Nikon Z6 Fotos als DNG speichern oder Lightroom CC zulegen?


Schelmu

Sehr aktives Mitglied
Tag zusammen, ich speichere meine Fotos eigentlich generell nur in NEF auf den Speicherkarten. Mein Lightroom 6.schlagmichtot erkennt jedoch die NEFs der Z6 nicht.
Als DNG würde es natürlich klappen, birgt dies irgendwelche Nachteile?

Lightroom CC wäre eine Möglichkeit, obwohl ich dieses Cloudgedöns nicht brauchen würde.

Ich besitze auch noch Affinity Foto (das Programm, nicht die Firma), alllerdings habe ich mich damit noch so garnicht beschäftigt muss ich zugeben.

Bringt mir Lightroom CC merklich viele Vorteile?
 

ernst.w

NF-F Premium Mitglied
Als DNG würde es natürlich klappen, birgt dies irgendwelche Nachteile?
Ja. DNG wird zwar als RAW bei einigen Herstellern eingesetzt, ist aber in Wahrheit (technisch) nicht mehr als mit Adobe-Mitteln ein gut bearbeitbares TIFF.

Was bedeutet das für dich? Viele andere RAW Converter und Bearbeitungsprogramme können nicht gut mit allen Bereichen eines nicht original aus der Lamerta kommenden DNG (also einem "echten" RAW) umgehen und haben bei nachträglich gewandelten DNGs ähnliche oder sogar größere Probleme mit z.B. Weißabgleich und anderen Einstellungen als bei TIFFs; Metadaten sind hingegen kein Problem.

Ist das für dich maßgeblich? Kann ich nicht sagen, mit welcher Bildqualität du bereits zufrieden bist. Aber ein schönes Beispiel bzw. den Unterschied kannst du mit Capture One (Testversion) sehen: Obwohl die Version 20 bereits riesige Fortschritte hinsichtlich der Bearbeitung von nachträglich erzeugten DNGs gemacht hat: Nimm dir ein RAW der Z6, wandle es mit dem DNG Converter in DNG. Dann bearbeite beide (NEF und DNG) mit Capture One, noch besser, lass es von jemandem bearbeiten, der mit Capture One umgehen kann. Dann sieh dir die beiden Ergebnisse an. Wenn du keinen Unterschied sehen kannst, ist das oben Gesagte für dich ohne Relevanz. (Mit rollt es bei einem Vergleich die Zehennägel auf. ;))
 
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Thomas.Landsiedel

Nikon-Clubmitglied
Ich stand vor dem gleichen Problem und habe mich nach langem Überlegen für Capture One entschieden. Einer der Gründe war, daß ich das Abo-Modell von ADOBE nicht unterstützen wollte. Außerdem bietet C1P gegenüber LR einiges mehr an Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Der Umstieg dauert allerdings und ich habe immer noch viele Aha-Erlebnisse.

BTW: Ernst hat einiges zur Einarbeitung in C1P hier im Forum und im Nikon-Club veröffentlicht und mir bereits bei vielen - zum Teil saudummen - Fragen weitergeholfen.

Gruß

Thomas
 
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ernst.w

NF-F Premium Mitglied
ich habe immer noch viele Aha-Erlebnisse.
Mein lieber Thomas, auch ich - nach zwei Jahren Arbeit damit. Selbst David Grover hatte erst gestern beim Webinar nach dem Hinweis eines Webinar-Teilnehmers eine solche "Aha!"-Erfahrung. Und der lebt IN Capture One. ;)
 
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falconeye

Sehr aktives Mitglied
Ja. DNG wird zwar als RAW bei einigen Herstellern eingesetzt, ist aber in Wahrheit (technisch) nicht mehr als mit Adobe-Mitteln ein gut bearbeitbares TIFF.
Er hat aber gefragt, ob es innerhalb LR Nachteile für DNG gibt - die NEFs muss und braucht er für andere Apps ja nicht löschen ...
Und nein, die gibt es nicht. Allerdings verliert man in LR die Kamera-spezifischen Farb-Profile (die Objektivprofile bleiben verfügbar). In LR sehe ich auch keinen signifikanten Unterschied, ob ich DNGs oder NEFs bearbeite.

Ein gewandeltes DNG ist immer noch eine Raw-Datei, ein Tiff nicht.
 
