Nikon Blitz SB-28 an Nikon F65/F75

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TJ0705

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Hallo,

ich bin ganz neu hier angemeldet und lese mich gerade durch das Forum, um Euch nicht zu sehr mit Anfängerfragen zu belästigen. Eine muß ich aber doch vorab stellen, da es eilig ist. Sorry dafür.

Ich habe mir kürzlich für meine F65 (und ab heute auch F75) einen Nikon Blitz SB-28 zugelegt. Nach einem Probefilm, den ich bisher damit verschossen habe, stellt sich mir die Frage, wann ich den Blitz zuschalten sollte. Der eingebaute Blitz wird ja automatisch bei Bedarf aktiviert, solange kein Aufsteckblitzgerät montiert ist. Sobald ich aber das SB-28 anschalte, kommt es mir so vor, als wenn wirklich jedes Bild mit Blitz gemacht wird - auch solche, die nicht unbedingt den Blitz erfordern bzw. wo der eingebaute Blitz nicht aktiviert worden wäre. Ist das so oder kommt es mir nur so vor?

Da demnächst ein paar wichtige Fotos anstehen, und ich es nicht versauen will, geht die Frage an Euch. Ich war davon ausgegangen, daß der Aufsteckblitz genau so automatisch funktioniert wie der eingebaute, also auch nur unter den gleichen Bedingungen zugeschaltet wird. Soll ich als Lösung das Blitzgerät ausgeschaltet lassen, bis die Kamera ihren eigenen Blitz aktiviert, diesen dann wieder runterklappen und den großen einschalten? Das kann es doch nicht sein.

Sorry für die dumme Frage, aber mir ist das grad nicht klar. Danke schonmal für nen guten Tip.

Grüße Dirk

P.S.: Der Blitz steht auf TTL-Aufhellblitzen, also so automatisch wie möglich, und die Kamera wird zur Zeit auch überwiegend in den Motivprogrammen benutzt.
 
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Horst S.

Sehr aktives Mitglied
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TJ0705 schrieb:
Nach einem Probefilm, den ich bisher damit verschossen habe, stellt sich mir die Frage, wann ich den Blitz zuschalten sollte. Der eingebaute Blitz wird ja automatisch bei Bedarf aktiviert, solange kein Aufsteckblitzgerät montiert ist.
Das macht der interne Blitz nur bei Vollautomatik- und in den Motivprogrammen, daher auch "Oma-Modus" genannt. ;)

TJ0705 schrieb:
Sobald ich aber das SB-28 anschalte, kommt es mir so vor, als wenn wirklich jedes Bild mit Blitz gemacht wird - auch solche, die nicht unbedingt den Blitz erfordern bzw. wo der eingebaute Blitz nicht aktiviert worden wäre. Ist das so oder kommt es mir nur so vor?
Das ist so, der externe Blitz blitzt immer mit wenn er eingeschaltet ist.

TJ0705 schrieb:
Soll ich als Lösung das Blitzgerät ausgeschaltet lassen, bis die Kamera ihren eigenen Blitz aktiviert, diesen dann wieder runterklappen und den großen einschalten? Das kann es doch nicht sein.?
Nein, die Kamera weiß das ein externer Blitz montiert ist und aktiviert den internen Blitz dann nicht. Das würde rein mechanisch auch gar nicht gehen. Wenn Du den externen Blitz nicht brauchst musst Du ihn nur ausschalten.
 
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TJ0705

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Soll ich als Lösung das Blitzgerät ausgeschaltet lassen, bis die Kamera ihren eigenen Blitz aktiviert, diesen dann wieder runterklappen und den großen einschalten? Das kann es doch nicht sein.?

Nein, die Kamera weiß das ein externer Blitz montiert ist und aktiviert den internen Blitz dann nicht. Das würde rein mechanisch auch gar nicht gehen. Wenn Du den externen Blitz nicht brauchst musst Du ihn nur ausschalten.

Hallo Horst,

danke, damit hilfst Du mir schon weiter.

Die oben von mir beschrieben Methode würde schon funktionieren. Habs ausprobiert. Die Kamera nimmt den Aufsteckblitz offenbar nur wahr, wenn er angeschaltet ist. Ansonsten klappt sie den internen aus, der allerdings dann gegen den aufgesteckten schlägt und nicht wirklich zu benutzen ist. Ich könnte das lediglich als Indiz dafür nehmen, wann ich den SB-28 anschalten sollte und wann nicht. Wäre das ne gute Idee? (Imo etwas unelegant.)

Mein Problem ist halt zu entscheiden, wann ich jetzt den SB-28 benutzen und wann ich ihn lieber auslassen sollte, da die Kamera mir diese Entscheidung ja nicht mehr abnimmt. Ist mein erster externer Blitz, und der "Oma-Modus" war so bequem. :D

Wenn Du den externen Blitz nicht brauchst musst Du ihn nur ausschalten.

Das reicht nicht, s.o. Dann klappt der interne auf, behindert vom externen. Ich könnte den Blitz aber an der Kamera komplett ausschalten. Frage ist nur, wann.

Grüße Dirk

P.S.: Ich will nach und nach immer mehr weg von den Motivprogrammen, aber fürs erste gefielen mir die Bilder schon sehr gut. Deshalb hatte ich gehofft, der neue Blitz wäre nur stärker als der alte, ansonsten aber genau so vollautomatisch.
 
