Nikon F4s - Pro und Contra - Erfahrungsberichte bitte!

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dinolatino

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Liebe Forumteilnehmer!

Ich liebäugle mit dem Erwerb einer F4s. Es wird ja hier im Forum viel über gebrauchte Film-Kameras gesprochen. Ich habe aber bisher kaum Aussagen zur F4 gefunden. Vielleicht können einige Teilnehmer dem Abhilfe schaffen.

Vielen Dank und ein gutes Neues Jahr!

Gerald
 
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Thorre

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Gerald,
die gute "alte" F4...
Eine tolle Kamera (jahrelang mein Liebling); in sehr vielen Belangen teilweise heute noch "state of the art".
Vorteile:
Belichtungszeiten 30s - 1/4000 reicht (meistens) völlig aus
KEIN Mäusekino - alle Änderungen sind mit einem Dreh am jeweiligen Rädchen zu machen (Programmwahl, Zeiten, etc) mit Handschuhen manchmal'n bischen schwierig.
Grundsätzlich klassische Bedienung (diese verdammten Knöpfchen an meinen F5...) alles in allem sehr selbsterklärend.
Preislich mittlerweile sowas von erschwinglich , auch die diversen Zubehörteile etc.

Nachteile:
-langsamer Autofokus (für heutige Verhältnisse - man ist verwöhnt)
und vr funktioniert nicht; g-Objektive sind nur in Programm S (?) benutzbar
-fäßt sich manchmal wien Stück Seife an - kann man aber mit Imprägnierspray beikommen... soll heißen, daß nach über 10 Jahren Benutzung (übrigens ohne große Probleme oder Reparaturen) die Gummimischung nicht mehr so griffig/rauh ist wie am Anfang.

Grundsätzliches - robust wie'n Stein, liegt ausgewogen in der Hand (leider nicht soo toll wie 'ne F5)
Ich würde wieder zur F4E greifen (die große mit dem MB-23 Batteriefach und dazu passenden Akkus Mn-20)
F4s fand und finde ich zu unpraktisch beim Batteriewechsel.
Analog- du hast noch was in der Hand - im wahrsten Sinne (OK Grundsatzfrage, aber ich werd mit digitalem einfach nicht warm...)

Ich sag ja immer: selbst testen!

Sonst noch Fragen?
Beste Grüße und Guten Rutsch!
Thorre
 
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ChristianS

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Vor zehn Jahren war die F4 das Nonplusultra, daran hat sich im Prinzip auch heute nichts geändert. In manchen Einzelheiten ist sie natürlich von neueren Kameras übertroffen worden, aber insgesamt gibt es kaum einen Schwachpunkt. Man muß schon ganz an die Grenze der Fotografie gehen (jagende Falken beim Luftkampf oder F1 aus der Nähe), bis die F4 nicht mehr so ganz mitkommt. Die Qualität ist legendär, ich war mit ihr zur Regenzeit im Dschungel von Khao Lak (!), wo zwar die Blitzgeräte ausgefallen sind, nicht aber die F4. Es gibt fotografisch buchstäblich nichts, was mit dieser Kamera nicht zu bewältigen wäre. Ganz besonders in der Makrofotografie ist sie auch heute noch unübertroffen. Exotisches Zubehör ist bei Ebay oftmals in sehr guter Qualität und recht preiswert zu bekommen. Einer der größten Vorteile ist, daß normale Mignon-Zellen verwendet werden können. Wer nicht auf die höchste Bildfrequenz angewiesen ist, sollte sich besser das kleine Batterieteil MB-20 besorgen. Es ist wesentlich leichter und für "normale" Aufnahmen völlig ausreichend. Allerdings kann man damit nur Batterien (4xLR6) verwenden, keine Akkus. Das größere MB-21 für sechs Zellen (LR6 oder NiMH) ist ziemlich klobig und schwer. Es besitzt allerdings die Fernsteuerbuchse und einen Hochformatauslöser. Ich kann beim Batteriewechsel nicht klagen, geht ruck-zuck. Muß man aber ohnehin nicht so oft tun, ist schließlich keine Digi.
G-Objektive funktionieren mit S und P, m.W. sollte VR ebenfalls funktionieren.
Wer weiterhin analog fotografieren möchte (und nichts spricht dagegen), kann mit der F4 nichts falsch machen.
So, Schluß für dieses Jahr. Guten Rutsch!
Christian
 
