Mitmachthema nach 13 Jahren Pause ...


Ando

Sehr aktives Mitglied
Ich bin auch gerne mit der DSLR und High Compact unterwegs, das bringt hohe Qualität, ist einfach und Fotos sind sofort verfügbar. Ausarbeitung dann per RAW-Workflow.

Da gibt es nichts zu kritisieren, dennoch ist mir die F3 oft lieber. Es ist eine der Legenden, reduziert auf das Wesentliche, Systemkamera mit dem größten Zubehörangebot, Qualität, die keiner mehr herstellt. Mit der Kamera muss man wirklich arbeiten, also die stark mittenzentrierte Belichtungsmessung verstehen, Knöpfe und Hebel mit Gefühl aber auch Kraft bewegen, bei den Einstellungen mitdenken, weil nur wenige Kontrollanzeigen im Sucher. Und natürlich sollte man bis 36 zählen können.

Film als Basis für Hybrid braucht man nicht erklären, gerade die Grenzen gegenüber RAW zwingen zu überlegtem Vorgehen und bringen den "typischen" Filmlook, den wir alle kennen und den der Welt beste Fotoklassiker tragen.

Oder Dunkelkammer.

Oder auch Dia.

Eine Empfehlung!
 
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Fotomensch

Sehr aktives Mitglied
also die stark mittenzentrierte Belichtungsmessung verstehen, !
Die beste Art der Belichtungsmessung, zumindest aus meiner Sicht.

Gefolgt von der Matrixmessung der F4, mit der ich weniger Ausschuss habe als mit der F5, warum auch immer das so ist.
Bei der F5 greife ich meist lieber zur Mittenbetinten Messung.
 

Kay

NF-F Platin Mitglied
Manchmal ist es "schön " , die Belichtung zu schätzen, sich Gedanken über die Entfernung zu machen, zu überlegen, welcher Film in der Kamera ist ...
... und für das Foto selbst etwas zu tun ...

digital geht mit Automatik und das ist lecker : auslösen ohne zu denken ...

fotografierst du noch, oder macht der interne Rechner "dein" Bild, oder jedenfalls das perfekte Bild, von dem du stolz sagst, es ist "mein" Bild ...
 

ebarwick

Sehr aktives Mitglied
Vielleicht nehme ich deshalb so gerne meine Mittelformat-Kameras, da ist noch nicht mal ein Belichtungsmesser drin...

Grüße
Erhard
 
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dembi64

Nikon-Clubmitglied
Manchmal ist es "schön " , die Belichtung zu schätzen, sich Gedanken über die Entfernung zu machen, zu überlegen, welcher Film in der Kamera ist ...
... und für das Foto selbst etwas zu tun ...

digital geht mit Automatik und das ist lecker : auslösen ohne zu denken ...

fotografierst du noch, oder macht der interne Rechner "dein" Bild, oder jedenfalls das perfekte Bild, von dem du stolz sagst, es ist "mein" Bild ...

ich konnte bis jetzt in keiner BDA einer digitalen Kamera lesen das diese das Denken übernimmt. Wer sich analog mit den Gesetzmäßigkeiten der Fotografie beschäftigt hat darf dies auch noch mit einer Digitalen tun, es ist nicht verboten ;)
Der entscheidende Unterschied zwischen analog und digital ist zuerst einmal das Aufnahmemedium, Film vs. Sensor/Speicher. Wer früher beim Fotografieren nicht Denken wollte oder konnte macht es heute auch nicht. Gleiches gilt für die Möglichkeiten ein Bild schon in der Kamera zu gestalten und hierzu die technischen Möglichkeiten zu nutzen. Wer heute die Kamera vollautomatisch ein Bild machen lässt muss heute wie früher mit dem Ergebnis leben. Egal ob zufällig gut oder schlecht. Das heute die Digitalen technisch weiter/besser sind ist einfach der Zeit und den technischen Weiterentwicklungen geschuldet. Eine analoge Kamera würde heute auch anders aussehen wie vor 10-15 Jahren hätte man sie weiterentwickelt. So etwas nennt sich Fortschritt. Und den gab es früher wie heute. Ansonsten würden wir immer noch mit einem Lendenschutz gekleidet mit Kreide Bilder an Felsen malen :D:fahne:
 

altocumulus castellanus

Unterstützendes Mitglied
Hui, da geht ja was ab :eek:

