Nikon D70 oder EOS 20d ?? Megapixel rules! Oder doch nicht ?


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bytebeamer

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen,
ich bin dabei, für mich eine DLSR auszusuchen. Nach allem was ich bisher in diversen Foren gefunden habe, wird die D70 von allen Seiten sehr gelobt.
Sie ist auch preislich das, was ich mir so vorstelle. Die noch professionelleren Kams sind außerhalb meiner Reichweite :eek:)
Die Canon 20d liegt aber preislich mittlerweile als Kit wirklich ehr sehr nah am Preis des D70 Kits. Ich bin daher am Überlegen, ob sich der Mehrpreis lohnt und letzlich die bessere Investition ist.
Vor allem stechen mir natürlich die 8 MP ins Auge. Frage mich, ob diese "Reserve" mir nicht etwas mehr bringt als die 6MP der D70.
Zumal ich nicht vorhabe, mir in 1-2 Jahren wieder eine neue Kam zu kaufen, dafür knipse ich einfach zu wenig.
Habe gesehen, die Fläche des Sensors ist genauso groß wie der der D70, also müßte ja theoretisch das Rauschen wieder stärker sein......auch wenn im Prospekt vollmundig von den tollsten Algorithmen zur Rauschunterdrückung gesprochen wird....
Mmhhh. eigentlich ist das Rauschen ja genau das, was mich an meiner S7000 derzeit stört...
Ich muß gestehen, die Features, von denen die Canon möglicherweise mehr hat (wenn überhaupt)...weiß nicht, ob ich die jemals brauchen werde...
Mein Kurzprofil: Einsteiger mit z.Zt. Fuji S7000.. bisher keine DSLR und keine Objektive vorhanden...möchte mich mit viel Energie in das Thema Fotografie einarbeiten, aber rein privat als Hobby, meistens Urlaubsfotografie, grundsätzlich Bilder ausbelichten lassen bei 13x18 und 20x30, ab und zu auch mal ein 30x45 Poster oder mehr um es an die Wand zu hängen. Knispse grundsätzlich RAW und möchte (innerhalb meiner Grenzen) die bestmögliche Bildqualität erhalten..

Ich überschaue derzeit die Möglichkeiten beider Kameras noch nicht, und möchte mir von ein paar Profis ein paar Entscheidungshilfen geben lassen.

Danke schon mal im voraus.
Klaus
 
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R

Robert Hill

Guest
Klaus,

mal eine ganz blöde Frage: Warum überhaupt DSLR?

Mit einer guten SLR und Filmscanner bist Du m.E. weit besser bedient. Ich denke da so an eine gebrauchte F 801, F70, von mir aus auch eine F80. Dazu ein Coolscan V und basta. Die Fotos, von denen Du Ausbelichtungen wünschst, scannst Du ein und bearbeitest sie.

Für Dich als Amateur eine einfache Rechnung: Teile den Mehrpreis der DSLR zur SLR durch € 8.-- (Kosten für einen Diafilm mit Entwicklung). Bei der D70 zur F80 komme ich auf ungefähr 100 Filme. Gehe von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren aus. Wenn Du mit DSLR anfängst willst Du spätestens dann eine Neue. Wenn Du in fünf Jahren 100 Filme belichtest, lohnt sich die D70 für Dich. Bei der Canon werden es eher 150 Filme oder mehr sein.

Meine privaten Fotos mache ich alle auf Ektachrome. Denn da habe ich Zeit und für die paar Dias sind die Kosten auch egal. Mit der DSLR verdiene ich das Geld. Denn da kommt es drauf an, in möglichst kurzer Zeit so viele Fotos wie möglich kostengünstig zu produzieren. Diese werden auf CD-ROM für den Druck benötigt. Und das Scannen bezahlt heute kaum noch ein Verlag oder Kunde.

Für Dein Hobby, so wie Du die Anforderungen beschreibst, ist es ziemlich egal ob D70 oder 20D. Von der D100 habe ich auch schon Ausbelichtungen bis 30/45 machen lassen, die waren ok. Und bei Prints bis 20/30 ist es wirklich wurscht...

Robert
 
B

bytebeamer

Unterstützendes Mitglied
Hi,
danke für die Tips.
Aber ich glaube nicht, daß analog für mich ein Thema wäre. Dazu macht das ganze Drumherum, Nachbearbeitung etc etc mit Digitalbildern viel zui viel Spaß !
Gruß, Klaus
 
Christian B.