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Nicname

Sehr aktives Mitglied
Hallo Schelmu,
der einfachere Weg, mit Bordmitteln auszukommen, wäre es sicherlich ein unkompromiertes 16 Bit Tiff in Nikon Capture NX-D auf der Basis der Nikon Picture Control-Einstellung "Neutral" zu erzeugen, evtl. mit ein paar Basiskorrekturen in NX-D. Mehr an Detailinformationen und damit technischer Bildqualität kitzelt ein DNG-Konverter kaum heraus, weil nur Nikon die "Geheimnisse" des NEF-Formates kennt und richtig auslesen kann. Das zeigten vor einigen Jahren schon eingehende Vergleiche in der CT Digitalfotografie. Weitere Bearbeitungen können dann von Dir in Affinity Photo durchgeführt werden, welches inzwischen auch den Export als unkomprimiertes 16 Bit Tiff beherrscht.
 
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ernst.w

NF-F Premium Mitglied
Er hat aber gefragt, ob es innerhalb LR Nachteile für DNG gibt
Nein. Er hat gefragt
Als DNG würde es natürlich klappen, birgt dies irgendwelche Nachteile?
DERZEIT hat er Lightroom. Und vielleicht geht es ihm wie mir. Ich sah mich auch irgendwann genötiugt, auf eine andere Software umzusteigen. Und DANN hat es Nachteile, auf DNG gesetzt zu haben. Ich hatte - Gott sei Dank - noch meine Originale, aber die Kataloge aus oben genannten Gründen wieder zurückzustellen auf die RAWs war extrem zeitaufwändig (Monate, nicht Stunden). Ohne die RAWs hätte ich meine Arbeit alles überhaupt vergessen können.

Aber natürlich: Für die Arbeit mit Lightroom kenne ich derzeit keine Nachteile.
 
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ernst.w

NF-F Premium Mitglied
ist es in Capture One möglich eine Belichtungsreihe zusammenzuführen?
Jein. Capture One nativ kann das nicht, aber es gibt dafür ein Plugin von Photomatix. Wie das dann funktioniert?

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Darüber hinaus gibt es bei Capture One immer die Möglichkeit, RAWs aus Capture One heraus mit jeder geeigneten Software zu bearbeiten, um das Ergbnis danach direkt und sofort wieder in Capture One weiterzubehandeln.

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Capture One nicht alles kann, was Lightroom kann und Lightroom nicht alles kann, was Capture One kann. Die Zielgruppe ist für beie Programme ein wenig different. ;) Eines ist allerdings unbestritten: Der Output von Capture One, also das Endergebnis, ist bnesser als das, was mit Lightroom möglich ist. Wenn es also um wirklich höchste Qualität geht, gibt es derzeit kaum eine Alternative zu Capture One.

Leider, denn auch Capture One ist nicht fehlerfrei und hat obendrei durch seine Komplexität (das Teil kann einfach "zu viel") eine steilere Lernkurve. Trotzdem ziehe ich es mittlerweile LR bei weitem vor. Ich kaufe nicht das beste Hardware-Werkezug (Kameras und Objektive), um die Vorteile dann bei der Ausarbeitung wieder zu verschenken. Dann könnte ich schon bei der Kameraausrüstung sparen. Aber ich anerkenne durchaus, wenn jemand sagt "gut genug ist mir genug", diese sehr vernünftige Einstellung. :)
 
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Schelmu

Sehr aktives Mitglied
Vielen Dank euch allen schon einmal für die ganzen neuen Infos, es ist wohl doch nicht so einfach wie ich dachte.
 
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muckel52

Unterstützendes Mitglied
Jein. Capture One nativ kann das nicht, aber es gibt dafür ein Plugin von Photomatix. Wie das dann funktioniert?
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Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Capture One nicht alles kann, was Lightroom kann und Lightroom nicht alles kann, was Capture One kann. Die Zielgruppe ist für beie Programme ein wenig different. ;) Eines ist allerdings unbestritten: Der Output von Capture One, also das Endergebnis, ist bnesser als das, was mit Lightroom möglich ist. Wenn es also um wirklich höchste Qualität geht, gibt es derzeit kaum eine Alternative zu Capture One.

Leider, denn auch Capture One ist nicht fehlerfrei und hat obendrei durch seine Komplexität (das Teil kann einfach "zu viel") eine steilere Lernkurve. Trotzdem ziehe ich es mittlerweile LR bei weitem vor. Ich kaufe nicht das beste Hardware-Werkezug (Kameras und Objektive), um die Vorteile dann bei der Ausarbeitung wieder zu verschenken. Dann könnte ich schon bei der Kameraausrüstung sparen. Aber ich anerkenne durchaus, wenn jemand sagt "gut genug ist mir genug", diese sehr vernünftige Einstellung. :)
Danke für die Antwort, schade das es nicht möglich ist, da ich auch nicht der ABO-Freund bin, gehe jetzt den Weg über Aurora der mich überhaupt nicht glücklich macht.
 
