Frage Objektiv für Nordlichter


NF Adventskalender 2019

Norden

Unterstützendes Mitglied
Hallo
Ich bin etwas überfordert, denn ich würde gern auf meiner Reise nach Lappland zu den Nordlichtern eine Kamera mit gutem Objektiv mitnehmen, die akzeptable Bilder von Nordlichtern macht. Ich bin Anfänger, möchte die Bilder nicht verkaufen, aber ich halte gern Naturerlebnisse auf Reisen per Kamera fest.*
Nun muss es aber doch etwas gutes sein, für die Nordlichter. Ein Fotograf hat mir die Nikon D7100 empfohlen. Dazu das Objektiv Nikon 10-24mm 2.8 Das Objektiv ist mir nur etwas teuer. Im Fachhandel hat man mir das günstigere Sigma 24-70mm 2.8 empfohlen. Das sollte auch für Nordlichter gehen und ist vielseitiger einsetzbar. Was meint ihr? Genügt das Sigma-Objektiv?
Oder habt ihr sonst Objektiv-Tipps für einen Einsteiger bei Nordlicht-Fotografie?
Mein Budget ist schon etwas beschränkt - auch wenn Qualität seinen Preis hat. Ich möchte aber kein Profi-Fotograf werden.*
Danke für Eure Meinung.*
Gruss, Norden
 
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Quincy 66

Nikon-Clubmitglied
Also ein 10-24/2.8 gibt es nicht. Entweder ein 14-24/2.8 oder ein 10-24/3.5-4.5.
Letzteres würde auch zur D7100 passen - brennweitentechnisch. Dem 14-24 würden an DX die entscheidenden mm am kurzen Ende fehlen.
24mm wären mir selbst an FX noch zu lang, an DX erst recht. Es soll ja was vom Himmelspektakel auf den Bildern zu sehen sein.

LG
Quincy
 
Zuletzt bearbeitet:

pixeliced

NF-F Premium Mitglied
Keine leichte Entscheidung. Auf deine Frage hin habe ich gerade mal meine Alben durchgeschaut, bei welchen Brennweiten meine Polarlichtbilder entstanden sind. Bei den meisten habe ich mein Weitwinkel mit 17 mm an FX maximal ausgenutzt. Nur wenige sind mit 35 mm aufgenommen.
Deshalb schätze ich das 24-70 an DX (D7100) schon als grenzwertig ein.
Diese Einschätzung ist natürlich mit Vorsicht zu genießen, denn es kommt ganz entscheidend auf das Motiv an. Gibt es einen interessanten Vordergrund von dem möglichst viel mit aufs Bild soll? usw.
Bei guter Vorbereitung und "trägem" Polarlicht lässt sich vielleicht sogar ein Panorama aus mehreren Aufnahmen erstellen.
Aktuelle Tipps für den WW-Bereich an DX findest du sicher per Suchfunktion. Da ich mit einem 13 Jahre alten Sigma 17-35 unterwegs bin und mich ständig um den Kauf eines schw…teuren Nachfolgers drücke, kann ich dir da leider nicht weiterhelfen.

Links zu ein paar Polarlichtbildern in meinen Alben:
http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/album.php?albumid=24870&page=2
http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/album.php?albumid=16435
 

Django7

Sehr aktives Mitglied
Du solltest auch bedenken, das du ein Stativ brauchst. Nicht unbedingt, zur Not tut es auch ein Bohnensack oder ähnl., aber besser wäre es.
 

Wuxi

Sehr aktives Mitglied
Vom Bildwinkel her braucht man schon eher Superweitwinkel. Die Nordlichter gehen über den ganzen Himmel.
Wir hatten FX Kameras und das 16-35/4 sowie das 14-24/2.8 dabei. Hier:
http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/foto-reportagen/240129-fuenf-stunden-blaue-stunde-taeglich.html

Wenn das Nordlicht schwächer ist, kommt man oft bei 2.8 und ISO 3200 und 5-10 sec heraus. Oder mehr. Und leider kann man die Zeit nicht verlängern, sonst wird das Nordlicht zu Matsch.
Wir haben viele Aufnahmen unterbelichtet :(

In so fern ist Vollformat und 2.8 schon eine tolle Sache.

Wenn DX würde ich wenigstens versuchen die maximale Blendenöffnung zu beschaffen.
 

TK

NF-F Mitglied - NF-F "proofed"
Wie Frank schon schrieb, ist ein SWW sehr sinnvoll. Wir hatten vor 3 Tagen die Situation, dass 14mm an FX viel zu lang waren.
Während anderer Nächte war das 24-70 eine gute Wahl. Das einzig richtige Objektiv wird es nicht geben.
Mit einer Lichtstärke von 4,0 kann man auskommen. Die Reserve etwas abzublenden, fehlt dann sicherlich. Alternativen von Sigma (10-20) oder Tokina (11-16 oder 12-24) dürfte es da einige geben.
Stativ und Fernauslöser sind Pflicht.
Die erwähnte Idee, einen Bohnensack zu nutzen, scheint mir höchst fraglich. Einzig zur eventuellen Frustbewältigung, sollten die Polarlichter ausbleiben, scheint dieser geeignet.