Mit der Matrixmessung meiner F100 war ich früher immer äußerst zufrieden, obwohl die keine Color-Matrixmessung ist, was an der F5 so viel gerühmt wird. Die F100 empfinde ich als belichtungssicherer als meine DSLRs bis hin zur aktuellen
(und einzigen DSLR) D4. Was die F5 in Colormatrix wirklich kann, werd ich sehen, sie ist neu bei mir eingezogen und wird demnächst als "Premiere" mit einem Provia 100F gefüttert :)

 

ebarwick

Sehr aktives Mitglied
Meine F6 ist in der Matrixmessung (für Farb-Diafilm) dermaßen genau, da sollte man sich nur noch zurücklehnen und genießen :) .
Die Leica R9 folgt auf dem Fuß dahinter und man kann die Matrixmessung anpassen, z. B. knapper für Farbdia, reichlicher für S/W Negativfilm. Trotzdem habe ich mir angewöhnt, ab und zu im Kopf die Belichtung zu schätzen und dann zu schauen ob ich richtig liege.
Das funktioniert auch mit Digitalkameras...:D

Grüße
Erhard
 

Ando

Sehr aktives Mitglied
Eine analoge Kamera würde heute auch anders aussehen wie vor 10-15 Jahren hätte man sie weiterentwickelt. So etwas nennt sich Fortschritt. Und den gab es früher wie heute. Ansonsten würden wir immer noch mit einem Lendenschutz gekleidet mit Kreide Bilder an Felsen malen :D:fahne:
Ich habe keine F6 - Fortschritt -, sondern eine F3. Weil ich genau damit fotografieren möchte. Und ich das, was die F6 sonst noch kann, nicht brauche.

Ein anderer hat eine Nikon F Eyelevel, die ist im Vergleich zur F3 geradezu primitiv. Er aber ist glücklich damit, weil sie seiner Art die Dinge aufzunehmen, entgegenkommt.

Meine DSLR ist eine EOS-1 Ds Mark III, neun Jahre alt, also bezogen auf die Produktintervalle Digital nur mehr peinlicher Schrott. Aber genau mit ihr möchte ich meine Bilder machen.

Der Fortschritt ist schon was Feines - aber er ist nur ein Angebot, mehr nicht.
 
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dembi64

Nikon-Clubmitglied
........Der Fortschritt ist schon was Feines - aber er ist nur ein Angebot, mehr nicht.
da kann ich Dir nur zustimmen. In vielen anderen Dingen geht es mir auch so ;)
Aber halt nicht bei den Knipskisten :D
 

Kay

NF-F Platin Mitglied
... Der Fortschritt ist schon was Feines - aber er ist nur ein Angebot, mehr nicht.
Ja, ja, der Fortschritt und mit Kreide an die Wand malen.

Jeder, der nicht dem letzten Piffi-Fiffi-Kram hinterher rennt , trägt einen Lendenschurz ...

Kürzlich habe ich mein Motorrad verkauft, Baujahr 1970 und ein Auto aus 1959. Mein jetziges Auto ist von 2007.
Da muss ich wohl meinen Lendenschurz entsorgen und mir einen
fortschrittlichen Selbstlenker kaufen

ergänzt, weil Bilderforum :





Man (ich) kann nicht alles behalten ... leider ...
 

Ando

Sehr aktives Mitglied
Immer gleich auf sein mit dem Fortschritt ist in der Fotografie eine teure Angelegenheit. Auch wenn die Topkameras immer noch ein paar Jahre (?) top sein dürfen, der Neukauf kostet. Ob dann die vielgenutzte Top-Vorgängerin einen großen Teil des Invests durch Verkauf abfedert? Mir wär das jedenfalls zu mühsam. Abgesehen davon gehts ja dann mit PC und Monitor und auch Drucker weiter, da muss man natürlich auch im Intervall dem Fortschritt folgen. Vielleicht sind noch die Objektive die mit der meisten Puste in diesem Sprintdauerlauf.

Analog hingegen ist ein ruhiger Hafen. Und Hybrid macht auch keinen Stress - außer man träumt vom Hochleistungsscanner um ... ;-)
 

dembi64

Nikon-Clubmitglied
Ja, ja, der Fortschritt und mit Kreide an die Wand malen.

