MitakonSpeedmaster 0,95 / 50mm Mark III für Nikon Z


NF Adventskalender 2019

mfey

Sehr aktives Mitglied
Nachdem alle auf das kaum erschwingliche aber wahrscheinlich unübertreffbare Nikon 0,95 S 50mm warten, habe ich mir das billigere MitakonSpeedmaster Version III gegönnt.
Vorweg ein Zwischenfazit und danach ein paar Bilder.
Bekannte Einschränkungen: rein manuell zu bedienen, keine Übertragung der Objektivdaten, keine Springblende.
Bislang hab ich das erstmalig heute etwas ausführlicher bei Naturaufnahmen getestet, ca. 100 Bilder, fast alle bei voller Offenblende. Denn um diese geht es ja schließlich und um das damit verbundene Bokeh.
In Netz und auf youtube findet man unterschiedliche, teils sehr negative Kritiken, die ich nicht teilen kann. Teilweise betrifft dies ältere Versionen.
Ab Mark III wurde bei der Vergütung angeblich deutlich nachgebessert, mit positiven Effekten zu CA und COMA und Fringes. Die Streulichtblende läßt sich fest andrehen, allerdings ohne einzurasten.
Nach einiger Eingewöhnung kam ich bestens zurecht.
Der Fokusring ist ein Traum, butterweich, fast 360 Grad Drehbereich, somit sehr präsise zu führen.
Der Blendenring geht stufenfrei, was Videografen freuen dürfte, bei 90 Grad Drehung ca. ist man bei 5,6.
Da man das Ergebnis ja bis dahin im Sucher sieht, ist das für mich perfekt.
Die Ausbreitung der Fokuspeaking-Fläche in der Tiefe gibt zusätzliche Hinweise auf die Tiefenschärfe.
In der Kombination mit Fokuspeaking und rascher Sprung in die 100% Ansicht gibt es nur wenig Ausschuss.
Bei der geringen Tiefenschärfe können nur sehr flache Motive ganz scharf abgebildet werden, bei Blättern ist da doch etwas abblenden mitunter vorteilhaft. Bis 2,8 bleibt das Bokeh trotzdem sehr schön weich und cremig. Aber das ist Ansichtssache.
Nun zu den Bildern:
ach ja, die RAWs habe ich in Darktable entwickelt. Trotz vielfacher Gegenlichtaufnahmen und maximaler Offenblende traten nur gelegentlich CA oder Farbsäume auf, die in Darktable per einfachem Mausclick auf "Farbsäume entfernen" verschwinden.

 
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mfey

Sehr aktives Mitglied
Noch eines, wo die geringe Tiefenschärfe das Motiv, das allerdings auch schon etwas verwittert aussah, nur teilweise scharf erscheinen ließ, ein weiches Portrait z.B. ist ja manchmal erwünscht.
Das Bokeh finde ich sehr schön. Doch urteilt selbst.
Bei der RAW Entwicklung von Darktable kann man eine kameraspezifische Basiskurve aussuchen, wenn es wie hier zur Nikon Z6 noch keine automatisch erkannte gibt.
Ich habe da die von der Nikon 800E genommen, man kann neben nikonartigen oder canonartige auswählen, sehe da keine so großen Unterschiede.

 

mfey

Sehr aktives Mitglied
Wer die Schärfeebene findet, darf sie behalten ;):) Hier ging es mehr um das Bokeh und weniger um den Raureif auf dem Geländer...

 

mfey

Sehr aktives Mitglied
Hier hätte ich wohl doch etwas abblenden und etwas dunkler belichten sollen. Dann wäre der häßliche weiße Fleck wahrscheinlich reduzierter ausgefallen. Vielleicht lade ich noch ein anderes Beispiel desselben Motives nach.



 
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mfey

Sehr aktives Mitglied
Trotz extrem exzentrischer Lage des fokussierten Blattes, genügt es meinen Ansprüchen bei f 0,95

 

mfey

Sehr aktives Mitglied
Noch ein Blümchen, dann sollte es für erste Eindrücke reichen.
Leider werden die Blendenwerte nicht übertragen, so dass ich nicht mehr sagen kann, wie der Wert war. Ich vermute mal, doch zumindest leicht abgeblendet, da die Bokehkreise nun schon leichte Ecken erkennen lassen.
Mal schauen, wann sich die Gelegenheit zu Portraits ergibt, da ist dann die Tiefenschärfe und das Bokeh auszublancieren, denn ich mag keine Gesichter, wo nur ein Auge scharf ist.......

