Makroobjektive - Erfahrungen und Kaufberautung gesucht


Elmar2001

Unterstützendes Mitglied
Hallo!

Welches Makroobjektiv könnt ihr mir für die D70 empfehlen? Welches habt ihr selber im Einsatz und würdet ihr es wieder kaufen oder ein anderes nehmen? Wo liegen die Vor- und Nachteile?

Thx 4 help. :))
Elmar
 

Christian B.

NF-F Premium Mitglied
AF-Mikro 2.8/60 mm D oder non D, bis 1:1
PC-Mikro 2.8/85 mm D bis 1:2, nur MF
AF-Mikro 2.8/105 mm D oder non D, bis 1:1
AF-Mikro 4.0/200 mm D, bis 1:1

Alle vier Obektive haben eine ganz ausgezeichnete Abbildungsleistung, am besten m.E. das 85er. Das ist aber auch das teuerste und gebraucht kaum zu bekommen. Je länger die Brennweite, umso größer ist der Abstand zum Motiv bei gleichem Abbildungsmaßstab. Daher ist wichtig, was Du fotografieren willst (Hornissen oder Blumen). Das 60er und das 105 haben sicher das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Außerdem gibt es noch das 4.5-5.6/70-180mm AF-Zoom bis 1:2, das auch sehr gut sein soll, das ich aber nicht selbst beurteilen kann.

Die Makros von Sigma und Tamron werden auch von der Abbildungsqualtität her sehr geschätzt und sind jedenfalls neu deutlich günstiger.

Wenn Du ein 105/2.8 oder 60/2.8 von Nikon in gepflegt gebrauchten Zustand bekommen kannst, würde ich das aber vorziehen. Schau mal in die Gallery. Da gibt es viele damit gemachte Bilder (zuletzt Schmetterlingsbilder von Klaus) zu sehen.
 
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Marv

Unterstützendes Mitglied
Ich spare mir jetzt mal eine Liste und sage pauschal: mit einem aktuellen Makro-Objektiv an einer D70 kannst Du eigentlich nichts verkehrt machen, hier sind die Unterschiede bezüglich Abbildungsleistung marginal - wirklich "schlechte" Makros sind mir unbekannt, d.h. auch Sigma und Tamron würde ich in die Überlegung einbeziehen.

Im Endeffekt läuft die Entscheidung eher auf Preis oder Einsatzgebiet raus:

- wenn es was günstiges sein soll: die nicht-DG-Versionen von Sigma (50, 105) sind z.Zt. noch sehr günstig zu bekommen.

- wenn es Nikon sein soll: Christians Liste.

- Wenn es flexibel sein soll: das 70-180 Micro von Nikon, das ich und viele andere im Forum heiss und innig lieben.

Du hast also alle Freiheiten ;D

Gruß Marv
 
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holzi

Aktives NF Mitglied
Hallo,

wie verhält sich denn das 60er Nikon an einer D70 als Portrait-Objektiv?

Gruß, Holzi
 
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K

klaus harms

Guest
holzi";p="14750 schrieb:
Hallo,

wie verhält sich denn das 60er Nikon an einer D70 als Portrait-Objektiv?

Gruß, Holzi
Generell sehr gut, aber halt auch sehr scharf. Wenn Dein Modell Gesichtsfalten oder Hautunreinheiten hat und diese nicht auf einem Foto zeigen möchte, ist es nicht das richtige Objektiv, oder Du mußt per EBV nachbearbeiten.

Nachtrag: Schau Dir meine Fotos aus dem Botanischen Garten in der Galerie an, die mit einer Ausnahme alle mit dem 60er entstanden sind und trotz Verkleinerung NICHT bzw. unwesentlich nachgeschärft wurden. Denke, das spricht für sich.
 
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DonMartin

Unterstützendes Mitglied
Ich habe mir vor 1 Jahr ein älteres AF Micro Nikkor 55mm 1:2,8 für meine D70 ersteigert. Es fokussiert laut und langsam, ist aber so knackescharf, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt.
Ich habe mal das Micro Nikkor 105mm ausprobieren dürfen. Das bildet ebenfalls so scharf ab.

Gruß

Rainer
 
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WilfriedV

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

ich habe das Nikon 2,8/105 D und das 4,0/200 D und als Kamera die F100.

Das 105 habe ich seit über 10 Jahren und bin sehr zufrieden damit. Damit kann man unter ganz günstigen Bedingungen auch mal ohne Stativ fotografieren (... aufgestützt mit den Ellenbogen auf dem Boden ...). Die Tiefenschärfe ist größer als beim 200er und es ist auch bei Bedarf als Portraitobjektiv ideal.

Beim 200er ist die Naheinstellgrenze größer, was bei Insekten Amphibien usw. sehr vorteilhaft ist. Obwohl die Naheinstellgrenze gar nicht so wahnsinnig viel größer als beim 105er ist, bringt es aufgrund der Fluchtdistanz doch die entscheidenden Zentimeter. Das 200er habe ich seit Mitte 2004. Das Fotografieren ist damit aufwändiger und bei einer größeren Entfernung zum Fotoobjekt als beim 105er können auch mehr störende Grashalme usw. dazwischen sein. Man fotografiert zwangsweise damit ganz anders als mit dem 105er.

Man kann das 200er und 105 nicht direkt vergleichen.