Jeder, der nicht dem letzten Piffi-Fiffi-Kram hinterher rennt , trägt einen Lendenschurz ...
nun ja, soooo dramatisch würde ich das nicht sagen (sollte auch so nicht verstanden werden). Schließlich hat ja auch der Analogfotograf ettliche Entwicklungsstufen der Bildlichen darstellung durchlaufen :D

Kürzlich habe ich mein Motorrad verkauft, Baujahr 1970 und ein Auto aus 1959. Mein jetziges Auto ist von 2007.
Da muss ich wohl meinen Lendenschurz entsorgen und mir einen
fortschrittlichen Selbstlenker kaufen
So etwas ist bitter. Ich kann da mitreden. Unser Junior hat vor einigen Wochen unseren guten alten, über 20 Jahre alten Volvo geschrottet. Das Auto war uns ans Herz gewachsen. Er war zwar alt, aber uns hätte er es noch lange getan. Entgegen dem allgemeinen Trend zu immer mehr Autos im Haushalt haben wir uns nun dazu entschieden vorerst ohne ein Privatfahrzeug auszukommen und somit den Konsum zu verweiger. Ist aber ein anderes Thema und muss hier nicht weiter erörtert werden.

Übrigens, so einen schönen alten Fiat würde ich vermutlich auch behalten wollen wenn ich denn so einen und den nötigen Parkplatz dazu hätte. Der ist zwar fürchterlich altmödisch, unbequem, klein, langsam usw. usw., aber er ist halt Kult ;)
 
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altocumulus castellanus

Unterstützendes Mitglied
Analog hingegen ist ein ruhiger Hafen. Und Hybrid macht auch keinen Stress - außer man träumt vom Hochleistungsscanner um ... ;-)
Jupp, und die alte solide Technik ist auch langlebiger. Ob die heutigen VR-Objektive mit USM oder mit focus by wire/Steppermotor auch in 40 Jahren noch funktionieren, wie es die alten MF-Schätzchen noch tun? Hier kann man, wenn das Ding nicht verpilzt ist, höchstens in die Verlegenheit kommen, dass man mal neu fetten muss, aber ansonsten kann nicht viel kaputtgehen. Die ersten AF-I oder frühen AF-S aus den 90ern sind ja schon nicht mehr reparierbar, da Nikon wohl keine Ersatzteile/Motoren mehr im Sortiment hat.

Einen richtigen USM kann man zwar noch von Hand fokussieren (wenngleich das auch nicht so viel Freude bereitet), aber bei den Steppern ohne mechanische Kopplung geht dann halt gar nix mehr. Kein MF, nix mehr, nada, rien ne va plus. Bei nem Plastik-Dunkelzoom für 400 Euro, das 10 J lang seinen Dienst tut, wohl verschmerzbar, bei richtig teuren lichstarken Teles wäre das sehr ärgerlich.
 

dembi64

Nikon-Clubmitglied
Immer gleich auf sein mit dem Fortschritt, ist in der Fotografie eine teure Angelegenheit. Auch wenn die Topkameras immer noch ein paar Jahre (?) top sein dürfen, der Neukauf kostet. Ob dann die vielgenutzte Top-Vorgängerin einen großen Teil des Invests durch Verkauf abfedert? Mir wär das jedenfalls zu mühsam. Abgesehen davon gehts ja dann mit PC und Monitor und auch Drucker weiter, da muss man natürlich auch im Intervall dem Fortschritt folgen. Vielleicht sind noch die Objektive die mit der meisten Puste in diesem Sprintdauerlauf.

Analog hingegen ist ein ruhiger Hafen. Und Hybrid macht auch keinen Stress - außer man träumt vom Hochleistungsscanner um ... ;-)
da bin ich zu 100% bei Dir.