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maikm

Sehr aktives Mitglied
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Hallo Dirk,

im Prinzip mußt Du mit einem externen Blitz selber entscheiden, ob Du bei einem bestimmten Bild blitzen willst oder nicht, indem Du ihn ein- oder ausschaltest und nur P/S/A/M benutzt. Wenn Du das Verhalten der Motivprogramme nachbilden willst, findest Du im Handbuch bei den einzelnen Programmen die Angaben, wo der Blitz nie auslöst: Landschaft und Sport glaube ich.

Generell wirst Du den Blitz in zwei Situationen brauchen:

1. Draußen bei harter Sonne mit ätzenden Schatten in den Gesichtern. Da braucht man den Blitz zum Aufhellen. Leider ist diese Möglichkeit bei der F75 etwas beschränkt durch die langsame Synchronzeit von 1/90, wodurch die Blende stark geschlossen werden muss, was wiederum die Blitzreichweite verringert. Aber der SB-28 hat ja ordentlich Reserven. Nur wird der Hintergrund nicht so schön unscharf aufgelöst durch die geschlossene Blende. Du solltest für Außenaufnahmen daher einen möglichst niedrig empfindlichen Film nehmen, also höchstens ISO 100.

2. Drinnen, wenn's schlicht zu dunkel ist. Tipp: wenn die Decke weiß ist, blitze gegen die Decke, indem Du den Blitz nach oben stellst. Nicht vergessen, bei Hochformatbildern den Kopf entsprechend zu schwenken. Hier ist ein ISO 400 Film ggf. besser, um mehr vom Umgebungslicht behalten zu können.

Der SB-28 sollte auf "TTL" stehen, nicht A oder M.

Wenn Du noch sagst, welche Motivprogramme Du vor allem verwendest, könnten wir Dir noch genauere Infos geben, wie Du ohne Motivprogramme mit externem Blitz zu mindestens (!) gleichwertigen Ergebnissen kommst.

Maik
 
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TJ0705

NF Mitglied
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Bei den Motivprogrammen benutze ich gerne den Porträtmodus, manchmal den für Landschaften, und auch mit dem Nachtmodus habe ich sehr schöne Ergebnisse gehabt, z.B. in der Dämmerung, wo er die restliche Helligkeit des Hintergrunds so schön mit einbezieht.

Auf dem Testfilm waren die Ergebnisse mit dem SB-28 und den Motivprogrammen (teils auch die Vollautomatikstellung) imo nicht schlecht. Ich finde das ganz beruhigend, weil ich mich noch nicht sicher genug fühle, um komplett darauf zu verzichten. Verspreche aber zu üben. ;)

Grüße Dirk
 
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maikm

Sehr aktives Mitglied
Registriert
TJ0705 schrieb:
Bei den Motivprogrammen benutze ich gerne den Porträtmodus, manchmal den für Landschaften, und auch mit dem Nachtmodus habe ich sehr schöne Ergebnisse gehabt, z.B. in der Dämmerung, wo er die restliche Helligkeit des Hintergrunds so schön mit einbezieht.

Also. Das Porträtprogramm macht nichts weiter als die Blende möglichst weit zu öffnen. Manuelle Version davon: Modus A, am Rädchen drehen bis die Zahl am kleinsten ist (und damit die Blende am größten).

Das Landschaftsprogramm macht schlicht das Gegenteil: es schließt die Blend zwecks großer Schärfentiefe. Manuelle Version davon: ebenfalls Modus A, am Rädchen drehen auf f/16. Wichtig ist es dann noch, nicht auf unendlich zu fokussieren sondern auf etwa 1/3 der Distanz zwischen Dir und dem Horizont, sonst verschenkst Du Schärfentiefe. Das macht das Landschaftsprogramm aber auch nicht von selbst.

Das Nachtprogramm benutzt Blitz, aber mit einer Verschlußzeit, die das Umgebungslicht erhält. Manuelle Version davon: Modus M, Blitz auf SLOW/REAR, Blende relativ offen (kleine Zahl), und dann die Verschlußzeit so weit verlängern, bis die Meßwaage im Sucher zwischen 0 und -2 steht.

Die Nachtsituationen sind sicherlich am schwierigsten, und auch am meisten geschmacksabhängig. Das solltest Du erstmal ausprobieren und üben vor dem "Ernstfall", aber bei den anderen beiden gibt es eigentlich keinen Grund, sofort die Motivprogramme abzuschaffen :D

Maik
 
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TJ0705

NF Mitglied
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Hallo Maik,

vielen Dank für die Erklärungen. Ich lese mir bei jeder Gelegenheit Hintergrundwissen an, so daß ich mir das meiste Deiner Tips schon erklären kann.

Interessant ist auch die Geschichte mit dem Fokussieren auf 1/3 bei den Landschaftsaufnahmen. Ich hatte zwar gelesen, wie sich die Schärfentiefe in dem Fall verteilt, aber den praktischen Bezug hast jetzt erst Du hergestellt. Klasse.

Na, ich werde dann mal weiter üben. Ist ja bald Urlaub. :)

Grüße Dirk
 
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