja - und aus gutem Grund . . . ;-)

Klaus

PS: selbst ich als Hardcore-MacUser und Produzent von interaktiven Panoramen vermeide es, QTVR-Movies runterzuladen . . . ;-)
 

Christoph Blümer

NF-F Premium Mitglied
Die Anzahl der Bilder hängt vor allem von der Brennweite, also dem Bildwinkel ab - aber es war ja von zirkularen Fisheyes die Rede: da ist nat. schnuppe, ob die Kamera vertikal oder horizontal montiert ist.
Korrekt, allerdings sind 220°-FEs eher selten und der Threadstarter hat offensichtlich ein 180°-FE. Die Aussagen zu hoch/quer waren natürlich auf diagonale Fisheyes bezogen.

Es ist - zirkulare Fisheyes mal beiseite - auf jeden Fall vorteilhafter, im Hochformat aufzunehmen: der vertikale Bildwinkel ist dann größer (lange Kante) dafür muß man horizontal mehr Bilder machen - aber man erspart sich dabei in sehr vielen Fällen, mehrere Reihen aufzunehmen, wenn man nicht nah vor großen Objekten steht.
Ich musste auch bei Hochformataufnahmen stets ein Zenit-Bild aufnehmen, um die schwachen Randleistungen weggerechnet zu bekommen. Außerdem ist bei Freihand-FE-Aufnahmen die Gefahr der Verkantung größer als im Querformat.

Beim Nadir-Schuss entsteht dabei das Problem, die Basis des Kopfes riesig groß zu sehen und dazu noch die Beine des Stativs. Das lässt sich vermneiden, indem man für ein zusätzliches Nadir-Bild Stativ und Kamera etwas seitlich veschiebt, ...
...oder man hält die Kamera weit von sich, macht 2 Aufnahmen um 180° versetzt und lässt die Software einfach rechnen. :p
Einbeinstativ als Haltearm, samt Fernauslöser, ist auch eine Lösung. Ich schleppe selten bei Städtetrips den ganzen Tag ein großes Stativ mit mir rum...

CB
 

klausesser

Unterstützendes Mitglied
Korrekt, allerdings sind 220°-FEs eher selten und der Threadstarter hat offensichtlich ein 180°-FE. Die Aussagen zu hoch/quer waren natürlich auf diagonale Fisheyes bezogen.
Ja - aber diagonale FEs zeigen 180° halt nur diagonal - damit ist klar, daß es nicht mit zwei Aufnahmen gehen KANN ;)

Ich musste auch bei Hochformataufnahmen stets ein Zenit-Bild aufnehmen, um die schwachen Randleistungen weggerechnet zu bekommen. Außerdem ist bei Freihand-FE-Aufnahmen die Gefahr der Verkantung größer als im Querformat.
Klar - Zenith ist auf jeden Fall besser mit einem zusätzlichen Schuss.

Ich halte es für einen zwar verständlichen, aber stark mit Qualitätseinbußen verbundenen Ansatz, mit einem zirkularen FE nur 4 Schuss aufzunehmen.
Das funktioniert zwar - aber man verschenkt reichlich Qualität/Auflösung. Und heutzutage kann man keinen mehr mit einem 10000 x5000px großen sphärischen Pano beeindrucken.

...oder man hält die Kamera weit von sich, macht 2 Aufnahmen um 180° versetzt und lässt die Software einfach rechnen. :p
Einbeinstativ als Haltearm, samt Fernauslöser, ist auch eine Lösung. Ich schleppe selten bei Städtetrips den ganzen Tag ein großes Stativ mit mir rum...
Nadirschuss aus der Hand geht nat. nur gut, wenn man a) kein Brackekting benutzt und b) die Verschlusszeit kurz genug sein kann.

Bei Fisheye-Panos mit wenigen Einzelbildern geht das noch ohne Stativ - bei sphärischen Panos mit höherer Auflösung (aka längerer Brennweite und vielen Bildern) ist das dann aber eher suboptimal :hehe:

Die hier sind aus der Hand geschossen - 6 Schuss nebeneinander, Kamera im Hochformat - D800, Sigma Art 1,4/24mm:

Das Bild wurde verlinkt, weil es entsprechend der NF-Regeln für die Bildpräsentation in Foren zu groß ist. Erlaubt sind 545 kb maximal. (4608 kB)
Das Bild wurde verlinkt, weil es entsprechend der NF-Regeln für die Bildpräsentation in Foren zu groß ist. Erlaubt sind 545 kb maximal. (1754 kB)
Das Bild wurde verlinkt, weil es entsprechend der NF-Regeln für die Bildpräsentation in Foren zu groß ist. Erlaubt sind 545 kb maximal.
(7003 kB) (10k)
 

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