Auch ich kann und möchte nicht jede technische Neuerscheinung mitmachen. Zumal der derzeitige sogenannte Fortschritt nur noch in wenigen Fällen ein Fortschritt ist. Die aktuellen Neuerscheinungen an Kameras und Objektiven können mich nicht wirklich motivieren meine erst wenige Jahre alten Kameras zu ersetzen.
 

arno_nyhm

Unterstützendes Mitglied
ich konnte bis jetzt in keiner BDA einer digitalen Kamera lesen das diese das Denken übernimmt. Wer sich analog mit den Gesetzmäßigkeiten der Fotografie beschäftigt hat darf dies auch noch mit einer Digitalen tun, es ist nicht verboten ;)
ja, das ist richtig. aber die Begrenzung auf 36 Aufnahmen je Einweg-Rollsensor-Speichereinheit führt bei den meisten Anwendern trotz der vergleichsweise geringen Kosten des Wechsels zu einer psychologischen Veränderung der Wertschätzung der einzelnen Auslösung. Und das führt auf mystische Weise oft zu einer vermehrten Überlegungsaktivität vor der jeweiligen Auslösung. das wiederum führt analog komischerweise zu Bildergebnissen, die inhaltlich und vom Bildaufbau her oft als sehr gelungen angesehen werden.

Digital ist diese unterbewusste Auslösebremse nur durch intensive Disziplin und Selbstbeschränkung zu erreichen. man hat schon von Menschen gehört, die absichtlich kleinste Speicherkarten verwendeten, um diesen Effekt zu simulieren. wegen der gegebenen Löschmöglichkeiten führt das aber trotzdem nicht voll zum gewünschten Ergebnis. ein deutscher namhafter Kamerahersteller hat sogar eine digitale Messsucherkamera herausgebracht, die kein Display hat - nur um die Knipserei einzudämmen.
 

dembi64

Nikon-Clubmitglied
[MENTION=21356]arno_nyhm[/MENTION]

mehr Disziplin beim fotografieren hat man unbestritten analog. Da hast Du sicherlich recht. Mal eben so dutzende von Bildern ohne groß nachzudenken macht man tatsächlich fast nur digital. Da drückt man ehrer mal auf den Auslöser ohne nachzudenken.

Ich gestehe, in diesem Punkt werde ich auch schnell mal nachlässig :fahne:

Da ändern auch meine vielen "kleinen" Speicherkarten nichts dran :D
 

Ando

Sehr aktives Mitglied
@arno_nyhm

mehr Disziplin beim fotografieren hat man unbestritten analog. Da hast Du sicherlich recht. Mal eben so dutzende von Bildern ohne groß nachzudenken macht man tatsächlich fast nur digital. Da drückt man ehrer mal auf den Auslöser ohne nachzudenken.

Ich gestehe, in diesem Punkt werde ich auch schnell mal nachlässig :fahne:

Da ändern auch meine vielen "kleinen" Speicherkarten nichts dran :D
Also ich drück auch Digital nur nach Prüfung und Überlegung ab bzw. lösche, was nichts taugt. Das spart nachher das Sichten von Fotos, die nur frustrieren würden ...
 

Tom.S

Sehr aktives Mitglied
Wenn ich mir das aktuelle Kleinbildfilm-Angebot zB bei Fotoimpex ansehe, habe ich nicht den Eindruck, dass Analog dahinschmilzt wie Schnee im Frühling.
Da schmilzt auch nix. Und zwar egal von welcher Seite man es betrachtet.

Rein ökonomisch gesehen ist mal festzuhalten, dass das 2016 Fuji mehr Instax Sofortbildkameras verkauft hat, als alle DSLR-Hersteller zusammen. Die Umsatz haben Zuwächse wie schon lange nicht mehr und es wir daher das Angebot vergrößert - entweder weil alte Produzenten wie Ferrania vorhaben wieder einzusteigen oder weil etablierte Hersteller ihr Angebot oder die Produktionskapazitäten erweitern. Analog ist ein wirtschaftlich interessantes Gebiet auch in anderen Technologien, so steigt Sony nach 35 Jahren in die Schallplattenproduktion ein. Ob der Trend anhalten wird, ist zur Zeit nicht absehbar aber stabil genug, dass auch große Marken darauf reagieren.

Für den Hobby-User ist die Technologie sowieso nur ein Frage des Spaßfaktors. Alles andere ist da auch egal. Und ich kann jedem, den es wirklich interessiert versuchen zu erklären, was mich daran freut aber rechtfertigen muss ich mich sicher nicht. Für keines meiner Hobbies die allesamt nur Geld kosten.
 
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