Christian B.

NF-F Premium Mitglied
OK,
das ist eine klare Ansage. Aber dann nimm die D70.
Gruß
Christian
 
Martin F.

Martin F.

NF Team
Aber ich glaube nicht, daß analog für mich ein Thema wäre. Dazu macht das ganze Drumherum, Nachbearbeitung etc etc mit Digitalbildern viel zui viel Spaß !
Das ist mal eine Aussage! Spaß! Etwas, das oft wg. der Suche nach rationalen Gründen auf der Strecke bleibt. Welcher Porsche-Fahrer rechnet den Spritverbrauch vs. einem Renault Twingo ?-)

Zur ursprünglichen Frage: die 20D ist sicher eine andere Klasse als die D70, nichtmal unbedingt im Bildresultat, aber in Bezug auf Geschwindigkeit und Ausstattung (z.B. Magnes.-Alu-Geh.) - auch preislich tun sich mit ca. 500,- Differenz beim Gehäuse doch noch Welten auf - dafür gibts zur D70 eine Optik + Blitz!

Also schliesslich doch eine Frage der Vernunft? Geh in ein gutes Geschäft, lass Dir beide Kameras zeigen, hantiere ausgiebig damit - das hat schon manches Aha-Erlebnis ausgelöst.

Gruss - Martin
 
Kay

Kay

NF-F Platin Mitglied
Wieso neue Kamera?

Irgendwie verstehe ich da was falsch:
Wenn Du schon eine Fuji S7000 hast und nur ein paar Urlaubsbilder machst, bist Du doch bestens bedient.

Wenn Du jetzt mit einem teuren Body anfängst, willst Du auch Objektive haben (und einen Blitz, ein Stativ, eine Tasche,...) und wenn Du dann in den Urlaub fährst wünscht Du Dir die S 7000, weil sie so schön handlich war - und für das gesparte Geld kannst Du im Urlaub auch genügend Verwendung finden.

Wieso reicht Dir die S 7000 nicht?
Gruß Kay
 
B

bytebeamer

Unterstützendes Mitglied
Die S7000 rauscht wie blöd, das ist sogar bei ISO 200 auf 13x18 Ausbelichtung fürs geübte Auge zu sehen, bei 20x30 wirds dann noch deutlicher.
Ich wollte das am Anfang nicht wahr haben, aber es sticht mir immer mehr ins Auge..
Außerdem mache ich gerne Nachtaufnahmen, Sonnenuntergänge und solche Sachen, und da fällt das schon auf...
 
F

Firelighter

Unterstützendes Mitglied
Ich habe eine D70 und habe auch schon mit der D20 Fotos gemacht, und ich kann nur sagen: Wenn dir der Mehrpreis nichts ausmacht, ist die D20 schon die bessere Wahl. Die beiden spielen meiner Meinung nach nicht in der gleichen Klasse, was man auch am Preis sieht.

Auf der anderen Seite bekommt man die D70 schon mit einem guten Objektiv, um auf das Preisniveau der D20 zu kommen, aber das wurde ja schon erwähnt...
 
David_USA

David_USA

Unterstützendes Mitglied
Hallo Klaus!

Ich koennte jetzt einen Roman ueber megaPixel und megaUnsinn schreiben, aber ich hab dafuer nicht die Zeit :)

Ich arbeite seit laengerem beruflich in der digital Filmbearbeitung. Viele Jahre davon Effekte fuer Filme, jetzt arbeite ich bei einer Firma die digitale Animationsfilme macht. Die Sache mit der Aufloesung und den Pixeln sind also mein Job :)
Ja rein nach Zahlen sind 8 mehr als 6, aber glaube mir, nach hauptsaechlich diesem Kriterium willst Du nicht die Entscheidung treffen welche Kamera Du kaufst. Selbst auf grossen Ausdrucken wirst Du von der unterschiedlichen Aufloesung keinen Unterschied sehen. Vielleicht sieht bei der einen Kamera ganz oben im Eck der winzige Ast vom Baum etwas feiner aus als bei der anderen. Wie wichtig ist das aber wenn bei einer Kamera aber die Blitzaufnahmen irgendwie nicht konstant richtig belichtet sind, weil die tolle Automatik doch nicht immer das richtige macht, oder man bei der einen Kamera immer erst ins Menue muss um eine Funktion umzustellen die Du vielleicht oefter nutzen willst, bei welcher Marke find eich die Objektive die ich will (und nicht die, die toll waeren ich mir aber nie leisten kann) usw usw.
Das mit dem Rauschen je nach Sensorgroesse ist ein Beispiel wie sehr das Marketing und die sog Fachpresse uns permanent technische Sachen um die Ohren haut die m.E. wenig hilfreich sind in der Praxis. Im englischen gibt es dafuer sogar einen Begriff: "blind me with science".

