Nachschärfen von Fotos unterschiedlicher Sensorquellen


Oliver K.

Unterstützendes Mitglied
Hallo Forum,

ich hatte mal wieder so nen Gedanken, ihr wißt schon, so einen der immer wiederkehrt wenn er mal da war und nicht zu Ende gedacht wurde bzw. keine Erklärung vorliegt.

Mittlerweile ist ja quasi allgemein bekannt daß gleiche Optiken an unterschiedlich auflösenden Sensoren, auch unter Berücksichtigung der Einstellungen (Blende, etc.) auch eine unterschiedliche Qualität abliefern.

Dennoch habe ich schon mehrfach gelesen, daß die Ausgabe eines Fotos in einer Breite von z.B. 1000px gleich sei, egal ob mit einer D70 oder D80 aufgenommen, unter der Voraussetzung daß die Optik der limitierende Faktor ist.

Für diesen Fall benutze ich eine fiktive Optik, die eine Auflösung von ca. 1700 Linienpaaren erreichen kann. Alle Erdenklichen Maßnahmen zur Stabilisierung werden erfolgreich eingesetzt.
Damit liegt sie ungefähr bei dem Auflösungsvermögen einer D70.
Die selbe Optik wird dann an einer D80 eingesetzt und ermöglicht damit meinem Verständnis nach ein Foto mit der gleichen max. Auflösung, da die ca. 2200lp der D80 ja nicht ausgereizt werden können.

Diese Foto durchwandert dann den "klassischen" RAW Workflow, an dessen Ende in den meisten Fällen ja auch das Nachschärfen steht.
Ausgabegröße am Display ist wie bereits angenommen 1000px

Eine Aussage die ich oft gelesen habe ist: das Ergebnis ist gleich so lange das Bild in der gleichen Ausgabegröße betrachtet wird - in der Regel ja kleiner als A3, meist sogar kleiner als A4.


So weit, so gut.

Dann der Gedanke:
Algorithmen zum Nachschärfen arbeiten, soweit mein Wissen, auf Pixelebene.
Nun ist mein D80 Foto allerdings auf Pixelebene im Verhältnis zu dem der D70 deutlich unschärfer bzw. detailärmer.
Im Ergebnis gelingt das sinnvolle Nachschärfen ja nur, wenn bereits eine gewisse Grundschärfe vorhanden ist. Demnach dürfte das Ergebnis schon um einiges unterschiedlich ausfallen. Auch das Herunterrechnen der Bilddaten des D80 Fotos auf die Auflösung des D70 Fotos als Zwischenschritt dürfte das Ergebnis nicht wirklich wesentlich verändern, da ja auch für diesen Algorithmus als Grundlage die ursprünglichen Pixeldaten dienen.
Nun mag man sich denken: Was solls, bei 1000px Breite ist bereits das Auge das schwächste Glied und kann keine Unterschiede differenzieren - ist sehr gut möglich. Dennoch geht es mir auch eher um das Verständnis der Sachlage.

Aus diesem Grund freue ich mich über jede Aussage die mir beantworten kann: Ist das so, oder eher nicht?

btw: erste Vergleiche meinerseits zwischen RAW Files der D70 und der D2X waren mir nicht 100%ig aussagekräftig genug, ließen jedoch eine Tendenz erkennen...
 
V

volkerm

Guest
Hi Olli,

mir ist die genaue Frage nicht klar ... Die Überlegungen sind klar und nachvollziehbar, aber was genau ist die Frage oder Schlussfolgerung, zu der Du eine Meinung hören möchtest? Vielleicht kannst Du das nochmal in einem Satz zusammenfassen?
 
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Oliver K.

Unterstützendes Mitglied
OK, ich versuchs mal, nehme aber schon mal meinen Eindruck vorweg...

wenn ich versuche ein quasi gleiches Foto, belichtet mit z.B. einem 55-200 bei [email protected] - einmal an D70, ein 2. Mal an D2X - für das gleiche Zielformat von 1000px Breite aufzubereiten, habe ich größere Probleme im Hinblick auf den Schärfeeindruck bei dem Foto der D2X.
Das Foto der D70 wirkt - für mich logisch - bei Pixelansicht (100%) im Verhältnis zu dem der D2X um einiges detailreicher.

Aber selbst wenn ich die gleiche Ausgabegröße anstrebe habe ich mehr Mühe beim Nachschärfen - die Tendenz zu Halos bei gleichem Schärfeeindruck ist nach meinem Gefühl weit stärker bzw. früher der Fall beim Foto der D2X.
Ich habe also nicht den Eindruck daß sich die Ergebnisse so leicht miteinander vergleichen lassen - auch nicht bei gleicher Ausgabegröße.

(Stichwort: "Selbst wenn die Optik an Deiner D80 der limitierende Faktor ist, schlechter als jetzt mit der D70 werden Deine Fotos nicht werden...")

Jetzt frage ich mich ob jemand diesen Eindruck entweder bestätigen oder entkräften kann...
 
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HubertB

Nikon-Clubmitglied
Vielleicht liegt das daran, daß Du beim Verkleinern der Bilder aus der D70 auf ein geradzahliges Verhältnis von 1:3 kommst? Bei der D2X bekommst Du ja ein krummes Verhältnis von ca. 1:4,5.

Nur mal so als Gedanke.

Gruß
Hubert
 
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V

volkerm

Guest
Meine Erfahrung ist, daß die verkleinerte Bilder aus den hochauflösenden Kameras mit guter Optik besser zu schärfen sind und verkleinert detailreicher wirken. In der 100% Ansicht wirkt die hochauflösende Kamera vielleicht nicht so scharf, aber letztlich sind doch mehr Details vorhanden.
 
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