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Engagi

Sehr aktives Mitglied
Eines ist allerdings unbestritten: Der Output von Capture One, also das Endergebnis, ist bnesser als das, was mit Lightroom möglich ist. Wenn es also um wirklich höchste Qualität geht, gibt es derzeit kaum eine Alternative zu Capture One.
Hallo Ernst,

kannst Du mir dazu mal ein paar Beispiele nennen bzw. mal zwei Bilder einstellen, wo das ersichtlich ist?
Oder kommt das nur auf ganz großen Ausbelichtungen zum Tragen? Vielen Dank.
 
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ernst.w

NF-F Premium Mitglied
Oh, Verzeihung, hatte ich echt überlesen.
Ein gewandeltes DNG ist immer noch eine Raw-Datei, ein Tiff nicht.
Ich verlinke hier der Einfachheit halber mal den Wikipedia-Artikel:
der auch die technische Umsetzung und die Erweiterungen vom zugrundeliegenden TIFF kurz streift. Es gibt aber im Web reichlich deutlich detailliertere Ausführungen der technischen Umsetzung, die deutlich den Unterschied zu echten RAW-Formaten, die immer auch die Sensordaten "als Mosaik" abbilden, was DNG wie TIFF nicht tun, aufzeigen.
 
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ernst.w

NF-F Premium Mitglied
kannst Du mir dazu mal ein paar Beispiele nennen bzw. mal zwei Bilder einstellen, wo das ersichtlich ist?
Nennen? Nein, aber zeigen. Könntest du selbst auch tun. Die Capture One Testversion funktioniert 30 Tage. ;)

Ich setze das mal auf meine ToDo-Liste, werde es aber eher im Nikon Club abhandeln, woi es beireits eine ziemlich fette Ecke zu Capture One, Lightroom, Darktable, ON1 und wie sie alle heißen, gibt. Wird aber ein bisserl dauern.
Oder kommt das nur auf ganz großen Ausbelichtungen zum Tragen?
Nein, den Unterschied siehst du auch auf dem Bildschirm. Ich selbst mache kaum "große Ausbelichtungen", drucke aber viel in Büchern, ein bisserl auch in Kalendern etc.
 
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wuschler

Sehr aktives Mitglied
Ich habe die NEFs mit Adobes DNG-Konverter umgewandelt und dann auch testweise im alten LR importiert. Mich pers. konnte das nicht überzeugen, vor allem die Farben fand ich komisch. Für mich bleibt DNG eine Krücke.

Da ich wegen meiner Sony Capture One benutze habe ich testweise mal die Vollversion installiert und mir die Fotos dort direkt importiert, diese Ergebnisse fand ich deutlich besser.

Allgemein kann man aber sagen das weder Lightroom noch Capture One besser ist, sie sind unterschiedlich was vor allem die Arbeitsweise betrifft.

An deiner Stelle wurde ich mir von Lightroom CC und Capture One 30-Tage Testversionen installieren und ausprobieren.
 
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schachspieler

Sehr aktives Mitglied
Ich stand vor dem gleichen Problem und habe mich nach langem Überlegen für Capture One entschieden. Einer der Gründe war, daß ich das Abo-Modell von ADOBE nicht unterstützen wollte. Außerdem bietet C1P gegenüber LR einiges mehr an Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Der Umstieg dauert allerdings und ich habe immer noch viele Aha-Erlebnisse.
Hm - ich wäre da vorsichtig.
Vorweg: Ich habe mich auch für Capture One entschieden und gekauft (und beim Update meist eine Version übersprungen).
Zur Zeit gibt es C1 wahlweise als Kauf oder Abo.
Es ist also nicht auszuschließen, dass C1 möglicherweise in Zukunft auf NUR-ABO umgestellt wird ...
Eine Alternative wäre, sich jeweils die neueste Phase One-Kamera zu kaufen, da ist C1 dabei ... :cool:
 
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falconeye

Sehr aktives Mitglied
... echten RAW-Formaten, die immer auch die Sensordaten "als Mosaik" abbilden, was DNG wie TIFF nicht tun, aufzeigen.
Tja, Wikipedia lesen und verstehen ...

DNG kann, wie Tiff, RGB Pixeldaten enthalten. Oder, anders als normales Tiff, die rohen Mosaikdaten. Der DNG Konverter erhält die Mosaikdaten, wenn man weder verlustbehaftet komprimiert noch skaliert. Ein solches DNG ist ein echtes Raw. Du bist aber nicht der erste, der diesem Irrtum erlegen ist. Ganze Fotozeitschriftenartikel haben hierzu schon Unfug geschrieben ...
 
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