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mhmedia

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Hallo,
als ich noch ein F401s hatte und ein Bekannter die F4, da platzte ich jedesmal vor Neid. Dann habe ich sie ihm irgendwann einmal abgekauft und war ziemlich stolz. Lang ist es her. Ich kenne die Preise ja nicht, aber wenn ich heute eine analoge Kamera kaufen müsste, dann würde ich eine F-100 kaufen (oder F5 oer F6). Irgendwann kommt vielleicht doch einmal der Wunsch nach VR oder G, und dann musst Du Dich wieder entscheiden. Ansonsten war das eine meiner Lieblingskameras.

Gruß und frohes neues Jahr.
 
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Awi

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Hi,
hab sie zwar selber nicht aber liebäugele auch manchmal mit ihr.
Was ich an der F4 schätze ist, dass sie auch die Matrixmessung mit den mechanischen Optiken beherrscht.
Wahrscheinlich ist sie die beste rückwärtskompatible Kamera von Nikon.
Gruß
Jörg
 
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WolframO

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Hallo,
ich kann die F4 nur empfehlen. Sie ist sehr vielseitig, wenn man bereit ist, in manches sinnvolle Systemzubehör zu investieren. Und im Gegensatz zur F90 beispielsweise kann man sie auch in dunkler Umgebung, z. B. bei Theaterfotografie, sicher bedienen, da alle Einstellungen über den Tastsinn laufen können. Für diese Zwecke hat sie auch noch einen low-noise-modus mit ca. 1 Bild/s.
Ideal wäre der Kauf einer frisch vom Service gecheckten Kamera. Ansonsten sollte man entsprechende Kosten mit einplanen, da die Kameras häufig einiges hinter sich haben.
Gruß WolframO
 
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Meddi

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Hallo dinolatino!

Zur Technik haben die Vorredner ja eigentlich alles gesagt.

Wenn du eine Kamera dieser Größen- und Gewichtsklasse akzeptierst ist die F4(s) sicherlich die allererste Wahl. Über F5 kann ich nichts sagen, ich hatte sie nur im Fotoladen in der Hand. Die F100 durfte ich mal kurz begrabbeln. Ich habe die F4 aber z.B. Im Urlaub selten mitgenommen, sie ist einfach zu schwer. Dafür nutzte ich eine F80. Ich nahm die F4 nur für Anlässe bei denen ich ausschließlich zum fotografieren unterwegs war (Konzertfotografie).

Nach meinem Eindruck/Erfahrung

Contra:

- Größe (allerdings gegenüber der Vorteil der Möglichkeit der Nutzung des MB20 als kleineres Baterieteil). Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber der F5. Wäre für mich entscheidend.

- Gewicht (ist wirklich ein Argument; in den Bergen wandern würde ich nicht)

- VR nicht nutzbar (darüber rege ich mich schon im alten Forum auf. Damals war das vorletzte Profimodell nicht in der Lage, moderne Objektive voll zu nutzen)

- gleiches eingeschränkt für G-Objektive (das ist aber nicht der F4, sondern der Scheisspolitik von Nikon vorzuwerfen)

- Stromfresser

Pro:

- absolut robust, bei mir hat sie alles ausgehalten; selbst bei meiner früheren F3 hatte ich nicht so ein Vertrauen

- Nutzungsmöglichkeit aller Objektive, d.h. auch Non-AF (siehe oben die späteren Objektivmodelle).