Viele Grüße aus Tromsö.
 

JBusse

Registrierte Benutzer_B
Hallo,
ich bin auch für ein Superweitwinkel! 24mm als kürzeste Brennweite sind an einer DX-Kamera zu wenig! Natürlich kann man auch damit Nordlichter fotografieren, aber Du wirst merken, daß die Nordlichter den gesamten Himmel überspannen, wenn Du die richtige Nacht erwischt. Dann kann man mit 24mm natürlich "Details" aufnehmen, aber meist kann die Brennweite gar nicht kurz genug sein. Das AF-S 10-24mm/3,5-4,5 an der D7100 fände ich super.

Ich selbst habe mit 14-24mm an FX, Blende 4 und 4s Belichtung fotografiert, damit die Sterne noch als Punkte dargestellt werden und nicht als Spuren. Dabei hatte ich eine Empfindlichkeit von ISO 1600-3200. Meist habe ich 14mm benutzt.

Du brauchst auf jeden Fall ein Stativ (wie macht man denn Langzeitbelichtungen vom Bohnensack???), ein Fernauslöser wäre hilfreich, um nicht ständig an der Kamera herumzutatschen. Und das allerwichtigste : keinen Filter verwenden!!! Sonst kann es unter ungünstigen Umständen Interferenzen geben, die Du kaum mehr wegbekommst.

Gib mal das Stichwort "Aurora Photography – Capture the Northern Lights in Iceland" bei Google ein und dann suche bei "wildphotographyholidays.com". Hier findest Du noch weitere wichtige Tipps auf englisch.

Gruß Jürgen
 

ppwill

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

mein Bruder hat 2012 eine Polarlichtreise nach Finnland unternommen und setzte dabei eine Canon EOS 5MarkII (Vollformat) mit seinen 17-40mm meistens ein. Ein gutes Stativ mit sehr gutem Kopf ist seiner Aussage nach dabei sehr wichtig.

Was er aber auch sagte das er in 10 Tagen (März in Finnland!!!) sehr viele Standen nachts draußen in Bereitschaft war, um zu wirklich guten Bildern zu gelangen. Der März ist nach seiner Aussage der optimale Zeitpunkt um zu guten Polarlichtbildern zu kommen.

Also eine D7100+Superweitwinkelobjektiv (z.B. das Nikon 10-24mm) + ein gutes Stativ und viel Zeit wären wohl eine gute Kombi. Zusätzlich solltest du einiges in sehr sehr gute Winterkleidung/Schuhe investieren wenn du nicht erfrieren möchtest. Auch sind Ersatz Akkus (die man am Körper trägt) wichtig.

Hier der Link zu Ihm:

http://www.jmwill.de/html/polarlichtreise_2012.html

Wenn du sparen möchtest würde ich eher an der Kamera sparen und mir z.B. die D5200 (gleicher Sensor wie D7100) holen. Das Nikon 10-24mm oder ein anderes Superweitwinkelobjektiv holst du dir normalerweise zusätzlich. Du kannst die Kamera ja im Set mit dem 18-105mm holen, dann hast du ein gutes und günstiges Objektiv für die meisten Anwendungen. Aber hier benötigst du ein Objektiv mit viel Weitwinkel, also 10mm oder ähnlich.

Gruß

Patrick
 

gugu

Sehr aktives Mitglied
Das scheint zur Zeit recht beliebt zu sein... Bilder von Nordlichtern und Sternenhimmeln sieht man in den letzter Zeit recht oft. Auch im Zeiss-Blog ist gerade wieder ein Artikel zu Polarlichtern.

http://blogs.zeiss.com/photo/de/

Ich hab's nie gemacht, aber wenn ich das richtig sehe, arbeiten die meisten mit offfener Blende. Wäre also sicher sinnvoll wenn die Leistung der Optik offen schon recht gut ist.

VG
 

Django7

Sehr aktives Mitglied
Die erwähnte Idee, einen Bohnensack zu nutzen, scheint mir höchst fraglich. Einzig zur eventuellen Frustbewältigung, sollten die Polarlichter ausbleiben, scheint dieser geeignet.

Viele Grüße aus Tromsö.
Du brauchst auf jeden Fall ein Stativ (wie macht man denn Langzeitbelichtungen vom Bohnensack???)

Gruß Jürgen
Du solltest auch bedenken, das du ein Stativ brauchst. Nicht unbedingt, zur Not tut es auch ein Bohnensack oder ähnl., aber besser wäre es.
Ich sagte ja "zur Not" :cool:
Wo bleibt euer Wille, Fotos zu machen, wenn man eigentlich ein Stativ bräuchte aber keins dabei hat? Da geht so manches, man kann eine Kamera auf vieles legen... Als Beispiel, habe ich letztes Jahr meine Kamera auf Felsen am Meer gelegt, mit irgendwelchen Sachen aus meinen Hosentaschen darunter die Lage stabilisiert, und einige 10 Sek. Bilder vom Gewitter gemacht.
 