Vergiss mal einen Augenblick all die technischen Daten der beiden Kameras und probiere sie beim Haendler aus. Lass Dich vom Haender nicht beschwatzen, er hat selbst auch einen Favoriten und will Dir den schoen reden oder wird die andere schlecht machen. Beide Kameras sind so gut das Du keinen Fehlgriff machen kannst. Das einzige was Du machen kannst die die bessere Kamera fuer Dich zu finden, und nicht die, die bei 400 ASA 4% weniger rauscht.

Und noch mal, vergiss einfach mal die "dummen" Megapixel. Du wuerdest Dich wundern mit welch laecherlicher Aufloesung Filme wie Shrek auf 12 x 6 Meter grosse Leinwaende projeziert werden!
 
SCFR

SCFR

Sehr aktives Mitglied
RE: Nikon D70 oder EOS 20d ?? Megapixel rules! Oder doch nic

Hallo,
„Film“ ist aber nicht mit Foto zu vergleichen, erst recht nicht Trickfilm.
Aber sonst ist das schon richtig, Kamera ausprobieren und das mit verschiedenen der gewünschten Objektive.
Der Reflexsucher ist auch sehr wichtig, leider meist zu klein und zu dunkel.
Die Kamera mit dem geringsten Rauschen ist die 20D
Die Kamera mit dem schwächsten AA – Filter ist die D70.
Aber beide sind nicht optimal und beide haben mit Fertigungsstreuung zu kämpfen.
Die Kamera ist aber nicht alles, Objektive und Zubehör sowie Flexibilität ist wesentlich wichtiger.
Man sollte auch immer den Gesamtpreis, auch von zukünftigem Equipment im Auge halten.
Viel Spaß beim Testen.
Friedhelm
 
A

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Die S7000 rauscht wie blöd, das ist sogar bei ISO 200 auf 13x18 Ausbelichtung fürs geübte Auge zu sehen, bei 20x30 wirds dann noch deutlicher.
Dann machst Du irgendetwas falsch.

Ich habe die S7000 (für immer dabei) und die D70 (für extreme Brennweiten und schnell bewegte Objekte) und ich drucke auf DIN A3+. Das gibt bei beiden Kameras keine Probleme. Anhand der Ausdrucke kann ich die Kameras nur bei wenigen Bildern unterscheiden.

Wichtig ist natürlich, daß man bei der S7000 in Raw aufnimmt und vernünftige Einstellungen für die Konvertierung nimmt (mäßiges Entrauschen, moderate Schärfung).

Was den Unterschied D70/20D betrifft: Den Megapixel-Unterschied darf man nicht überschätzen. Es sind 30% mehr Fläche. Interessant wird es für mich erst, wenn man eine Papiergröße größer nehmen kann, also bei doppelt so viel Fläche. Dazu kommt, daß ich bereits bei meinen 6 Megapixeln sehr gut die Qualitätsunterschiede der Objektive feststellen kann. Wenn man 6 Megapixel ausreizen will, dann kommt man um Festbrennweiten oder sündhaft teure Zooms schlecht herum. Wenn man diesen Aufwand nicht treiben will (und das ist ja legitim) dann helfen aber mehr Megapixel überhaupt nicht weiter.

Wichtiger finde ich die Handhabung einer Kamera. Wenn Du mit der S7000 klar kommst, dann wirst Du das Bedienkonzept der D70 auf Anhieb verstehen (Fuji hat sich meiner Ansicht nach sehr an die letzten analogen Nikons angelehnt), die Bedienung der Canon wird Dir reichlich fremd vorkommen.

Grüße
Andreas
 
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