 

shovelhead

Sehr aktives Mitglied
Bei der RAW Entwicklung von Darktable kann man eine kameraspezifische Basiskurve aussuchen, wenn es wie hier zur Nikon Z6 noch keine automatisch erkannte gibt.
Ich empfehle dringend, Dir deine eigene Kurve zu basteln und abzuspeichern. Mit der "Nikon-artig" war ich nie zufrieden - zu viel Grau, zu flache Gradation und allgemein zu dunkel. Irgendwann habe ich mir mal ein Hand voll sehr verschiedene Aufnahmen in einen Ordner gelegt (Portrait, Landschaft, Wassersport), mir eine Reihe Kurven abgespeichert, und diese dann über alle Aufnahmen gezogen. So konnte ich mich einer Kurve nähern, die in erstaunlich vielen Fällen passt. Die heisst jetzt "Stefan D610" und wird zunächst mal auf jedes NEF angewendet.
 

mfey

Sehr aktives Mitglied
habe den überblendeten weissen Fleck durch neuen Beschnitt entfernt.

 

Anthracite

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Ja, mit dem Mitakon 50/0,95 gibt es noch eine Alternative für Freunde von Lichtstärke und viel Freistellung.

Wer wissen will, was das Mitakon technisch leistet, kann bei Thomas' Review auf Cameralabs nachsehen. Dort wird das neue Noct 58/0,95 mit eben diesem Mitakon, mit dem Zeiss Otus und dem Nikon 58/1,4 AF-S verglichen.

Nicht verwunderlich, dass das Mitakon mit dem wesentlich teureren Noct nicht mithalten kann. Das verlangt auch keiner. Trotzdem sollte man nicht zu viel erwarten.

Übrigens, das alte 50/1,2 AIS, was ja auch noch eine Alternative wäre, wenn es um maximale Lichtstärke geht, und was vor allem auch an Spiegelreflexen zu nutzen ist, ist bei der Schärfe etwa auf dem Niveau des im erwähnten Test mitgetesteten 58/1,4 AF-S. Je nach Blende und wo man schaut ist mal das eine, mal das andere schärfer. Die größere Maximalschärfe erreicht das AIS. Das hieße, das das 50/1,2 AIS klar schärfer wäre als das Mitakon - einen Direktvergleich habe ich aber noch nicht gesehen.
 

mfey

Sehr aktives Mitglied
Habe noch nicht genügend Portraitgelegenheiten gehabt. Denke aber, dass bei maximaler Offenblende (0,95) und Kopfportrait die Schärfe von Pupillen oder Wimpern bei Nahbetrachtung (100%) professionellen Ansprüchen nicht genügt. Hier muß per EBV nachgeschärft werden. Für Profis vielleicht ein no go. Für mich nicht soo tragisch, da meine Models eher eine Weichzeichnung bevorzugen, damit nicht jede Hautfalte knackscharf rüberkommt. Ich muß das mal bei ruhig sitzendem Model und Stativ kontrollieren, da ja Wackler auf beiden Seiten bereits den Fokus aus der geringen Schärfentiefe heraus bringen. Bis ich mir da ein Urteil erlauben kann, lasse ich das mal offen. Wenn man jedoch die Anschaffungskosten berücksichtigt und wohl unterstellen kann, dass es sich um eine zusätzliche Luxusinvestition bei bereits anderweitig vorhandenen 50mm Brennweiten handelt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ja schon wichtig. Ich habe z.B. ein wunderbares Sigma 1,4 50mm für den normalen Nikonmount, welches leider an der Z6 per Adapter nur manuell geht. Dieses ist eben nicht so offenblendig und kann daher beim Bokeh bzw. dem blow out des Hintergrundes nicht so ganz mithalten. Ob man da nun für den Z-Mount und 0,95 Offenblende und tollem Fokusring einen Tausender auf den Tisch legen möchte, ist sicher schon sehr individuell zu entscheiden. Noch ein Schwachpunkt des Mitakon ist der doch erhebliche Mindestabstand von 50 cm, der mal knapp für ein großes Blütenmakro reicht, ein 1:2 Makro wäre hier der Hit gewesen.
Ihr seht, dass ich in der Gesamtbewertung noch unentschieden bin. Nur beim offenblendigen Bokeh bin ich begeistert.
 

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