Wuxi

Sehr aktives Mitglied
Wo bleibt euer Wille, Fotos zu machen, wenn man eigentlich ein Stativ bräuchte aber keins dabei hat?
Da muss man schon planen.
Ohne Stativ geht es nicht.

Übrigens auch nicht ohne Daunenjacke.
Man ist stundenlang in der Kälte und wartet bis Gott das Nordlicht einschaltet.
 

Quincy 66

Nikon-Clubmitglied
Da muss man schon planen.
Ohne Stativ geht es nicht..
Sehe ich genauso. Mit einem Bohnensack wird sich nur schwer ein passender Bildaufbau bewerkstelligen lassen....

In schwanke noch zwischen zwei Stativvarianten und komme (noch) zu keinem Ergebnis :)

Übrigens auch nicht ohne Daunenjacke.
Man ist stundenlang in der Kälte und wartet bis Gott das Nordlicht einschaltet.
Meine Bekleidungsliste wird auch immer länger, Globetrotter ist stolz auf mich :)

LG
Quincy
 

TK

NF-F Mitglied - NF-F "proofed"
Moin Norden,

wenn Du heute schon den genauen Termin Deiner Reise kennst, oder diesen evtl. beeinflussen kannst, würde ich immer die Mondphase im Auge behalten. Die beste Phase ist die Woche vor Vollmond, so wie im Moment. Bei sternenklaren Nächten mit Schnee, kannst Du die zu verwendende Iso deutlich reduzieren. Somit würde man mit einer Lichttstärke von 4,0 gut auskommen.
Vergangene Nachten haben wir teilweise bei einer ISO von 400 auf 5,6 abgeblendet.
Wichtiger als die Diskussion über das Equipments, ist die Kenntnis der Funktionen und der Bedinung Deiner Kamera. Du musst sie blind bedienen können. Auch sollten die Methoden das scharfstellens auf unendlich geläufig sein, auch wenn man mal keinen AF benutzen kann. Bei vielen Polarlichtbildern sieht man zwar eine Menge Aurora, aber eben auch sehr viel Unschärfe die nicht nur vom sich schnell bewegenden Polarlicht kommt.
Ansonsten viel Spass auf deiner Reise.
 

Backstein

Unterstützendes Mitglied
Waren Ende Januar in Lappland, Mondlose Nächte in denen ich froh war das 14-24 2.8 gemietet zu haben.
Viel ging nicht unter iso 1800 und 4-6 sec. Wenn dass Licht sehr aktiv war bis iso 3600.



Aber saukalt, bis -30Grad meine D700 hielt das nach 3-4h nicht mehr aus und ging aus!

Stativ ist Pflicht, zur Not geht der Selbstauslöser auf 2sec.

März oder auch im Herbst ist sicher auch toll aber viel dunkler, ohne Schnee und ich glaube einfach nicht so Saukalt.
Und wie TK schon sagte: unbedingt Wissen wo unendlich ist beim Objektiv!

Gruss Marco
 

Wuxi

Sehr aktives Mitglied
Was habt Ihr eigentlich für Tricks beim Fokussieren?
Hier sind meine:
A)
1) Zoom einstellen
2) Ein weit entferntes helles Licht anfokussieren (Mond, Haus, Auto).
3) Auschnitt einstellen, Auslösen.

B)
1) Zoom und Ausschnitt einstellen
2) LV, volle Lupe, Manuell auf Sterne stellen

Wann A geht mache ich das leiber, im Extremfall geht dann meist noch B.

Gibt es noch einen anderen Trick?
 

Norden

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen

danke für eure tollen Tipps. Werde mich in den nächsten Tagen noch ausführlicher mit allem beschäftigen und dann hoffentlich die beste Wahl für mich treffen. Stativ habe ich. Mondphase wurde auch in der Reisevorbereitung beachtet - nun müssen nur noch das Wetter und die Nordlichtaktivität stimmen. Warme Kleidung bekomme ich übrigens vor Ort - da ich einige Aktivitäten vor Ort mache, erhalte ich vom Anbieter Wärmekleidung. Ich war im letzten Jahr schon mal dort - es waren auch -27 Grad und da war die Kleidung wirklich sehr hilfreich. Warme Schuhe gibts auch - die Füsse können empfindlich kalt werden, wenn man auf die Lichter wartet :)

Wer auch noch eine solche Reise von Euch vor sich hat, dem wünsche ich ganz viel Spass! Aus Erfahrung kann ich sagen, Nordlichter sind spektakulär, muss man gesehen haben und dann machen sie süchtig :)

Gruss, Norden
 

Quincy 66

Nikon-Clubmitglied
Wie wahr!!! Wobei ich habe jetzt fertig :) - nur noch packen und :plane:
Ja, so langsam habe ich auch alles beisammen. Nur noch etwas an Kleinkram fehlt noch. Ich werde auch bald mal probepacken, um zu sehen, ob alles in den Koffer passt.
Ich habe die blöde Stativfrage noch nicht endgütltig für mich entschieden, damit ist die "Kofferinhaltsplanung" noch auf zwei Szenarien verteilt :)
Ich fliege aber auch erst am 23.02. ....

LG
Quincy
 

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