- Lichtschacht (okay, ich nutze ihn wenig aber ich habe die Möglichkeit und liebe es)

- Matrix Messung (ich habe sehr gute Erfahrung mit dieser; sehr seltene Ausreisser auch bei schwierigen Lichtverhältnissen; Nutzung mit vielen Objektiven)

- AF Geschwindigkeit (von wegen langsam. Zwar ist der Vergleich mit der F80 unfair, aber sie ist deutlich schneller als diese; die F4 war und ist immer noch sehr schnell; das ist objektivabhängig, z.B. das AF 80-200/2,8, egal ob AFS oder nicht ist an der F4, der F100 und der F80 ebenfalls nicht der absolute Renner. Wenn du keine Sportfotografie machst wird es wohl immer reichen.). Z.b das AF 85/1,8 ist sehr schnell.

-AF Genauigkeit (na ja, da merkst du das Alter, manchmal sucht sie halt etwas; aber die F80 ist da auch nicht besser und es liegt ein Jahrzehnt bzw. mehr dazwischen. Schwierig bei mangelndem Kontrast+Helligkeit, aber selbst moderne Kameras können da nicht mehr. Zumindest die die neu in der Preisklasse der F4 (gebraucht) sind. Aber, scharfstellen nur auf die Bildmitte, das können eutige Kameras klar besser.

- Du bekommst immer und überall passende Batterien. Selbst in Entwicklungsländern; allerdings brauchst du sie auch.

- Der leise Filmtransport (im Flüstermodus 1/sec), klasse!

- Filmrückspulung auch mit der Hand möglich; d.h. auch ohne Datenrückwand oder ähnliche Krücken (diese unseligen Halter zum Film herausziehen) kann ich teilbelichtete Filme bis zum Anfang rückspulen.

- Wie die Vorredner schon sagten, wunderbare manuelle Bedienung; nix mit tausend Tasten mit Doppelfunktion und so einen Quatsch. Ich arbeite sehr viel bei Konzerten und habe im wahrsten Sinne des Wortes immer alles im Griff.


So, das war jetzt nicht alles in der richtigen Reihenfolge. Z.B. die einfache manuelle Bedienung ist für mich wesentlich. Wenn du Nähe Rhein-Main wohnst kannst du gerne mal vorbeikommen.

Ach ja, die F4 wird meines Erachtens derzeit geradezu verscherbelt. Greif zu!

Gruß

Meddi
 
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dinolatino

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Lieber Meddi,

vielen Dank für die vollständige und sehr kompetente Antwort.

Wohne zwar nicht in Rhein-Main, bin aber des öfteren bei Freunden in Bad Nauheim. Da kann ich sicher mal einen kleinen Umweg einlegen.

Noch eine Frage: Was wäre deiner Meinung nach ein vernünftiger Preis für ein wirklich gut erhaltenes Modell (also nur ab und zu vom Amateur als Zweitkamera benutzt, praktisch ohne Gebrauchsspuren, wenn möglich noch mit OVP, bin da ein bisschen penibel...)?

Vielen Dank und viele Grüße!

Gerald
 
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biobert

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Hallo,

ich fotografiere ca. 15 Jahre mit einer Nikon F4!

Bei Wind und Wetter, 3 Abstürze auf den Boden, immer
noch keine Reperatur! Nun ist aber ein Service notwendig zum nachjustieren und kontrollieren.

Ich kann die Kamera sehr empfehlen!
Bilder sind zu sehen unter: www.robertkalb.at

Gruß aus Wien
Robert

Ein Gutes Neues Jahr 2005!!
 
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Meddi

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Hallo dinolatino!

Du kannst ja per E-Mail direkt mit mir Kontakt aufnehmen. Den Preis kann ich nicht so recht einschätzen, aber letztens wurde doch hier eine angeboten. Ich mene jedoch, dass ich letztens in Frankfurt bei GM Foto zwei F4s im Schaufenster gesehen habe die so um die 550-600 Euro lagen. Die sahen äußerlich besser aus als meine eigene. Ich fand sie gut erhalten, der Preis fand war sehr interessant. Meine würde ich jedenfalls nicht für diesen Preis verkaufen.

Meddi
 
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David_USA

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ich habe die F3 F4 und F5 gehabt und fand die F4 die schwächste von allen. Wenn ich mir heute noch mal eine kaufen würde sicher nicht mehr die F4. Natürlich wäre die F6 der Knüller, aber eine D100 wäre für mich auch schon ok.
 
