Mann sind Fliegenmakros schwer ....

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AndreasLanghammer

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe heute ne Stunde im Garten verbracht und nach Krabbeltieren, die sich als Motiv für mein Makro-Objektiv eignen gesucht. Am Rhabarber tummelten sich die Fliegen in der Sonne, sonst war "Ebbe" im Garten.
Also habe ich mich an die Fliegen herangewagt. Da habe ich gemerkt, was Fluchtabstand bedeutet. Jedes Mal, wenn ich nah genug ran war und die Fliege scharf im Visier hatte, war die Fliege wieder weg. Nur wenige Fliegen hielten sich überhaupt in fotogenen Posen auf. Und wenn dann endlich eine stillgehalten hat, habe ich entweder das Bild mit der Hand verwackelt oder die Fliege saß auf einem wenig fotogenen Rhabarberblatt.
Von ca. 60 Bildern, sind nach meinem Geschmack nur 2 etwas geworden und davon nur eines, bei dem die Fliege recht gut in Pose steht, aber eben, wie gesagt, auf einem schedderiegen Rhabarberblatt.

Vielleicht sollte ich mir doch ein Makro mit mehr Brennweite zulegen?
Ob ein Sigma 150mm 2.8 Macro mir bessere Ergebnisse bescheren würde, macht mir zur Zeit Gedanken.

Hier isse:

DSCF1368_klein.jpg


Gruss Andreas
 
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Nixel

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

super Bild! Mit welchem Objektiv hast Du es denn gemacht? Die Schärfentiefe ist so groß...
 
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AndreasLanghammer

Unterstützendes Mitglied
Sorry, die Angaben habe ich ganz vergessen.

Sigma 105mm EX DG 2.8
Blende: 13
Verschluss: 1/160
ISO: 400 (damit ich bei der Blende auf die Verschlusszeit komme)

Gruss Andy
 
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Jens M.

NF-F Premium Mitglied
Hallo Andreas,

die Fliege hast Du doch gut getroffen. :up:

Größere Brennweite ist nicht immer die Lösung. Die größere Nahgrenze ergibt natürlich ein Plus, aber die geringere Tiefenschärfe hebt das wieder auf.

Bei dem Kleingetier muss man schon Geduld und Glück haben.

Gruß Jens
 
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fscherz

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Suuuper!

Schau mal auf meine Signatur, dort findest Du eine Serie mit Tieren im Frühling welche sich bei mir im Garten herumgetrieben haben... zumindest die brauchbaren 25% der Bilder!

Kleiner Tipp: Nimm 'nen Blitz mit! Hilft bei großen Blendenstufen ... Hab' mir einen Papp-Reflektor gemacht der billiger als ein R1 is und sehr gut funktioniert.

Die ersten Fotos (bis ca. Nr 30) sind mit dem 70-300VR und Nahlinse entstanden. Alle weiteren mit dem 105er VR. Bei dem 300er und einer +2Nahlinse ist bei 0,5m Abstand noch ein Maßstab 1:1,667 möglech. Leider ist die Schärfe dann nicht sooo groß wie beim 105er und die Tiefenschärfe wird verdammt kurz...

Insgesamt erfreulich für mich (nach 2 Monaten) ist: Der Ausschuß wird geringer!
 
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MichelRT

NF-F Premium Mitglied
Doc schrieb:
Hallo Andreas,

die Fliege hast Du doch gut getroffen. :up:

Größere Brennweite ist nicht immer die Lösung. Die größere Nahgrenze ergibt natürlich ein Plus, aber die geringere Tiefenschärfe hebt das wieder auf.

Bei dem Kleingetier muss man schon Geduld und Glück haben.

Gruß Jens

Hallo Jens,

die Tiefenschärfe bleibt gleich bei gleichem Abbildungsmaßstab. Bei doppelter Brennweite musst Du auch doppelt soweit weg und somit ergibt sich rechnerisch und auch praktisch die gleiche Tiefenschärfe. Was sich ändert ist der Freistellungseffekt durch die Vergrößerung des Hintergrundes und dessen Unschärfe.

Grüßle Michel
 
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B

bob-emsland

Guest
Hallo Andreas ...

... lass gut sein ... deine Ausdauer hat sich, meines Erachtens, echt gelohnt ... so viele Fliegen in dieser Qualität habe ich auch nicht :D ...

... eine kleine Anmerkung ... optisch ist das Hauptmotiv nicht in der Mitte ... es wirkt aber so auf mich ... liegt vielleicht an der dominaten Farbe und der Herausstellung der Augen ...

... mal links ein klitze-klein-wenig abschneiden :up: ... könnte noch besser wirken ...

... Bruno
 
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Bine H.