Beide Objektive sind super. Universeller ist jedoch eindeutig das 105er. Unter Berücksichtigung des Verlängerungsfaktors von 1,5 erreichst du an der D70 ca. 155 mm Kleinbild-Brennweite (= den Blickwinkel eines 155mm Kleinbildobjektivs).
Ich empfehle daher das 60er Makro womit du 90mm Kleinbild-Brennweite erreichst.

Wenn du keine Erfahrung mit der Makrofotografie hast, solltest du unbedingt mit einer vergleichbaren Brennweite von ca. 100mm Kleinbild anfangen.

Wenn finanziell machbar, würde ich mir immer original Nikon-Objektive kaufen.

Obwohl sicherlich bekannt:
Von ganz, ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, geht Makro ohne Stativ nicht.
 
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red4ever

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

auch ich habe das 2.8/105 und kann nur sagen an der D70 ist es erste Sahne.
Beim Händler ist es zwar noch recht teuer, aber über eBay, wenn man schaut gibt es dieses Objektiv recht günstig. Ich habe meines für knapp 430 € ersteigert und das war fast neu, 3 Monate alt. Also schauen lohnt sich!

MFG
 
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WilfriedV

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

Korrektur zu meinem Posting vom 08.03.05.

Wie ich nun weiß, ist es völliger Unsinn, dass die Tiefenschärfe des 105er größer ist als die des 200er. Bei gleicher Blende und gleichem Abbildungsmaßstab ist die Tiefenschärfe unabhängig von der Brennweite des Objektivs immer dieselbe!
 
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Holmes

NF Mitglied
Das 35-70er lässt sich ebenfalls für Makrozwecke nutzen - habe damit ganz gute Erfahrungen gemacht.
 
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Nobody

Auszeit
es kommt stets auf den zweck an. sofern es nur darum gehen soll, weitere makrotypische redundanzen zu schaffen, waere, je nach vorliebe und finanziellen moeglichkeiten, jedes von der industrie angebotene makro recht. die kreative seite der photographie hingegen setzt recht haeufig auf abweichende mittel
 
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J

johnnyw123

Guest
....Außerdem gibt es noch das 4.5-5.6/70-180mm AF-Zoom bis 1:2, das auch sehr gut sein soll, das ich aber nicht selbst beurteilen kann....

die Aussage
ist schlicht falsch.
Das 70-180 hat eine stufenlose Fokussierung bis 37cm(Abbildungsmaßstab 1:1,3)
Mit Nahlinse 6T bis 1:1, wobei ich die 5T bevorzuge, wenngleich die 6T in Retrostellung genauso gut ist, allerdings kommt man da schon in Bereiche der Microwelt die kaum noch ohne lange Erklärungen erkenntlich sind.
Das Objektiv ist in Verarbeitung, Handling und Leistung schlichtweg ein Traum. Das Zoom bietet unendlich kreative Gestaltungsmöglichkeiten und ist gerade, da oft in unbequemen Haltungen fotogafiert werden muß, jedem Festbrenner haushoch überlegen.

Johannes
 
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cyrano

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

ich nutze ein SIGMA 105 (nicht DG) - die Unterschiede sind wohl -auch - marketingrelevante Fakten und nicht nur technische.
Ich habe damals mich dafür entschieden, nachdem ich einige fotos eines Users auf dprevie gesehen hatte, die er mit dem Nicht-DG-Makro gemacht hatte.
Mir wurde sofort klar, das - wie meinstens - das richtige Licht etc viel wichtiger sind ans die reine Technik.
An meiner D70 und bin ganz zufrieden damit.

Es sind eher die geringe Tiefenschärfe und das absolut verwackelfreie Knipsen eine Herausforderung anstatt des Objektives.. :)

Ich habe damals bei Oehling.de 199 Euro bezahlt, im Vergleich zum neuen DG Makro 105 knappe 400 Euro weniger.

Italienische Grüße
Thomas
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Hallo Johannes,

das hättest Du auch etwas höflicher sagen können. Ich wollte das Zoom ja nicht schlechtmachen, sondern nur darauf hinweisen, daß es dieses auch noch gibt. Die Aussage ist auch nicht "schlicht" falsch, sondern enthält eine unrichtige Angabe, nämlich den größten Abbildungsmaßstab (1:1,3 und nicht 1:2, na ja, schon recht). Im übrigen war meine Aussage "schlicht" vollständig richtig. Und über Nahlinsen habe ich mich nicht geäußert.

Was Du unterschlägst, ist der Umstand, daß man bei Brennweite 180mm keineswegs den freien Arbeitsabstand vom Motiv hat, den man z.B. mit dem 200mm IF oder dem 200mm AF-IF erreicht. Das Objektiv hat im Bereich 1:1 durch "floatin elements" wohl nur noch eine Brennweite von schätzungsweise ca. 90mm. Diese Brennweitenreduktion tritt auch bei den genannten 3 Nikon AF-Mikros auf, allerdings nicht in dem Umfang wie beim 70-180. Das AF 60 mm hat nach meinen Berechnungen bei 1:1 ca. 55mm Brennweite, das AF 105 ca. 87mm.
 
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Nobody

Auszeit
vom stativ ist das zoom nicht zu unterschaetzen, zumal sich der arbeitsabstand mit nahlinsen im 'ueblichen makrobereich' deutlich verbessert. festbrennweiten benoetigen vergleichsweise einen einstellschlitten um halbwegs konkurrieren zu koennen
 
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J

johnnyw123

Guest
Hallo Christian,

echt sorry, sollte nicht so rüberkommen.

Johannes
 
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