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WolframO

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Hallo David,
da ich F90, F2, F3 und F4 benutze und somit zwangsläufig vergleiche, kann ich dein Posting nicht nachvollziehen, zumal keine Begründung da ist. Jede der Kameras hat Vor- und Nachteile, die F4 aber in meinen Augen die wenigsten. Und eine D100 passt irgendwie gar nicht in diesen Vergleich, sonst könnt ich sagen, auch meine Fuji E550 kann bestimmte Dinge viel besser als die F4...
lg WolframO
 
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shedworker

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Tja, ich kann David nur zustimmen. Ich bin mit der F4 nie richtig warm geworden, irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Lag mir schlecht in der Hand, ich trage die Kamera gerne mit einer Hand durch die Gegend, da muss man die F4 ziemlich festklammern, da man nicht so schoen "reingreifen" kann, wie bei F3 mit Motor oder F5. Und mit dem Fluestermodus erregt man mehr Aufmerksamkeit als mit dem normalen.

Letztlich eine sehr subjektive Sache, warum man eine Kamera mag oder nicht. Ich mochte sie nicht.

Bernd
 
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Meddi

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Okay, ich habe in der Tat vergessen zu erwähnen, dass sich die modernen Kameras mit der roten Griffmulde noch besser tragen lassen. Aber dennoch ist von der Form die F4 für mich gut. Insbesondere mit dem MB21 für meine kleinen Hände (fragt mich nicht warum, das MB20 hat fast die gleichen Maße; aber das MB21 liegt besser in meinen wirklich kleinen Händen.

Mit dem Flüstermodus fällt man übnerhaupt nicht auf da dann keiner mehr die Kamera hört. Das Geräusch des Verschluß ist deutlich lauter als der Motor. Insofern verstehe ich Bernd nicht ganz. Bei Konzerten (da sowoeso nicht) und vereinzelt auch Theaterfotografie bin ich nie aufgefallen. Da war schon eher der Stangen-AF des 80-200/2,8 nervig.

Zu David: Sicherlich ist die F5 in der Summe "besser". Aber Gerald fragte ja konkret nach der F4(s). Und nur bzw. ausschließlich schlecht ist sie nicht. Wie gesagt, der klobige Klotz der F5 ohne abnehmbaren "MB21" wäre für mich ein Killerkriterium. Anders wäre das natürlich wenn ich genügend Geld hätte mir eine F5 und dazu noch eine F100 zu kaufen, oder dann doch eher die F100 mit dem seperaten Batterieteil. Im Übrigen ist die F4 zur F3 eine gänzlich andere Kamera die man nicht miteinander vergleichen kann. Die F5 ist gegenüber der F4 nur eine(gelungene) teilweise stark geänderte Weiterentwicklung.

Hauptvorteil der F4, neben der auch heute noch akzeptablen Technik, ist die Möglichkeit der Nutzung fast aller Objektive, die wunderschöne Bedienung ohne Mäusekino (ich hasse es heute noch bei der F80 und finde es umständlich) und den Vorteil der Klassischen Stromversorgung.

Ansonsten dinolationo melde dich halt. Ich wohne in Offenbach. Das ist ca. 50km von Bad Nauheim entfernt. Evtl. könnte ich sie dir auch mal zum spielen für ein Wochenende mitgeben. Keine Ahnung wie wir mir dann ein sicheres Gefühl geben können.

Meddi :mrgreen:
 
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holzi

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Hallo Gerald,

ich habe mir vor ca. 1 1/2 Jahren eine gebrauchte F4 (mit MB-20) für ca. 500€ (inklusive Service und kleiner Reperatur) als Zweitgehäuse zur F100 zugelegt.

Ich bin absolut begeistert, vor allem wegen der Möglichkeit alte Objektive, Nahaufnahmezubehör usw. mit Matrixmessung zu verwenden. In meinen letzten großen Urlauben, wo ich immer beide kameras dabei hatte, habe ich immer ca. 2/3 der Filme mit der F4 belichtet, nur ein 1/3 mit der F100.