Sehr aktives Mitglied
Ja ABER HALLO Andy :up:

Na siehst Du, es geht doch ganz prima :D
Da hat sich Deine Ausdauer aber wirklich gelohnt und das Trübsal blasen hat ein Ende *tatatataaaaaa*

Da hast Du eine schöne Fliege eingefangen, aber bitte etwas mehr aus der Mitte raus, dann ist es SUUUUUUPER :up:

Na dann brauchen wir 2 ja nicht mehr auf Knien durch Deinen Garten robben...:winkgrin: ...kannst es doch auch gaaaanz alleine ;)
 
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Furby

Nikon-Clubmitglied
Doc schrieb:
Hallo Andreas,


Größere Brennweite ist nicht immer die Lösung. Die größere Nahgrenze ergibt natürlich ein Plus, aber die geringere Tiefenschärfe hebt das wieder auf.

Gruß Jens

@Jens,

soweit ich weiß, stimmt das nicht. Im Nahbereich ist die Schärfentiefe vom Abbildungsmaßstab abhängig und nicht von der Brennweite des Objektivs. Vielleicht kann unsere Koryphäe Volkerm mal was dazu posten, und - sollte ich Recht haben - mal erklären, warum das so ist, denn das weiß ich auch nicht.

@Andreas,

sehr schönes Fliegenmakro!!!
 
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Furby

Nikon-Clubmitglied
AndreasLanghammer schrieb:
Hallo zusammen,


Vielleicht sollte ich mir doch ein Makro mit mehr Brennweite zulegen?
Ob ein Sigma 150mm 2.8 Macro mir bessere Ergebnisse bescheren würde, macht mir zur Zeit Gedanken.

Gruss Andreas

Die Nahgrenze beträgt beim Sigma 105 Macro 31,3 cm, beim 150 Macro 38 cm, man sollte sich keine Wunder erwarten. Insekten fotografiert man am besten in der Früh, wenn's noch relativ kühl ist, denn dann sind die klamm und hauen nicht so schnell ab wie in der Mittagshitze.

Größere Insekten wie Schmetterlinge und Libellen kann man auch recht gut mit dem Af-S Nikkor 70-300 VR (300 mm, 1,5 m) und mit dem Sigma 80-400 (Abb- Maßst. 1:2.91 bei 1,80/400 mm) sowie den beiden Sigmas 4/300 Af Apo Macro und 5,6/400 Apo Macro, von letzterem gibt es sogar eine seltene HSM-Variante. Leider kann man die letztgenannten nur noch gebraucht kaufen und da werden sie selten angeboten...

Vom Handling her ist das 2,8/150er wegen der hervorragenden professionellen Bauqualität und der eingebauten Stativschelle sicherlich schon die erste Wahl und auch optisch ist es klasse...
 
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Werner1

Unterstützendes Mitglied
Deine Fliege gefällt mir, aus meiner Sicht hat sich Deine Stunde im Garten gelohnt. Meine Nachbarn schütteln nur noch den Kopf, wenn sie mich am Wochenende bei meinen Makroversuchen auf dem Bauch rumrobben sehen.

Ein anderes Makroobjektiv wird Dich nicht zu einer höheren Ausbeute bringen. Hier hilft nur Übung, Ausdauer und manchmal auch ein weing Glück.

Den Tip von fscherz solltest Du befolgen: Benutze einen Blitz.

Werner
 
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NIK_ON

Unterstützendes Mitglied
ja, aber versuch erst mal die Biester im Flug zu erwischen ... (Anlage: Foto)


:)


Grüße
Nik
 
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Franz CH

Sehr aktives Mitglied
Hallo Andreas

...du hast einen Vorsprung!
Eine Fliege fehlt mir noch in meiner Fotosammlung.
Ein Makro Aufnahme erst recht
Ich Denke "...Mann sind Fliegenmakros schwer" :confused:
Und dann erst noch in dieser Qualität super :up:


 
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W

Wolle

Guest
Moin,

Furby schrieb:
Im Nahbereich ist die Schärfentiefe vom Abbildungsmaßstab abhängig und nicht von der Brennweite des Objektivs. !

Nich nur im Nahbereich, sondern generell ist die Tiefenschärfe nur von Abbildungsmaßstab und Blende abhängig. Wenn ihr wollt, suche ich mal die entsprechenden Formeln heraus.
 
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kristallio

Unterstützendes Mitglied
NIK_ON schrieb:
ja, aber versuch erst mal die Biester im Flug zu erwischen ... (Anlage: Foto)


:)


Grüße
Nik
Das Flugbild ist ja unglaublich, wieviele Versuche hat Dich das denn gekostet?
Gruß, Dirk
 
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