Nikon D300, TIFF versus RAW-Format


Emil Pleitner

Unterstützendes Mitglied
Hallo, ich habe jetzt eine ganze Reihe Fotos in TIFF gemacht und bin eigentlich sehr zufrieden. Verpasse ich viele Möglichkeiten, wenn ich auf das RAW-Format verzichte? Wie haltet Ihr es persönlich, macht Ihr auch im TIFF-Format?
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten
 

Hans-Peter R.

Administrator
Hallo Emil,

Verpasse ich viele Möglichkeiten, wenn ich auf das RAW-Format verzichte? Wie haltet Ihr es persönlich, macht Ihr auch im TIFF-Format?
das würde mich mal interessieren, warum genau das TIFF-Format gewählt hast. Wirklich viel verpasst Du nicht, allerdings verzichtest Du (a) mit dem RAW-Format auf die Möglichkeit, Änderungen im Bild parallel zu den Bilddaten zu speichern und (b) verschlingen die TIFF-Bilder einen enormen Speicherplatz im Vergleich zum RAW-Format. Mich hat es ehrlich gesagt etwas verwundert, dass Nikon mit der D3/D300 das TIFF-Format eingeführt hat. Offensichtlich ein Tribut an die Fakten, die durch die Mitbewerber geschaffen wurden und das teilweise schlechte Image des RAW-Formates. Ich selbst werde sicher nie TIFF aus der Kamera verwenden.

Ciao
HaPe
 
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Engagi

Sehr aktives Mitglied
Ich fotografiere fast ausschließlich im RAW-Format. Wenn ich vorher weiß, daß keine Nachbearbeitung ansteht in JPG-fine - TIFF nie, denn die Dateien sind noch größer als RAW.
 
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epikur

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

sehe es genauso wie meine beiden Vorredner...

vg, stefan
 
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tmf_

Unterstützendes Mitglied
Die D300 kann ein Tiff nur in 8 bit Farbtiefe speichern, hat gegenüber dem NEF also eine geringere Farbtiefe bei wesentlich größerer Datei.

Im Gegensatz zum verlustbehaftet komprimierten Jpg erlaubt das unkomprimierte Tiff, sofern die kamerainterne Schärfung ausgeschaltet ist, auch gröbere Gradations- oder Farbkorrekturen in der EBV. Beim Jpg würden bei solchen Aktionen die Komprimierungsartefakte deutlich hervortreten. Gegenüber dem Jpg verhält sich das 8-bit-Tiff in der EBV gutmütig. Wesentlich mehr Spielraum (Tonwertabrisse) bietet das (aus dem NEF konvertierte) 16-bit-Tiff. Verkürzt gesagt: Tiff ist geeignet für EBV, Jpg ist ein gargekochtes Ausgabe-Endformat.

Das 8-bit-Tiff hat gegenüber dem NEF den Vorteil, dass man es mit wirklich jedem Bildbearbeitungsprogramm ohne Umweg öffnen kann. Dieses 8-bit-Tiff war bis vor wenigen Jahren das Standardformat in der Druckvorstufe und ist dort auch heute noch gern gesehen. Hätte ich für die Weiterverarbeitung nur die Wahl zwischen Jpg und Tiff, würde ich ganz klar für’s Tiff entscheiden. Da ich aber die Wahl zwischen drei Formaten habe, nehme ich NEF.

Gruß,
Thomas
 
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epikur

Unterstützendes Mitglied
Die D300 kann ein Tiff nur in 8 bit Farbtiefe speichern,
ups - wußte ich nicht - das ist ja übel (im Sinne von Suboptimal :-()
Im Gegensatz zum verlustbehaftet komprimierten Jpg erlaubt das unkomprimierte Tiff, sofern die kamerainterne Schärfung ausgeschaltet ist, auch gröbere Gradations- oder Farbkorrekturen in der EBV. Beim Jpg würden bei solchen Aktionen die Komprimierungsartefakte deutlich hervortreten.
eine sehr theoretische Überlegung - bei geringer Kompressionsrate wird man in der Praxis wohl keinen Unterschied erkennen können.

Hierzu ganz interessant:



vg, stefan
 
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scw2wi

Sehr aktives Mitglied
TIFF hat als Aufnahmeformat gegenüber NEF keinen echten Vorteil.

Wenn ich keine Bearbeitung mache, wandle ich das NEF direkt nach JPEG oder TIFF um.
Wenn ich Bilder bearbeite, benötige ich ohnehin das NEF. Alles andere ist Zeitverschwendung.

Ich würde nur dann direkt in TIFF fotografieren,
wenn ich keinen RAW-Konverter besitzen würde,
oder die Speicherkarte so rasch wie möglich voll bekommen möchte.

Walter
 
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