Ist sicher 'ne persönliche Frage, aber wenn man nicht auf den schnellen AF einer F100 angewisen ist, wäre für mich die F4 sicher wieder eine Überlegung.

Den Hochformatgriff MB-21 vermisse ich manchmal, aber glücklicherweise habe ich einen an der F100.

Mein Tipp: kaufen, kaufen, kaufen.

Gruß aus München

Holzi
 
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Mika

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Also F4 ist für mich auch immer noch eine Traumkamera, ich habe LCD-Anzeigen noch nie gemocht. Allerdings habe ich damit auch ziemlich viel manuell fokussiert, da mir die ewige Verschwenkerei durch das eine AF-Feld zu umständlich war und sich das Objekt halt meist nicht in der Bildmitte befand.

Konsequent mit AF arbeite ich erst seit der D100 mit ihren 5 Feldern, die ich als Mindestausstattung für sinnvolles Arbeiten mit einem Autofokus betrachte, vor allem wenn man auch den kontinuierlichen AF nutzen will.
 
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David_USA

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WolframO";p="9733 schrieb:
Hallo David,
da ich F90, F2, F3 und F4 benutze und somit zwangsläufig vergleiche, kann ich dein Posting nicht nachvollziehen, zumal keine Begründung da ist. Jede der Kameras hat Vor- und Nachteile, die F4 aber in meinen Augen die wenigsten. Und eine D100 passt irgendwie gar nicht in diesen Vergleich, sonst könnt ich sagen, auch meine Fuji E550 kann bestimmte Dinge viel besser als die F4...
lg WolframO

Sorry sollte F100 not D heissen.

Warum ich die F4 nicht mochte kann ich sehr gut begruenden. Sie lag nie gut in der Hand, konnte sie nicht sicher halten, weil ich grosse Haende habe und weil der Gummi glatt war. Das war bei der F3 mit Motor und F5 viel viel besser. Der AF der F4 ist eine Kruecke und war schon beim erscheinen der Kamera nicht mehr Stand der Technik.

Die Matrix-Belichtung war ein "nice try" lieferte in der Praxis nicht die gewuenschten Ergebnisse. Vor allem aber ist die im Vergleich zur klassichen mittelbetonten Messung nicht vorhersehbar. Es war immer ein Unsicherheitsfaktor zu erahnen was die Kamera wohl glaubt zu messen und eine Korrektor einzustellen. Das Problem wurde mit der F5 geloest und war/ist einer der Staerken der F5. Die F3 war viel einfach zu durchschauen in Sachen Belichtungsmessung.

Die Stellraeder fuer An/Aus und Belichtungsmessung waren total rutschig und einfach schlecht zu bedienen. Sie sahen nur gut aus. Die ganze Kamera war auf gutes Design gebaut, nicht auf Bedienung. (Erinnert sich noch jemand wie Nikon bei der Einfuehrung immer wieder vom tollen Design geredet hat und Interviews mit Giogiaro verbreitete?

Ganz bescheuert der Knopf fuer die Belichtungsmessung, der sich selbst verstellte wenn man die Kamera in die Tasche steckt. Viele Profis haben die Nase deshalb abgefeilt! Programmwahlschalter war auch schwer zu bedienen. Ja klar geht alles und nach 20 Jahren hat man sich sicher daran gewoeht.

Soll ich noch weiterschreiben? Das Du mehrere Kameras hast glaube ich Dir gerne und das Du eine andere Meinung hast sei Dir freigestellt.

Ich will auch noch darauf hinweisen das es die F4 war, die sehr viele Profis zum wechseln nach Canon anregte. Sie war schon beim Erscheinen hinten dran und leitet die Massenabwanderung von Nikon zu Canon ein.
 
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Christian B.

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Moin David,

ich sehe die Dinge ein Bißchen differenzierter.

Ich finde zum Beispiel, die F4 liegt sehr gut in der Hand, insbesondere in der Version S oder E. Wenn Du in dieser Hinsicht F3 und F4 vergleichst, dann mußt Du sie fairerweise auch mit angesetztem Batterieteil vergleichen. Ohne MB-21 oder MB-23 ist die F4 natürlich für große Hände weniger bequem als mit, aber das gilt für die F3 mit und ohne MD-4 erst recht.

