Mit Fotos Geld verdienen, nur wie???


Lorbas

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen,

ich möchte mir mit der Photographie nebenbei etwas dazuverdienen.
Im Angebot habe ich Digital- Kleinbildfilm- und Mittelformatphotographie, darüber hinaus kann ich Dienstleistungen erbringen wie homepages erstellen, beim Druck behilflich sein und in EBV Kundenwünsche erfüllen.
Als Einsatzgebiete erwäge ich Hochzeiten, Motorsport-Trainings und andere „Events“.

Meine Fragen an Euch:
Wofür genau brauche ich einen Gewerbeschein, wofür eine Steuernummer? Kann man auch eine Steuernummer haben ohne Gewerbe? Falls ja, wieso? Und umgekehrt?
Wie führe ich die Mehrwertsteuer ab, je nach Auftrag oder monatlich auf einen vorher berechneten Durchschnittsumsatz?

Momentan bin ich Student, das ist vielleicht noch wichtig.

Vielen Dank für jede Antwort!

Lorbas
 

Gabriele

Unterstützendes Mitglied
mario,

Da hast Du nur teilweise recht, Ingo.Was die Umsatzsteuer angeht, stimmt Deine Aussage. Dass aber jeder, der einer selbständigen Tätigkeit nachgeht, gewerbesteuerpflichtig ist, stimmt nicht. Ich bin beispielsweise als Pressefotograf Freiberufler und zahle genausowenig Gewerbesteuer wie ein Arzt oder Rechtsanwalt - und das nicht, weil ich nicht über einen bestimmten Betrag komme bei meinen Umsätzen, sondern weil Freiberufler grundsätzlich von der Gewerbesteuer ausgenommen sind!!! Dies gilt NICHT für Fotografen, die handwerkliche Dienste anbieten wie Passfotos und Hochzeiten und Geschäftsbeziehungen mit Privatkunden haben, denn in dem Moment sind diese keine Freiberufler mehr, weil sie in einem handwerklichen Berufsbild arbeiten.
so ist es!
 
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Ingo

Aktives NF Mitglied
ja, da kann man mal wieder sehen was für vorteile freiberufler haben. ich bin nun schon seit über 20 jahren selbstständig aber solche vorteile habe ich nicht.
ausserdem schrieb mario ja, dass es ja klar sei, dass gewerbesteuer fällig würde, was er ja ein posting später wieder relativierte.ich wollte nur auf die freigrenzen aufmerksam machen, falls man gewerbesteuerpflichtig ist. übrigens geht es hier nicht nach umsatz sondern nach rohgewinn.
gruß
ingo

 
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mario

Unterstützendes Mitglied
Re: RE: Mit Fotos Geld verdienen, nur wie???

Ingo";p="21618 schrieb:
ja, da kann man mal wieder sehen was für vorteile freiberufler haben. ich bin nun schon seit über 20 jahren selbstständig aber solche vorteile habe ich nicht.
Welche Vorteile meinst Du, Ingo? Dass man als Pressefotograf keine Gewerbesteuer zahlt? Naja, soo groß ist dieser Vorteil auch nicht, wenn man mal alle Nachteile gegenüber Angestellten zusammenzählt: Mehrfache Steuerbelastung durch USt + EkSt, private Renten- und Krankheitsvorsorge, Gewerkschaft, Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherung, Kameraversicherung, Berufsunfähigkeitsabsicherung, und und und. Aber das kennst Du ja alles. Und die Gewerbesteuerhöhe kommt darauf an, wieviel Du verdienst und WO Du Dein Geld verdienst. Je nach Kommune sind die Sätze unterschiedlich....
Und die "Vorteile" von Pressefotografen gegenüber "gewerblichen Fotografen" (keine Gewerbesteuer) relativieren sich auch schnell: Ich arbeite 7 Tage die Woche, vor allem auch abends und am Wochenende und bin in meiner Umsatzmaximierung durch das Budget der Zeitung beschränkt, während gewerbliche Fotografen in Sachen Umsatz allein sich selbst beschränken (OK, hart ausgedrückt, aber im Kern richtig...), sprich, einen völlig offenen Markt vorfinden.


Ingo";p="21618 schrieb:
ausserdem schrieb mario ja, dass es ja klar sei, dass gewerbesteuer fällig würde, was er ja ein posting später wieder relativierte.ich wollte nur auf die freigrenzen aufmerksam machen, falls man gewerbesteuerpflichtig ist. übrigens geht es hier nicht nach umsatz sondern nach rohgewinn.
gruß
ingo

Du musst auch richtig lesen, Ingo. Ich schrub (ich liebe dieses Wort!) nur im Zusammenhang mit niedergelassenen Fotografen, die Hochzeiten, Passbilder und andere handwerkliche Tätigkeiten ausüben, dass Gewerbesteuer fällig wird, weil erst durch die Geschäftsbeziehung zu Privatkunden und handwerkliche Fotografie gleichzeitig ein Gewerbe aufgenommen wird!!!!!

Aber es sei Dir verziehen, das ist generell ein schwieriges Thema. Ich habe schon viel Lehrgeld bezahlt (vor allem ans Finanzamt), bis ich endlich mal durchgestiegen bin...

Gruß

Mario
 
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Ingo

Aktives NF Mitglied
keine angst mario, ich habe schon genau gelesen. dein letzter satz bezüglich der gewerbesteuer stand ziemlich einsam und verlassen am ende deines postings und nahm nicht dierekt bezug auf hendwerkliche fotografen. aber ist auch egal.
ich arbeite ürbrigens mindestens 80 stunden die woche an mindestens 6 tagen, wenn ich pech habe auch sonntags. teilweise auch körperlich sehr schwer. also alles hat sein vor und nachteile.
übrigens habe ich einen guten steuerberater der mich vor lehrgeldzahlungen immer bewahrt hat.
am ende sind wir selbstständigen doch noch gut dran und wenn es halbwegs läuft sollte man auch nciht jammern.
gruß

ingo
 
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mario

Unterstützendes Mitglied
Re: RE: Mit Fotos Geld verdienen, nur wie???

Ingo";p="21622 schrieb:
(...)
am ende sind wir selbstständigen doch noch gut dran und wenn es halbwegs läuft sollte man auch nciht jammern.
gruß

ingo
Naja, Ingo, WENN es läuft. Tut es aber seit einigen Jahren im Bereich Pressefotografie eben nicht mehr (geht fast allen Kollegen so). Und gegen bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hätte ich nichts...
Naja, dafür dürfen wir ja länger und mehr arbeiten als die Angestellten, das entschädigt ja auch irgendwie (meint der Verleger meiner Zeitung zumindest...) ;-)

Gruß

Mario
 
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F

frankyboy

Guest
@mario, was hilft das jammern, schlimmer wirds wenn du als pauschalist arbeitest da schicke die redakteure dich quer durch die pampa und es wird akkordarbeit. als fester freier hast du zwar auch druck aber der hält sich m.e. doch eher in grnzen und du kannst auch nebenher noch was machen
 
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