Der AF ist natürlich im Vergleich zu heutigen Maßstäben schwach, vor allem weil es kein Kreuzsensor ist, aber so schlecht ist er auch nicht. Bei Erscheinen der F4 war es der schnellste AF der Welt. Außerdem konnte man den ja abschalten und wie mit der F3 fotografieren, also wo ist die F3 der F4 in diesem Punkt überlegen? Klar: Die F5 als Nachfolger der F4 ist in dieser Hinsicht viel besser, und auch die F90X schlägt die F4 in Sachen AF, und wurde ihr ja deshalb zur Seite gestellt, um die Spanne bis zum Erscheinen der F5 zu überbrücken.

Daß die Matrix-Messung auch noch nicht der letzte Schrei war, ist auch richtig, vor allem im Vergleich zu heute, aber man konnte sie ja abschalten und wie bei der F3 mit mittenbetont fotografieren. Außerdem noch Spotmessung, also wo ist das Problem?

Deine negative Beurteilung der Einstellelemente teile ich nicht.

Und wenn Du zum Schluß anführst, die F4 sei bei ihrem Erscheinen hinten dran gewesen, dann liegst Du falsch. Canon hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine AF-Profi-Reflex entwickelt. Konkurrent der F4 bei Ihrem Erscheinen war die T90 von Canon (MF!). Fritz Pölking hat seinerzeit unter dem Pseudonym Matthias Land ein Buch über die F4 geschrieben, in der er in den höchsten Tönen von ihr schwärmt und vorraussagt, es würden in absehbarer Zeit alle Profis zu Nikon wechseln.

Recht hast Du aber, daß Nikon dann irgendwann danach der Innovations-Motor zusammengebrochen ist. Es kam die EOS-1, es kamen viele neue USM-Objektive, nachher auch IS, die EOS-1N, die EOS-1 V usw. und bei Nikon passierte im Profisektor bis zum Erscheinen der F5 nichts rechtes. Weder wurde die MF-Reihe gepflegt und zur Ai-P-Serie upgedatet, noch kamen in hinreichend schneller Folge gute AF-I bzw. später AF-S-Profiobjektive auf den Markt, und die vorhandenen Consumer-Zooms waren auch nicht so toll, weder vom Brennweitenbereich her, noch vom Design. Da ging dann in der Tat so nach und nach alles Richtung Canon, und als die F90X mit besserem AF kam und schließlich die F5 war alles schon zu spät. (und dann kamen auch noch so komische Dinger wie die F50 und die F70, seufz...) Jetzt holt Nikon mit den langen AF-S-VR-Tüten (leider in G-Version, ggrrr....) wieder auf, hat auch endlich ordentliche Consumer-Zooms, ist aber natürlich im Digitalbereich noch einen Tick hinter Canon her.


Gruß
Christian
 
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P

PeterSKO

Guest
Moin Christian,

stimmt es tatsächlich, dass Pölking und Land identisch sind? In einem meiner Pölking-Bücher gibt es einen Briefwechsel zwischen den beiden zu lesen, wäre ja ein immenser Marketing-Gag!

Ansonsten haben sowohl David wie auch Du und auch alle anderen mit der Meinung über die F4 recht - Damals ein Kracher, die Profis waren über das nicht vorhandene Mäusekino froh, die Amateure, die sich das Ding trotz der Kohle geleistet haben, waren die Kings und haben die "Profi"-Bedienung über die Knöppe und Räder und Hebelchen genossen bzw. sich damit arrangiert. Mich selber hat es immer fuchsig gemacht, wenn ich diese winzigen Knöpfe für Auslöser-, Belichtungskorrektur- und Empfindlichkeitswahl drücken und gleichzeitig das zugehörige Rädchen drehen musste. Habe aber nie was gesagt, war ja schliesslich 'ne F4!
Jetzt nutze ich wieder eine F801s und greife blind aufs Display und versuche -2/3 Blenden zu drehen. Es ist zum Wahnsinnigwerden.....
 
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